Sammlung Frauennachlässe

 

Die Sammlung Frauennachlässe wurde 1990 von Edith Saurer gegründet. Ziel ist es, auto/biografische Dokumente von Frauen, von Paaren, von Kindern und Verwandten, Freundinnen und Freunden der Frauen zu sammeln, systematisch zu ordnen, zu archivieren und für die wissenschaftliche Benutzung zugänglich zu machen.

Im aktuellen Katalog sind in exakt 200 Beständen die Nachlässe oder Vorlässe von 330 Personen verzeichnet. Die Bestände sind teilweise sehr umfangreich und enthalten die verschiedensten Schriftstücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert wie etwa Tagebücher, kalendarische Notizen, Haushaltsbücher, Korrespondenzen, Fotografien, amtliche Dokumente, Schulhefte, literarische Manuskripte bis hin zu kleinen Erinnerungsgegenständen.

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Aktuelles

 

Veranstaltungsreihe: 13. "Tea Hour" der Sammlung Frauennachlässe am 27. Jänner 2017

Die "Tea Hour" wird zumeist einmal pro Semester veranstaltet. Dabei werden Forschungsprojekte vorgestellt, die (zum Großteil) auf der Grundlage von Quellen aus der Sammlung Frauennachässe durchgeführt wurden oder werden.

Die kommende "Tea Hour" findet am 27. Jänner 2017, um 15.15 Uhr im Lesesaal der FB Geschichte statt. Dabei werden Veronika Siegmund und Lea Luna Holzinger von ihren Masterarbeits-Projekten berichten, die sich jeweils mit bestimmten Praxen schriftlicher Selbstdokumentation im NS beschäftigen. Nähere Informationen dazu finden Sie hier ...

Die bisherigen Tea Hours der Sammlung Frauennachlässe ... (Link)

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Aktuell: Soeben ist erschienen

  • Peter-Paul Bänziger, "Materialism is a very comfortable thing, one can't say yes or no at once." Konsum und Arbeit als Leitvorstellungen in Tagebüchern um 1930 und 1960, in: Bernhard Dietz und Jörg Neuheiser (Hg.): Wertewandel in der Wirtschaft und Arbeitswelt. Arbeit, Leistung und Führung in den 1970er und 1980er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland, Berlin/Boston 2017, 55-72.
  • Alle Veröffentlichungen auf der Basis von Quellen aus der Sammlung Frauennachlässe finden Sie hier ...
  • Alle Abschlußarbeiten auf der Basis von Quellen aus der Sammlung Frauennachlässe finden Sie hier ...

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Aktuell: Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen

Seit 28. Juni 2014 bis Jahreswechsel 2018/19 werden im Format des Blogs Salon 21 aus den Beständen der Sammlung Frauennachlässe mehrmals pro Monat zum konkreten Datum – jeweils 100 Jahre später – Auszüge zum Ersten Weltkrieg veröffentlicht. Dazu weiterlesen im Salon 21.

Hinweis zu den einzelnen Einträge: Im Blogformat ist die zeitliche Chronologie automatisch umgedreht. Obenauf sind jeweils die neuesten Einträge (Link zu den neuesten Einträge), die älteren Einträge sind entsprechend weiter unten gereiht (Link zu den frühesten Einträgen).

Konzept und Gestaltung der Edition: Li Gerhalter und Christa Hämmerle.

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Aktuell: Beteiligung an laufenden Ausstellungen

Die Sammlung Frauennachlässe ist derzeit mit Exponaten an den folgenden Ausstellungen beteiligt:

  • "Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg", Laufzeit bis 19. Februar 2017, Volkskundemuseum, Wien (Link)
  • "Sex in Wien. Lust. Kontrolle. Ungehorsam", Laufzeit bis 15. Jänner 2017, WienMuseum, Wien (Link)

Die drei Ausstellungen"HILFE! Armut in der Vorstadt. Ottakringer Notstandssiedlung & Wiener Settlement" im Bezirksmuseum Ottakring in Wien (Link), "Ich, am Gipfel. Eine Frauenalpingeschichte" im Frauenmuseum Hittisau in Vorarlberg (Link) sowie "Für Kaiser und Vaterland. Familienschicksale vor 100 Jahren" in Schloß Hof in Niederösterreich (Link) wurden jeweils im Spätherbst 2016 abgebaut. Wir haben uns gefreut, dabei jeweils mit Exponaten aus der Sammlung Frauennachlässe vertreten gewesen zu sein.

