HAUSAA

Einführung in das Hausaa
Dr. Franz Stoiber,
Ulrike Jelinek
1994, Wien

Verbreitung und Zuordnung des Hausa


Wo man Hausa spricht


Zu welcher Sprachgruppe gehört das Hausa?

Die Sprachbeziehungen zum Hamitischen südlich und östlich des Tschadsees wurden bereits 1844 von K.R.Lepsius erkannt (Genusunterscheidung), aber vermutlich erst nach J.F.Schön (1842). Auch H.B.Barth hatte hamitsche Züge erkannt. Ebenfalls ordnete C.F.M.Meinhof das Hausa dem hamitischen Bereich zu und auch H.A.Klingenheben untersuchte die Beziehungen zum Hamitischen. J.Lukas untersuchte die Sprachen des Tschadseegebietes genauer und führte folgende Kriterien, die für den hamitischen Gehalt der tschadohamitischen Sprachen sprechen an: Grammatikaliscches Geschlecht, femininer Genitivpartikel l/r aus "hamitisch" t, innerer Plural, prä-und suffigierendes Präteritum und einige Wörter "hamitischen" Ursprungs. Weiters sah J.Lukas die tschado-hamitischen Sprachen nicht als genuine Hamitensprachen, sondern als Ergebnis einer Überlagerung älterer Sprachschichten durch hamitisches Sprachgut. Nach R.R.Terry (1971) ergibt sich, daß die tschadischen Sprachen eher einen geographischen als einen genetischen Komplex darstellen. D.H.Westermann (1940) hatte in seiner Gliederung bereits alle Sprachen des Tschadseegebietes mit einigem hamitischen Gehalt in der Hausa-Kotoko-Gruppe zusammengefaßt. Die Hausa-Kotoko-Gruppe wurde von J.H.Greenberg als Einheit klassifiziert und nun wieder als Tschadisch bezeichnet. Problematisch ist auch die Stellung der Sprachen mit geringerem Gehalt an hamitischen Zügen. Interessant ist H.Jungraithmayr, der in der Untersuchung zur Stellung des Ron, Beziehungen nachweisen will, die sich bis zum Akkadischen verfolgen lassen (sollen).
In der Gliederung hat sich jedenfalls eine Zweiteilung durchgesetzt, die auch von P. und R.M.Newman vertreten wird: Plateau-Sahel (das ist das "Chado-Hamitic" nach J.Lukas) und Biu-Mandara ("Chadic"). Ersteres wird heute Hausa-Mubi genannt (Hausa, Gwandara, Dera, Ron-Angas). Zur zweiten Gruppe gehören u.a. Tera, Bata, Lamang, Bura.


Die Aussprache des Hausa

Die Vokale werden folgendermaßen ausgesprochen:
a wie in "Last", amsàà Antwort
e wie in "Beet", edità Herausgeber
i wie in "sitzen", ìdan wenn
o wie in "Not", oodàà Befehl
u wie in "Schluß", ukù drei

Viele Konsonanten werden wie im Deutschen ausgesprochen. Aufgrund der Verschriftlichung gibt es dazu einige Ausnahmen:

  1. wird wie /tsch/ ausgesprochen {stimmlos, alveolar, Affrikat},
  2. "Tscheche", càn dort;
  3. {stimmhaft, alveolar, Affrikat},
  4. "Gin", jii hören;
  5. wird wie /j/ ausgesprochen,
  6. "jung", yàboo Lob;
  7. wird wie ein stimmhaftes /s/ ausgesprochen {stimmhaft, alveolar, Frikativ},
  8. "Reise", zubàà gießen;
  9. wird wie /sch/ ausgesprochen,
  10. "Schule", shakkàà Zweifel;

Für die übrigen Laute, die nicht dem Deutschen entsprechen sind einige phonetische Erklärungen notwendig.

Phonetik

Man kann einteilen nach:

  1. Artikulationsstelle
  2. Artikulationsart

  1. Artikulationsstelle: Artikuliert werden kann mit
  2. Artikulationsart:

"Normalerweise" geht die Richtung des Luftstromes aus der Lunge durch den Rachenraum. Bei einigen Hausa-Lauten ist dies jedoch gerade umgekehrt: Der Luftstrom geht Richtung Lunge.
Damit daraus kein "richtiges" Einatmen wird, ist bei diesen Lauten ein "Schalter" eingebaut, der dieses Einatmen unterbricht und so den Redefluß erhalten hilft.
Dieser Schalter ist die Stimmritze (Glottis {"Hicks"}), die zugleich mit dem jeweiligen Laut verschlossen wird.

Dieser Laut ist auch im Deutschen vorhanden. Da er aber keine phonologische Qualität besitzt, ist er uns kaum bewußt.
So zeigen z.B. die Wörter "Post-amt", "Ver-ein" jeweils vor der zweiten Silbe einen verstärkten Vokaleinsatz.
Auch Wörter, die mit Vokalen beginnen, zeigen diese Erscheinung.

Im Hausa findet sich dieser Glottisverschluß vor jedem vokalisch anlautenden Wort, wird aber nicht geschrieben. Er findet sich auch innerhalb von Wörtern zwischen Vokalen, wo er dann jedoch geschrieben wird.
saa'àà Stunde

Der Kehlverschluß ist aber auch an der Produktion der folgenden Konsonanten beteiligt, die als Implosive bezeichnet werden. Bei ihnen geht der Luftstrom nach innen und wird vom Kehlverschluß gestoppt.

  1. wird wie ein /b/ mit einem gleichzeitigen /'/ ausgesprochen,
  2. B.: b'àraawòò Dieb
  3. wird wie ein /d/ mit einem gleichzeitigen /'/ artikuliert,
  4. B.: d'aakìì Hütte

Ähnlich ist es mit dem ejektiven /k'/: Hier hat allerdings der Luftstrom seine "normale" Richtung. Da aber der Glottisverschluß die Luft daran hindert, aus der Lunge auszutreten, ist eine besondere Anstrengung nötig um das /k'/-Element zu realisieren.
z.B.: k'ungìyaa Gruppe

Ein weiterer ejektiver Laut ist /ts/, das dem Deutschen /z/ wie "Zeppelin" entspricht: /z/ mit gleichzeitigem /'/:
z.B.: tsoofoo alt

Umgekehrt ist es bei dem Laut /'y/: Hier geht der Kehlverschluß, wie bei den Vokalen, dem Laut voran (palatal, Frikativ): /'/ mit einem /j/:
z.B.: 'yaa'yaa Kinder.

Das /w/ ist ein Halbvokal der zwischen deutschem /u/ und /w/ steht (bilabial).

Das Hausa hat auch noch zwei unterschiedliche /r/-Laute, die jedoch an anderer Stelle behandelt werden.

Keine phonologische Unterscheidung trifft das Hausa zwischen /f/ und /h/.
Das /f/ ist ein (bilabialer) Laut, wodurch eine gewisse Ähnlichkeit zum "stimmhaften" /h/ (glottal) entsteht.
In vielen Dialekten des Hausa wird demgemäß auch statt des /f/ ein /h/ gesprochen.
z.B.: laafiyàà = laahiyàà Gesundheit

Töne und Längen

Das Hausa ist eine Tonsprache, doch gibt es nur wenige Wörter, die ausschließlich durch Töne unterschieden werden. Zumeist ist vom Kontext her klar, was gemeint ist.
Man unterscheidet drei Töne: hoch (wird nicht bezeichnet), tief (`) und fallend (^). Die Hochtöne sind bei weitem die häufigsten.

Im Verlauf eines Satzes findet etwas statt, was man als "downdrift-Muster" bezeichnet. Das heißt für das Hausa, daß die in einem Satz vorkommenden Hochtöne, wenn sie von einem Tiefton getrennt sind, ebenfalls zunehmend tiefer ausgesprochen werden.

Zu den Längen:

Die Längen sind mindestens genauso wichtig wie die Tonhöhen.

und, mit  dâafrüher
dukààalle duukààdas Schlagen, Schlag
bààbaVater ´àbba (m.+ f., Sgl.)groß

Bei den langen Vokalen ist es einfach sie zu längen, die langen Konsonanten aber müssen besonders betont werden.




Vokabel 1:

amsàà, f., amsooshiiAntwort, Erwiderung
amsàà, tr.antworten, erwidern
b'àraawòò, m.,Dieb, Räuber
b'àraunììyaa, f.,Diebin, Räuberin
b'àrààyii, Pl.bààba, m.,--Vater (familiär)
bàbba, m., f., mânyaa, Pl.groß, bedeutend
cândort(hin), später;
cânjene(-r, -s)
d'aa, m., 'yaa'yaaSohn
d'aakìì, m., d'aakunààHütte, Haus, Zimmer
und, mit
früher, vor langer Zeit
dòòkaa, II, tr., Vn.: duukààschlagen
duk, dukààjede(-r, -s), alle, ganze(-r, -s)
duukàà, m.,--Schlag, das Schlagen
edità, m., editoociiHerausgeber, Redakteur
ìdanwenn, ob
jii, Vn.: jîihören, fühlen
laafiyàà, f.,--Gesundheit, Wohlbefinden, gut, sicher;
oodàà, f., oodoojiiBefehl, Anweisung, Vorschrift
saa'àà, f., saa'oo'i(Unterrichts-)Stunde, Zeit
shakkàà, f.Zweifel, Unsicherheit
tsoohoo, m., tsoohuwaa, f.,tsòòfàffii, Pl.alt, Alte (Pl.: Eltern)
ukùdrei
yàbaa, II, tr., Vn.: yàbooloben, preisen
yàboo, m.,--Preis, Lob
'yaa'yaa, (=Pl. von d'aa + 'yaa)Kinder
'yaa, f., 'yaa'yaaTochter, Kind
zubàà, tr.gießen; hineinstellen

Hauptwörter

Das Hausa hat, morphologisch gesehen, keine Fälle.
Das Hauptwort verändert sich nicht.


Geschlecht:

Im Hausa gibt es zwei Geschlechter und zwar ein männliches und ein weibliches. Diese Einteilung betrifft aber, genauso wie im Deutschen nicht die Einteilung, wie sie in der "wirklichen" Welt anzutreffen ist. Es gibt keinen Grund aus dem "der" Tisch, im Hausa "teebùr", sowohl im Deutschen als auch im Hausa "männlich" ist. Das Geschlecht kann man nicht immer aus der Form des Hauptwortes erkennen. Es gibt jedoch einige Anhaltspunkte:


Weibliche Hauptwörter enden meistens auf -a:
k'oofààTür
kààsuwaaMarkt
shèègàntakààFrechheit
yaarinyààMädchen

Ausnahmen sind alle Hauptwörter, deren natürliches Geschlecht männlich ist:

d'aa Sohn
ùbaa Vater

Es gibt noch weitere Ausnahmen, die folgenden Wörter sind die häufigsten. Diese Wörter sind trotz Endung auf -a maskulin!

gidaaHaus, Gehöft, Anwesen
girmaaGröße, Ansehen, Ruhm
gùdaaStück
gyaaraaReparatur, Erneuerung
kaayaaLast
kwaanaaTag
laadaa(Arbeits-)Lohn
naamààFleisch, Tier
ruwaaWasser
samàHimmel
suunaaName
wààsaaSpiel, Sport
watààMond, Monat
yawààMenge, Überfluß

Substantiva, die auf andere Vokale enden, sind in der Regel maskulin.

Eine wichtige Ausnahme: màcè Frau

Städte und Ländernamen sind weiblich:


Mehrzahlbildung:


Im Hausa ist die Bildung der Mehrzahl ziemlich kompliziert und uneinheitlich. Es ist daher am besten, wenn man zu jedem Wort die Mehrzahl auch gleich mitlernt. Im Plural wird zwischen den Geschlechtern (m., f.) nicht unterschieden.

