Universität Wien – Wissen für die Zukunft

Anlässlich ihres 650-Jahr-Jubiläums ergriff die Universität Wien die Gelegenheit, der Öffentlichkeit einen Einblick in die Arbeit an der Universität zu geben und damit zu zeigen, welche gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung und Strahlkraft von dieser Arbeit ausgehen. In der positiven Resonanz der Öffentlichkeit sieht die Universität einen klaren Auftrag, einige dieser Aktivitäten in den nächsten Jahren fortzuführen.

"Die richtigen Fragen zu stellen, ist gerade in Zeiten, in denen immer wieder neue Herausforderungen entstehen, entscheidend, um so die Antworten und die Entwicklung der Gesellschaft zukunftsorientiert gestalten zu können. Dafür braucht Österreich, braucht Europa starke Universitäten, die wirtschaftlich und politisch unabhängig agieren können."

Heinz W. Engl, Rektor der Universität Wien

Wichtiger Beitrag für die Gesellschaft

Von ihrem Potenzial in Forschung und Lehre ausgehend kann die Universität Wien in vielfältiger Weise zur Entwicklung der Gesellschaft beitragen: im engeren Sinne über ihre Kernaufgaben durch die Generierung neuen Wissens (Forschung) und durch die Wissensvermittlung (Aus- und Weiterbildung) sowie durch die in diesem Zusammenhang geschaffenen Arbeits- und Studienplätze und die damit ausgelöste Wertschöpfung. Im weiteren Sinne, indem die Universität die Funktion eines Wissensspeichers, etwa durch ihre Bibliotheken, wahrnimmt, dieses Wissen breit zur Verfügung stellt und den Transfer von universitärem Wissen in Gesellschaft und Wirtschaft schafft.

 

Die Universität Wien will in den nächsten Jahren neue Akzente speziell in zwei Bereichen setzen:

 

Forschung und Lehre enger mit gesellschaftlichem Engagement verbinden

Die Universität Wien will ausgehend vom Jubiläumsjahr die Aktivitäten stärken, die gesellschaftsrelevante Themen in Projekten und Lehrveranstaltungen behandeln. Für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Entwicklung ist es wichtig, innovative Ideen zu generieren und diese auch zu verwirklichen. Dafür ist eine universitäre Ausbildung unabhängig vom Studienprogramm ein gutes Training, denn sie vermittelt neben Fachwissen allgemeine Kompetenzen wie Analysefähigkeit, vernetztes Denken und sprachliche  Kompetenzen. Schon im Studium will die Universität  den Gesellschafts- und Praxisbezug stärken und sich bei Initiativen engagieren, die Bildung durch reflektierte Verknüpfung von Wissenschaft mit praktischem Engagement (Service Learning) vermitteln. In der universitären Lehre soll so akademisches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement verbunden werden.

 

Von der Innovationskette zum Innovationskreislauf

Zudem will die Universität Wien die Öffnung gegenüber und die Verbindung mit der Wirtschaft in der Region stärken. Wissenstransferzentren sollen die Zusammenarbeit von Universitäten mit anderen Forschungseinrichtungen und insbesondere mit Unternehmen weiter verbessern und die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die wirtschaftliche Praxis erleichtern. Die Universität Wien beteiligt sich federführend am Life Science Transferzentrum, in dem Kompetenzen der Forschung in Österreich in diesem Bereich unter Einbindung von Unternehmen gebündelt werden. Durch die Zusammenarbeit mit der Praxis kommen wichtige neue Impulse an die Universität zurück und tragen dort zur Weiterentwicklung der Grundlagenforschung bei. Aus den neuen Kontakten können sich weitere interdisziplinäre und intersektorale Projekte und strategische Partnerschaften mit Unternehmen entwickeln. Auf diese Weise werden bestehende lineare Modelle einer Innovationskette aufgelöst und münden in einen Innovationskreislauf.

Antworten für die Welt von übermorgen – Futurelab

BesucherInnen auf der Futurelab-Ausstellung
Das Futurelab widmete sich den wissenschaftlichen Herausforderungen von Morgen. WissenschafterInnen der Universität Wien gaben in Kurzfilmen Antworten auf Fragen wie: Werden die Weltmeere in 50 Jahren leergefischt sein? Was wird das Wundermaterial der Zukunft?

Im Rahmen des Campus Festivals präsentierte die Universität ihre Forschungsleistungen. Das Futurelab widmete sich den wissenschaftlichen Herausforderungen von morgen. Damit wurde neben der verstärkten Sichtbarmachung der Universität Wien und ihrer Rolle in der Gesellschaft das zweite wichtige Ziel des Jubiläumsjahres, der Blick in die Zukunft, in ein Format gefasst. Die Statements der ForscherInnen laden zum Eintauchen in eine Welt von Morgen ein, die voller spannender Fragen ist, auf die es viele oder auch noch keine Antworten gibt.

Zeitkapsel für die Zukunft

Rektor Heinz W. Engl beim Verschluss der Jubiläums-Zeitkapsel
Rektor Heinz W. Engl beim Verschluss der Jubiläums-Zeitkapsel

Einen gelungenen Abschluss eines ereignisreichen und erfolgreichen Jubiläumsjahres bildete der Verschluss einer Jubiläums-Zeitkapsel. 2065 feiert die Universität Wien ihr 700-jähriges Jubiläum – erst dann wird die Zeitkapsel wieder geöffnet. Neben einer Grußbotschaft von Rektor Heinz W. Engl an das Rektorat der Zukunft, beinhaltet die Zeitkapsel die Publikationen, die rund um das 650-jährige Jubiläum entstanden sind, darunter "Wien 1365", "Die monumentale Universität", "Unifiktion 1365-2015-2065" oder "Sie nannten sich der Wiener Kreis".