  • Die Ausstellung "Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie" ist weiterhin im Internet zugänglich (Link).

Frühere Ausstellungensbeteiligungen finden Sie hier ...

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Forschungsliteratur

Neben Archivalien stellt die Sammlung Frauennachässe den Benützerinnen und Benützern auch fachspezifische Literatur zu feministischer Auto/Biographieforschung zur Verfügung. Die Texte können vor Ort eingesehen und kopiert werden (Termine nach Vereinbarung).

Aktuell umfasst die Bibliothek insgesamt 1.938 selbständig oder nicht selbständig erschienene Titel. Themenschwerpunkte sind dabei Auto/Biographieforschung, Tagebuchforschung, Briefforschung, Feldpost und Paarkorrespondenzen sowie Fotografiegeschichte/-theorie. Zu mehreren Titeln sind Rezensionen vorhanden, auch wurden Konferenzberichte gesammelt. Die Forschungsliteratur wird erweitert um ausgewählte Editionen von Selbstzeugnissen von Frauen.

Zu den Literaturlisten (Link).

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Aktuell: Medienberichte

  • Veronika Schmid: 100 Jahre Liebesbriefe, in: Die Presse, 24.12.2016 (Link)
  • Christa Langheiter: Sein Anzug ist jetzt mein Kostüm, in: Welt der Frau 11/2016, S 41-42.
  • Hanna Ronzheimer: Die Schwimmerin Fritzy Löwy - eine Annäherung im Volkskundemuseum, auf: Ö1, Sendereihe "Leporello", 10. November 2016 (Link)
  • Tanja Malle: "Schon wieder Flintenweiber". Interview mit Kuratorin Petra Popp zur Ausstellung "Fremde im Visier" auf orf.at, 13. Oktober 2016 (Link)
  • Ursula Kastler: "Mein süßes, liebstes Herz", in: Salzburger Nachrichten, 3. März 2016, S 17.
  • Katharina Schnell: 100 Jahre Liebesgeschichte(n), auf: scilog. Das Magazin des Wissenschaftsfonds FWF, 25. Jänner 2016 (Link)

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Aktuell: letzte Vorträge

  • Christa Hämmerle und Li Gerhalter im Gespräch mit Herbert Justnik: Frauennachlässe aus dem Nationalsozialismus; Diskussion im Rahmen der Ausstellung "Fremde im Visier", Volkskundemuseum Wien, 12. Jänner 2017, 18.30 Uhr (Link)
  • Vida Bakondy: Flucht in Bildern; Vortrag im Rahmen des "Jourfixe Bildunsgtheorie", Universität Wien, Institut für Bildungswissenschaften, Sensengasse 3a, 1090, 12. Jänner 2017, 19.00 Uhr (Link)
  • Weitere Vorträge finden Sie hier ...

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Aktuell: Universitäts-Lehrveranstaltungen auf der Grundlage von Quellen aus der Sammlung Frauennachlässe im WiSe 2016/17

Christa Hämmerle und Li Gerhalter bieten im WiSe 2016/17 gemeinsam die zwei Lehrveranstaltungen an:

  • Projektseminar Frauen- und Geschlechtergeschichte: „Krieg - Gewalt - Schreiben: Nachlässe von Frauen als Quellen zur Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts“ (Vorlesungsverzeichnis)
  • Projektkurs Frauen- und Geschlechtergeschichte: „Krieg - Gewalt - Schreiben: Projekte zur öffentlichen Vermittlung von Frauennachlässen“ (Vorlesungsverzeichnis)

Frühere Lehrveranstaltungen finden Sie hier ...

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Aktuell: Preise

Die Dissertaton von Vida Bakondy "Montagen der Vergangenheit. Die Fotoalben der Hakoah-Schwimmerin Fritzi Löwy (1910-1994)" (weitere Infos) wurde 2016 mit dem

  • Irma-Rosenberg-Förderpreis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus und dem
  • Herbert-Steiner-Preis (Link)

prämiert. Wir gratulieren sehr herzlich!

