Hausa-Online-Lehrbuch 2002 © Franz Stoiber
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Fragebildung I

Was ich noch sagen wollte. Die Fragebildung ist in diesem LB aufgeteilt in die syntaktische Fragebildung und in die Beispiele zur Tonstruktur der Fragebildung. Dies hat seinen Grund darin, dass im Sprachunterricht die Produktion von Fragen vor der Erklärung der Syntax von Fragesätzen wichtig ist. Hier folgt die "erste" Frage, die Frage nach der Existenz einer Person, vor allem aber einer Sache. Dies geschieht mit dem Wort àkwai

Bevor wir zu àkwai gehen, noch ein paar einleitende Bemerkungen zur Fragebildung im Hausa.
Im Hausa lassen sich drei Typen von Fragen unterscheiden:

  1. Ja/Nein-Fragen
  2. Fragen mit einem Fragewort
  3. Indirekte Fragen

 

Ja/Nein-Fragen I

"Àkwai", das Wort das Existenz ausdrückt kann auch nach der Existenz fragen. Diese Fragen stellen Ja/Nein-Fragen dar. Diese werden etwas ausführlicher in der Sektion Fragebildung II behandelt.
Während die normale Intonation in Deklarativsätzen dem Downdrift- Muster folgt, d.h. die Satzmelodie wird kontinuierlich tiefer, ist dies bei den Fragesätzen anders.

Frage-Intonation
  1. Die gesamte Äusserung ist absolut höher angesetzt.
  2. Die Tieftöne fallen nicht um zwei Lagen sondern nur um eine bzw. eineinhalb Lagen.
  3. Die letzte hochtonige Silbe wird höher angehoben, als in der Narrativ-Intonation .
  4. Ist die letzte Silbe tieftonig, dann fällt sie nicht auf die Lage 1 sondern nur um etwa eine Lage.
  5. Ist die letzte Silbe hochtonig, wird normal angehoben, doch gegen Ende fällt sie wie ein fallender Ton.
 
 

Wird nun eine Frage mittels àkwai gestellt, dann bleibt die Wortfolge gleich der im Existenzsatz mit àkwai, geändert wird die Satz-Intonation, nach dem Muster der Frage-Intonation.

Beispiele zu àkwai gibt es auf einer eigenen Seite: Fragebildung I/ Beispiele zu àkwai