Hausa-Online-Lehrbuch 2002 © Franz Stoiber
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Hilfsverben III

Die folgenden Verben gehören, wie "rigaa”, zu einer Gruppe, die die Handlung des Satzes näher beschreiben. Sie sind eigentlich adverbielle Elemente, die im Hausa als Verben realisiert werden. Die Aussage des jeweiligen Satzes wird dann durch ein Verbalnomen oder auch ein Nomen vermittelt. Im Deutschen kann man ebenfalls solche Sätze bilden.

Ich gehe gerne.
Ich liebe es, zu gehen.
Ich bemühe mich sehr.
Ich verstärke meine Bemühungen.

Dies erinnert an das Präsens: Hier bedeutet die Silbe "-nàà” "irgendwo/bei etwas sein” und das Verbum wird in der Form des Verbalnomens verwendet, bzw. kann auch jedes andere Nomen anstelle des Verbalnomens eingesetzt werden. Die Struktur eines solchen Satzes ist:

P-A + VERBUM + VERBALNOMEN

Drei der wichtigsten Verben dieser Art sind:

1
rik'ààetwas ständig tun, beibehalten, "ständig”
Naa rik'àà ganinsa.Ich sehe ihn ständig.
Yaa rik'àà k'òòk'arii.Er strengt sich ständig an.
Zaa mùù rik'àà yîn màganàà.Wir werden ständig reden.
2
tab'ààetwas jemals getan haben, berühren, "jemals”
Verneinung: niemals, noch nicht
Mit verneintem Futur: nicht mehr;
Kun tab'àà sôn zuwàà?Habt ihr jemals kommen wollen?
Kaa/Kin tab'àà gan Kanòò?Hast du jemals Kano gesehen?
Bài tab'àà yîn ruwaa bà.Es hat noch niemals geregnet.
Bàà zaa mù tab'àà kààmàà shi ba.Wir werden ihn nicht mehr fangen.
3
k'aarààetwas wieder tun, wiederholen, "wieder";vergrößern, vermehren
Taa k'aaràà k'òòk'arintà.Sie wiederholte ihre Anstrengung./Sie strengte sich wieder an.
Za mùù k'aaràà tàfiyaa.Wir werden wieder reisen.
Naa k'aaràà yîn aikìì.Ich habe wieder gearbeitet.