Sammlung Frauennachlässe

 

Some information in English (PDF, 55 KB)

Die Sammlung Frauennachlässe wurde 1990 von Edith Saurer gegründet. Ziel ist es, auto/biografische Dokumente von Frauen, von Paaren, von Kindern und Verwandten, Freundinnen und Freunden der Frauen zu sammeln, systematisch zu ordnen, zu archivieren und für die wissenschaftliche Benutzung zugänglich zu machen.

Im aktuellen Katalog sind in exakt 200 Beständen die Nachlässe oder Vorlässe von 330 Personen verzeichnet. Die Bestände sind teilweise sehr umfangreich und enthalten die verschiedensten Schriftstücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert wie etwa Tagebücher, kalendarische Notizen, Haushaltsbücher, Korrespondenzen, Fotografien, amtliche Dokumente, Schulhefte, literarische Manuskripte bis hin zu kleinen Erinnerungsgegenständen.

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Aktuelles

 

Ankündigung: 15. Tea Hour der Sammlung Frauennachlässe

  • Ingrid Bauer: 1968 ff. Neuverhandlungen der Balance zwischen Liebe, Sexualität und Selbstverwirklichung. Befunde aus Paarkorrespondenzen von den ausgehenden 1960er bis in die frühen 1980er Jahre, 12. Jänner 2018, 15.00 Uhr, Lesesaal der FB Geschichtswissenschaften, Universitätsring 1, 1010 Wien; Weitere Infos (Web)
  • Die bisherigen Tea Hours finden sie hier ...
  • Weitere Vorträge und Präsentationen finden sie hier ...

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Rückblick: "The Emilie Wehle Letters" - Online

2013 wurde das Klein-Projekt "Dokumentieren und Digitalisieren von 'Auswanderer-Briefen' (1840 bis 1970) von Migrant/innen und Flüchtlingen aus Wien und Österreich in der Sammlung Frauennachlässe am Beispiel der Nachlässe der Wienerinnen Emilie Wehle (1873-1955) und Lilli Weber-Wehle (1894-1987)" durchgeführt. Zur Projektbeschreibung ...

Eine Auswahl dieser Briefe wurde auf der Site des Immigration History Research Center (Link) an der University of Minnesota veröffentlicht. Die Schreiben sind hier als Scans, als deutsche Abschriften sowie als Übersetzungen in 17 verschiedenen Sprachen zugänglich. Zur Online-Edition ...

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Aktuell: Soeben erschienen

  • Andrea Althaus: Vom Glück in der Schweiz? Weibliche Arbeitsmigration aus Deutschland und Österreich (1920-1965), Frankfurt a. M. 2017 (Link zur Verlagsbeschreibung)
  • Vida Bakondy: Montagen der Vergangenheit Flucht, Exil und Holocaust in den Fotoalben der Wiener Hakoah-Schwimmerin Fritzi Löwy (1910-1994), Göttingen 2017.
  • Alle Veröffentlichungen (auch) auf der Basis von Quellen aus der Sammlung Frauennachlässe finden Sie hier ...

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Aktuell: Soeben abgeschlossene Master-/Diplomarbeiten und Dissertation:

  • Jessica Richter: Die Produktion besonderer Arbeitskräfte. Auseinandersetzungen um den häuslichen Dienst in Österreich (Ende des 19. Jahrhunderts bis 1938), Wien, Dissertation, 2017.
  • Veronika Siegmund: "Heraus mit Bleistiften und Tuschkästen..." Tagebuchschreiben in der Erweiterten Kinderlandverschickung im Spannungsfeld von politischer Instrumentalisierung und individueller Praxis (1940-1945), Wien, Masterarbeit, 2017.
  • Li Gerhalter: Tagebücher als Quellen. Diaristische Aufzeichnungen in den Sozialwissenschaften bis in die 1930er-Jahre und in den Geschichteswissenschaften ab den 1980er-Jahren, Wien, Dissertation, 2017.
  • Lea Luna Holzinger: Politisch instrumentalisiert? Funktionen der Reisetagebücher und Tourenbücher von Frauen im Nationalsozialismus, Wien 2017.
  • Magdalena Perkonigg: Privatleben, Beruf und Religiosität im Leben und den Zukunftsplänen junger Frauen in Tagebüchern im Umbruch der 1950er und 1960er Jahre, Wien 2017.
  • Alle abgeschlossenen und laufenden Diplom-/Masterarbeits- und Dissertationsprojekte (auch) auf der Basis von Quellen aus der Sammlung Frauennachlässe finden Sie hier ...

