Ausstellung: Adelheid Gnaiger. Die erste Architektin Vorarlbergs (1916-1991), bis 31.05.2015; Hittisau

April 18th, 2015

Frauenmuseum Hittisau (Web)

  • Eröffnung: Sa., 18. April 2015, 17 Uhr; Dauer bis 31.5.2015; Öffentliche Führung jeweils Mo., 18 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich
  • Vorschau: Vortrag Stefania Pitscheider Soraperra: Frühe Architektinnen zwischen Selbstermächtigung, Alltagsmanagement, Teamgeist und Starkult. Ein historischer Rückblick, Do., 30. April 2015, 18 Uhr

Als erste Architektin Vorarlbergs hat Adelheid Gnaiger (1916–1991) das Architektur-Geschehen in Vorarlberg wesentlich mitgestaltet. Mit ihrer Arbeit wurde ihr in einer von Männern dominierten Berufswelt fachlicher Respekt und große Anerkennung zuteil. Ihre Architektur-Sprache bewegt sich zwischen Moderne und Tradition, in ihren Planungen spiegelt sich der Schwerpunkt des Baugeschehens der sog. Aufbaujahre wider. Banken, Schulen, öffentliche Verwaltungs-Bauten sowie Einfamilien-Häuser, heute meist überformt, gefährdet oder abgerissen, prägen das architektonische Werk der Architektin. Adelheid Gnaiger war eine Pionierin der Vorarlberger Architektur und eine wichtige Wegbereiterin, der es gelang, das zeitgenössische Rollenbild der Frau zu durchbrechen und Read the rest of this entry »

Der Erste Weltkrieg in Nachlässen von Frauen Nr. 39: Tagebuch von Bernhardine Alma, 17. bis 25. April 1915, Wien

April 17th, 2015

NL 09 Alma Bernhardine 1915 04 17Die Wienerin Bernhardine Alma (geb. 1895) war seit Februar 1915 im Kriegshilfsdienst tätig. Ihre unentgeltliche Aufgabe bestand darin, an fünf Nachmittagen pro Woche Listen mit Namen von Gefangenen abzuschreiben.

Seit Frühling 1915 besuchte sie zudem Soldaten in Wiener Spitälern, um ihnen Gesellschaft zu leisten. Dabei wurden Kleinigkeiten zu Essen mitgebracht, die Bernhardine Alma oder ihre Eltern selbst bezahlten und sie wurde mit direkten Berichten von Kampfhandlungen und körperlicher Versehrtheit konfrontiert. Auch werden im Eintrag Vorurteile angedeutet, die offenbar über Frauen im Front-Pflegedienst kursierten.

17. April 1915. Samstag, abends.
Das Wetter hat sich gebessert. In der Presse stand viel vom Frieden. Es ist, als sollte er jetzt wirklich bald kommen! Ach, wie herrlich das wäre! – Vielleicht schenkt uns Gott bald, bald einen Frieden. Heute habe ich mir die Bäckerei für die Soldaten gemacht. (4 Eier, 14 dkg Zucker, 16 od. 17 dkg Maismehl.) Ich möchte schon wieder das Spitalgehen vorüber haben, finde aber notwendig, daß ich hingehe. Vielleicht ist es recht nett morgen. – Nächste Woche gehe ich wieder beichten und kommunizieren, ich habe schon wieder den Drang. – Heute habe ich eine russische Liste geschrieben, die gehen ziemlich schwer. Heute holte ich u.a. vom Donau Konsum [Geschäftslokal des Konsumvereins] Orangen, die mir Mama mitgibt, ins Spital. Der junge C. scheint mich zu lieben. – Mit tun auch die leidenden Feinde so sehr leid! – Ach, wenn bald Frieden wäre! Read the rest of this entry »

Vortrag: Kerstin Susanne Jobst: Die sog. Frauenfrage in der frühen Sowjetunion (1920er/1930er Jahre), 27.04.2015, Wien

April 16th, 2015

Vortrag im Rahmen der Ring-Vorlesung “Das Geschlecht der Menschenrechte von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart” im SoSe 2015; Organisation: Carola Sachse und Roman Birke (Web)

Zeit: 27.04.2015, 18.30-20.00 Uhr
Ort: Universitätsring 1, Hörsaal 41, 1.Stock, Stiege 8

Weitere Vorträge im Semesterprogramm

  • 04.05.2015: Celia Donert: Women’s Rights in the Cold War: Eastern and Western Europe, 1945-1980.
  • 11.05.2015: Roman Birke: Menschenrecht auf Geburtenkontrolle? Menschenrechtliches Framing globaler Bevölkerungspolitiken von 1950 bis 1974.

