Sammlung Frauennachlässe

 

Die Sammlung Frauennachlässe wurde 1989 von Edith Saurer gegründet. Ziel ist die systematische Dokumentation und Auswertung von privat Geschriebenem und Fotografien von Frauen, von Paaren, von Kindern und Verwandten, Freundinnen und Freunden der Frauen, um diese Dokumente zu ordnen, zu archivieren und für die wissenschaftliche Benutzung zugänglich zu machen.

Aktuell (Winter 2012) sind in 194 Beständen die Nachlässe oder Vorlässe von 318 Personen aufgearbeitet. Die Bestände sind teilweise sehr umfangreich und enthalten die verschiedensten Schriftstücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert: Von Tagebüchern, kalendarischen Notizen und Haushaltsbüchern über Korrespondenzen, Fotografien, amtliche Dokumente, Schulhefte sowie literarische Manuskripte bis hin zu kleinen Erinnerungsgegenständen.

Read more...
 
Aktuelles

Aktuell: "Objekt des Monats"

Auf der Site des Projektes "Sammlungen an der Universität Wien" werden monatlich wechselnd besonders schöne und interessante Objekte aus den Schubladen und Schränken der verschiedenen Universitätssammlungen und -einrichtungen gezeigt. Im Februar 2012 ist das ein aus Eintrittskraten montierter "Zettel-Liebesbrief" von 1971 von Olga Maria Neubauer (geb. 1939) aus den Beständen das Sammlung Frauennachlässe. Zur Präsentation

Im Oktober 2008 wurde mit der Brieftasche von Martha Teichmann (1888-1977) bereits ein Gegenstand aus den Beständen der Sammlung Frauennachlässe als "Objekt des Monats" vorgestellt.

- -

Aktuell: Vorträge

  • Veronika Helfert: Religion, Politik, Geschlecht. Überlegungen zu einem engen Verhältnis anhand des Tagebuchs von Bernhardine Alma aus dem Bürgerkrieg 1934; 4. Workshop des Fakultätsschwerpunktfeldes Frauen- & Geschlechtergeschichte am Freitag, 2. März 2012, Wien (Web)
  • Georg Schinko (Wien): Beruf in Music-Making (Austria, ca. 1900–1938); Workshop "Work – Employment – Vocation. The Production of Differences and Hierarchies of Livelihood in the 19th and 20th Centuries", Wien, 11. Februar 2012 (Web)

Workshop: "(Über) Liebe schreiben. Historische Analysen zum Verhandeln von Geschlechterbeziehungen und -positionen in Paarkorrespondenzen des 19. und 20. Jahrhunderts", 10.02.2012, Max-Planck-Insitut Berlin (Web)

Programm

  • Ingrid Bauer (Salzburg) und Christa Hämmerle (Wien/Berlin): Vom Forschungs- zum Buchprojekt: Struktur der Studie und vorläufige Ergebnisse
  • Barbara Asen (Salzburg): "…nicht nur Gattin, sondern auch treue Kameradin". Zur Konstruktion von Liebesbeziehungen in der Briefkommunikation österreichischer Paare der Zwischenkriegszeit
  • Ines Rebhan-Glück (Wien): Liebe verkörpert? – Verkörperte Liebe? Zum (Er)Schreiben von Körperlichkeit in Paarkorrespondenzen des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Nina Verheyen (Köln): Arbeit am Wir. Briefe als Technologien der Zweisamkeit in Fernbeziehungen des langen 20. Jahrhunderts

weitere Vorträge finden Sie hier ...

- -

Aktuell: Medienberichte

  • Elke Ziegler: Mit der Handschrift der Frauen, in: Der Standard, Printversion vom 21. Dezember 2011, Link zum Beitrag online

weitere mediale Berichte finden Sie hier ...