'yaa'yaaSöhne, Töchterd'aa Sohn
gidààjeeHäusser, Gehöfte, Anwesengidaa Haus
kaasuuwooyiiMärktekààsuwaa Markt
likitoociiArztlikità Arzt
ùbàneeVäterùbaa Vater
zàkàruu Hähnezàkaràà


Artikel


Der Artikel im Hausa wird durch Endungen, die an das entsprechende Hauptwort angehängt werden, gebildet.
Im Hausa kann ein Hauptwort ohne nähere Bestimmung sowohl bestimmt als auch unbestimmt sein: "yaaròò" ("Junge") kann sowohl "der Junge", "ein Junge" als eben auch nur "Junge" bedeuten. Die richtige Übersetzung ergibt sich aus dem Textzusammenhang.

Es gibt im Hausa allerdings einen bestimmten Artikel, der dann verwendet wird, wenn man das Hauptwort besonders betonen will. Dies geschieht, indem man an das Hauptwort eine Endung anhängt. Für die männlichen Hauptwörter und den Plural ist die Endung -n, für die weiblichen Hauptwörter ist sie -r.

Wird an das Hauptwort der Artikel angehängt, muß der lange Selbstlaut am Ende des Hauptwortes gekürzt werden.

Singular:
m.: yaaròò Junge
  yaaròn der Junge
f.: yaarinyàà Mädchen
  yaarinyàr das Mädchen

Plural:
m.: likitoocii Ärzte
  likitoocin die Ärzte
f.: k'oofoofii Türen
  k'oofoofin die Türen

Existenzsätze I

Das Hausa drückt "sein" durch ein Set von Wörtern aus, die sich nach dem Geschlecht bzw. der Zahl des Bezugsnomens richten.

Es handelt sich dabei um nee (für männliche Nomina und den Plural) und cee (für weibliche Nomina).
Diese Wörter unterscheiden nicht zwischen den Aspekten oder Zeiten. Sie drücken sowohl Präsens als auch Perfekt aus. Die zeitliche Einordnung findet durch den Kontext statt.

Die Tonhöhe dieser Wörter (nee, cee) ist stets entgegengesetzt dem Ton der vorangehenden Silbe.

Dieses nee/cee steht stets am Ende eines Satzes oder eines Teilsatzes.

Beispiele:

Màcè cee.Es ist eine Frau. Das ist eine Frau.
Namijì nee.Es ist ein Mann. Das ist ein Mann.
Kaasuuwooyii nèèEs sind Märkte. Das sind Märkte.


Vokabel 2:

rave;ì, m., d'aakunààHütte, Haus, Zimmer
gàrii, m., garuurrukàStadt
gidaa, m., gidààjeeHaus, Gehöft, Anwesen
girmaa, m.,--Größe, Ansehen, Ruhm
gùdaa, m., gùdààjiiStück
gyaaraa, m., Pl.-gyaareeReparatur, Erneuerung
k'oofàà, f., k'oofoofiiTür, Öffnung, Tor
kààsuwaa, f., kaasuuwooyiiMarkt
kaayaa, m., kaayààyyakiiLast, Pl.: Dinge
kujèèraa, f., kùjèèruuStuhl, Sitz
kwaanaa, m., kwàànàkiiTag
laadaa, m.,--(Arbeits-)Lohn
likità, m., likitoociiArzt, Doktor
littaafìì, m., lìttàttààfaiBuch
màcè, f., maataa, Pl. Gen.: mààtarFrau
makarantaa, f., màkàràntuuSchule
naamàà, m., naamoomiiFleisch, Tier
namijì, m., mazaaMann, Jüngling
nee, m., cee, f., nee, Pl.ist, sind
ruwaa, m., ruuwààyeeWasser
samà, m., sàmmaiHimmel
shèègàntakàà, f.,--Frechheit, Schamlosigkeit
suunaa, m., suunààyeeName
taagàà, f., taagoogiiFenster
teebùr, m., teeburooriiTisch
ùbaa, m., ùbàneeVater
wààsaa, m., wààsàànniiSpiel, Sport
watàà, m., wàtànniiMond, Monat
yaarinyàà, f., yâaraaMädchen
yaaròò, m., yâaraaJunge, Knabe
yawàà, m.,--Menge, Überfluß
zàkaràà, m., zàkàruuHahn

Verbindungen von Nomina I

Durch die Verbindung zweier Nomina entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis, in dem ein Nomen ein zweites näher bestimmt. Traditionellerweise wird dieses Verhältnis als Genitiv bezeichnet, er drückt ein Zugehörigkeitsverhältnis aus.

Das Hausa verwendet dazu wie beim Artikel die Elemente -n/-r, die dem jeweiligen Geschlecht entsprechend dem ersten Wort der Fügung suffigiert werden.
-n für die männlichen Hauptwörter und den Plural;
-r für die weiblichen Hauptwörter;
Also:

maagànii "Medizin", m.wird zu maagànin
fuskàà "Gesicht", f.wird zu fuskàr

Die Reihenfolge entspricht der deutschen Konstruktion:
"der Freund des Menschen" àbookin mùtûm



Die lautlichen Veränderungen entsprechen denen beim Artikel:
  1. Ein langer Auslautvokal wird gekürzt.
  2. Auslautende Diphtonge wie /ai/ oder /au/ verlieren jeweils den zweiten Bestandteil:
    kâi "Kopf", m.wird zu kân
    kyâu "Schönheit", m.wird zu kyân
  3. Auslautender Nasal wird durch -min ersetzt: mùtûm "Mensch", m.         wird zu mùtumìn
  4. Zu einem auslautenden andereren Konsonanten wird ein -in dazugefügt:
    teebùr "Tisch", m.         wird zu teebùrin
  5. Unregelmäßige Bildungen sind:
    àbù "Ding", m.         wird zu àbin
    màcè "Frau", f.         wird zu mààtar
Beispiele:

Singular, mask.:
gidan àbinci         das Haus des Essens (Restaurant)
gidan wayàà         das Haus des Drahtes (Postamt)
ruwan shâa         das Wasser des Trinkens
         (Trinkwasser)
ruwan samà         das Wasser des Himmels (Regen)

Singular, fem.:
k'oofàr gidaa         die Tür des Hauses (Haustür)
laafiyàr Audu         die Gesundheit des Audu
hanyàr Agadez         die Straße nach Agadez
hanyàr ruwaa         die Straße des Wassers (Wasser-
         straße, Kanal)
goonar Haliima         das Feld der Haliima

Plural:
gònàkin Haliima         die Felder Haliimas
k'oofoofin gidaa         die Türen des Hauses (Haustüren)
Die Genitivpartikel -n/-r besitzen auch eine Vollform, die nicht suffigiert wird, sondern als eigenständiges Wort verwendet wird.

na für die männliche Form und den Plural;
ta für die weibliche Form;

Diese Form vor allem dann verwendet, wenn zwischen dem ersten Wort der Verbindung und dem zweiten andere Ausdrücke stehen:

So wird aus:

gidan Bellòdas Haus von Bello
gidaa nân na Bellò dieses Haus von Bello


Eigenschaftswörter

Das Adjektiv richtet sich nach dem Geschlecht und der Zahl des Bezugswortes. Es steht in der Regel vor diesem. Die Eigenschaftswörter des Hausa haben für das männliche und weibliche Geschlecht und für die Mehrzahl eigene Formen. Dabei werden die weiblichen Formen durch die Endungen -aa, -waa, -uwaa und -(i)yaa gebildet. Für die Bildung der Mehrzahl gilt, wie beim Hauptwort, daß es am besten ist, diese gleich mitzulernen. Die folgende Liste umfaßt die wichtigsten Eigenschaftswörter des Hausa.

männlich weiblich Mehrzahl Bedeutung
saaboo saabuwaa sààbàbbii neu
doogoo dooguwaa doogaayee lang
gàjeeree gàjeerìyaa gàjèèruu kurz
k'àramii k'àramaa k'anaanàà klein
tsoohoo tsoohuwaa tsòòfàffii alt
muugùù muugùwaa mûggaa schlecht
bàbba bàbba mânyaa groß
bak'ii bak'aa bak'ààk'ee schwarz
jaa jaa jaajààyee rot
farii faraa farààree weiß


Beispiele:
saabon littaafììdas neue Buch
saabuwar makarantaadie neue Schule
sààbàbin hanyooyiidie neuen Straßen

Neben diesen eigentlichen Adjektiven, deren Menge relativ klein ist, hat das Hausa einige weitere Möglichkeiten aus anderen Wortklassen Adjektiva abzuleiten.


Beispiele:
sanyiiKälte
sànsanyaa, m., f., sanyààyaa, Pl.kalt
sànsanyan ruwaakaltes Wasser
faad'iiBreite, Weite
fàffaadar hanyààbreite Straße

Das Adjektiv kann auch nach dem Bezugswort stehen. Bei einem Wort hat sich diese Wortstellung durchgesetzt:

männlich weiblich Mehrzahl Bedeutung
k'ànk'anèè k'ànk'anùwaa k'anaanàà klein

mùtûm k'ànk'anèè ... ein kleiner Mensch


Im übrigen dient diese appositionelle Wortfolge der Bildung von Aussagesätzen.

Gidaa bàbba nèè.Das Haus ist groß.
Hanyàà dooguwaa cèè.Die Straße ist lang.
Jirààgee sààbàbii nèè.Die Schiffe sind neu.

Vokabel 3:
àbinci, m.,--Essen, Nahrung
àbookii, m., àbookìyaa, f., àbò òkai, Pl.Freund(in), Kamerad(in)
àbù, m., àbaa, f., abuubuwàà, Pl. Ding, Sache
bàbba, m., f., mânyaa, Pl.groß, bedeutend
bak'ii, m., bak'aa, f., bak'ààk'ee, Pl.schwarz, dunkel
doogoo, m., dooguwaa, f., doogaayee, Pl.lang, hoch, groß
faad'ii, m.,--Breite, Weite
farii, m., faraa, f., farààree, Pl.weiß
fuskàà, f., fuskookiiGesicht, Aussehen
gàjeeree, m., gàjeerìyaa, f., gàjèèruu, Pl.kurz, klein
gidan àbinciRestaurant
gidan wayààPostamt
goonaa, f., gònàkiiFeld, Farm
jirgii, m., jirààgeeSchiff, Boot; Zug
hanyàà, f., hanyooyiiStraße, Weg
jaa, m., f., jaajààyee, Pl.rot
k'ànk'anèè, m., k'ànk'anùwaa, f., k'anaanàà, Pl.klein
k'àramii, m., k'àramaa, f., k'anaanàà, Pl.klein, jung
k'oofàr gidaaHaustür
kâi, m., kaawunàà Gen.: kânKopf, Spitze
kyâu, m.,--, Gen.: kyânSchönheit
laafiyàà, f.,--Gesundheit, Wohlbefinden;
gut, sicher;
maagànii, m., maagungunààMedizin, Arznei
màcè, f., maataa, Gen.: mààtarFrau
mùtûm, m., mutàànee, Gen.: mùtumìnMensch, Person, Mann
muugùù, m., muugùwaa, f., mûggaa, Pl.schlecht, schlimm
ruwan samàRegenwasser
ruwan shâaTrinkwasser
saaboo, m., saabuwaa, f., sààbàbbii, Pl.neu
sànsanyaa, m., f., sanyààyaa, Pl.kalt
sanyii, m.,--Kälte
shaa, tr., Vn.: shâatrinken
tsoohoo, m., tsoohuwaa, f, tsòòfàffii, Pl..alt, Alte (Pl.: Eltern)
wayàà, f., wayooyiiDraht, Seil, Kabel

Übung 1:

  1. neue Schule, neue Schulen
  2. Die Stadt ist klein.
  3. Die Straße ist lang.
  4. kleiner Tisch, kleine Tische
  5. großes Haus
  6. Das Haus ist groß.
  7. neues Zimmer
  8. Das Zimmer ist neu.
  9. kurze Namen
  10. Die Namen sind kurz.
  11. alte Bücher, neue Tische, kleine Häuser
  12. Die Sessel sind groß.
  13. Der Name ist schlecht.
  14. Das Fenster ist kurz.
  15. neuer Markt, neue Märkte
  16. Der Junge ist klein.
  17. Die Ärzte sind schlecht.
  18. rote Fenster
  19. Das ist eine große Schule.
  20. Das ist ein kleiner Tisch.
  21. Das ist ein alter Hahn.
  22. kleines Buch
  23. Das sind neue Fenster.
  24. Das ist das Postamt.
  25. Das ist ein Restaurant.

Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber


Begrüßung I

Wie bei vielen afrikanischen Völkern ist auch bei den Hausa die Begrüßung besonders wichtig. Sie drückt den Respekt und die Hochachtung vor der Person des Gesprächspartners aus. Je nach der Situation gibt es entsprechende Formulierungen, die man, selbst wenn man es sehr eilig hat, nicht abkürzen sollte. Solche Abkürzungen werden als unhöflich betrachtet, und es wird darauf entsprechend reagiert. Kann man diese Begrüßungen anwenden, werden die Gesprächspartner zumeist sehr höflich versuchen, das Gespräch fortzuführen.


Die wichtigsten Grüße und Antworten sind:


Sànnu.Hallo.
Yâuwaa, sànnu (kàdai)Gut, hallo.
Sànnunkù.Hallo (zu einigen Menschen).
Sànnunkà.Hallo (zu einem Mann).
Sànnunkì.Hallo (zu einer Frau).
Ìnaa laafiyàà?Wie geht es? Wie ist das Befinden?
Laafiyàà lau.Es geht gut. Gut.
Laafiyàà k'alau.Es geht sehr gut. Sehr gut.
Ìnaa gààjiyàà?Wie geht es? Wie ist die Müdigkeit?
Bâa gààjiyàà.Gut, keine Müdigkeit.

Reisende fragen einander nach den Neuigkeiten:

Ìnaa lààbaarìì?Wie geht es? Was gibt es Neues?
(Lààbaarìì) Sai àlheerìì.Nur Gutes.

Besonders wichtig ist die Frage nach dem Haus bzw. nach den Mitgliedern des Haushaltes:

Ìnaa gidaa? Wie geht es der Familie/dem Haus?
Laafiyàà.Gut.

Der Ankommende, wenn er in ein Haus eintritt, grüßt z.B.:

Sàlaamù àlaikùn/m.Friede sei mit euch. GutenTag.
Yâuwaa, àlaikà sàlaamuu.Gut, Friede sei mit dir.
Sànnu dà zuwàà.Gruß zum Kommen. Gruß zu deinem Kommen.
Barkàà dà zuwàà.Willkommen.


Das typische Hausa-Haus besteht, vor allem auf dem Lande, aus einem ummauerten Grundstück, innerhalb dessen sich mehrere Häuser befinden. Eines davon ist der Empfangsraum, "zaurèè" genannt. Er ist stets der erste Raum, den man betreten kann. Zumeist sitzen männliche, aber auch weibliche Familienmitglieder oder Freunde in diesem Raum. Diese begrüßt man mit "Sàlaamù àlaikùn/m." Sollte niemand im "zaurèè" anzutreffen sein, dann klatscht man in die Hände oder trommelt gegen die Türe und ruft den Gruß laut aus bis jemand kommt. Sehr unhöflich wäre es, ganz einfach weiterzugehen!


Existenzsätze II



Neben "nee/cee" verfügt das Hausa auch über andere Möglichkeiten, "sein" oder "existieren" auszudrücken.
Eine zweite Form ist "kèè nan" (er/sie/es ist).
Diese Form kann im selben Kontext verwendet werden wie "nee/cee".


Makarantaa cèè.Makarantaa kèè nan.
Gàrii nèè. Gàrii kèè nan.
Gidaa nèè. Gidaa kèè nan.
Suunaa nèè Suunaa kèè nan.

Im Unterschied zu "nee/cee" richtet "kèè nan" die Aufmerksamkeit stärker auf die vorangehende Nomi-nalphrase.


Makarantaa kèè nanEine Schule ist es!
Gàrii kèè nan.Ein Stadt ist es!
Gidaa kèè nan.Ein Haus ist es!
Suunaa kèè nan.Ein Name ist es!

Eine sehr wichtige und auch sehr häufige Phrase des Hausa verdeutlicht die Bedeutung von "kèè nan": "Shi kèè nan." Sie wird in narrativen Texten, aber auch im Gespräch dazu verwendet, einen Themenwechsel anzu-zeigen. Die dritte Möglichkeit, die Existenz einer Sache auszudrücken, ist die, ihr Vorhandensein zu bestätigen mit "es gibt...". Das Hausa hat dafür ein spezielles Wort, das sehr häufig ist: "àkwai" (es gibt). Dieses Wort steht immer vor dem Bezugswort.


Beispiele:
Àkwai kujèèraa.Es gibt (einen) Sessel.
Àkwai gidaa.Es gibt (ein) Haus.
Àkwai lìttàttààfai.Es gibt Bücher.

Die vierte Möglichkeit besteht in der Verwendung des Wortes "gàà" (hier/dort...ist/sind). Es entspricht weitgehend der Verwendung, die man vom französischen "voilà" kennt.


Gàà gidaa.Hier ist ein Haus.
Gàà ruwan shâ.Hier ist Trinkwasser.
Gàà goonaa.Hier ist ein Feld.

Fragebildung I


"àkwai" kann man auch in Fragesätzen verwenden.
Während die normale Intonation in Deklarativsätzen dem Downdrift-Muster folgt, d.h. die Satzmelodie wird kontinuierlich tiefer, ist dies bei den Fragesätzen anders. Hier steigt die Satzmelodie gegen Ende des Satzes an, um dann bei der letzten Silbe stark abzufallen.


Àkwai teebùr?Gibt es (einen) Tisch?
Àkwai kòòfii?Gibt es Kaffee?
Àkwai kuskurèè?Gibt es (einen) Fehler?

Negation I


"nee/cee" und "kèè nan" werden verneint durch bàà...ba nèè/cèè bzw. bàà...ba kèè nan (es ist/sind kein/keine).


Bàà fuskàà ba cèè.Es ist kein Gesicht.
Bàà maagànii ba nèè.Es ist keine Medizin.
Bàà àbookin mùtûm ba kèè nan.Es ist kein Freund des Menschen.
Bàà d'aakunàà ba nèèEs sind keine Zimmer.

"àkwai" wird verneint durch baabù oder bâa (es gibt nicht). Wie "àkwai" stehen auch diese Negationen vor dem Bezugswort.

Baabù taagàà.Es gibt kein Fenster.
Baabù d'aakìì.Es gibt kein Zimmer.
Bâa àbinci.Es gibt kein Essen.
Bâa garuurrukà.Es gibt keine Städte.

"gàà" hat keine eigene Negation, man verwendet dazu eine der obigen Formen.


Begrüßung II


Entsprechend der Tageszeiten gibt es ebenfalls beson-dere Grüße.

Am Morgen:

Ìnaa kwaanaa?Wie geht es? Wie hast du geschlafen?
Laafiyàà.Gut.
Kwal laafiyàà?Wie hast du geschlafen?
Laafiyàà.Gut.
Barkàà dà àsùbâa.Guten Morgen.
Yâuwaa, barkàà kàdai.Ihnen auch einen guten Morgen.


Zu Mittag und am Nachmittag:

Ìnaa wunìì?Wie ist der Tag?
Laafiyàà.Gut.
Barkàà dà raanaa.Gruß zum Tag. Guten Tag.
Barkàà dai.Gruß (auch).

Am Abend und in der Nacht:


Barkàà dà yâmma.Gruß zum Abend.
Barkàà dai.Gruß (auch).
Barkàà dà daree.Gruß zur Nacht.
Barkàà dai.Gruß (auch).

Wichtig sind die folgenden Wörter, weil man mit ihnen ebenfalls auf alle Grüße antworten kann:


tôoGut. In Ordnung.
maadàllaaGut. Danke schön, es geht gut. (Gott sei gepriesen.)
tôo maadàllaaGut. In Ordnung, danke.


Übung 2:
  1. Gibt es Augen?
  2. Es gibt keine Augen.
  3. Es ist eine Hand.
  4. Es ist kein Bleistift.
  5. Gibt es ein Fenster?
  6. Ein Fenster ist es!
  7. Gibt es eine Uhr?
  8. Arbeit gibt es!
  9. Gibt es Kaffee?
  10. Es gibt keine Fehler.


Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber


Vokabel 4:

àbinci, m.,--Essen, Nahrung
àbookii, m., àbookìyaa, f., àbòòkai, Pl.Freund(in), Kamerad(in)
àgoogoo, m., àgòògaiUhr
aikìì, m., ayyukàArbeit, Tätigkeit, Tat
àkwaies gibt/existiert, es ist vorhanden
àlheerìì, m.,--Güte, Freundlichkeit, Gabe, Geschenk, Gnade
àsùbâa, m.,--Morgen
bâa/baabùes gibt nicht/kein
barkàà, m.,--Gruß, Begrüßung, Segen
canjàà, II, tr., Vn.: canjììaustauschen, wechseln, ändern
canjìì, m., cànje-cànjeWechsel, Änderung
d'aakìì, m., d'aakunààHütte, Haus, Zimmer
und, mit
dà kyâusehr gut, sehr schön
daigenau, exakt; jedenfalls
daidaigenau, ganz, richtig,
korrekt, ordentlich
daree, m., daràreeNacht, Abend, Vorabend
fensìr, m., fensirooriiBleistift
fuskàà, f., fuskookiiGesicht, Aussehen
gààhier/dort ist, siehe da, es war einmal
gààjiyàà, f.,--Müdigkeit
gàji, intr., Vn.: gàjiyààmüde sein/werden
gàrii, m., garuurrukàStadt
gidaa, m., gidààjeeHaus, Gehöft, Anwesen
goonaa, f., gònàkiiFeld, Farm
hannuu, m., hannuuwààHand,Arm
idòò, m., idàànuuAuge
ìnaawo, wohin, wie
k'alausehr, zu (sehr)
kààsuwaa, f., kaasuuwooyiiMarkt
kàdai (nach sànnu/barkàà)Teil der Antwort auf diese Grüße;
kòòfii, m.,--Kaffee
kujèèraa, f., kùjèèruuStuhl, Sitz
kuskurèè, m., kùskùraiFehler, Irrtum
kwaana, intr.schlafen, übernachten, die Nacht verbringen
kwaanaa, m., kwàànàkiiTag
lààbaarìì,m., lààbààruuNachricht, Information, Erzählung, Geschichte, Sage
laafiyàà, f.,--Gesundheit, Wohlbefinden; gut, sicher;
littaafìì, m., lìttàttààfaiBuch
maadàllaadanke schön, es geht gut;
maagànii, m., maagungunààMedizin, Arznei
maimàitaa, tr.wiederholen
makarantaa, f., màkàràntuuSchule
mùtûm, m., mutàànee, Gen.: mùtumìnMensch, Person, Mann
nee, m., cee, f., nee, Pl.ist, sind
raanaa, f., ràànàikuuSonne, Tag
ruwan shâaTrinkwasser
saibis, außer, nur, wenn, damit, dann, erst
sànnuHallo! Grüß dich!
sarkii, m., saraakunààKönig, Emir, Herrscher
shi kèè nanSchluß! Genug.
suunaa, m., suunààyeeName
taagàà, f., taagoogiiFenster
takàrdaa, f., tàkàrduuPapier
teebùr, m., teeburooriiTisch
tôonun, gut, in Ordnung, wirk-
lich, so ist es
wunìì, m.,--Tag
yâmma, f.,--Westen, Nachmittag
yâuwaaAntwort auf einen Gruß richtig, in Ordnung, bravo, gut
yi barkààjmd. begrüßen/beglückwünschen
yi canjììwechseln
yi, tr.machen, tun
zaurèè, m., zaurukààEmpfangsraum e. Gehöftes, runde Bauernhütte, Saal
zoo, intr., Vn.: zuwààkommen, werden


Satzstruktur I




Nomenklatur:
Wir werden die folgenden Bezeichnungen verwenden.

