Sammlung Frauennachlässe

 

Die Sammlung Frauennachlässe wurde 1990 von Edith Saurer gegründet. Ziel ist es, auto/biografische Dokumente von Frauen, von Paaren, von Kindern und Verwandten, Freundinnen und Freunden der Frauen zu sammeln, systematisch zu ordnen, zu archivieren und für die wissenschaftliche Benutzung zugänglich zu machen.

Im aktuellen Katalog sind in exakt 200 Beständen die Nachlässe oder Vorlässe von 330 Personen verzeichnet. Die Bestände sind teilweise sehr umfangreich und enthalten die verschiedensten Schriftstücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert wie etwa Tagebücher, kalendarische Notizen, Haushaltsbücher, Korrespondenzen, Fotografien, amtliche Dokumente, Schulhefte, literarische Manuskripte bis hin zu kleinen Erinnerungsgegenständen.

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Aktuelles

 

Aktuell: 12. Tea Hour der Sammlung Frauennachlässe, 10. Juni 2016

  • Elissa Mailänder (Paris): Schöne Zeiten, Frauenfreundschaften und eine rosige Zukunft? Mitmachen und individuelle Selbstentfaltung österreichischer Frauen im Nationalsozialismus; 10.06.2016, 14.00 Uhr c.t., Lesesaal der FB Geschichtswissenschaften, Institut für Geschichte, Universitätsring 1, 2. Stock, 1010 Wien (Weitere Informationen)
  • Die bisherigen Tea Hours der Sammlung Frauennachlässe ... (Link)

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Aktuell: Ausstellung: HILFE! Armut in der Vorstadt. Ottakringer Notstandssiedlung & Wiener Settlement, 2. Juni bis 25. September 2016

  • Im Rahmen eines "Sparkling Science"-Projektes (Link) wird im Sommer 2016 im Bezirksmuseum Ottakring die Ausstellung "HILFE! Armut in der Vorstadt" zu sehen sein. Eine Quellengrundlage dazu ist der Vereinsnachlass des "Wiener Settlements", der durch Vermittlung von Elisabeth Malleier in der Sammlung Frauennachlässe archiviert ist. Weitere Infos zur Ausstellung und zu dem Begleitprogramm auf der Website.

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Aktuell: Vorträge

  • Heidi Niederkofler und Elke Rajal: Von Armut, Anstand und Almosen. 19.05.2016, 18.00 Uhr, Volkshochschule Ottakring (Link)
  • Nicholas Stargardt: Wofür kämpften die Deutschen? Zur Mentalitätsgeschichte des 2. Weltkrieges, Buchpräsentation, 02.06.2016, Universität Wien (Link)
  • Elisabeth Malleier: "Evolution statt Revolution". Stadtteilarbeit nach internationalem Vorbild in Wien um 1900, 06.06.2016, 18.00 Uhr, Bezirksmuseum Ottakring (Link)
  • Heidi Niederkofler: Settlements – Bürgerliche Missionierungs-Bestrebungen an den Rändern des Urbanen, Vortrag im Rahmen des Österreichischen Zeitgeschichtetages, 09.06.2016, Universität Graz (Weitere Informationen)
  • Li Gerhalter: „Alles, was mich bewegt und was ich so erlebe, will ich ihm anvertrauen“? Formvorgaben, Konventionen und Umdeutungen ‚persönlicher‘ Tagebücher in der ersten Hälfte des 20. Jhds., Vortrag im Rahmen des Österreichischen Zeitgeschichtetages, 10.06.2016, Universität Graz (Weitere Informationen)
  • Christa Hämmerle: "Will you write me a little love letter? Please?" Violence and Love in Couple Correspondences of World War I and II, Vortrag im Rahmen des Workshops "Working with 'the biographical archive': the uses of life-writing from a gender perspective", 13.06.2016, Groningen/NL (Link)
  • Weitere Vorträge finden sie hier ...

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Cover des Sammelbandes Krieg - Politik - SchreibenAktuell: Sammelband zu Tagebüchern von Frauen 1918-1950

Li Gerhalter und Christa Hämmerle (Hg.innen): Krieg - Politik - Schreiben. Tagebücher von Frauen (1918-1950), L'Homme Schriften Band 21, Wien/Köln/Weimar (Böhlau) 2015.

