Harraga, Weltcafe, 6.6.2014

Themen zur Einleitung

→ Moni hat was zur jüngeren Geschichte zusammengestellt

Autorinnen

  1. Annika Lems (Ethnologin, Afrikanistin), hat an der Univie studiert und dann in Australien, hat eine Diss über Flüchtlingsthema verfasst. Befasste sich auch in ihrer Dipl.Arb. mit Internierungslagern in Italien mit dem kennzeichnenden Titel "Orte des Nicht-Rechts"
  2. Christine Moderbacher (Video-Ethnologin): Österreichische Filmemacherin mit Sitz in Brüssel. Sie absolvierte einen Master in Visueller Anthropologie/Dokumentarfilm an der Universität von Manchester, UK und ist als Dokumentarfilmemacherin, Journalistin und Trainerin für Video-Workshops in Österreich, England und Belgien tätig.

    Migration, Afrika, Mittelmeer

    Der Film erzählt die Migration aus Tunesien ...

    Mit Harragas bezeichnet man im gesamten maghrebinischen Raum diejenigen, die sich selbst oft als verlorene Generation sehen. Lieber nehmen sie den möglichen Tod im Meer in Kauf, als tatenlos in der erzwungenen Perspektivenlosigkeit zu erstarren. (http://eurient.info/events/harraga/)

    Aus aktuellem Anlass aber auch weil MigrantInnen nicht nur aus Tunesien kommen, zumindest einige Fakten zur Migration:
    ein Bild der BBC zeigt uns die Routen der Migration aus Afrika. Als Zentrum ist im Bild Malta angegeben, doch sollten wir uns hier wohl auch Lampedusa dazudenken. Was nur angedeutet ist, für uns, die wir uns in einem Umfeld bewegen, das von Angst gekennzeichnet ist, nämlich der Angst vor der Überfremdung, aber wichtig ist, ist, dass weitaus die meisten Menschen, die in Afrika unterwegs sind, innerhalb ihres Kontinents bleiben. Die Wenigsten wollen überhaupt nach Europa kommen, innerafrikanische Migration ist bei weitem das Schwergewicht. Das nützt nichts, denen, die nach Europa wollen - klar.

    Weiter ist zu überlegen, wer kann denn überhaupt nach Europa - auch illegal - kommen, denn die Wanderung kostet Geld. Es sind hier auch nicht die Ärmsten, die nach Eu kommen, sondern mittel u.vor allem hochqualifizierte Menschen und da wird Eu Heuchelei noch einmal verdoppelt: wir wollen die Ausländer nicht, und wenn schon, dann können eh nur die höherqualifizierten Menschen kommen.

    Dazu kommt dann auch, dass die Eu Wirtschaftspolitik die Einkommenssituationen vieler Erwerbszweige in Afrika, vor allem in WA massiv verschlechtert (Fisch, Baumwolle, Fleisch)

    Film

    Durch die Geschichten Khaleds und Ghabsis entstehen Perspektiven auf Flucht und Migration, die weit entfernt von kollektiven Massenerfahrungen sind, wie es uns die Medien oft vereinfachend vermitteln.(http://eurient.info/events/harraga/)

    Der Film bewegt sich scheinbar nahtlos zwischen den nationalstaatlichen Grenzen Tunesiens und Italiens hin-und her und zeigt die Brüchigkeit der sogenannten Festung Europas und die Unmöglichkeit, Menschen in ihrem Drang nach Fortbewegung zum Erstarren zu bringen.(http://eurient.info/events/harraga/)

    Andere Filme: Harragas, Terrafirma, Krimi jüngst in ZDF et.al.