![]() | Hausa-Online-Lehrbuch 2002 © Franz Stoiber Zum Inhaltsverzeichnis | |
Durch die Verbindung zweier Nomina entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis, in dem ein Nomen ein zweites näher bestimmt. Traditionellerweise wird dieses Verhältnis als Genitiv bezeichnet, er drückt ein Zugehörigkeitsverhältnis aus.
Das Hausa verwendet dazu wie beim Artikel die Elemente -n/-r, die dem jeweiligen Geschlecht entsprechend dem ersten Wort der Fügung suffigiert werden.
-n für die männlichen Hauptwörter und den Plural;
-r für die weiblichen Hauptwörter;
Also:
| maagànii "Medizin", m. | wird zu maagànin |
| fuskàà "Gesicht", f. | wird zu fuskàr |
Die Reihenfolge entspricht der deutschen Konstruktion:
"der Freund des Menschen" àbookin mùtûm
Die lautlichen Veränderungen entsprechen denen beim Artikel.
!Jedoch sind die tonolgischen Veränderungen nicht gleich. Beim Genitiv wird die Tonhöhe nicht verändert.
| kâi "Kopf", m. | wird zu kân |
| kyâu "Schönheit", m. | wird zu kyân |
Singular, mask.:
gidan àbinci das Haus des Essens (Restaurant)
gidan wayàà das Haus des Drahtes (Postamt)
ruwan shâa das Wasser des Trinkens
(Trinkwasser)
ruwan samà das Wasser des Himmels (Regen)
Singular, fem.:
k'oofàr gidaa die Tür des Hauses (Haustür)
laafiyàr Audu die Gesundheit des Audu
hanyàr Agadez die Straße nach Agadez
hanyàr ruwaa die Straße des Wassers (Wasser-
straße, Kanal)
goonar Haliima das Feld der Haliima
Plural:
gònàkin Haliima die Felder Haliimas
k'oofoofin gidaa die Türen des Hauses (Haustüren)
Die Genitivpartikel -n/-r besitzen auch eine Vollform, die nicht suffigiert wird, sondern als eigenständiges Wort verwendet wird.
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na für die männliche Form und den Plural; ta für die weibliche Form; |
| gidan Bellò | das Haus von Bello |
| gidaa nân na Bellò | dieses Haus von Bello |