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REMINDER: CfP: Finding Women in the Archives: Experiences and Stories from Central, Eastern, and Southeastern Europe (Publication: Aspasia 10); DL: 15.09.2014

Juli 30th, 2014

Aspasia. The International Yearbook of Central, Eastern, and Southeastern European Women’s and Gender History (Web)

Deadline: September 15, 2014

In the early decades of women’s and gender history as an academic discipline, feminist historians devoted a lot of time and effort to finding historical sources by and about women and making those sources available to a wider audience. It turned out that women’s absence in the historiography was not primarily due to a lack of sources but was rather a consequence of (mostly male) historians’ conceptual frameworks and assumptions about what counted as “history.”There is currently a strong interest in rethinking archives, both as official institutions and repositories of documents and in the broader sense of collections holding “traces of the past,” sometimes put together with the help of new technologies.[1] Recent publications challenge the older assumption that archives are Read the rest of this entry »

Der Erste Weltkrieg in Nachlässen von Frauen Nr. 08: Brief von Oberst Hermann Stephani an seinen Sohn, 29. Juli 1914, Chemnitz

Juli 29th, 2014

NL 177 Stephani Handschrift von Lili StephaniLili Stephani (geb. 1869) lebte in einer gut situierten Militärs-Familie in Chemnitz. Ihr Vater war als kgl. Hauptmann 1870 im Deutsch-Französischen Krieg gestorben. Ihr Ehemann Hermann Stephani (geb. 1864) war Oberst, Sohn Kurt Stephani (geb. 1896) im Kadettenkorps. Im Juli 1914 hielt sich der 18-Jährige gerade an einem Urlaubsort auf, wohin ihm der Vater geschrieben hat.

Mein lieber Kurt!
Anbei zwei Karten, die hier [an die elterliche Adresse] an Dich gekommen sind. Pläne für die Zukunft lassen sich bei der politischen Spannung nicht machen. Ich erwarte stündlich die Anweisung vom Kadettenkorps Dich telegrafisch zurückzurufen, bis jetzt ist aber noch nichts da. Hier sind vom Gen. 2 Leipzig sämtl. Offz. u. [...] des XIX.A.K. vom Urlaub zurückbeordert worden. Man erwartet hier stündlich den Mobilmachungsbefehl, oder sollte sich die Sache wieder im Sande verlaufen und in endlosen Konferenzen breitgetreten werden? Nun, ich bin bereit. Du hoffentlich auch um als Fähnrich in der Armee Verwendung zu finden. Mutti [Lili Stephani] ist in gelinder Aufregung, ihr Befinden bessert sich langsam, leider sehr [langsam]. Read the rest of this entry »

Symposium: Gewalt und Gewalterfahrungen im 20. Jahrhundert, 13.09.2014, Büren-Wewelsburg

Juli 28th, 2014

Kreismuseum Wewelsburg (Web)

Zeit: 13.09.2014
Ort: Büren-Wewelsburg
Anmeldung bis 04.09.2014

Der Erste Weltkrieg wird oftmals als die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, die den Weg in ein besonders gewalttätiges Zeitalter geebnet habe. Zu den markantesten Kennzeichen der Epoche, die im Sommer 1914 ihren Anfang nahm, gehört die massenhafte und vielfach industriell ausgeübte Gewalt in einem bis dahin unbekanntem Ausmaß. Im Vorfeld der Wewelsburger Präsentation der Ausstellung des LWL-Museumsamtes „An der ‚Heimatfront‘ – Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg“ (12.10.-7.12.2014) wird der Blick auf die gesamteuropäischen Dimensionen dieses vier Jahre dauernden, erstmals weltweit geführten Krieges gerichtet. Seine Folgen sind zum Teil … weiterlesen und Quelle

Der Erste Weltkrieg in Nachlässen von Frauen Nr. 07: Tagebuch von Bernhardine Alma, 26. bis 31. Juli 1914, Wien

Juli 26th, 2014

NL 09 Alma Bernhardine 1914 07 26Bernhardine Alma (geb. 1895) lebte mit ihren Eltern und den drei Geschwistern in gutbürgerlichen Verhältnissen in Wien. Unmittelbar nach der Kriegs-Erklärung im Sommer 1914 formuliert sie in ihrem Tagebuch die Idee, sich als Rot-Kreuz-Schwester anwerben zu lassen.