NP3Dativobjekt des Verbs
NP4Akkusativobjekt des Verbs
NPxallgemein: Objekt des Verbs
P-ASubjektspronomen (Person-Aspekt)
Präd.Prädikat
Subj.Subjekt
VVerbum
VPVerbalphrase

Die grundlegende Struktur der Sätze im Hausa ist:

SUBJ. + PRÄD.

Das Prädikat seinerseits hat in sich folgende Struktur:

P-A + VP

Die Subjektspronomina (P-A) drücken die Person, das Geschlecht, die Zahl und den Aspekt oder die Zeit aus.


Der Unterschied zum Deutschen: Im Deutschen werden Person, Geschlecht und Zahl beim Verbum und, wenn vorhanden, auch beim Personalpronomen ausgedrückt.


Ich schenke ihm etwas.
Du schenkst ihm etwas.
Peter schenkt Franz ein Buch.
Wir schenken ihnen ein Buch.
Die Leute schenken einander zu Weihnachten etwas.


Die kursiven Elemente zeigen die Veränderungen an, die das Verbum mit dem jeweiligen Subjekt übereinstimmen. Im Hausa verändert sich das Verbum nicht in derselben Weise wie im Deutschen. Was sich verändert, ist das Subjektspronomen, an dem die Kategorien Person, Geschlecht und Zahl markiert werden. Das Hausa unterscheidet neben diesen Kategorien wie das Deutsche noch ein allgemeines Geschlecht, das man am besten mit "man” übersetzen kann. WICHTIG ist, das bei der 2.P.Sgl. ("du”) zwischen maskulin und feminin unterschieden wird. Innerhalb der Verbalphrase findet sich die Struktur:

V + NPx

Das Objekt (NPx) steht direkt hinter dem Verbum, welches sich, entsprechend der Kategorie der das Objekt angehört, verändert. NPx kann entweder ein Substantiv, ein Pronomen oder ein Satz sein.


Die entsprechenden Pronomina nennt man Objektspronomina, wobei man zwischen indirektem und direktem Objekt unterscheidet.


Das indirekte Objekt entspricht dem deutschen Dativobjekt. Dem Sinn nach handelt es sich um einen Dativ der Beteiligung der beteiligten Person oder Sache.

Die Dativmarkierung ist vor:


nominalem Objekt"wà”
pronominalem Objekt"ma-”

Die Tonstruktur verändert sich nicht.


Ich lieh DEM FREUND ein Buch.Naa aràà àbookii littaafìì.
Ich lieh DIR ein Buch.Naa aràà makà littaafìì.
Sie untersuchte MIR (für mich) das Haus.Ita taa duubàà minì gidaa.

Das direkte Objekt entspricht dem deutschen Akkusativobjekt.
Die Tonhöhe des direkten Objektpronomens ist der vorhergehenden Silbe stets entgegengesetzt.

Ich sah DICH.Naa gan kà.

Das Verbum verändert sich entsprechend der Kategorie des folgenden Akkusativobjektes NP4: Ist das NP4 ein Nomen, dann verkürzt sich der Auslaut des Verbums.

Yaa gayàà.Er erzählt(e).
Yaa gayà lààbaarìì.Er erzählt(e) eine Geschichte.

Bei der Reihenfolge der Objekte kommt das Dativobjekt immer vor dem Akkusativobjekt.


Die "komplette” Satzstruktur ist:


SUBJ. + PRÄD.[P-A + VP(V + NPx{NP3 + NP4})]



Vokabel 5:

aràà, tr. (mit ind.Obj.)leihen (jmd. etwas)
duubàà, tr.an-, nachsehen, untersuchen
gaayàà, tr. (mit ind.Obj.)sagen, erzählen
ganii, tr. (gan vor Akk.obj.) ga (vor nom.Akk.obj.),sehen, schauen, betrachten, meinen
lààbaarìì,m., lààbààruuNachricht, Information, Erzählung, Geschichte, Sage
wà (vor ind.Obj.)für, zu

Zeiten und Aspekte


Das Hausa unterscheidet zwischen Aspekten und Zeiten. Die beiden Formen für die Zukunft entsprechen noch am weitgehensten den Zeiten im Deutschen. Die übrigen Formen sind zeitlich nicht einzuordnen, da sie Aspekte einer Handlung anzeigen. Das heißt, es wird etwas darüber ausgesagt, ob die Handlung bereits vollendet ist oder nicht, ob sie gewohnheitsmäßig durchgeführt wird oder ob sie durchgeführt werden sollte.


Perfektiv


Der Perfektiv ist eine der häufigsten verwendeten Formen, deshalb soll er als erstes erläutert werden. Der perfektive Aspekt bedeutet, daß die entsprechende Handlung durchgeführt wurde. Dadurch wird noch keine zeitliche Einordnung getroffen. Diese findet durch andere Mittel (z.B. durch adverbiale Bestimmungen) statt. Der Satz "Ich bin gekommen.” bzw. "Ich kam.” drückt also nur aus, das diese Handlung bereits geschehen ist, nicht aber, WANN sie geschehen ist.
Die Formen des Perfektivs lauten:
Singular
1.P.naa yiich machte
2.P., m.kaa yidu machtest
2.P., f.kin yidu machtest
3.P., m.yaa yier machte
3.P., f.taa yisie machte
Plural
1.P.mun yiwir machten
2.P.kun yiihr machtet
3.P.sun yisie machten
Allgemeine Person
allgem. Personan yifrau/man machte


Beispiele:
Naa zoo.Ich kam./Ich bin gekommen.
Yaa tàfi.Er ging./Er ist gegangen.
Taa sàyi ruwaa.Sie kaufte Wasser.
Mun iyà Hausaa.Wir können Hausa.


Übung 3:

  1. Ihr kamt.
  2. Ich begann.
  3. Du bist aufgestanden.
  4. Er kaufte.
  5. Sie lasen.
  6. Ich ging.
  7. Wir kauften Fleisch.
  8. Sie hörte Hausa.
  9. Sie begannen (die) Arbeit.
  10. Er konnte Hausa.


Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber


Vokabel 6:


aikìì, m., ayyukàArbeit, Tätigkeit, Tat
faaràà, tr.beginnen
iyàà, tr.können, fähig sein
jee, intr.gehen (nach)
jii, Vn.: jîihören, fühlen
karàntaa, tr.lesen, studieren
naamàà, m., naamoomiiFleisch, Tier
ruwaa, m., ruuwààyeeWasser, Regen, Flüssigkeit
sàyaa, II, tr., Vn.: sàyeekaufen
taashì, intr.aufbrechen, weggehen, aufstehen
tàfi, intr., Vn.: tàfiyaagehen, fahren
yi, tr.machen, tun
zoo, intr., Vn.: zuwààkommen, werden

Subjunktiv


Der Subjunktiv ist die einfachste Form des Subjektspronomens im Hausa. Er stellt einen modalen Aspekt dar, der eine Aufforderung, einen Befehl, einen Wunsch oder eine Absicht ausdrückt. Außer in diesen semantischen Grundbedeutungen wird der Subjunktiv auch in syntaktischen Gefügen verwendet, die modalen Charakter aufweisen. Nach: sai in der Bedeutung: müssen (sai hat auch noch viele andere Bedeutungen) und
don/dòòmin: um ... zu. Muss der Subjunktiv verwendet werden.


Die Formen des Subjunktivs lauten:


Singular
1.P.ìn tàfidaß ich gehe
2.P., m. tàfidaß du gehst
2.P., f. tàfidaß du gehst
3.P., m. tàfidaß er geht
3.P. f. tàfidaß sie geht
Plural
1.P. tàfiwir machten
2.P. tàfidaß ihr geht
3.P. tàfidaß sie gehen
Allgemeine Person
Allgem. P.à tàfidaß man geht

Beispiele:
Ìn zoo.Ich möchte kommen./Laß mich kommen.
Mù tàfi.Wir möchten/sollen gehen./Laßt uns gehen.
Sai kà gaayàà minì.Du mußt/sollst (es) mir sagen.
Yaa faarà aikìì don yà gamàà shi daidai.Er begann mit der Arbeit, um sie richtig zu machen.
Taa je kààsuwaa tà yi cìnikii.Sie ging auf den Markt, um zu handeln.
Yaa cêe mù tàfi.Er sagte, wir sollen gehen.
Bellò yà kaawoo naamàà.Bello soll Fleisch bringen.
Kà tàmbayàà.Du sollst fragen.

Vokabel 7:


cêe, tr., Vn.: cêewaasagen, erzählen; nennen, heißen
cìnikii, m., cìnìkai od. cìnìki-cìnìkiiHandel, Geschäft, Einkauf
daidaigenau, ganz, richtig, korrekt, ordentlich
don = dòòminweil, denn, damit, wegen, für; um zu
dòòmin = donweil, denn, damit, wegen, für; um zu
gamàà, tr.zusammenbringen, vereinigen, verbinden
kaawoo, Vn.: kaawôowaaherbringen (tr.), ankommen (intr.)
tàmbayàà, II, tr.fragen
yi cìnikiihandeln

Futur


Die Zukunft wird mit dem Verb "zâa” (gehen) gebildet. Es ist die einzige Form der Hausa-Konjugationen, die einen eindeutigen zeitlichen Charakter hat.


Die Formen des Futurs lauten:

Singular
1.P.zân sàukaich werde ankommen
2.P., m.zaa kà sàukadu wirst ankommen
2.P., f.zaa kì sàukadu wirst ankommen
3.P., m.zâi sàukaer wird ankommen
3.P., f.zaa tà sàukasie wird ankommen
Plural
1.P.zaa mù sàukawir werden ankommen
2.P.zaa kù sàukaihr werdet ankommen
3.P.zaa sù sàukasie werden ankommen
Allgemeine Person
allg.P.zaa à sàukaman wird ankommen


Beispiele :
Zân taafàà.Ich werde applaudieren.
Zaa mù tab'àà hannuu.Wir werden die Hand berühren.
Zaa kù tàfi kààsuwaa.Ihr werdet auf den Markt gehen.
Übung 4:
  1. Ali ging zum Markt.
  2. Er wurde müde.
  3. Er wollte essen. (Er wollte, daß er ißt.)
  4. Er setzte sich nieder, um zu rasten.
  5. Eine Frau kam.
  6. Er mußte aufstehen.

Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber



Vokabel 8:

cii, tr., Vn.: cîiessen, fressen; erobern
gàji, intr., Vn.: gàjiyààmüde sein/werden
hannuu, m., hannuuwààHand,Arm
huutàà, intr.rasten, ruhen (aus-)
màcè, f., Pl. maataa, Gen.: mààtarFrau
sàuka, intr.absteigen, ankommen,landen
soo, tr., Vn.: sôolieben, wollen, wünschen
taafàà hannuuin die Hände klatschen
taafàà, tr.klatschen, applaudieren
taashì, intr.aufbrechen, weggehen, aufstehen
tab'àà, tr.berühren
zâa, intr. (mit folg. Pron.)gehen nach
zaunàà, intr., Vn.: zàunees. setzen, sitzen, bleiben, wohnen

Verbindungen von Nomina II


Neben den Adjektiven, die im Genetivverhältnis stehen, hat das Hausa eine weitere Möglichkeit, Eigenschaften eines Bezugsnomens auszudrücken. Dies geschieht durch die Wörter:


Sgl.:màiBesitzer von...
Pl.:mààsu

"mài” bzw. ”mààsu” wird vor das Wort, das diese Eigenschaft ausdrückt, gesetzt.
Die Wortfolge ist:
Nomen (Bezugs-) + mài/mààsu + Nomen (Eigenschafts-)


Beispiele:
Singular
àbinci mài kyâugutes Essen/"Essen, Besitzer von Schönheit”
kaayaa mài tsààdaa(eine) teure Sache/"Sache, Besitzer von Teuerheit”
àgoogoo mài bugààwaa Wecker/"Uhr Besitzerin, von Schlagen”
Plural
gònàkii mààsu kyâuschöne Felder/"Felder Besitzer von Schönheit”
kaayààyyakii mààsu tsààdaateure Sachen/"Sachen Besitzer von Teuerheit”
karnukàà mààsu k'ishirwaadurstige Hunde/"Hunde Besitzer von Durst”

Das Bezugsnomen kann auch ausgelassen werden. So wird z.B. aus
mùtûm mài gidaa màigidaa
"Mensch Besitzer(-in) von Haus” "Hausherr”

Weitere Beispiele:
màigirmaaHoheit
mài teebùrKleinsthändler
mài naamààFleischer
mài sayârwaaVerkäufer
mài zuwààKommende/r


Das Gegenteil wird ausgedrückt durch:


Singular
maràsnicht habend, ohne, -los
Plural
maràsaanicht habend, ohne, -los


Beispiele:

Singular
maràs daad'iiohne Wohlbefinden”
maràs hankàliiDummkopf/"nicht habend Verstand”
Plural
gònàkii maràsaa kyâuhäßliche Felder/"Felder nicht habend Schönheit”
kaayààyyakii maràsaa tsààdaabillige Sachen/"Sachen nicht habend Teuerheit”

Vokabel 9:
àbinci, m.,--Essen, Nahrung
àgoogoo, m., àgòògaiUhr
bugàà, tr., Vn.: bugààwaaschlagen (etw.)
daad'ii, m.,--Wohlbefinden, Annehmlichkeit
girmaa, m.,--Größe, Ansehen, Ruhm
goonaa, f., gònàkiiFeld, Farm
hankàlii, m., (hankulàà)Klug-, Weisheit, Verstand
k'ishirwaa, f.,--Durst, Bedarf
kaayaa, m., kaayààyyakiiLast, Gebrauchsgegenstände,Pl.: Dinge, Gerät, Kleider
kàree, m., kàryaa, f., karnukàà pl.Hund
kyâu, m.,--, Gen.: kyânSchönheit
mài kàreeHundebesitzer
mài naamààFleischer
mài sayârwaaVerkäufer
mài teebùrkleiner Markthändler
mài zuwààKommende(r)
mài, mààsuBesitzer von...
màigidaaHausherr
màigirmaaHoheit, Exzellenz
maràs, maràsaanicht habend, ohne, -los
mùtûm(n), m., mutàànee, pl., Gen.: mùtumìnMensch, Person, Mann
teebùr, m., teeburooriiTisch
tsààdaa, f.,--"Teuerheit”
yi tsààdaateuer sein
sayârwaa, f.,--Verkauf, Export

Verbalnomen


Verbalnomen sind Verben, die durch morphologische Veränderungen in die Klasse der Nomina transferiert werden. Bei mehrsilbigen Verben gibt es eine regelmäßige Bildung mit der Endung "-waa”:

kaawoo kaawôowaabringen, das Bringen
kààmàà kààmààwaafangen, das Fangen
fitoo fitôowaaherauskommen, das Herauskommen
daawoo daawôowaazurückkommen, das Zurückkommen
nuunàà nuunààwaazeigen, das Zeigen

Viele einsilbige Verben bilden ihr Verbalnomen durch Veränderungen des Tones, manchmal wird auch die Länge des Vokals verändert:

joosôolieben das Lieben
jii jîihören, das Hören
yi yîimachen, das Machen
cii cîiessen, das Essen

Viele Verben haben mehrere Möglichkeiten das Verbalnomen zu bilden, z.B.:

nuunàànuunìì/nuunààwaadas Zeigen
kààmààkaamùù/kààmààwaadas Fangen

Besondere Bildungen sind:

zuwààkommen, das Kommen
tàfitàfiyaagehen, das Gehen, Reisen
gàji gàjiyààmüde werden

Vokabel 10:

cii, tr., Vn.: cîiessen, fressen; erobern
gàji, intr., Vn.: gàjiyààmüde sein/werden
daawoo, intr., Vn.: daawôowaazurückkommen
fitoo, intr., Vn.: fitôowaaherauskommen, erscheinen
jii, Vn.: jîihören, fühlen
kààmàà, tr., Vn.: kaamùù, od. kààmààwaafangen, greifen
kaawoo, Vn.: kaawôowaaherbringen (tr.), ankommen (intr.)
nuunàà, tr., Vn.: nuunìì od. nuunààwaazeigen, erklären
soo, tr., Vn.: sôolieben, wollen, wünschen
tàfi, intr., Vn.: tàfiyaagehen, fahren
yi, tr., Vn.: yîimachen, tun
zoo, intr., Vn.: zuwààkommen, werden

Progressiv


Das Hausa verfügt über einen Aspekt, der die Gleichzeitigkeit eines Geschehens ausdrückt. Das entsprechende Subjektspronomen besteht aus einer pronominalen Komponente an das ein Verbum suffigiert ist:

 Pronominale Komponente+Verbum
 su (Pl.: sie)+nàà
 sie+sind (dabei)"

Diese beiden Teile werden zusammengezogen und bilden das Subjektspronomen für den Progressiv, dem dann das eigentliche Verbum in Form des Verbalnomens folgt.


Die Formen des Progressivs lauten:


Singular
1.P.inàà tàfiyaaich reise (gerade)
2.P., m.kanàà zuwààdu kommst (gerade)
2.P., f.kinàà yîidu machst (gerade)
3.P., m.yanàà jîier hört (gerade)
3.P., f.tanàà nuunììsie zeigt (gerade)
Plural
1.P.munàà sôowir wollen (gerade)
2.P.kunàà cîiihr eßt (gerade)
3.P.sunàà kaamùùsie fangen (gerade)
Allgemeine Person
allg.P.anàà gàjiyààman ist müde (gerade)


Beispiele:

Yanàà tàfiyaa. Er geht/ging (gerade).
Tanàà daawôowaa. Sie kommt/kam (gerade) zurück.
Sunàà kààmààwaa. Sie fangen/fingen (gerade).

Existenzsätze III


Das Verbum "nàà” drückt aus, daß man sich an einem Ort bzw. in einem Zustand befindet. Daher wird der Progressiv dazu verwendet, Lokalität oder Qualität einer Person oder Sache anzugeben.


Beispiele:
Kunàà nân.Ihr seid hier./Ihr befindet euch hier.
Yanàà kààsuwaa.Er ist auf dem Markt./Er befindet sich auf dem Markt.
Sunàà gidaa. Sie sind im Haus./Sie befinden sich im Haus.
Munàà laafiyàà. Wir sind gesund.


Übung 5:

  1. Es gibt keinen Milchkaffee (Kaffee mit Milch).
  2. Wir sollen ruhen.
  3. Er ist (gerade) müde.
  4. Es ist eine gute Arbeit.
  5. Wir kauften (eine) teure Sache.
  6. Sie werden herausgehen.
  7. Der Hausherr ist im Haus.
  8. Der Verkäufer ist im Raum.
  9. Die Schüler sind in der Schule.

    Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber





    Vokabel 11:

    àlmaajìrii, m., àlmaajìraa, f., àlmààjìrai, Pl.Schüler, Student
    cikinin, hinein, zwischen
    und, mit
    kòòfii, m.,--Kaffee
    laafiyàà, f.,--Gesundheit, Wohlbefinden, gut, sicher
    madaraa, f.,--Milch
    nânhier; dieser, -e, -es

    Pronomina I

    Das Hausaa verfügt über folgende Pronomina:

    1. Subjektspronomina



      Das Hausa hat neben den dem Deutschen entsprechenden Pronomina, noch eine andere Klasse, die sich wesentlich von den "bekannten Pronomina” unterscheidet. Dabei handelt es sich um die Subjektspronomina (P-A).


      Die Wortfolge im einfachen Hausa-Satz ist:
      SUBJ. + PRÄD.[P-A + VP(V + NPx)]

      Da das Subjekt getilgt werden kann, besteht der Kernsatz im Hausa aus der Folge:
      P-A + VP

      Das Subjektspronomen (P-A/Person-Aspekt) richtet sich in Geschlecht und Zahl nach dem Subjekt, während die Aspektmarkierung entweder grammatikalischen oder kon-textuellen Erfordernissen entspricht.

    2. Direkte Objektspronomina (Akkusativ, NP4)


      Die Tonhöhe des direkten Objektspronomina ist stets der vorhergehenden Silbe entgegengesetzt.


      Singular
      1.P.ni/nìmichyaa kààmàà ni/er fing mich
      yaa gan nì/er sieht mich
      2.P., m.ka/kàdichyaa kààmaa ka/er fing dich
      yaa gan kà/er sieht dich
      2.P., f.ki/kìdichyaa kààmàà ki/ er fing dich
      yaa gan kì/er sieht sie
      3.P., m.shi/shìihnyaa kààmàà shi/ er fing ihn
      yaa gan shì/ er sieht ihn
      3.P., f.ta/tàsieyaa kààmàà ta/ er fing sie
      Plural
      1.P.mu/mùunsyaa kààmàà mu/er fängt uns
      yaa gan mù/ er sieht uns
      2.P.ku/kùeuchyaa kààmàà ku/ er fing euch
      yaa gan kù/er sieht euch
      3.P.su/sùsieyaa kààmàà su/ er fing sie
      yaa gan sù/ er sieht sie

    3. Indirekte Objektspronomina(Dativ, NP3)

      Bei den indirekten Objektspronomina verbindet sich die Dativmarkierung
      mit dem entsprechenden pronominalen Element. Die Tonstruktur verändert sich nicht.


      Singular
      1.P.minìmir/fürmichyaa yàrda minì ... er erlaubte mir
      2.P., m.makàdir/für dichyaa sàyee makà ... er kaufte dir
      2.P., f.mikìdir/für dichyaa tàmbayee mikì ... er fragte für dich
      3.P., m.masàihm/für ihn yaa fàd'ee masà ... er erzählte ihm
      3.P., f.matàihr/für sie yaa nèèmam matà ... er suchte für sie
      Plurall
      1.P.manàuns/für uns yaa aràà manà ... er borgte uns
      2.P.mukùeuch/für euchyaa sààmam mukù ... er fand für euch
      3.P.musùihnen/für sieyaa cêe musù ... er sagte ihnen

    4. Absolute Pronomina


      Die absoluten Pronomina werden zur besonderen Betonung verwendet. Die Formen sind gleichbleibend.