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Aktuell: Beteiligung an laufenden Ausstellungen

Die Sammlung Frauennachlässe ist derzeit mit Exponaten an der folgenden Ausstellung beteiligt:

  • "Dienstmädchen, Nanny & Dogsitter. Eine Ausstellung über Haus-Dienst-Leistungen im Wandel", Laufzeit bis 31. März 2018, Ortsmuseum Zollikon, Schweiz (Link)

Frühere Ausstellungensbeteiligungen finden Sie hier ...

Web-Ausstellung: Die Ausstellung "Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie" ist weiterhin im Internet zugänglich (Link).

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Aktuell: Quellen aus der Sammlung Frauennachlässe werden im Wintersemester 2017/2018 in den folgenden Universitäts-Lehrveranstaltungen verwendet:

Frühere Lehrveranstaltungen finden Sie hier ...

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Aktuell: Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen

Seit Juni 2014 werden mehrmals pro Monat Auszüge aus verschiedenen Selbstzeugnisse zum Ersten Weltkrieg veröffentlicht, die in den Beständen der Sammlung Frauennachlässe vorliegen. Die Auszüge erscheinen immer zum konkreten Datum – jeweils 100 Jahre später – im Format des Blogs "Salon 21". Zu Wort kommen dabei u.a. Schülerinnen, Rotkreuzhelferinnen, junge Ehepaare, Soldaten und Kriegsgefangene, die Korrespondenzen, Tagebücher oder andere Texte verfasst haben. Dazu weiterlesen im Salon 21.

Hinweis zu den einzelnen Einträge: Im Blogformat ist die zeitliche Chronologie automatisch umgedreht. Obenauf sind jeweils die neuesten Einträge (Link zu den neuesten Einträge), die älteren Einträge sind entsprechend weiter unten gereiht (Link zu den frühesten Einträgen).

Konzept und Gestaltung der Edition: Li Gerhalter und Christa Hämmerle.

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Aktuell: Medienberichte

  • Belinda Fiebiger: Konvention und Individuum. Interview mit Li Gerhalter zum Thema "Tagebücher", in: Kurier Mundo. Thema Schreiben, Oktober 2017, S. 82-84.
  • Susanne Donner: Herzliebchen mein! Liebesbriefe im Wandel der Zeit, in: Der Standard. Forschung spezial, 9. August 2017, S. F1 (Link)
  • Monica Müller: "Liebe kann in Zeiten des Krieges nicht unschuldig sein", in: Migros Magazin, Juli 2017, S. 28-33  (Link zur Online-Version des Beitrages mit dem Titel "Liebesbriefe unter der Lupe")
  • Susanne Donner: Von Uropas "Herzliebchen mein" bis zum SMS-Date, in: Der Tagesspiegel, 13. Juni 2017, o. S.
  • Zuzana Pavelkova Cevelova: Silné vzory. Archiv ženských pozůstalostí na vídeňské univerzitě, in: Dejiny a soucasnost, 1/2017 (Link)
  • ORF Salzburg: "Historikerinnen analysieren tausend Liebesbriefe", auf: Salzburg heute, 14. Februar 2017.
  • Philip Bethge: Paarforschung: "Heißhunger nach Dir" - die Geschichte des Liebesbriefs, in: Der Spiegel, 7/2017, 11. Februar 2017, S 98-100.
  • Julia Grillmayr: Die weibliche Perspektive auf die Geschichte, in: Der Standard, 25. Jänner 2017, S 13 (Link)

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Zuletzt: Exkursion in das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen

Christa Hämmerle, die Leiterin der Sammlung Frauennachlässe, hat im Mai 2017 im Rahmen der Exkursion "Das 'Deutsche Tagebucharchiv' in Emmendingen im Kontext vergleichbarer europäischer Gedächtnisinstitutionen" (Vorlesungsverzeichnis) dieses mit 6 Studierenden der Universität Wien besucht.