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Aktuell: neues Netzwerk von europäischen Tagebuch-Archiven und -Sammlungen gegründet

  • Im Juni 2015 fand im Nederlands Dagboekarchief in Amsterdam das Gründungstreffen des neuen Netzwerk European Diary Archives and Collections Network (EDAC) statt. Die Sammlung Frauennachässe ist eines der Gründungsmitglieder.
  • Auf der Website von EDAC werden aus den Mitglieds-Organisationen einzelne Quellen-Beispiele vorgestellt, die an den jeweiligen Orten jeweils zur selben Zeit - Anfang Juni 1950 - verfasst worden sind (Link). Dabei zeigt sich u.a. die Vielfältigkeit, aber auch Ähnlichkeiten im auto/biografischen Schreiben. Aus der Sammlung Frauennachlässe sind Auszüge aus den Tagebüchern der Niederösterreicherin Marianne Hütter (geb. 1902) sowie der Wienerin Therese Lindenberg (geb. 1892) veröffentlicht worden (Link).

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Cover des Sammelbandes Krieg - Politik - SchreibenZuletzt: Sammelband zu Tagebüchern von Frauen 1918-1950

Li Gerhalter und Christa Hämmerle (Hg.innen): Krieg - Politik - Schreiben. Tagebücher von Frauen (1918-1950), L'Homme Schriften Band 21, Wien/Köln/Weimar (Böhlau) 2015.

Mit Beiträgen von Veronika Helfert; Ingrid Brommer und Christine Karner; Helen Steele; Benjamin Möckel; Ulrich Schwarz; Brigitte Semanek; Arno Dusini und den Herausgeberinnen (Inhaltsverzeichnis als PDF)

Im 20. Jahrhundert haben mehr Frauen als jemals zuvor ein Tagebuch geführt. Sie taten das vor dem Hintergrund politischer Umwälzungen und der Katastrophe zweier Weltkriege, die sie ihren Aufzeichnungen – ganz anders als es der gängige Topos der Privatheit nahelegt – in komplexer Weise eingeschrieben haben. Die Beiträge dieses Buches zeugen davon. Sie führen in die Forschungs-Diskussion ein und verweisen auf die Hybridität und Vielfalt des Genres Tagebuch. Es diente der Buchführung wie dem Selbstgespräch und der Dokumentation von Alltag, der Erinnerung, dem Bezeugen von Leid und Verfolgung sowie einer steten Selbstkonstruktion. Untersucht werden Tagebücher bekannter wie unbekannter Frauen – von Rosa Mayreder über Elise Richter bis hin zu einer Müllerin namens Theresia Vogt. (Link zur Verlagsbeschreibung/Böhlau)

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Zuletzt: Film "Tagebücher: In Geschichte eingeschrieben. Die Sammlung Frauennachlässe an der Universität Wien" (2014, 20 Minuten) - online!

Anhand ausgewählter Tagebuchbestände werden die Arbeit der Sammlung Frauennachlässe besprochen, grundsätzliche Fragen der Genre-Diskussionen von auto/biographischen Quellen thematisiert und Projekte aus der Forschung und universitären Lehre präsentiert.

Das Tagebuch einer pensionierten Sozialarbeiterin in den 1990er-Jahren wird ebenso vorgestellt wie das eines Zuckerbäckers aus dem 19. Jhd. oder einer Wienerin, die die Zeit des Zweiten Weltkrieges in einer damals so genannten "nicht privilegierten Mischehe" (über)lebte. Weiterlesen ... und Link zum Film

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Rückschau: Fest-Veranstaltung anlässlich 25. Jahre Sammlung Frauennachlässe

Zeit: Fr., 11.12.2015, 15 Uhr
Ort: Lesesaal der FB Geschichtswissenschaften, Institut für Geschichte der Universität Wien

Programm

Weitere Vorträge finden Sie hier ...

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Öffnungszeiten und Benutzung

 

Die Archiv-Bestände der Sammlung Frauennachlässe stehen für die wissenschaftliche Forschung und universitäre Lehre zur Verfügung.

Öffnungszeiten und Terminvereinbarungen ...