      Singular
      1.P.niiich
      2.P., m.kaidu
      2.p., f.keedu
      3.P., m.shiier
      3.P., f.itasie
      Singular
      1.P.muuwir
      2.P.kuuihr
      3.P.suusie



    5. Possessivpronomina


      Es gibt zwei Arten von Possessivpronomina:

      1. Die suffigierten Possessivpronomina. Sie treten als Suffixe an dasjenige Wort, das den Besitz kennzeichnet.
        Die entsprechende Reihenfolge lautet:
        BESITZ + n (m.)/r (f.) + Possessivsuffix
        Die Endung "n/r” richtet sich nach dem Geschlecht des BESITZes.
        Die Possessivsuffixe sind bis auf die Ausnahme immer tieftonig!
        Ausnahme
        :Die 1.P.Sgl. verbindet sich nicht mittels "n/r” mit dem BESITZ und ist immer hochtonig!


        Singular
         mit mask. Subst.mit fem. Subst.
         nazàrii/Studiumfuskàà/Gesicht
        1.P.nazàriinaameinfuskààtaa
        2.P., m.nazàrindeinfuskàr
        2.P., f.nazàrindeinfuskàr
        3.P., m.nazàrinseinfuskàr
        3.P., f.nazàrinihrfuskàr
        Plural
        1.P.nazàrinunserfuskàr
        2.P.nazàrineuerfuskàr
        3.P.nazàrinihrfuskàr

      2. Die selbständigen Possessivpronomina. Sie stehen im Gegensatz zum Deutschen hinter dem BESITZ.


      Singular
       mit mask. Subst. mit fem. Subst.
       nazàrii/Studium fuskàà/Gesicht
      1.P.nààwa(das) meinige(n)tààwa
      2.P., m.naakà(das) deinige(n)taakà
      2.P., f.naakì(das) deinige(n)taakì
      3.P., m.naasà(das) seinige(n)taasà
      3.P., f.naatà(das) ihrige(n)taatà
      Plural
      1.P.naamù(das) unsrige(n)taamù
      2.P.naakù(das) eurige(n)taakù
      3.P.naasù(das) ihrige(n)taasù


    Übung 6:

    1.         Gestern bin ich auf den Markt gegangen.
    2.         Der Weg war lange.
    3.         Vor dem Haus meines Freundes gibt es einen Baum.
    4.         Die Sonne war heiß.
    5.         Ich wollte rasten, weil ich müde war.
    6.         Ich setzte mich in den Schatten des Baumes.
    7.         Meine Mutter und mein Vater kamen (gerade).
    8.         Gemeinsam werden wir auf den Markt gehen.
    9.         Der Verkäufer wird uns (für uns) seine Waren zei
    10.         Er will seine Waren verkaufen.

    Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber



    Vokabel 12:
    àbookii, m., àbookìyaa, f., àbòòkai, Pl.Freund(in), Kamerad(in)
    aràà, tr. (mit ind.Obj.)leihen (jmd. etwas)
    cêe, tr., Vn.: cêewaasagen, erzählen; nennen, heißen
    dà zaafiiheiß
    doogoo, m., dooguwaa, f., doogaayee, Pl.lang, hoch, groß
    fàd'aa, II, tr., Vn.:fad'ììsagen, erzählen
    fuskàà, f., fuskookiiGesicht, Aussehen
    gàbanvor
    hanyàà, f., hanyooyiiStraße, Weg
    inuwàà, f.,--Schatten, Spiegelbild, Schutz
    itààcee, m., itaatuwààBaum, Holz
    jiyàgestern
    mài zaafiiheiß
    nazàrii, m.,--Studium, Forschung
    nèèmaa, II, tr., Vn.: neemaasuchen(er-)
    raanaa, f., ràànàikuuSonne, Tag
    sààmaa, II, tr., Vn: saamùùerhalten, bekommen, finden, treffen, besitzen
    sàyaa, II, tr., Vn.: sàyeekaufen
    sayar dà, tr., Vn.:sayârwaa, sai dà (vor dir.Obj.)verkaufen
    tààree (dà)zusammen (mit), gemeinsam
    tàmbayàà, II, tr.fragen
    ùbaa, m., ùbàneeVater
    uwaa, f., uuwààyeeMutter
    yàrda, intr.zustimmen, erlauben, einverstanden sein (mit)
    zaafii, m.,--Hitze

    Relativkonstruktionen


    Die "normale” Wortfolge im Hausa-Satz ist:


    PRÄ-ADJ. + SUBJ. + PRÄD
    [P-A + VP (V + NPx{NP3 + NP4})] + PRÄ-ADJ.

    "PRÄ-ADJ.” bedeutet eine Position im Satz, die durch unterschiedliche Elemente ausgefüllt werden kann. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Fragewörter und Adverbien. Es können jedoch auch andere Elemente aus dem Satzinneren dorthin verschoben werden. Grundsätzlich handelt es sich dann um Erscheinungen, die dazu dienen, etwas besonders zu betonen.
    Als Vergleich dazu im Deutschen: Je nach Aussprachestärke oder Betonung kann ein Element besonders hervorgehoben werden.


    • "Ich bin gestern gegangen.”
    • "Ich bin gestern gegangen.” (Und nicht du.)
    • "Ich bin gestern gegangen.” (Und nicht heute.)
    • "Ich bin gestern gegangen.” (Und nicht gefahren.)
    • "Ich bin gestern (vielleicht lange) gegangen.”

    Ähnliches kann auch erreicht werden, indem man die Wortfolge ändert:


    • "Gestern bin ich gegangen.”
    • "Gegangen bin ich gestern.”

    Ähnlich werden auch im Hausa bestimmte Elemente verschoben, um sie besonders zu betonen. Diesen Verschiebungen ist gemeinsam, daß sie dann beim Subjektspronomen (P-A) die relative Form verwenden, die die veränderte Wortstellung des Satzes markiert.

    1. Fokusbildung

      Element aus der NPx-Position (also ein Objekt) kann an den Satzanfang treten.

      Mun yi aikìì.Wir haben gearbeitet.
      Aikìì mukà yi.Die Arbeit haben wir gemacht.

      Auch ein Element aus der hinteren PRÄD-ADJ.-Position kann an die vordere Stelle verschoben werden. im PRÄ-ADJ. (auch PRED-ADJ.) stehen zumeist adverbiale Bestimmungen.

      Mun tàfi jiyà.Wir reisten gestern.
      Jiyà mukà tàfi.Gestern reisten wir.
      Munàà zàunee à gidaa.Wir sitzen im Haus.
      À gidaa mukèè zàunee.Im Haus sitzen wir.
      Yaa hau dookìì.Er bestieg ein Pferd.
      Dookìì (nee) ya hau.Ein Pferd hat er bestiegen


    2. Fragewörter

      Sie können ebenfalls als Extraktionen aus der entsprechenden NPx-Position aufgefaßt werden.

      Mèè ta sanìì?Was wußte sie?
      Wàà ya zoo?Wer kam?
      Mèè kakèè (m.) sôo?Was willst du?


    3. Relativsätze

      Relativsätze werden mit der Konjunktion "dà” gebildet, das Bezugswort erhält die Genetivendung (-n/-r) und das Subjektspronomen des Relativsatzes steht in der Relativform. Reihenfolge ist:
      Bezugswort + -n/-r + dà + Relativsatz (P-A in der Relativform)

      gidan nakèè sôo.Hier (ist) das Haus, das ich will.
      Naa ga yaaròn ya zoo.Ich habe den Knaben gesehen, der gekommen ist.


    4. Konjunktionen, die immer die Relativform fordern:

      als
      baayan dànachdem
      koo dàobwohl
      sai dànur wenn
      tun dàseit, seitdem; da ja; obwohl, weil


      gan shi yakèè zuwàà.Ich sah ihn, als er gerade kam.
      Àbookii yaa tàfi baayan dà ya nuunàà minì hanyàà.Der Freund ging, nachdem er mir den Weg gezeigt hatte.
      zoo koo dà hanyooyii sukà b'aatàà.Wir kamen, obwohl die Wege zerstört waren.
      kikà (f.) gayàà minì zân tàfi kààsuwaa.Nur wenn du es mir sagst, werde ich auf den Markt gehen.
      gàjiyàà tun dà raanaa takèè bugààwaa.Ich bin müde, obwohl die Sonne scheint.

      Relativformen:


      Relativer Perfektiv, die "sukà-Form”



      Singular
      1.P.na sooich wollte
      2.P., m.ka soodu wolltest
      2.P., f.kikà soodu wolltest
      3.P., m.ya sooer wollte
      3-P. f.ta soosie wollte
      Singular
      1.P.mukà soowir wollten
      2.P.kukà sooihr wolltet
      3.P.sukà soosie wollten
      Allgm. Person
      allg. P.akà sooman wollte


      Relativer Progressiv , die "sukèè-Form”


      Auch bei den relativen Formen des Progressivs folgt auf das Subjektspronomen (P-A) innerhalb der Verbalphrase (VP) ein Verbalnomen anstelle eines normalen Verbums.



      Singular
      1.Pnakèè sôoich will
      2.P.,m.kakèè sôodu willst
      2.P. f.kikèè sôodu willst
      3.P.,m.yakèè sôoer will
      3.P. f.takèè sôosie will
      Plural
      1.P.mukèè sôowir wollen
      2.P.kukèè sôoihr wollt
      3.P.sukèè sôosie wollen
      Allgm. P.
      allg.P.akèè sôoman will.

      Relativformen werden häufig mit der Einleitung "àbîn dà” (was; das, was) zitiert.

      àbîn dà na yidas, was ich machte
      àbîn dà ka yiusw.
      bzw.:
      àbîn dà nakèè yîdas, was ich mache
      àbîn dà kakèè yîusw.



    Übung 7:

    1. Ich habe den Freund gerufen.
    2. Gestern ist der Lehrer in die Schule gegangen.
    3. Der Freund trat ein, als ich gerade saß.
    4. Im Schatten bin ich gesessen.
    5. Ich kaufe gerade Fleisch, als der Kleinhändler rief.
    6. Der Mensch, der gestern kam, war müde.
    7. Was willst du?
    8. Was ich will, es ist Kaffee.
    9. Der Hausherr wird auf den Markt gehen. (Zukunft)
    10. Ich will auf den Markt gehen.
    11. Was ist geschehen?

    Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber



    Vokabel 13:

    b'aatàà, tr.beschädigen, verderben, zerstören
    baayan dànachdem
    bugàà, tr., Vn.: bugààwaaschlagen (etw.)
    als, sobald als, wenn
    dà (vor Relativsatz)welcher (-e, -es); der, die, das
    dookìì, m., good'ìyaa, f., dawaakii, Pl.Pferd
    fààru, intr.geschehen, s. ereignen
    gààhier/dort ist, siehe da, es war einmal
    hau, tr., Vn.: hawaasteigen (be-), reiten
    kiraa, tr.rufen, nennen; auffordern
    koooder, ob, sogar
    koo dàobwohl, obgleich
    maalàmii, m., maalàmaa, f., mààlàmai, Pl.Lehrer, Gelehrter, Beamter
    mèèwas?
    Mèè ya fààru?Was ist geschehen? Was ist los?
    raanaa, f., ràànàikuuSonne, Tag
    saibis, außer, nur, wenn, damit, dann, in der Folge erst
    sai dànur wenn, wenn, bis
    sanìì, m.,--Wissen, Erfahrung
    sanìì, tr. (san vor dir.Obj.)wissen, kennen, verstehen, bemerken
    shìga, intr./auch tr.eintreten, betreten, hineingehen
    tunseit, seitdem
    tun dàseit, seitdem, da ja, obwohl, weil
    wààwer?, wem?
    yaaròò, m., yâaraaJunge, Knabe
    zaunàà, intr., Vn.: zàunees. setzen, sitzen, bleiben, wohnen
    zàunee, m.,--Sitzen, Wohnen

    Negationen


    Der Negationspartikel ist "ba” und wird den jeweiligen Erfordernissen angepaßt.