26. Juli 1914. abends.
Krieg und Kriegstaumel – Frohe, herrliche Kriegsstimmung bei uns und in Deutschland! – – Ich wollte gerne die heutige „Tagblattextrausgabe“ herein geben, aber sonst wird das liebe Tagebuch zu dick – ergo muß ich sie mit gleich vielen anderen so aufheben. – – Wir hatten den serbischen Generalissmus Bontnik gefangen – und wieder frei gelassen. In Berlin und anderen deutsche Städten waren Demonstrationszüge ähnlich wie bei uns – wo sie die ganze Nacht währten. Es ist eine riesige Kriegsbegeisterung bei uns. Italien hält auch die Bündnistreue. Der eigentliche Krieg hat noch nicht begonnen. Auch heute standen ungeheure Menschenmassen vor dem Kriegsministerium, den Offizieren, den Soldatenzügen Ovationen bereitend. Es herrschte so eine frohe Stimmung. – – – Einen Demonstrationszug Read the rest of this entry »

CfP: Widerstand (Publikation: Body Politics. Zeitschrift für Körpergeschichte); DL: 30.09.2014

Juli 25th, 2014

Body Politics. Zeitschrift für Körpergeschichte (Web), Heft 6, Hg.: Massimo Perinelli

Im Heft wird es um das widerständige Moment von Körpern innerhalb normativer Prozesse gehen. In der Rezeption von Michel Foucault wurde zwar präzise beschrieben, wie der neuzeitliche Körper im Übergang zur kapitalistischen Produktionsweise zum primären Feld der Einhegung und Einübung wurde. Außerdem wurde betont, dass diese Prozesse einen produktiven Charakter hatten und Körpersubjekte hervorbrachten, die mit sich selber identisch werden konnten.

Es wird aus einer gewendeten Perspektive jedoch nach Momenten gesucht, die historisch in diesem Bild der bürgerlichen Subjektwerdung nicht aufgingen bzw. ihm im Wege standen oder sich entzogen. Ziel ist es, das Vermögen von Körpern zu diskutieren, eine eigene Agency bzw. ein „embodied knowledge“ (Vivian Sobchack) zu entwickeln und darin stratifizierende Diskurse zu durchkreuzen.

Mögliche thematische Felder für Artikel sind beispielsweise:

  • der Kampf gegen die biopolitische Enteignung der reproduktiven Fähigkeiten der Frau seit der frühen Neuzeit über den Kolonialismus bis hin zur Entwicklungspolitik des 20. Jahrhunderts; Weiterlesen und Quelle …

Der Erste Weltkrieg in Nachlässen von Frauen Nr. 06: Tagebuch von Bernhardine Alma, 24. und 25. Juli 1914, Wien

Juli 24th, 2014

NL 09 Alma Bernhardine 1914 07 24Bernhardine Alma (geb. 1895) lebte mit ihren Eltern und den drei Geschwistern in gutbürgerlichen Verhältnissen in Wien. Von 1908 bis kurz vor ihrem Tod 1979 führte sie ihr Tagebuch, das in der Sammlung Frauennachlässe im Umfang von 47 Bänden vorliegt. Die enorm umfangreichen Aufzeichnungen enthalten detaillierte Beschreibungen.

24. Juli, abends. Freitag
Morgen um die Zeit weiß ich es! Nämlich, ob Krieg wird. – Ach, keinen Krieg – es ist doch schade, so schade, wenn Österreicher erschossen werden – mein liebes, süßes Österreich! – Österreich hat nämlich Serbien ein Ultimatum vorgelegt mit 10 Forderungen und hat Serbien sich morgen um 6 Uhr zu entscheiden. Natürlich ist Deutschland ganz und voll auf Seite Österreichs. Dieses Ultimatum ist ja so plötzlich gekommen – so energisch – so schön! Jetzt werden die dummen Serben hoffentlich klein werden, ganz klein. – Obiges ist in der beiliegenden Presse genauer und schöner gesagt. – Hoffentlich entscheidet sich die serbische Regierung schon bälder, und steht morgen Früh in der Zeitung, daß sie nachgegeben haben, klein geworden sind. Anderseits wäre es auch schön, wenn Österreich Belgrad einnehmen möchte, aber es sollen nicht so viele im Krieg sterben, am wenigstens die Österreicher. Der Baron R. [ein Bekannter der Familie] hat erzählt, daß in den Kaffeehäusern in Hietzing nur der Prinz Eugenmarsch gespielt worden ist. Es herrscht Read the rest of this entry »

Der Erste Weltkrieg in Nachlässen von Frauen Nr. 05: Tagebuch von Maria E., 23. Juli 1914, Steiermark

Juli 23rd, 2014

NL 174 Handschrift Maria EDie Steirerin Maria E. (geb. 1890) war ausgebildete Klavierlehrerin. Seit 1913 war sie mit einem Juristen verheiratet und Mutter eines kleinen Sohnes. Im August 1914 stand die Geburt ihres zweiten Kindes unmittelbar bevor. Seine Entwicklung hat sie in einem Tagebuch festgehalten, das als Abschrift in der Sammlung Frauennachlässe vorliegt.

Juli: Aufregung herrscht in der Stadt. Mit Begeisterung liest jeder das Ultimatum „Österreichs an Serbien.“ Es liegt eine Schwere in der Luft, so eine bange Ahnung!

27. Juli: Große Plakate fordern zur Mobilisierung auf. Begeisterung und Unruhe, Vaterlandsliebe und Abschiedsweh durchzittern die Stadt.

28. Juli: Die Würfel sind gefallen „Österreich erklärt Serbien den Krieg“.

8. August: Die Nachrichten überstürzen sich. Volk erhebt sich wider Volk. Glühende Kaisertreue, gepaart mit fieberhafter Erregung, hat Read the rest of this entry »