mac online slots for fun play ,

Der Erste Weltkrieg in Nachlässen von Frauen Nr. 107, Tagebuch von Anna H., 22. Juli bis 2. August 1917, Graz

Juli 22nd, 2017

1917-07-22Von Anna H. (geb. 1903) liegen Aufzeichnungen vor, die sie als Klosterschülerin zwischen Oktober 1916 und November 1917 regelmäßig geführt hat. Die Einträge geben einen Einblick in die Lebensumstände der Grazer Mittelschicht während des Ersten Weltkrieges. Die Eltern des Mädchens führten ein Gasthaus, was wahrscheinlich mit ein Grund dafür war, dass sie in ihrem Tagebuch häufig auf die Situation der Lebensmittelpreise Bezug nahm. So gab sie die aktuellen Preise für Obst und Gemüse wieder und kommentierte den Mangel an Grundnahrungsmitteln. Die Ausführungen über ihre Alltagserlebnisse sind vermischt mit patriotisch gefärbten Schilderungen der aktuellen politischen Situation. Im Sommer 1917 berichtete sie zudem über Geburts- und Namenstage in der Familie und die dabei ausgetauschten Geschenke.

22. Juli.
Es herrscht jetzt eine riesige Teuerung. So zahlt man jetzt für 1 kg Gurken 2 K [Kronen], 1 l Schwarzbeer [Heidelbeeren] um 80 bis 90 h [Heller], 1 l Himbeer 1 K 40 h. Auch alles andere ist furchtbar teuer. Die Leute stellen sich auch um Tabak an, trotzdem bekommt mancher garnichts. Wenn man sich anstellt, bekommt man 4 bis 5 Sport [Zigarettenmarke] oder 2 bis 3 Zigarillos. Selbst um Seife stellt man sich an. Da bekommt man dann 1 Stück um 80 h, welches man früher mit 10 h bezahlte. Dieses ist beiläufig im Ausmas von 72 cm Länge und 7 cm Breite und 4 cm Höhe, diese Seife sgibt aber garnichts aus.

25. Julier
Morgen sind es drei Jahre, daß Österreich mit Serbien diesen fürchterlichen Weltkrieg begann. Hoffentlich nimmt er bald ein Ende. Gebe es Gott. Jetzt können wir noch zufrieden sein. Noch überall, an allen Kriegsschauplätzen, ist Österreich mit seinen Verbündeten Sieger.

27. Juli
Gestern hatten Mutter und ich Namenstag. Da ging es trotz der Kriegszeit ganz festlich zu. Ich bekam vom Vater ein Perlenmutter-Taschenmesser mit Schere, während ich der Mutter eine selbstgestickte Decke gab.

30. Juli.
Heute habe ich Geburtstag. Nun bin ich 14 Jahre alt und im 15. Jahr. Mein Geburtsjahr ist 1903.

31. Juli.
Schlechter, wie es jetzt ist, kann es kaum mehr werden. Gestern Read the rest of this entry »

Tagung: Die Welt verbessern. Augusta von Preußen und Fürst von Pückler-Muskau, 28.-30.09.2017, Cottbus

Juli 21st, 2017

F0001185_vkopie-ima-Ausdruck-A4-193x300Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park; Schloss Branitz (SFPM); Research Center Sanssouci (RECS) (Web)

Ort: Gutshof Branitz, Cottbus
Zeit: 28.-30.09.2017
Anmeldung bis: 03.09.2017

Königin Augusta von Preußen und Fürst Hermann von Pückler-Muskau einte der Wunsch, durch Taten und Gedanken etwas im Leben der Menschen zu verändern: deren Ansichten, Blickwinkel und Haltungen, deren Standpunkte und Verhältnisse. Das Leben könne besser, zumindest aber schöner und lebenswerter werden, wenn man sich den Strömungen der Zeit gegenüber aufgeschlossen zeige, wenn man Neues und Anderes ausprobiere, man Ungewöhnliches zulasse – im politischen Leben eine liberalere Verfassung zum Beispiel. Davon waren beide überzeugt.

Es waren solche, für die Zeit die Zeit des 19. Jahrhunderts weltbürgerliche, „moderne“ Ansichten, mit denen beide in ihrem konservativen, engstirnigen Umfeld schnell aneckten.Weil die Königin und der Fürst in ihrem Innern auch sehr von sich überzeugt und manchmal etwas eitel waren, galten sie bei Vielen als naiv oder gar als Phantasten. Weiterelesen und Quelle … (Web)

CfP: Movable Goods and Immovable Property. Gender, Law and Material Culture in Early Modern Europe (1450-1850) (Event, 07/2018, London); DL: 15.10.2017

Juli 20th, 2017

Justizia9th Conference of the European network „Gender Differences in the History of European Legal Cultures“; Conveners: Annette Cremer (Gießen) and Hannes Ziegler (London) (Web)

Venue: German Historical Institute, London
Time: 19.-21.07.2018
Abstract Submission: 15.10.2017

The history of material cultures offers important new ways of studying the significance of gender differences in the history of legal cultures by exploring new relationships between gender, law and material culture. Material and immaterial possession informs the self-image of individuals and societies, dynasties and families. A threefold scheme of legal distinction differentiates between usufruct (1), possession (2), and property (3). Yet these relationships between individuals and objects are not only relevant to civil law, but correspond to political regimes. While usufruct, possession and property thus correspond to different forms of authority and society, they also have a bearing on gender relations on different levels of society. Usually, these gendered aspects of material culture are the products of traditional proximities between certain areas of activity and related groups of objects. Communities in early modern Europe can thus be said to have a gendered and often legally sanctioned relationship to the material world and the world of objects. Read more and source … (Web)

