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Stellung von Frau und Mann im Heranwachsen und Heiraten Humboldt Uni VErlin
Externer Link zu einer Betrachtung der Hausa Hochzeiten [Need wife go to Kano, von Bahause Mai Ban Haushi]
Film TV Heiraten in Niger??? wo ist er??? Daraus wären die Szenen am Beginn, wo die Mädchen übers Heiraten reden, gut.
Aus "The Family in Africa" (18 ff) und Kraft A Hausa Reader: Die Hausawa unterscheiden drei Arten von Aure: auren kulle, auren tsare und auren jahilai. Diese Unterscheidung betrifft den Grad von kulle kullèè ... einsperren, einschliessen und damit zugleich auch den Grad der religiösen/gesellschaftlichen Wertigkeit. Auren kulle ist die am höchsten bewertete, weil in ihr die Frau das Haus nicht verlassen darf, lockerer ist die auren tsare und endlich ohne kulle die letztgereihte die auren jahilci (Hochzeit der Unwissenden).
Neben diesen religiösen/kulle bezogenen Kategorien lassen sich noch etliche Arten von Hochzeiten/Eheschliessungen unterscheiden, die sich auf die Art und Weise der Hochzeit/Eheschliessung beziehen.
Wichtig ist bei Heiraten die Beziehung zu Verwandten, da die Ehe im weiteren Verwandtenkreis besonders geschätzt ist. (Kinship)
Rechtlich folgt die Heirat dem Maliki Gesetz und wird zwischen Vertretern (wali) der Familien geschlossen.
Gefeiert wird getrennt in beiden Familien. In den Familien nach Geschlechtern getrennt.
Heirat ist in der Hausa Gesellschaft auch für die einzelne Person sehr wichtig, da es in der Hausa Kultur nicht vorgesehen ist, nicht zu heiraten. Solange eine Person nicht verheiratet ist, gilt sie als nicht erwachsen.
Sauran irin aure ga al'adar Hausawa:
- Auren Sadaka "Spendenheirat"
Ein eher junges Mädchen wird an einen Malam o.ä. gegeben. Das Mädchen muss davon gar nichts wissen! Es ist einfach ein Geschenk an diesen.
Ausweg ist häufig der "Gang in den Brunnen", Davonlaufen oder manchmal auch die Scheidung, soferne auch die Eltern zustimmen.
Obwohl kein Geld im Spiel ist, wird doch erwartet, dass der Bräutigam kleinere Geschenke an die Brauteltern macht.
- Auren Tsintuwa
Hier heiratet die Braut völlig aus dem Verwandtenkreis heraus. Diese Heirat ist nicht sehr hoch angesehen.
- Auren Mutsaya "Austausch" mE nicht näher beschrieben mEnd
- Auren Daukisandanka Nimm deinen (Wander) Stock "Besuchsehe"
Vorwiegend unter Älteren; beide bleiben und leben in ihren Haushalten, der Mann kommt auf Besuch
- Auren Zumunta "Verwandtschaftsehe"
Mit vielen Unterarten, die mit der Nähe, der Nachbarschaft o.ä. zu tun haben. Geld ist involviert, doch nicht so wichtig.
- Auren Baiwa "Geschenk, Gabe"
Schon als Kind wird die Frau verlobt und eine relativ strenge Abfolge von gesellschaftlichen Ereignissen zementiert das Abkommen.
Besonders bei dieser Art der Ehe wird auf die Jungfräulichkeit der Braut Wert gelegt.
Geschenketausch wird in beiden Richtungen, vor allem aber in der Richtung Bräutigam -> Braut bzw Familie der Braut vorgenommen.
- Auren Soyayya "Liebesheirat"
In Kraft näher beschrieben ...
Kunya ist ein zentrales Konzept der Hausa Kultur. Es betrifft alle doch vor allem die Frauen.
Verstanden wird darunter: Bescheidenheit, Schüchternheit, Zurückhaltung und Gehorsam, Zivilisiertheit. Typische Körperhaltungen sind: zu Boden schauen, leise reden, das andere Geschlecht meiden, bei Eltern u.U. auch die eigenen Kinder meiden.
Ba shi/ta da kunya Er/Sie hat keine Bescheidenheit ist eine Aussage, die auf den "Rechten Weg" zurückweist, sie kann auf beide Geschlechter angewandt werden.