    1. Negation der Existenzsätze

      "nee/cee” und "kèè nan” werden dadurch verneint, daß der zu verneinende Begriff mittels einer Klammer, die aus "bàà ... ba” besteht, eingeschlossen wird.

      gidaa ba nèè.Es ist kein Haus.
      fuskàà ba cèè.Es ist kein Gesicht.
      sarkii ba kèè nan.Er ist kein König.
      kud'ii ba kèè nan.Es ist kein Geld.

    2. Negation des Perfektivs

      Perfektiv wird der ganze Satz durch eine Klammer verneint, z.B.:

      Bài kaawoo àbinci baEr hat kein Essen gebracht.

      der Negation wird nicht zwischen absoluter und relativer Form unterschieden.

      Singular
      1.P.bàn zoo baich bin nicht gekommen.
      2.P., m.bà kà yi badu hast (es) nicht gemacht.
      2.P., f bà kì tàfi badu bist nicht gereist.
      3.P., m.bài karàntaa baer hat nicht gelesen.
      3.P., fbà tà daawoo basie ist nicht zurückgekehrt.
      Plural
      1.P.bà mù shìga bawir sind nicht eingetreten
      2.P.bà kù dafàà baihr habt nicht gekocht.
      3.P.bà sù sàyaa basie haben nicht gekauft
      Allgem. P.
      allgm.P.bà à yi baman machte nicht

    3. Negation des Progressivs


      Progressiv wird nur durch ein vorangestelltes "baa” negiert, wobei hier ebenfalls nicht zwischen absoluter und relativer Form unterschieden wird.

      Singular
      1.P.baa nàà/ nìì yîiich mache es nicht
      2.P., m.baa kààkaawôowaadu bringst es nicht
      2.P. f.baa kìì fitôowaadu kommst nicht heraus
      3.P., m.baa yàà daawôowaaer kehrt nicht zurück
      3.P., f.baa tàà cîi sie ißt nichtPl.
      Plural
      1.Pbaa mùù sôowir lieben nicht
      2.P.baa kùù jîiihr hört nicht
      3.P.baa sùù tàfiyaasie reisen nicht
      Allgem. P.
      allgm.P.baa àà nuunììman zeigt nicht

    4. Negation des Subjunktivs

      Subjunktiv wird von "ba” abweichend mit "kadà” negiert.

      Singular
      1.P.kadà ìn zoodaß ich nicht komme
      2.P., m.kadà kà tàfidaß du nicht gehst
      2.P. f.kadà kì nuunààdaß du nicht zeigst
      3.P., m.kadà yà kààmààdaß er nicht fängt
      3.P. f.kadà tà jiidaß sie nicht hört
      Plural
      1.P.kadà mù yidaß wir nicht machen
      2.P.kadà kù gàjidaß ihr nicht müde werdet
      3.P.kadà sù kaawoo daß sie nicht bringen
      Allgem. P.
      allgm.P.kadà à ciidaß man nicht ißt
    5. Negation von Futur und Habitual

      Futur und Habitual (Gewohnheitsform) wird ebenfalls der ganze Satz durch die Negationsklammer "bà ... ba” umfaßt.


    6. Negation von àkwai

      Negation von àkwai ist aus "bà + àbù” entstanden. Sie lautet "baabù” bzw. "bâa” und steht vor dem zu verneinenden Nomen.

    7. Negation von mài (Sgl.)/mààsu (Pl.), Besitzer von...

      Negation ist:Sgl.maràs, Pl.: maràsaa "fehlend an, nicht habend, ohne, -los, nicht Besitzer von...”

    Übung 8:

    1. Bellò brachte ihm Fleisch.
    2. Sie geht (gerade) auf den Markt.
    3. Gestern ist das Fenster zerbrochen.
    4. Dort ist ein großer Baum.
    5. Ich sehe Tische in deinem Haus.
    6. Er brachte kein Essen.
    7. Wir gingen nicht auf den Markt.
    8. Was wir wollen, ist Geld.
    9. Wo ist dein Haus?
    10. Er stand auf, als ich sein Haus betrat.
    11. Willst du, daß ich dir eine schöne Geschichte erzähle?
    12. Ich lasse dich so nicht gehen.
    13. Er sieht sie (Pl.) nicht, deshalb wartet er.
    14. Ich wartete, aber niemand ist gekommen.
    15. Gestern habe ich dich gefragt, wo die hölzerne Schöpfkelle ist.
    16. Sie haben die Messer in die Richtung des Baumes geworfen.

    Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber


    Vokabel 14:

    àmmaa aber
    bâa koowaaniemand, keiner
    barìì, tr. (bar vor Obj.)lassen, erlauben, sein lassen, aufhören
    cândort(hin), später; jene(-r, -s)
    cii kààsuwaaden Markt besuchen, auf den Markt gehen
    dafàà, tr.kochen
    gaayàà, tr. (mit ind.Obj.)sagen, erzählen
    ganii, tr. (gan vor dir.Obj., ga vor nom.Obj.)sehen, betrachten, meinen
    hakàso, auf diese Weise, wo, wohin, wie
    itààcee, m., itaatuwààBaum, Holz
    jeefàà, tr.werfen, schießen
    jimàà, intr.warten, lange dauern, längere Zeit verbringen
    jiyàgestern
    jumàà, intr. = jimààwarten, lange dauern, längere Zeit verbringen
    k'òòshiyàà, f., k'ooshiyooyii pl. hölzerne Schöpfkelle
    karyèè, intr.zerbrochen/kaputt sein
    koowaajeder(mann), irgend jemand
    kud'ii, m., nur Pl.Geld, Preis, Kosten
    lààbaarìì,m., lààbààruuNachricht, Information, Erzählung, Geschichte, Sage
    sabòòdàweil, denn, wegen; damit, auf daß, um zu
    sabòòdà hakàdeshalb, aus diesem Grund
    taagàà, f., taagoogii pl. Fenster
    taashì, intr.aufbrechen, weggehen, aufstehen
    tàmbayàà, II, tr.fragen
    teebùr, m., teeburooriiTisch
    wajenbei, hinsichtlich, in Bezug auf, von, ungefähr, zu, in Richtung auf
    wuk'aa, f., wuk'ààk'eeMesser


    Die Verbklassen

    Die Hausa-Verben erscheinen in einer der drei Grundklassen. Diese Grundklassen sind charakterisiert durch ihre Tonhöhenmuster, die Längen ihrer Endvokale und durch ihre Transitivität bzw. Intransivität.



    Erste Klasse (Grade I):


    Endungstets auf -àà
    Verbenviele transitive aber auch intransitive
    Tonstrukturh + t + h
    Verbalnomenwird auf "-waa gebildet

    Bei der Bildung der Verbalnomina bleiben die Endvokale lang und die Tieftöne dominieren in dem Sinne, als tieftonige Endungen tief bleiben, hochtonige jedoch fallend werden.
    Z.B.:

    antworten: amsàà amsààwaa
    schreiben: rubùùtaa rubuutâawaa

    In die erste Klasse werden auch die einsilbigen Verben gezählt, die ihre Verbalnomen abweichend bilden:

    folgen: bii bîi
    essen: cii cîi
    trinken: shàà shâa


    Zweite Klasse (Grade II):


    Endungstets auf -aa
    Verbennur transitive
    Tonstrukturt + h + t oder t + t + h
    VerbalnomenGrundform des Verbs

    Es handelt sich hier um die Klasse der veränderlichen Verben, da sie, je nach dem folgenden Objekt eine andere Endung annehmen.


    Naa bùgaa.Ich schlage.
    Naa bùgee shìIch schlage ihn.
    Naa bùgi b'àraawòIch schlage den Dieb.
    Zâi canjàà.Er wird wechseln.
    Zâi canjee sù.Er wird sie wechseln.
    Zâi canji kud'ii.Er wird das Geld wechseln.
    Mun sàyaa.Wir haben gekauft.
    Mun sàyee tà.Wir haben sie gekauft.
    Mun sàyi naamàà.Wir haben Fleisch gekauft.

    Zusammengefasst ergibt sich das folgende Bild:
    Verb + -aa
    Verb + Pronomen -ee
    Verb + Nomen -i

    Dritte Klasse (Grade III):


    Endungstets auf -a
    Verbenmeistens intransitive
    Tonstrukturt + h + t
    Verbalnomendurch Längung des Auslautvokals

    Die Bildung des Verbalnomens zeigt beispielsweise die untenstehende Tabelle:

    hinausgehen:fìtafìtaa
    eintreten:shìgashìgaa
    absteigen:sàukasàukaa
    aufbrechen:taashìtaashìì

    Einige wenige Verben weisen eine abweichende Endung auf:


    müde werden:gàjigàjiyàà
    reisen, gehen:tàfitàfiyaa
    hinunterfallen:faad'ì faad'ùwaa


    Die folgenden vier Klassen sind echte Ableitungen, die durch Ersetzen des Auslautvokals bei Verben der ersten drei Klassen entstehen und deren Bedeutung modifizieren.



    Vierte Klasse (Grade IV):


    Endungstets auf -ee
    Verbentransitive und intransitive, wie Klasse I
    Tonstrukturh + t + h
    Verbalnomen-êewaa
    Bedeutungintensiv
    essen: cii cînyee aufessen
    trinken: shaa shânyee austrinken, ertränken
    eintreten: shìga shigèè vorbeigehen
    absteigen: sàuka saukèè eine Last abladen
    täuschen: ruud'àà ruud'èè verwirrt sein
    ausnutzen: mòòraa moorèè genießen
    beleben: raayàà rààyee lebendig sein


    Fünfte Klasse (Grade V):


    Endungstets auf -ar erfordert vor einem direkten Objekt ein
    Verbentransitiv
    Tonstrukturh + h + h
    Verbalnomen-âarwaa
    Bedeutungkausativ; d.h., jemand wird veranlaßt die Handlung, die das Verbum in seiner Grundform anzeigt, durchzuführen

    kaufen: sàyaa sayar (dà) verkaufen
    studieren: karàntaa karàntar (dà) lehren
    sagen: gayàà gayar (dà) grüßen
    sammeln: taaràà tarar (dà) treffen
    erhalten: sààmaa sààmar (dà) versorgen
    weggehen: kàwa kawar (dà) wegbringen
    ruhig sein: kwàntaa kwàntar (dà) beruhigen
    beleben: raayàà raayàr (dà) beleben
    hinausgehen: fìta fitar (dà) herausnehmen


    Sechste Klasse (Grade VI):


    Endungauf -oo
    Verben transitive und intransitive
    Tonstrukturh + h + h
    Verbalnomen-ôowaa
    Bedeutunges wird angezeigt, daß die Handlung des Verbums in der Umgebung des Sprechers/der Sprecherin stattfindet und daß diese Handlung bereits beendet ist;

    eintretenshìgashigoohineinkommen
    hebend'aukààd'aukoohochheben und bringen
    weggehentaashìtaasooumsiedeln
    hinausgehenfìtafitooherauskommen