CfP: The Gender of Sovereignity in European Politics and Aesthetics (Event, 12/2017, Leuven); DL: 01.08.2017 [REMINDER]

Juli 20th, 2017

GG_3458_364KU Leuven (Web)

Veneu: Leuven, BE
Time: December 18-20, 2017
Abstract submission: August 1, 2017

The conference on the gender of sovereignty in European politics and aesthetics wants to bring together investigations that revisit issues of gender and sovereignty from a variety of disciplines. The historical scope of the conference ranges from the beginnings of modernity to the present. The organizers invite papers that address imaginations of sovereignty in political and cultural discourse either through case-studies or in comprehensive analyses envisioning a modified history. Topics of interests include but are not restricted to:

  • Women’s sovereignty in politics, the arts and different media and performances: cases, modifications and ambivalences
  • Metonymies of sovereignty (in civic life and cultural networks)
  • Fantasies of female rule in intellectual or poetical discourse
  • Gender, authority and literary and artistic genres
  • Beyond the public eye: experiences and reflections of power in correspondence, diaries and memoirs
  • History and historiography: from historicism to biopolitics
  • Pathological scripts of female rule
  • Bodies of female rule. Read more … (Web)

CfP: Biography and Violence. Violent dynamics and agency in collective processes and individual life histories (Event, 02/2018, Göttingen); DL: 01.09.2017

Juli 19th, 2017

International Conference to be held at the Center of Methods in Social Sciences (Qualitative Methods/Professorship Rosenthal) (Web)

Venue: University of Göttingen
Time: 9-10 February 2018
Abstract Subbmission: 01.09.2019

In European societies, current media reports on (civil) wars, armed conflicts, terror attacks, illegalized migration, or attacks on migrants show that physical violence and violent phenomena attract great attention, albeit often in a very charged and selective manner.

The high number of studies devoted to violent phenomena and their causes, dynamics and consequences means that today there can be no question of a general neglect of violence in the social sciences any more, at least with regard to empirical research. Much recent research in this field has focused on violence in the narrow sense of the word, meaning the social dynamics organized around physical injury to, and the vulnerability of, social actors. This conference tries to go beyond a normative perspective limited to the study of isolated “causes”, and strives to understand the interactive dynamics of violence that creates and destroys social order. In addition, increased attention is paid to the history and experiences of the actors involved, and their social networks. Read more and source … (Web)

Konferenz: Doing Gender in Exile, 18.-20.10.2017, Wien

Juli 18th, 2017

19989296_1596145143750599_982767218944859669_nJahrestagung 2017 der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung, organisiert von deren frauenAG (Web)

Zeit: 18.-20.10.2017
Orte: Räumlichkeiten der Universität Wien

Programm und Abstracts zu den Vorträgen  (Link)

Mit dem Thema Doing Gender in Exile soll das Exil als Labor für die Transformation von Geschlechtlichkeit und sexuellen Identitäten neu in den Blick genommen werden. Unter Exilbedingungen können Menschen wesentliche Handlungsräume verlieren, aber auch gewinnen – und solch eine Neupositionierung im öffentlichen wie im privaten Raum kann Konstruktionen und Haltungen im Zusammenhang mit eigener und fremder Geschlechtlichkeit verändern. Gerade im Kontext der Exilforschung wurden diese Prozesse noch immer nicht ausreichend beachtet und analysiert. Doing Gender in Exile soll das Forschungsfeld für neue theoretische Impulse seitens der Gender Studies, der transnationalen Geschlechtergeschichte und der Migrationsforschung öffnen.

CfP: Zwischenräume. Stadt-Land-Beziehungen, Tourismus und gesellschaftliche Mobiltät im 19. und 20. Jh. (Jahrbuch f. Geschichte des ländlichen Raumes 2019); DL: 31.07.2017 [REMINDER]

Juli 18th, 2017

Cover 13/2013 via WebsiteJahrbuch für Geschichte des ländlichen Raumes 2019, Hg. von Martin Knoll (Web)

Einreichfrist: 31.07.2017

Städtische und ländliche Räume sind seit Jahrhunderten vielschichtig verflochten. Die Art der Verflechtung unterliegt historischem Wandel. Ein Bündel von neuen gesellschaftlichen Mobilitäten hat diese Verflechtungsbeziehung vertieft und erweitert. Tourismus hat im 19. und 20. Jhd. immer mehr – zunächst meist urbane – Besucherinnen und Besucher in ländliche Regionen gebracht.

Diese Zielregionen wurden dadurch ökonomisch, sozialökologisch und kulturell tiefgreifend verändert. Infrastrukturen mussten errichtet und ausgebaut werden, um Ver- und Entsorgung, Mobilität und Unterhaltung saisonal fluktuierender Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten und dabei auch den Standards des urbanen Publikums gerecht zu werden. Vormals periphere Regionen wurden unter diesen Vorzeichen in überregionale Netzwerke der Mobilität, Energieversorgung und Kommunikation integriert und dabei quasi urbanisiert, auch wenn sie vordergründig oft den Charakter ländlicher Siedlungen behielten bzw. diesen Charakter im Sinne einer „invention of tradition“ (Eric Hobsbawm/Terence Ranger) kultivierten. Weiterlesen und Quelle … (Web)