Hausa-Online-Lehrbuch 2002 © Franz Stoiber
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Begrüßung Ib, Gesten und Zusätze

Obwohl bar.kàà und sànnu denotativ das Gleiche meinen ist die jeweilige Konnotation unterschiedlich.
Nach Kraft und Kraft (op.zit.) wird bar.kà zwischen Freunden oder guten Bekannten eher verwendet als sàànnu, es bedeutet grössere Vertrautheit der Grüssenden.
Doch hinsichtlich des Gebrauches von bar.kàà und sànnu bestehen in der Hausaistik Auffassungsunterschiede, vgl.: Roxana Ma Newman and Alhaji Maina Gimba, Hausa a Dace, African Languages Programm, Indiana University 1998, (32), meinen dass nach einem unbeantworteten Salamu alaikum! vor dem Betreten einer gida es angezeigt ist: You then continue with the more formal bar.kàà dà or the informal sànnu dà, dependig on the appropriate context.
Auch die Beobachtungen von F.Stoiber decken sich etwa mit der Auffassung von R. M. Newman und Maina Gimba.

Gesten

Bei der Begrüssung eines sozial Höherstehenden (im Vorbeigehen) heben Männer die rechte Hand und winken mit der geballten Faust. Dabei zeigt der Handrücken nicht zum Begrüssten!
Frauen beugen das Knie und senken den Kopf/die Augen (ebenfalls im Vorbeigehen).
Ist frau/man zu einer Audienz ein-/geladen beugen auch die Männer den Oberkörper vor, jüngere Männer beugen auch die Knie. Es kann auch angebracht sein sich ganz auf den Boden zu werfen, die Stirne in den Staub zu legen und sich - ohne den Oberkörper allzuweit aufzurichten - bis auf die passende Distanz zu nähern. Nicht allzu nahe!