
Arbeitsgruppe für Wissenschaftsgeschichte (AGW)
Die Arbeitsgruppe für Wissenschaftsgeschichte am Institut für Geschichte wurde am 24. Juni 1992 durch Beschluss der Institutskonferenz ins Leben gerufen und hat im Wintersemester 1992/93 ihre Arbeit aufgenommen. Erster Leiter war Univ.-Prof. Helmuth Grössing. Sie ist heute eine der führenden Organisationseinheiten auf diesem Gebiet im deutschsprachigen Raum. Das Lehrangebot der Mitglieder Arbeitsgruppe im Rahmen der Studienprogrammleitung (SPL) 7 (Geschichte) sowie ihre damit verbundenen Forschungsschwerpunkte reichen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert. In geographischer Hinsicht werden Entwicklungen in Europa und den USA sowie das Verhältnis dieser beiden 'Zentren' zur außereuropäischen Welt behandelt. In thematischer Hinsicht bestehen Schwerpunkte u.a. im Bereich der Kulturgeschichte des Wissens und der Wissenschaften sowie der Universitätsgeschichte.
Die Aufgaben und Tätigkeiten der AG sind:
- Koordination der laufenden Aktivitäten in Lehre und Forschung im Bereich Wissenschaftsgeschichte
- Mitarbeit mit Fachkollegen anderer Geschichtsinstitute sowie anderer Einrichtungen der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät im Rahmen des Fakultätsschwerpunktes „Wissenschaftsgeschichte, Wissenskulturen, Wissensgesellschaften"
- Interfakultäre Zusammenarbeit mit historisch interessierten Natur-, Sozial- und GeisteswissenschaftlerInnen (derzeit unter anderem im Initiativkolleg „Naturwissenschaften im historischen Kontext")
- Öffentliche Präsentation von Ergebnissen aus Lehre und Forschung, z.B. in den Ausstellungen wie die "Das Werden einer Weltstadt. Wien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts" in Wien (2006), "S.M.S. Novara. Hintergründe und Vorbereitungen zur ersten Weltumsegelung unter Österreichs Flagge" in Wien (2007) und die Sonderaustellung „Alle Taschen voll Steine" am Naturmuseum in Bozen (2007)
- Kontaktnahme mit gleichgerichteten universitären und außeruniversitären Instituten und KollegInnen in Österreich und im Ausland (z.B. mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin und der History of Science Society/USA). Vom Anfang an bestand eine Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte, dem einzigen gesamtösterreichischen Verein auf diesem Gebiet.
- Einladung international renommierter Wissenschaftshistoriker zu Gastvorträgen, Workshops und Tagungen
Die Mitglieder der AGW mit ihren AG-relevanten Schwerpunkten sind:
o. Univ.-Prof. Mitchell G. Ash (Leiter), Professor für Geschichte der Neuzeit. Mitglied des Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; Präsident der "Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte" 2002-2007. Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur; Universitätsgeschichte; Geschichte der Humanwissenschaften
o. Univ.-Prof. Winfried Stelzer, Professor für Geschichte des Mittelalters. Universitätsgeschichte, Bildungsgeschichte, Wissenschaftspflege, Rezeption des gelehrten Rechts im Mittelalter
Ao. Univ.-Prof. Marianne Klemun. Kulturgeschichte der Wissenschaften in der Neuzeit
Ao. Univ.-Prof. Gernot Heiss. Bildungs- und Universitätsgeschichte
Ao. Univ.-Prof. Dr. Meta Niederkorn. Kulturgeschichte des Mittelalters, Universitätsgeschichte.
Hofrat Dr. Kurt Mühlberger, Direktor des Universitätsarchivs. Universitätsgeschichte
Dr. Eveline List. Psychoanalyse und Geschichte
Dr. Rene Tebel. Geschichte der Kartographie
Dr. Marlene Kurz. Astronomie und Kalenderwesen im Ottomanischen Reich
MitarbeiterInnen aus Drittmittelprojekten:
Dr. Christina Wessely. Wissenschafts- und Kulturgeschichte - Tiergarten und Stadt, Geschichte der „Welteislehre"
Dr. Irene Ranzmaier. Geschichte der Humanwissenschaften (Germanistik an der Universität Wien, der Germanist Josef Nadler, Geschichte der Anthropologischen Gesellschaft in Wien)
Dr. Petra Svatek. Kartographie und Raumforschung in Österreich 1918-1945




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