“Let IT Go”. Vom Wert des Lebens oder wie eine feministische Unternehmerin zur Philanthropin wurde. Dame Stephanie Shirley im Gespräch mit Rosa Lyon, 12.02.2015, Wien

Dezember 23rd, 2014

Wiener Stadtgespräch, ArbeiterInnenkammer Wien

Zeit: Do., 12.02.2015, 19 Uhr
Ort: AK-Bildungszentrum, Großer Saal, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

“I have been very lucky in my life. My experience as an unaccompanied child refugee gave me the drive to prove that my life had been worth saving.” (Dame Stephanie Shirley)

Dame Stephanie Shirley (* 1933 als Vera Stephanie Buchthal in Dortmund) ist eine erfolgreiche britische Softwareunternehmerin, leidenschaftliche Philanthropin und Arbeitsplatzrevolutionärin. 1939 konnte sie im Alter von fünf Jahren mit einem der letzten Kindertransporte vor dem nationalsozialistischen Regime nach Großbritannien flüchten, wo für sie ein neues Leben begann. Schon früh war sie von der beginnenden elektronischen Datenverarbeitung fasziniert. Von Kollegen und Vorgesetzten als Frau benachteiligt, gründete sie 1962 mit einem Startkapital von sechs Pfund die Software-Firma F International Group und baute sie zu einem globalen Unternehmen aus. Das F steht für ihre Personalpolitik: feministisch, mit Freelancern. Um in der männlich dominierten IT-Welt akzeptiert zu werden, verwendete sie den männlichen Vornamen Steve. Selbst… weiterlesen und Anmeldung (Web)

Der Erste Weltkrieg in Nachlässen von Frauen Nr. 26: Briefe einer Nichte an Lili Stephani, 22. Dezember 1914 und 16. März 1915 aus Gilamont/CH nach Chemnitz

Dezember 22nd, 2014

Handschrift von Lili StephaniLili Stephani (geb. 1869) lebte in bürgerlich gut situierten Verhältnissen in Sachsen. Ihr Ehemann (geb. 1864) war als Oberst im August 1914 bei Kampfhandlungen gestorben, ihr Sohn Kurt (geb. 1895) als Kadtett im November. Ihr umfangreicher Nachlass enthält auch einzelne Schreiben ihrer Nichte Elisabeth (persönliche Daten unbekannt) aus der Schweiz.

22. Dezember 1914
Meine liebe Tante Lily! Liebe Elisabeth [ältere Tochter, geb. 1894]!
Ich möchte euch nur sagen, daß ich in Gedanken bei euch sein werde bei diesem schmerzlichen Weihnachtsfest und mir vorstelle, was ihr empfinden werdet. Ich möchte für euch, daß diese Feiertage vorüber seien, denn es werden so traurige Tage sein. Ich denke immerwährend an euch und mein Mitleid ist von ganzem Herzen. Ich will nicht lang schreiben, denn solche Briefe müssen euch quälen und die Wunde von Neuem aufzerren. Nun, liebe Tante und liebe Elisabeth möchte ich euch herzlich ein gutes neues Jahr wünschen. Möge es euch vor allem Trost bringen.
Mit vielen Grüßen und Küssen bin ich Eure ganz ergebene Elisabeth
Bitte auch an Christine [jüngere Tochter, geb. 1898] einen herzlichen Kuß
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Der Erste Weltkrieg in Nachlässen von Frauen Nr. 25: Tagebuch von Augusta S., Dezember 1914 und Jänner 1915, Altlengbach

Dezember 20th, 2014

NL 97 Schanda 1914 12Augusta Carolina S. (geb. 1877) führte während der kriegsbedingten Abwesenheit ihres Mannes Franz S. („Papi“) alleine ein Warenhaus in Altlengbach. Im Winter 1914 erwartete sie zudem ihr viertes Kind. Nach dem Einrücken von Franz S.  an die Ostfront war Augusta Carolina S. über Wochen ohne Nachrichten von ihm geblieben, bevor er im Dezember 1914 überraschend auf Pflegeurlaub nach Hause kam.

