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Die Heimatfront zerbricht (Tagebuch-Studie)
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Das heißt die Tagebücher werden auf eine bestimmte Weise historisch eingespannt. Zunächst soll untersucht werde, welche Erlebnisse die Frauen in welcher Breite aufge­schrieben haben und auf welche Diskurse von Weiblichkeit, 'Rasse', Sexualität und Nation sie dabei zurückgegriffen haben. Die Untersuchung konzentriert sich ganz bewusst auf das Kriegsende, weil dort die so genannte 'Heimatfront' endlich zusammenbrach. Die Frauen wurden mit unterschiedlichen Verlusten konfrontiert und kamen mit verschiedenen Besatzungsarmeen in Berührung. Diese Verschiedenartigkeit der Erlebnisse hat in der jetzigen deutschen Gesellschaft Resonanz und birgt daher nach wie vor Konfliktpotentiale der Erinnerungskultur in sich.

Kontakt: Sabine Grenz (sabine.grenz (at) gender.hu-berlin)

Sabine Grenz wurde 1967 in Paderborn geboren und studierte Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Derzeit ist sie eine von 25 TeilnehmerInnen des Graduiertenkollegs "Geschlecht als Wissenskategorie" an der Berliner Humboldt-Universität. In diesem Rahmen arbeitet sie auch an dem oben vorgestellten Projekt.

Aktuelle Publikation
Sabine Grenz u. Martin Lücke Hg., Verhandlungen im Zwielicht. Momente der Prostitution in Geschichte und Gegenwart, Bielefeld: transcript Verlag 2006, 350 S., EUR 29,80, ISBN: 3-89942-549-9.