| Sammlung Frauennachlässe | | Print | |
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Die Sammlung Frauennachlässe wurde 1989 von Edith Saurer gegründet. Ziel ist es, auto/biografische Dokumente von Frauen, von Paaren, von Kindern und Verwandten, Freundinnen und Freunden der Frauen zu sammeln, systematisch zu ordnen, zu archivieren und für die wissenschaftliche Benutzung zugänglich zu machen. Aktuell sind in exakt 200 Beständen die Nachlässe oder Vorlässe von 330 Personen verzeichnet. Die Bestände sind teilweise sehr umfangreich und enthalten die verschiedensten Schriftstücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert wie etwa Tagebücher, kalendarische Notizen, Haushaltsbücher, Korrespondenzen, Fotografien, amtliche Dokumente, Schulhefte, literarische Manuskripte bis hin zu kleinen Erinnerungsgegenständen.
Der räumliche Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet des heutigen Österreich, ist aber nicht darauf beschränkt: Zahlreiche Dokumente wurden etwa in den Kronländern der ehemaligen Habsburgermonarchie verfasst, einzelne Bestände umspannen sogar mehrere Kontinente. Mehrere Nachlässe kommen auch aus Deutschland, je ein umfangreicher Bestand kommt aus den USA und aus Australien, ein weiterer beinhaltet Korrespondenzen aus dem KZ Theresienstadt/Terezín. Eine detaillierte Aufstellung der Bestände sehen sie hier ... Eine Literaturdatenbank und die Zusammenstellung ausgewählter geschichts- und kulturwissenschaftlicher Publikationen zur feministischen Auto/Biographieforschung sowie von Editionen von Selbstzeugnissen von Frauen ergänzen das Angebot des Archivs. Die Vernetzung mit ähnlichen europäischen Archiven ist ein ausgesprochenes Ziel der Sammlung Frauennachlässe. Zum Team der Sammlung Frauennachlässe siehe Menüpunkt Kontakt Anfänge Die Idee zu einer Sammlung von Frauennachlässen entstand im Zuge der praktischen Erfahrungen bei der Quellensuche für die Ausstellung "Wer wählt, gewinnt? 70 Jahre Frauenwahlrecht" im Jahre 1989 (PDF, 120 KB). Wie in vielen anderen Frauenforschungsprojekten, wurde auch hier die oftmals schwere Zugänglichkeit von Dokumenten zu Alltags- und Lebensverhältnissen von Frauen evident. Geschichte Damit wurde ein erster Grundstock für eine Sammlung gelegt, die aktuell weit mehr als 300 verschiedene, teilweise sehr umfangreiche Nachlässe wie auch Vorlässe umfasst und laufend erweitert wird. Mittlerweile hat sich bestätigt, dass für die Frauen- und Geschlechtergeschichte relevante Quellen vorhanden sind und dass es auch im Interesse der Nachfahrinnen und Nachfahren liegt, wenn diese Materialien an einer zentralen Stelle dokumentiert, d.h aufbewahrt und für die Forschung zur Verfügung gestellt werden. Der Kreis derjenigen Frauen, die im Laufe ihres Lebens Tagebuch schrieben, umfangreiche Korrespondenzen oder Haushaltsbücher führten, Gedichte verfassten und Familiengeschichten zusammenstellten, scheint überdies bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit größer gewesen zu sein als vielfach angenommen: Schreiben als soziale Praxis charakterisierte durchaus schon damals auch das Leben von Frauen aus bildungsferneren Umfeldern. Noch seltener als überlieferungswürdig erachtet als Nachlässe von Männern, die in keiner prominenten Öffentlichkeit standen, finden Selbstzeugnisse von Frauen allgemein jedoch kaum den Weg in Archive und werden selten systematisch erfasst und ausgewertet. Mit dem primären Interesse an Nachlässen von Frauen, die nicht einer bestimmten Berufs- oder Personengruppe, einer politischen Bewegung oder Partei angehörten, ist die Sammlung Frauennachlässe im europäischen Raum einzigartig. Weiterführende Texte über die Arbeit, die Zielsetzungen und wissenschaftliche Verortung der Sammlung Frauennachlässe (Auswahl)
Alle Veröffentlichungen auf der Basis von Quellen aus der Sammlung Frauennachlässe finden Sie hier ... Mediale Berichte, Radiosendungen und andere Öffentlichkeiten der Sammlung Frauennachlässe finden Sie hier ...
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