Vor Weihnachten 1914.
am 20. Dez. ich glaube es war Sonntag, das Geschäft voller Leute, kam ein /Telegram/ aus Budapest von Papi, daß er abends in St. Pölten eintreffe. – Ich fuhr hin u. wartete am Bahnhof einige Kriegszüge ab, es gibt so viele Menschen die dort ebenfalls Aufstellung genommen – ich finde ihn nicht! – nach weiterem Suchen gehe ich zu dem Gasthof Fraueneder wo Papi’s Civilkleider aufbewahrt sind. Kaum tret‘ ich in die Einfahrt, seh‘ ich Papi schon umgekleidet von rückwärts aus dem Dunkel hervorkommen – „da ist er!“ ja da ist er kommts zurück, fast leise u. schwankend; ganz gebrochen sieht er aus. „Du bist krank!“ – ja! wenn ich’s nicht wär‘, wär‘ ich nicht hier – ich konnte nicht mehr mit – bin bei einem Heuhaufen liegen geblieben. Read the rest of this entry »

Vortrag: Tina Lutter: Geschlecht als relationale Kategorie der Mittelalterforschung, 07.01.2015, Wien

Dezember 19th, 2014

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung: Gabriella Hauch: Schwerpunkt-Einführung: Frauen- und Geschlechtergeschichte, WiSe 2014/2015

Zeit: 07.01.2015, 09.45-11.15 Uhr
Ort: Univ. Wien, Universitätsring 1, Hörsaal 41, Stiege 8, 1. Stock

Die Vorlesung bietet einen Überblick über die Themenfelder und Forschungsergebnisse, die im Rahmen des Fakultätsschwerpunktes Frauen- und Geschlechtergeschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät bearbeitet werden. In Form einer Ringvorlesung präsentieren Wissenschafterinnen und Wissenschafter ihre Forschungsergebnisse.

Weitere Vorträge der Ringvorlesung:

  • 14.01.2015: Dorothea Nolde: Geschlechtergeschichte der frühneuzeitlichen Diplomatie
  • 21.01.2015: Andrea Griesebner: Ehekonflikte in der Frühen Neuzeit. Erkenntnismöglichkeiten und Erkenntnisgrenzen von Protokollen der Zivilgerichtsbarkeit

biografiA. biografische datenbank und lexikon österreichischer frauen. Neue Datensätze: “Der Weg zur beruflichen Gleichstellung. Am Beispiel der Bibliothekarinnen” – online!

Dezember 18th, 2014

biografiA / Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK)

Ziel von biografiA. biografische datenbank und lexikon österreichischer frauen ist die umfassende historische Aufarbeitung der Biografien österreichischer Frauen, wobei als örtlicher Bezug die jeweiligen historischen Landesgrenzen zugrundegelegt wurden. Der Zeitrahmen spannt sich von der erstmaligen Nennung Österreichs bis zur Gegenwart.

Zentrum des Projekts ist die lokale Datenbank, die laufend ergänzt wird und derzeit ca. 18.700 Datensätze umfasst. Link zur Datenbank der aufgenommenen Biografien (Nicht verlinkte Biografien können per Email angefragt werden.)

Das Projekt wird seit 1998 unter der Leitung von Ilse Korotin durchgeführt. Die Ausarbeitung von Textbiografien erfolgt/e in Form der folgenden acht abgeschlossenen und laufenden thematischen Modulen:

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Johanna Dohnal Archiv: Bestandslisten (Auswahl) – online!

Dezember 17th, 2014

Johanna Dohnal Archiv und Kreisky-Archiv (Web)

Das Johanna Dohnal Archiv (Web) wurde 1995, direkt nach dem Ausscheiden Johanna Dohnals aus der Politik eingerichtet und verwaltet ihren politischen Nachlass. Neben ihren Referaten, Reden und Artikeln, die sie in ihrer Funktion als erste Frauenstaatssekretärin, Frauenministerin und nach ihrem Rückzug aus der Politik hielt, bietet die Sammlung Einblick in die institutionalisierte Frauenbewegung Österreichs, deren Initiativen zur Gleichstellungspolitik sowie deren realpolitische Entscheidungsprozesse.

Der Bestand umfasst unterschiedliche Quellen wie Redeentwürfe, Pressesammlungen, Fotos, Videos, Audiokassetten, Oral History-Interviews mit politischen Entscheidungsträgerinnen sowie „graue“ Literatur (Broschüren, Flugblätter), die in öffentlichen Bibliotheken nicht gesammelt werden. Zusätzlich steht Sekundärliteratur zur Frauen- und Geschlechtergeschichtegeschichte zur Verfügung. Der Bestand ist in 33 Themenbereiche unterteilt, die sich thematisch am Ablagesystem des Frauenministeriums orientieren. Weiterlesen … (Website)

Call for Book Reviewers: Women in Judaism: A Multidisciplinary Journal; DL: –

Dezember 16th, 2014

JHPE banner sample final.psdWomen in Judaism: A Multidisciplinary Journal (Web)

Women in Judaism: A Multidisciplinary Journal is seeking book reviewers for its 2015 issues. The Journal is published exclusively on the Internet as a forum for scholarly debate on gender-related issues in Judaism. It is particularly intended to promote critical analysis of gender inequalities within Jewish religion, culture, and society, both ancient and modern. The journal does not promote a fixed ideology, and welcomes a variety of approaches. The material may be cross-methodological or interdisciplinary.

To access the list of the review copies, Read the rest of this entry »