Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Web)
Zeit: 30.01.2012 bis 29.03.2012,
Ort: Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, Willi-Hofmann-Str. 2, 32756 Detmold
Am 10. März 1943 wurden die jugendlichen Brüder L. von der Kriminalpolizei in das Konzentrationslager Auschwitz „überführt“. Zur Begründung heißt es in den Akten: Die damals jugendlichen Brüder hätten demnach „ihre Arbeit aufgegeben und treiben sich umher. Sie sollen sich angeblich in Milspe-Voerde im Zigeunerlager Wuppermannshof … aufhalten“ und dort „eine Bude gebaut haben“. Jugendliches Verhalten, das nicht den Vorstellungen der NS-Politik entsprach oder nach den Maßstäben der NS-Ideologie „asozial“ war, wurde brutal geahndet. Konfessionelle, politische oder andere Jugendorganisationen jenseits von Hitler-Jugend und Bund Deutscher Mädel wurden verboten und verfolgt. Viele der dort Aktiven bezahlten ihr Engagement mit dem Leben.
Die Ausstellung „Jugend im Nationalsozialismus“, die am 30. Januar 2012 um 19 Uhr mit Prof. Dr.in Barbara Stambolis aus Paderborn im Landesarchiv NRW eröffnet wird, zeigt, wie junge Menschen der Geburtsjahrgänge von ca. 1920 bis etwa 1940 während der Zeit des nationalsozialistischen Regimes vereinnahmt und verfolgt wurden. (weiterlesen …)