Mit Beiträgen von Veronika Helfert; Ingrid Brommer und Christine Karner; Helen Steele; Benjamin Möckel; Ulrich Schwarz; Brigitte Semanek; Arno Dusini und den Herausgeberinnen (Inhaltsverzeichnis als PDF)

Im 20. Jahrhundert haben mehr Frauen als jemals zuvor ein Tagebuch geführt. Sie taten das vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen und der Katastrophe zweier Weltkriege, die sie ihren Aufzeichnungen – ganz anders als es der gängige Topos der Privatheit nahelegt – in komplexer Weise eingeschrieben haben. Die Beiträge dieses Buches zeugen davon. Sie führen in die Forschungs-Diskussion ein und verweisen auf die Hybridität und Vielfalt des Genres Tagebuch. Es diente der Buchführung wie dem Selbstgespräch und der Dokumentation von Alltag, der Erinnerung, dem Bezeugen von Leid und Verfolgung sowie einer steten Selbstkonstruktion. Untersucht werden Tagebücher bekannter wie unbekannter Frauen – von Rosa Mayreder über Elise Richter bis hin zu einer Müllerin namens Theresia Vogt. (Link zur Verlagsbeschreibung/Böhlau)

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Aktuell: neues Netzwerk von europäischen Tagebuch-Archiven und -Sammlungen gegründet

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Aktuell: Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen

Seit 28. Juni 2014 bis Jahreswechsel 2018/19 werden im Format des Blogs Salon 21 aus den Beständen der Sammlung Frauennachlässe mehrmals pro Monat zum konkreten Datum – jeweils 100 Jahre später – Auszüge zum Ersten Weltkrieg veröffentlicht. Weiterlesen im Salon 21 ...

Hinweis zu den einzelnen Einträge: Im Blogformat ist die zeitliche Chronologie automatisch umgedreht. Obenauf sind jeweils die neuesten Einträge (Link), die älteren Einträge sind entsprechend weiter unten (Link).

Konzept und Gestaltung der Edition: Li Gerhalter und Christa Hämmerle.

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Aktuell: Film "Tagebücher: In Geschichte eingeschrieben. Die Sammlung Frauennachlässe an der Universität Wien" (2014, 20 Minuten) - online!

Anhand ausgewählter Tagebuchbestände werden die Arbeit der Sammlung Frauennachlässe besprochen, grundsätzliche Fragen der Genre-Diskussionen von auto/biographischen Quellen thematisiert und Projekte aus der Forschung und universitären Lehre präsentiert.

Das Tagebuch einer pensionierten Sozialarbeiterin in den 1990er-Jahren wird ebenso vorgestellt wie das eines Zuckerbäckers aus dem 19. Jhd. oder einer Wienerin, die die Zeit des Zweiten Weltkrieges in einer damals so genannten "nicht privilegierten Mischehe" (über)lebte. Weiterlesen ... und Link zum Film

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Aktuell: Medienberichte

  • Ursula Kastler: "Mein süßes, liebstes Herz", in: Salzburger Nachrichten, 3. März 2016, S 17.
  • Katharina Schnell: 100 Jahre Liebesgeschichte(n), auf: scilog. Das Magazin des Wissenschaftsfonds FWF, 25. Jänner 2016 (Link)
  • Traute Molik-Riemer: Tagebuch. Dem Leben auf der Spur, in: Schaufenster. Nachrichten aus der Kultur.Region Niederösterreich, November 2015, S 42-43.

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Aktuell: Preise

  • Die Dissertaton von Vida Bakondy "Montagen der Vergangenheit. Die Fotoalben der Hakoah-Schwimmerin Fritzi Löwy (1910-1994)" (weitere Infos) wurde im Oktober 2015 mit dem Preis für Abschlußarbeiten des Forschungsverbundes der Universität Wien "Geschlecht und Handlungsmacht / Gender and Agency" (Link) der Universität Wien ausgezeichnet. Wir gratulieren sehr herzlich!

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Aktuell: Zuletzt erschienen (chronologisch)