- -

Aktuell: Soeben veröffentlicht

  • Rudolf Agstner (Hg.), Arbeiten und Leben am Hof Haile Selassies I. Lore Trenkler: Erinnerungen 1960-1975, Wiesbaden 2011.
  • Vida Bakondy: Durch die Schichten des Vergessens. Die Fotoalben der Hakoah-Schwimmerin Fritzi Löwy, in: Stimme. Zeitschrift der Initiative Minderheiten 81/Winter 2011, S 16-17.  (PDF, 455 KB)
  • Li Gerhalter: "Erika hätte so gern ein Bild von Koch." Materielle Erinnerungskulturen in Mädchenschulen in Österreich und Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert, auf: Genre & Histoire, La revue de l’Association Mnémosyne, Paris 8/2011.
  • Christa Hämmerle: Entzweite Beziehungen? Zur Feldpost der beiden Weltkriege aus frauen- und geschlechtergeschichtlicher Perspektive, in: Veit Didczuneit, Jens Ebert und Thomas Jander (Hg.): Schreiben im Krieg. Schreiben vom Krieg. Feldpost im Zeitalter der Weltkriege, Essen 2011, S 241-251.  (PDF, 354 KB)
  • Edith Saurer, "Er hat 'Ja' gesagt." Kardinal Theodor Innitzer und Bernhardine Alma im Beichtstuhl (März 1938). In: Heinrich Berger, Melanie Dejnega, Regina Fritz und Alexander Prenninger, Hg.innen, Politische Gewalt und Machtausübung im 20. Jahrhundert. Zeitgeschichte, Zeitgeschehen und Kontroversen. Festschrift für Gerhard Botz, Wien 2011, S 255-264.
  • Brigitte Semanek und Li Gerhalter: Für eine Einzelne eine ziemlich umfangreiche Arbeit. Der persönliche Nachlass von Johanna Monschein in der Sammlung Frauennachlässe, in: libri liberorum. Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung, Wien 37/2011, S 5-7.
  • Helen Steele: "Schreiben oder schweigen?" Frauenalltag in Wien 1943-1945, in: Veit Didczuneit, Jens Ebert und Thomas Jander (Hg.): Schreiben im Krieg. Schreiben vom Krieg. Feldpost im Zeitalter der Weltkriege, Essen 2011, 273-281.
  • Edith Stumpf-Fischer: Eleonore Trenkler (1914-2002). Eine biographische Skizze. In: Rudolf Agstner (Hg.), Arbeiten und Leben am Hof Haile Selassies I. Lore Trenkler: Erinnerungen 1960-1975, Wiesbaden 2011, S 1-10.
  • Maria Zach: "Was verboten ist, brennt heiß wie Feuer." In: Toni Distelberger (Hg.), Von der Liebe Erzählen. Sechs Lebensgeschichten von Frauen. Reihe Damit es nicht verloren geht, Band 64, Böhlau 2011, S 116-171.

weitere Publikationen / Editionen finden Sie hier ...

- -

Aktuell: Fernseh- und Radioberichte zum Nachhören und -sehen

  • Gespräch mit Li Gerhalter über das Archiv Sammlung Frauennachlässe. Radiosender: Radio Orange; Sendereihe: Radio Augustin "Zündstoff stellt vor: Künstlerinnen, Allrounderinnen, Vereine & Angebote von und für Frauen". Zeit: 14. Oktober 2011 - Link zur Sendung zum Nachhören
  • Bericht über das Projekt "(Über) Liebe schreiben". Fernsehsender: uniTV. Das Salzburger Unifernsehn; Sendereihe: PlugIn. Zeit: 23. Juni 2011 - Link zur Sendung zum Nachhören

weitere Radiosendungen finden sie hier ...

- -

Aktuell: Kooperationen mit Museen und Ausstellungsprojekten

  • Bei dem Wandzeitungs-Projekt "BANCAROTTA. Eine Poetik der Insolvenz" (PDF) im 2. Wiener Gemeindebezirk Ecke Glockengasse/Rotensterngasse werden ab Anfang Dezember u.a. Schriftexponate aus der Sammlung Frauennachlässe präsentiert.
  • Die vom Museum Rathaus Kötschach-Mauten (Kärnten) kuratierte Sonderausstellung zum Ersten Weltkrieg "Frauen im Krieg | Donne in guerra" wird bis Mitte Dezember 2011 im Amt der Kärnter Landesregierung in Klagenfurt gezeigt.
  • Im MUSEUM Regionen Neulengbach (Niederösterreich) wurde im Sommer 2011 der in Kooperation übernommene Nachlass der Puppenspielerin Gertrude Jerzabek präsentiert.

- -

Aktuell: 3. „Tea Hour“ der Sammlung Frauennachlässe

  • Werkstattbericht von Ingrid Brommer, Martin Gasteiner und Christine Karner: Das digitale Editionsprojekt „Elise Richters Tagebücher 1938–1941“ (Beschreibung)

Zeit: Freitag 16. Dezember 2011, 14.00-16.00 Uhr
Ort: Seminarraum 1 für Geschichte, Hauptgebäude der Universität Wien, Stiege 8 oder 10, 1. Stock

- -

Aktuell: Preisträgerin

  • Traude Bollauf hat für ihr Buch Dienstmädchen-Emigration. Die Flucht jüdischer Frauen aus Österreich und Deutschland nach England 1938/39 (Berlin u.a. 2010) den Anerkennungspreis des Bruno-Kreisk-Anerkennungspreis für das politische Buch 2010 erhalten. Link zur Veranstaltung am 21. März 2011 im Prunksaal der NB

- -

Aktuell: Fachspezifische Literatur

Die Sammlung Frauennachässe sammelt fachspezifische Literatur zu feministischer Auto/Biographieforschung zu den Themen Auto/Biographieforschung, Brief/Feldpostforschung, Fotografiegeschichte/-theorie und Tagebuchforschung sowie Editionen von Selbstzeugnissen von Frauen, Reviews und Konferenzberichte. Der Bestand wird laufend ergänzt.  Link zu den Literaturlisten...

 
Öffnungszeiten und Benutzung

 

Die Archiv-Bestände der Sammlung Frauennachlässe stehen für die wissenschaftliche Forschung und universitäre Lehre zur Verfügung.

Öffnungszeiten und Terminvereinbarungen ...