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REMINDER: Tagung: Das Übersehenwerden hat Geschichte. Lesben in der DDR und in der friedlichen Revolution, 08.05.2015, Halle/Saale

April 16th, 2015

hbs-rainbow-2-150x150Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e. V. Sachsen-Anhalt (Web)

Ort: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Zeit: 08.05.2015

So wie Frauen in der historischen Betrachtung meist unsichtbar blieben (und bleiben), so erging es den ostdeutschen Lesben mit Blick auf die Geschichtsschreibung zur Homosexualität in der DDR. Denn oft sind ausschließlich Schwule gemeint, wenn von „homosexuellen Gruppen“ die Rede ist. Die Existenz zahlreicher Lesbengruppen und ihr Engagement zur Zeit der friedlichen Revolution bleiben in zeitgeschichtlichen Betrachtungen meist unerwähnt. Wir wollen daher einen erneuten Blick auf die Geschichte werfen.

Die Tagung beschäftigt sich ausschließlich mit lesbischer Geschichte ab 1980 und den vielen geschichtlichen Leerstellen: Nach einem Blick in die Entstehung erster Lesbengruppen in den 1970er und 1980er Jahren wird die Rolle von Lesben im Rahmen der friedlichen Revolution beleuchtet. Waren lesbische Gruppen in der Tat bloß … weiterlesen (Website)

Buchpräsentation: Stephan Steiner: Rückkehr unerwünscht. Deportationen in der Habsburgermonarchie der Frühen Neuzeit und ihr europäischer Kontext, 05.05.2015 Wien

April 15th, 2015

Zeit: 05.05.2015, 19.00 Uhr
Ort: Hauptbücherei, Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien

Diskussion des Buches im Spannungsfeld von Zivilisations-, Rechts- und Gewalttheorien:

  • Stephan Steiner
  • Ilse Reiter-Zatloukal, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte Wien
  • Jan Philipp Reemtsma, Hamburger Institut für Sozialforschung
  • Moderation: Martina Nußbaumer vom Wien Museum und ORF-Radio

Während die Zeitgeschichte Deportations-Praktiken so behandelt, als wären sie ausschließlich eine Begleiterscheinung der totalitären Systeme des 20. Jhds., ergibt eine quellenbasierte Rekonstruktion ihrer “Frühgeschichte” ein vollkommen anderes Bild: als Instrumente der Bestrafung, der Macht-Demonstration und der Bevölkerungs-Politik wurden sie in Europa bereits in der Frühen Neuzeit weitreichend und mit erschreckender “Modernität” angewandt. Trotz des Fehlens von Kolonien Read the rest of this entry »

Buchpräsentation: „Ostjuden“ – Geschichte und Mythos, 30.04.2015, Wien

April 15th, 2015

Institut für jüdische Geschichte Österreichs in Kooperation mit dem Wien Museum

Zeit: Do., 30. April, 18:30 Uhr
Ort: Wienmuseum, Karlsplatz 8, 1040 Wien

Um 1900 veränderte sich die jüdische Welt Mitteleuropas. Pogrome und wirtschaftliche Not hatten zur Folge, dass osteuropäische Juden massenhaft in den Westen migrierten, in Metropolen wie Wien genauso wie nach Amerika. Die in der Mehrzahl religiösen „Ostjuden“ trafen dort auf weitgehend in die nichtjüdische Gesellschaft integrierte „Westjuden“ und damit auf ein völlig neues Umfeld.

Der Band nähert sich dem Thema aus unterschiedlichen Sichtweisen: Eine Perspektive führt in den Osten, zu den jüdischen Gemeinden Galiziens. Andere Beiträge setzen sich mit den „Ostjuden“ im Westen auseinander: mit Wien, mit Migration und Menschenhandel, mit Kulturtransfer.

Programm

  • Kurzreferate von Philipp Mettauer, Peter Becker und Barbara Staudinger.
  • Dazwischen und anschließend: Klezmer Reloaded

REMIMDER: CfP: Women and Christian Democracy (Event: 11/2015, Rome); DL: 20.04.2015

April 15th, 2015

Istituto Luigi Sturzo, Rome (Web)

Venue: Istituto Luigi Sturzo, Rome
Time: November 12-13, 2015
Proposals not later than 20.04.2015

The workshop will focus on the presence of women in Christian Democracy (CD) European parties, as well as on ideology, programs and developments of women CD movements. In particular, Christian inspired women movements and their international cooperation will be analyzed and compared in a national and transnational perspective. The organizers also encourage proposals analyzing continuity and discontinuity in a medium- or long-term perspective and with a gender or a multidisciplinary approach. The workshop will hopefully clarify the state-of-the-art in this research field and will suggest new starting points for future research.

  1. Women in CD parties: Similarities and differences between CD women movements and those of other political leanings; specific and characteristic ideological features of CD women actions and programs; the attitude of women towards CD parties and movements, etc. Read more and source (Web)