Das Deutsche Tagebucharchiv (Web) ist wie die Sammlung Frauennachlässe Gründungsmitglied des "European Diary Archives and Collections Network (EDAC)" (Web). Ein kurzer Bericht von dem Besuch wurde nun im "Neuigkeitenbrief 2/2017" des Deutschen Tagebucharchivs veröffentlicht (PDF, Seite 6).

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Zuletzt ist erschienen

  • Ingrid Bauer und Christa Hämmerle (Hg.): Liebe schreiben. Paarkorrespondenzen im Kontext des 19. und 20. Jahrhunderts, Göttingen 2017. Verlagsbeschreibung (Link);
    Mit Beiträgen von Barbara Asen, Ingrid Bauer, Christa Hämmerle, Ines Rebhan-Glück, Brigitte Semanek und Nina Verheyen. Leseprobe mit Inhaltsverzeichnis (Link: PDF); Ankündigung der Buchpräsentation am 4. Mai 2017 (Link)
  • Peter-Paul Bänziger, "Materialism is a very comfortable thing, one can't say yes or no at once." Konsum und Arbeit als Leitvorstellungen in Tagebüchern um 1930 und 1960, in: Bernhard Dietz und Jörg Neuheiser (Hg.): Wertewandel in der Wirtschaft und Arbeitswelt. Arbeit, Leistung und Führung in den 1970er und 1980er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland, Berlin/Boston 2017, 55-72.
  • Jonathan Kufner-Eger (Hg.): Verschüttete Fachlichkeit. Grete Löhr und die Ursprünge der Bewährungshilfe in Österreich, Wien 2016 (Web)
  • Eleonore Lappin-Eppel: "Halbjüdisch" oder "halbarisch"? Das prekäre Überleben jüdischer "Mischlinge" und "Mischehen" im nationalsozialistischen Wien 1938-1945, in: Chilufim. Zeitschrift für Jüdische Kulturgeschichte, 20/2016, S. 33-88.
  • Kreisky Archiv (Hg.): HILFE! Armut in der Vorstadt. Ottakringer Notstandssiedlung & Wiener Settlement. Begleitbuch zur Ausstellung, Wien 2016. (Link)
  • Alle Veröffentlichungen (auch) auf der Basis von Quellen aus der Sammlung Frauennachlässe finden Sie hier ...

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Aktuell: Forschungsliteratur

Neben Archivalien stellt die Sammlung Frauennachässe den Benützerinnen und Benützern auch fachspezifische Literatur zu feministischer Auto/Biographieforschung zur Verfügung. Die Texte können vor Ort eingesehen und kopiert werden (Termine nach Vereinbarung).

Aktuell umfasst die Bibliothek insgesamt 1.944 selbständig oder nicht selbständig erschienene Titel. Themenschwerpunkte sind dabei Auto/Biographieforschung, Tagebuchforschung, Briefforschung, Feldpost und Paarkorrespondenzen sowie Fotografiegeschichte/-theorie. Zu mehreren Titeln sind Rezensionen vorhanden, auch wurden Konferenzberichte gesammelt. Die Forschungsliteratur wird erweitert um ausgewählte Editionen von Selbstzeugnissen von Frauen.

Zu den Literaturlisten (Link).

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Zuletzt: "Objekt des Monats" Februar 2017

Auf der Site "Sammlungen an der Universität Wien" wird seit 2008 jeweils ein "Objekt des Monats" vorgestellt. Im Februar 2017 war das ein Leporello mit Fotografien von Flakhelferinnen aus dem Zweiten Weltkrieg aus dem Bestand der Sammlung Frauennachlässe.

Aus unserem Bestand sind als "Objekte des Monats" weiteres bereits präsentiert worden: Eine Brieftasche von ca. 1930 (Oktober 2008), ein 'Zettelbrief' von 1971 (Februar 2012) und eine Gewichtstabelle mit Einträgen von 1888 bis Mai 1932 (November 2014).

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Zuletzt: Preise

Die Dissertaton von Vida Bakondy "Montagen der Vergangenheit. Die Fotoalben der Hakoah-Schwimmerin Fritzi Löwy (1910-1994)" (weitere Infos) wurde 2016 mit dem

  • Irma-Rosenberg-Förderpreis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus und dem
  • Herbert-Steiner-Preis (Link)

prämiert. Wir gratulieren sehr herzlich!

