Dr. Peter Becker

Gastprofessor für Österreichische Geschichte mit Schwerpunkt im 19. und 20. Jahrhundert (im WS 2009/10 und v. WS 2011/12 bis WS 2013/14). Seit 1. März 2014 Professor für Österreichische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

 

Biographische Daten

Peter Becker studierte Geschichte, Soziologie und Kunstgeschichte an der Universität  Graz. Er promovierte im Jahr 1988 mit einer Dissertation zum Heiratsverhalten und der vorehelichen Sexualität in St. Lambrecht.  Anschliessend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen und am Deutschen Historischen Institut in Washington, DC tätig. An der Universität Göttingen habilitierte er sich im Jahr 2000 mit einer Arbeit zur Geschichte der Kriminologie als Diskurs und Praxis. Als Professor für Central European History am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz (1997-2005) entwickelte er ein neues Forschungsprojekt zur Kulturgeschichte der Verwaltung. In den letzten vier Jahren vertrat er die Professur für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Linz. Die Mitarbeit in einer Forschergruppe am Zentrum für Interdisziplinäre Studien in Bielefeld bot die Möglichkeit, sich intensiv mit der neuen Kriminalbiologie und ihrer zunehmenden Relevanz in kriminologischen und sicherheistpolitischen Debatten auseinanderzusetzen.

 

Die wichtigsten Publikationen

Monographien:

Dem Täter auf der Spur. Eine Geschichte der Kriminalistik Darmstadt: Primus 2005.

Verderbnis und Entartung. Zur Geschichte der Kriminologie des 19. Jahrhunderts als Diskurs und Praxis. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht  2002.

Leben und Lieben in einem kalten Land. Sexualität zwischen Ökonomie und Demographie. Das Beispiel St. Lambrecht, Steiermark 1600-1850. Campus: Frankfurt, New York 1990;

 

Herausgeberschaften

Sprachvollzug im Amt. Kommunikation und Verwaltung im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts. Bielefeld: Transcript 2009 (im Druck);

Figures of Authority. Contributions towards a cultural history of governance from the 17th to 19th century (gemeinsam mit Rüdiger v. Krosigk). Bern u.a.: Lang 2008;

The Criminals and their Scientists. The History of Criminology in International Perspective. (gemeinsam mit Richard Wetzell) New York, Cambridge: Cambridge University Press 2006;

Little Tools of Knowledge: Historical Essays on Academic and Bureaucratic Practices. Ann Arbor: The University of Michigan Press 2001 (gemeinsam mit William Clark).

 

Mehr unter: Veröffentlichungen

 

Mitgliedschaft in wissenschaftlichen Organisationen

  • Deutscher Hochschulverband

  • German Studies Association

  • Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie, Hamburg

  • Verband der Osteuropahistoriker

  • Groupe Européen de Recherche sur les Normativités

  • Verband Deutscher Historiker