  • Li Gerhalter, The Collection of Women's Personal Papers, in: Claudia Feigl (Hg.in): Academic Showcases. The Collections at the University of Vienna, Wien/Köln/Weimar 2016, S 53-55.
  • Christa Hämmerle und Li Gerhalter, Tagebuch – Geschlecht – Genre im 19. und 20. Jahrhundert, in: Li Gerhalter und Christa Hämmerle Hg.innen, Krieg - Politik - Schreiben. Tagebücher von Frauen (1918-1950), Wien/Köln/Weimar 2015, 7-31.
  • Veronika Helfert, "Lieber Gott lasse mich sterben – u. schenke dafür Wien Frieden u. Segen." Politische Dimensionen im Tagebuch Bernhardine Almas (1934), in: Li Gerhalter und Christa Hämmerle Hg.innen, Krieg - Politik - Schreiben. Tagebücher von Frauen (1918-1950), Wien/Köln/Weimar 2015, 33-54.
  • Ulrich Schwarz, Die "Tagesaufschreibungen" der Theresia Vogt. Von der Verwandlung einer Buchführung im ländlichen Niederösterreich
    (1945–1950)
    , in: Li Gerhalter und Christa Hämmerle Hg.innen, Krieg - Politik - Schreiben. Tagebücher von Frauen (1918-1950), Wien/Köln/Weimar 2015, 109-138.
  • Li Gerhalter, "Wie die Schule aus war hat die Else sie zum 3. Mal gefotet." 'Private' Fotografien in Archiven und Sammlungen für Selbstzeugnisse als (geschlechter-)historische Quellen, in: L’Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft, 2/2015, S 145-150. (Link zur Website der Zeitschrift)
  • Li Gerhalter, "Einmal ein ganz ordentliches Tagebuch"? Formen, Inhalte und Materialitäten diaristischer Aufzeichnungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in: Janosch Steuwer und Rüdiger Graf (Hg.): Selbstreflexionen und Weltdeutungen. Tagebücher in der Geschichte und der Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts, Göttingen 2015, S 64-85. (Link zur Verlagsankündigung)
  • Li Gerhalter, Konventionelle Geheimnisse. Tagebücher von Jugendlichen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in: Historische Sozialkunde: Geschichte – Fachdidaktik – Politische Bildung 3/2015, S 27-34. (Link zur Website der Zeitschrift)
  • Sophie Gerber, Küche, Kühlschrank, Kilowatt. Zur Geschichte des privaten Energiekonsums in Deutschland, 1945-1990, Bielefeld 2015. (Link zur Verlagsankündigung)
  • Die Philippinen - das war mein Traumland, dort wollte ich hin. Erinnerungen von Mona Lisa Steiner, geboren 1915, in: Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus (Hg.): Erinnerungen. Lebensgeschichten von Opfern des Nationalsozialismus, Band 4: Exil in Asien (3), Wien 2015, S. 5-109. (Link zur Buchbeschreibung)
  • Nicholas Stargardt, Der deutsche Krieg 1939-1945, Frankfurt am Main (Fischer) 2015 (Link zur Verlagsankündigung) / Englische Version: Nicholas Stargardt, The German War: A Nation under Arms, 1939-45, London (Bodley Head) 2015 (Link zur Verlagsankündigung)
  • Vida Bakondy: Montagen der Vergangenheit. Flucht, Exil und Holocaust in den Fotoalben der Wiener Hakoah Schwimmerin Fritzi Löwy (1910-1994), Wien, Dissertation, 2015.

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Aktuell: Beteiligung an laufenden Ausstellungen

  • "Ich, am Gipfel. Eine Frauenalpingeschichte", 13. Juni 2015 bis 26. Oktober 2016 in Hittisau; Die Sammlung Frauennachlässe beteiligt sich derzeit mit zahlreichen Exponaten an der Ausstellung zum Thema Alpinismus im Frauenmuseum Hittisau (Link).
  • "Für Kaiser und Vaterland. Familienschicksale vor 100 Jahren", ab 7. November 2015 bis Oktober 2016 in Schloß Hof; Die Sammlung Frauennachlässe beteiligt sich mit zahlreichen Exponaten an der von Alma Hannig kuratierten Ausstellung zum Thema Kindheit und Jugend und Familienleben in der Zeit des Ersten Weltkrieges, die ab 7. November 2015 im niederösterreichischen Schloß Hof gezeigt wird (Link).
  • Virtuelle Ausstellung Erster Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie (Link). Hier werden zahlreiche Bestände aus der Sammlung Frauennachlässe präsentiert (Liste aller Selbstzeugnisse in der Ausstellung, darunter jene aus der Sammlung Frauennachlässe). Das Projekt der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. wurde von Franz X. Eder geleitet und von Ines Rebhan-Glück, Michaela Scharf und Karin Kaltenbrunner u.a. umgesetzt.

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Rückschau: Fest-Veranstaltung anlässlich 25. Jahre Sammlung Frauennachlässe

Zeit: Fr., 11.12.2015, 15 Uhr
Ort: Lesesaal der FB Geschichtswissenschaften, Institut für Geschichte der Universität Wien

Programm

Weitere Vorträge finden Sie hier ...

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Öffnungszeiten und Benutzung

 

Die Archiv-Bestände der Sammlung Frauennachlässe stehen für die wissenschaftliche Forschung und universitäre Lehre zur Verfügung.

Öffnungszeiten und Terminvereinbarungen ...