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Zuletzt: neues Netzwerk von europäischen Tagebuch-Archiven und -Sammlungen gegründet

  • Im Juni 2015 fand im Nederlands Dagboekarchief in Amsterdam das Gründungstreffen des neuen Netzwerk European Diary Archives and Collections Network (EDAC) statt. Die Sammlung Frauennachässe ist eines der Gründungsmitglieder.
  • Auf der Website von EDAC werden aus den Mitglieds-Organisationen einzelne Quellen-Beispiele vorgestellt, die an den jeweiligen Orten jeweils zur selben Zeit - Anfang Juni 1950 - verfasst worden sind (Link). Dabei zeigt sich u.a. die Vielfältigkeit, aber auch Ähnlichkeiten im auto/biografischen Schreiben. Aus der Sammlung Frauennachlässe sind Auszüge aus den Tagebüchern der Niederösterreicherin Marianne Hütter (geb. 1902) sowie der Wienerin Therese Lindenberg (geb. 1892) veröffentlicht worden (Link).

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Cover des Sammelbandes Krieg - Politik - SchreibenZuletzt: Sammelband zu Tagebüchern von Frauen 1918-1950

Li Gerhalter und Christa Hämmerle (Hg.innen): Krieg - Politik - Schreiben. Tagebücher von Frauen (1918-1950), L'Homme Schriften Band 21, Wien/Köln/Weimar (Böhlau) 2015.

Mit Beiträgen von Veronika Helfert; Ingrid Brommer und Christine Karner; Helen Steele; Benjamin Möckel; Ulrich Schwarz; Brigitte Semanek; Arno Dusini und den Herausgeberinnen (Inhaltsverzeichnis als PDF)

Im 20. Jahrhundert haben mehr Frauen als jemals zuvor ein Tagebuch geführt. Sie taten das vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen und der Katastrophe zweier Weltkriege, die sie ihren Aufzeichnungen – ganz anders als es der gängige Topos der Privatheit nahelegt – in komplexer Weise eingeschrieben haben. Die Beiträge dieses Buches zeugen davon. Sie führen in die Forschungs-Diskussion ein und verweisen auf die Hybridität und Vielfalt des Genres Tagebuch. Es diente der Buchführung wie dem Selbstgespräch und der Dokumentation von Alltag, der Erinnerung, dem Bezeugen von Leid und Verfolgung sowie einer steten Selbstkonstruktion. Untersucht werden Tagebücher bekannter wie unbekannter Frauen – von Rosa Mayreder über Elise Richter bis hin zu einer Müllerin namens Theresia Vogt. (Link zur Verlagsbeschreibung/Böhlau)

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Zuletzt: Film "Tagebücher: In Geschichte eingeschrieben. Die Sammlung Frauennachlässe an der Universität Wien" (2014, 20 Minuten) - online!

Anhand ausgewählter Tagebuchbestände werden die Arbeit der Sammlung Frauennachlässe besprochen, grundsätzliche Fragen der Genre-Diskussionen von auto/biographischen Quellen thematisiert und Projekte aus der Forschung und universitären Lehre präsentiert.

Das Tagebuch einer pensionierten Sozialarbeiterin in den 1990er-Jahren wird ebenso vorgestellt wie das eines Zuckerbäckers aus dem 19. Jhd. oder einer Wienerin, die die Zeit des Zweiten Weltkrieges in einer damals so genannten "nicht privilegierten Mischehe" (über)lebte. Weiterlesen ... und Link zum Film

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Rückschau: Fest-Veranstaltung anlässlich 25. Jahre Sammlung Frauennachlässe

Zeit: Fr., 11.12.2015, 15 Uhr
Ort: Lesesaal der FB Geschichtswissenschaften, Institut für Geschichte der Universität Wien

Programm

Weitere Vorträge finden Sie hier ...

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Öffnungszeiten und Benutzung

 

Die Archiv-Bestände der Sammlung Frauennachlässe stehen für die wissenschaftliche Forschung und universitäre Lehre zur Verfügung.

Öffnungszeiten und Terminvereinbarungen ...