K.R.(68) bezieht kunya vor allem auf Mädchen. (Zitat: mai wasa da maza kary tunda na ganta na renata" (Whitting zitiert ind KR). Die mit den Burschen spielt ist eine Hure, ... Spottruf in Kindergruppen).
Kontrast Maguzawa-Musulmi mE???mEnd In vielen Beschreibungen wird gezeigt, dass die Hausa Mädchen mE hier sind wohl die Maguzawa gemeint mEnd sehr frei mit den Burschen umgehen können. So frei, dass sie miteinander sehr intim werden können. Ja, das ist hier sogar geschätzt - solange die Jungfernschaft der Frau nicht aufgehoben wird. Das Mädchen soll/muss als budurwa in die Ehen gehen.
Hochzeitsvorbereitungen, shirin aure
Aus Kraft, Hausa Reader (30).
Es wird nicht angegeben, welche Art der Hochzeit angestrebt ist. mE Liebesheirat ???mEnd
- Ina sonki (Ich liebe/mag dich) Ein Mann sieht ein Mädchen und sagt, dass er sie liebt/mag.
- Wenn sie in auch liebt/mag, dann teilt er den Eltern mit, dass er sie heiraten will.
- Stimmen die Eltern zu, dann ersucht der Vater einen Verwandten mit hhm und einem kleinen Geschenk zum Haus des Mannes zu gehen. Dieser Mensch wird shugaban aure (Leiter der Hochzeit) genannt.
- Stimmen die Eltern des Mädchens zu dann erhalten sie das Geldgeschenk.
- Der Mann weiss nun, dass er sich mit dem Mädchen - nicht alleine - treffen darf. Er muss nun auch Geldgeschenke an das Mädchen geben.
- Immer wieder darf er auch Geld zu den Eltern des Mädchens bringen.
- Die Braueltern stimmen immer wieder zu indem sie sagen akwai ramuwa na bau kaza. (Es gibt einen Ausgleich dafür)
- Die Braut darf die Familie des Bräutigams besuchen. Sie erhält dort weitere Geschenke wie: Kleidung, Henna, Geld, ...
- Der Bräutigam besucht alle Verwandten der Braut; mit Geschenken. Niemand darf ausgelassen werden, dass würde Unglück bedeuten.
- Dann wird es Zeit für die Geschenke die fällig werden, wenn der Hochzeitstag festgelegt wird d'aukar rana (nehmen des Tages, festlegen)
- Es sind dann die Brauteltern, die den Tag wirklich festlegen.
..........................
- Drei Tage vor der Hochzeit beginnen die Vorbereitungen für die Braut, sie wird mit Henna gereinigt.
- Zugleich werden Geschenke an die Bettler verteilt.
- Am Hochzeitsmorgen kommt die Familie des Bräutigams mit Geschenken.
- Der Vertreter der Braut (Brautführer mE???mEnd) fragt: Sadaki nawa? (Wieviel Spende?), dann wird der Preis genannt und die Brauteltern stimmen zu.
- Der Bräutigam ist noch getrennt und verbringt die Zeit mit seinen Freunden. Er wird eingekleidet.
- Auch die Braut ist mti ihren Freundinnen.
- Im Vorhaus zaure (Eingangsbereich) beten die Malams um Segen für die Ehe. Dafür erhalten sie Geld.
- Am Abend wird die Braut gewaschen.
- Später kommen die Freunde des Bräutigams um die Braut zu holen.
- Im Haus des Bräutigams wird weiter gefeiert.
- Vor allem feiert der Bräutigam, die Braut sitzt im Haus mit den anderen Frauen oder den Alten.
- Es folgt bud'ar kai (enthüllen des Kopfes), die Braut wird wieder gewaschen und zum Ausgehen fertig gemacht.
- Drei Tage später reiten Bräutigam und seine Freunde durch die Stadt und begrüssen wieder die Angehörigen der Braut.
- Auch die Braut geht Besuche machen.
- Nun werden wieder Geschenke gebracht, nun erst verlassen die Freundinnen die Braut.
- Die Ehe kann beginnen.
Wir könnten beinahe den Eindruck erhalten, dass es sich vor allem um ein Geschäft handelt mE???mEnd. Auch die zusätzlichen Erklärungen, die in Kraft angeführt sind, handeln nur über die Höhe der Geld- etc. Geschenke.