    Siebente Klasse (Grade VII):


    Endungstets auf -u
    Verbenintransitiv, passiv
    Tonstruktur(h) + t + h
    Verbalnomen-uwaa
    BedeutungVor allem Passiv-Bedeutung

    zusammenbringen:gamààgàmu (dà)zusammentreffen (mit)
    erhalten:sààmaasààmuerhältlich sein
    ausgraben:toonààtòònuausgegraben sein
    beleben:raayààrààyugedeihen
    verlieren:rasààràsusterben
    beginnen:faarààfààrugeschehen


    Vokabel 15:

    amsàà, tr.antworten, erwidern
    bii, tr., Vn.: bîifolgen, gehorchen
    bùgaa, II, tr., Vn.: bugùùschlagen, verprügeln, stoßen
    cii, tr., Vn.: cîiessen, fressen; erobern
    cînyee, tr.alles aufessen, schlucken, besiegen
    d'aukàà, II, tr.tragen, aufnehmen, heben
    d'aukee, tr.wegräumen, wegtragen, entfernen
    d'aukoo, tr.hochheben und bringen
    faad'ì, intr., Vn.: faad'ùwaahinein-, hinunterfallen, abstürzen
    faaràà, tr.beginnen
    fààru, intr.geschehen, s. ereignen
    fìta, intr.hinausgehen, aussteigen, erscheinen
    fitar (dà)herausnehmen, -ziehen
    fitoo, intr., Vn.: fitôowaaherauskommen, erscheinen
    gaayàà, tr. (mit ind.Obj.)sagen, erzählen
    gàji, intr., Vn.: gàjiyààmüde sein/werden
    gamàà, tr.zusammenbringen, vereinigen, verbinden
    gamsu (dà), intr.zufrieden sein (mit)
    gàmu (dà), intr.zusammentreffen (mit)
    gayar (dà), tr., (gai dà vor dir. Obj.)grüßen
    karàntaa, tr.lesen, studieren
    karàntar (dà), tr.lehren, unterrichten, erziehen
    kàwa, intr.weggehen, s. entfernen
    kawar (dà), tr.wegbringen, beseitigen, abschaffen
    kwàntaa, intr. Vn.:ruhig sein, s. legen, liegen,
    kwànciyaalagern, s. beruhigen
    kwàntar (dà), tr.beruhigen, zu Bett bringen
    mòòraa, II, tr.ausnutzen, gebrauchen, verwenden
    moorèè, intr.genießen, s. erfreuen an, zufrieden sein
    raayàà, tr.beleben, ins Leben rufen, entwickeln
    raayàr (dà), tr.beleben, entwickeln
    rààyee, intr.lebendig sein
    rààyu, intr.leben, überleben, gedeihen
    rasàà, tr., Vn.: rashììfehlen, verlieren, nicht haben
    ràsu, intr.sterben, umkommen
    rubùùtaa, tr.schreiben
    ruud'àà, tr., Vn.: rùùd'eebetrügen, täuschen, durcheinanderbingen, verwirren
    ruud'èè, intr.verwirrt sein
    sààmaa, II, tr., Vn: saamùùerhalten, bekommen, finden, treffen, besitzen
    sààmar (dà), tr.versorgen, liefern, produzieren
    sààmu, intr.erhältlich sein
    sàuka, intr.absteigen, ankommen, landen
    saukèè, tr.abladen, ausziehen
    sàyaa, II, tr., Vn.: sàyeekaufen
    sayar dà, tr., Vn.:sayârwaa, sai dà (vor dir.Obj.)verkaufen
    shaa, tr., Vn.: shâatrinken, einnehmen; etw. oft bzw. intensiv tun
    shânyee, tr.austrinken, ertränken
    shìga, intr./auch tr.eintreten, betreten, hineingehen
    shigèè, intr.vorbeigehen
    shigoohineinkommen
    taaràà, tr.sammeln, versammeln
    taashì, intr.aufbrechen, weggehen, aufstehen
    taasoo, tr.umsiedeln
    tàfi, intr., Vn.: tàfiyaagehen, fahren
    tarar (dà), tr.treffen, empfangen
    toonàà, tr., Vn.:tòònooausgraben
    tòònu, intr.ausgegraben sein

    Weitere wichtige Verben der I.Klasse, tr.:

    aunàà, tr., Vn.: awòwiegen, abmessen
    bugàà, tr., Vn.: bugààwaaschlagen (etw.)
    cikàà, tr.füllen, erfüllen
    dad'àà, tr., Vn.: dad'ivermehren, vergrößern,
    dafàà, tr.kochen
    duubàà, tr.an-, nachsehen, untersuchen
    gamàà, tr.beenden
    gwadàà, tr., Vn.: gwajììmessen, prüfen, vergleichen
    gyaaràà, tr.reparieren, verbessern
    hanàà, tr.hindern (ver-), verbieten, hinzufügen
    kààmàà, tr., Vn.: kaamùù od. kààmààwaafangen, greifen
    kasàà, tr.einteilen
    kàsàà, tr.nicht können, unfähig sein
    nuunàà, tr., Vn.: nuunìì od. nuunààwaazeigen, erklären
    sâa, tr.legen, setzen, stellen
    shiryàà, tr., Vn.: shirììvorbereiten, arrangieren, planen
    yankàà,tr., Vn.: yankaaschlachten, aufschneiden

    Die Endungen des Verbs


    Wie oben erwähnt ändern sich die Verben entsprechend ihrer Klasse, innerhalb dieser Klassen ändern sich die Verben entsprechend der Kategorie des Objektes.

    1. Die grundsätzlich lange Endung des Verbums wird dann, wenn ein nominales Objekt folgt gekürzt. Dies gilt für alle transitiven Verben.
      Zum Beispiel:
      • I. Klasse:
        Naa bazàà.Ich habe ausgebreitet.
        Naa bazàà shi.Ich habe es ausgebreitet.
        Naa bazà bàrgoo.Ich habe die Decke ausgebreitet.

      • II. Klasse:
        Taa càncantàà.Sie verdiente.
        Taa càncàncee shì.Sie verdiente es.
        Taa càncànci yàboo.Sie verdiente Lob.

      • IV. Klasse:
        Yaa cînyee.Er hat aufgegessen.
        Yaa cînyee shì.Er hat es aufgegessen.
        Yaa cînye àbinci.Er hat das (ganze) Essen aufgegessen.

    2. Die Endung "-waa”, die die Verbalnomina kennzeichnet, wird nur dann verwendet, wenn dem Verbalnomen kein direktes Objekt folgt.
      Sunàà kaawôowaa.Sie bringen.
      Sunàà kaawo kaayaa.Sie bringen die Last.
      Audù yanàà bùùd'êewaa.Audu öffnet.
      Audù yanàà bùùd'êe ta.Audu öffnet sie.
      Audù yanàà bùùd'e k'oofàà.Audu öffnet die Tür.

    3. Im Gegensatz zu den ersten drei Klassen des Verbalsystems des Hausa, handelt es sich bei den Endungen der Klassen IV-VII um morphologische Einheiten, die einen semantischen Gehalt haben.

      • IV. Klasse: "-ee”: Die Bedeutung dieser Klasse liegt vor allem in der Betonung der Intensivität. Einige transitive Verben können jedoch mittels der Endung "ee” zu intransitiven gemacht werden. Zum Beispiel:
        zaunààzàunee
        sich setzensitzen
        kwàntaakwàncee
        sich legenliegen
        fasààfashèè
        zerbrechen,tr.zerbrechen, intr.

        Die weitaus meisten der Verben, die auf -ee enden bleiben jedoch transitiv und verhalten sich entsprechend der Klasse I, sie kürzen also den Endvokal vor einem nominalen Objekt.

      • V. Klasse: "-ar”: Diese Klasse bedeutet Veranlassung, man nennt sie daher auch die Kausativklasse. Sie tritt zumeist in der Form "-ar” auf, viele Varianten des Hausa verwenden "-as”.

        sanììsanar (dà)
        wisseninformieren
        sàyaasayar (dà)
        kaufenverkaufen

        Objekte werden mittels "dà” angeschlossen:

        Yaa sayar dà kaayan aikìì.Er verkaufte Werkzeuge.
        Sun zubar dà ruuwaa.Sie schütteten das Wasser weg.
        Tanàà fitar dà shii.Sie nimmt es heraus.

      • Die V.Klasse hat neben dem Erscheinungsbild "-ar dà” eine besondere Form: "-shee”; sie wird ausschließlich vor pronominalem Objekt verwendet. Bei ihrer Verwendung fällt sowohl die Endung "-ar”, als auch die Verbindung mittels "dà” weg.


        fitar dàfissheeherausnehmen
        baayar dàbaasheeherausgeben
        gayar dàgaisheegrüßen

        Zum Beispiel:

        Yaa fisshee sù.Er hat sie herausgenommen.
        Sù sanasshee mù.Sie sollen uns informieren.
        An gaishee shì.Man hat ihn gegrüßt.

      • VI. Klasse: "-oo”:

        Die Richtung der Handlung ist zum Sprecher bzw. zur Sprecherin hin.

        zâazoo
        gehenkommen
        kiraakiroo
        rufenherrufen
        jaajaawoo
        ziehenherbeiziehen
        kaikaawoo
        wegbringenherbringen
        koomààkoomoo
        dorthin zurückkehrenhieher zurückkehren

      • VII. Klasse: "-u”:

        Die Endung "-u” ist eines der wichtigsten Mittel, um das Passiv zu bilden.

        buud'ààbùùd'u
        öffnengeöffnet sein
        Naa buud'àà k'oofàà.Ich öffnete die Tür.
        K'oofàà taa bùùd'u.Die Tür war offen/geöffnet.
        Mutàànee sun tààru.Die Menschen waren versammelt.
        Yaa fààru.Es ist geschehen.


    Übung 9:
    1. A k'asar Nijeriya akwai manya da k'ananan makarantu da yawa.
    2. Jiya Halima da Ibrahim sun tafi makaranta.
    3. Sun shiga makaranta, sun zauna.
    4. Malan ya ce,"Kun kwana lafiya?
    5. Ibrahim da Halima sun ce, "I, mun kwana lafiyalau.
    6. Halima ta sa littafinta bisa tebur.
    7. Sun fara aikii, sun karanta.
    8. Suna karantawa da malan yake cewa,"Kada ku yi kuskure.
    9. Amma sun yi aikinsu da kyau.
    10. Bayan da malan ya ji labarinsu ya ce,"Kuna da hankali. To, mu je mu zauna wajen ittace cikin inuwar.
    11. Aikinmu ya k'are.
    12. Der Mann brachte das Essen.
    13. Wir werden auf den Markt gehen.
    14. Wir werden morgen auf den Markt gehen.
    15. Audu öffnete die Türe.
    16. Das Fenster war geöffnet.
    17. Der Verkäufer verkaufte eine Uhr.
    18. Laß uns die Arbeit beenden.
    19. Die Frau informierte ihn.

    Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber


    Vokabel: 16
    àgoogoo, m., àgòògaiUhr
    baashee, tr. (nur vor pron. Obj.)herausgeben
    bàrgoo, m., bargunààDecke (Woll-, Pferde-,Sattel-), Teppich
    bayar (dà), tr. (baa dàherausgeben, weggeben vor dir. Obj.)
    bazàà, tr.ausbreiten, zerstreuen
    bisàauf, über, oben, hinauf
    buud'à, II, tr.öffnen, aufmachen
    buud'àà, tr.öffnen, aufmachen
    bùùd'ee, tr.öffnen
    bùùd'u, intr.geöffnet sein
    càncantàà, II, tr.verdienen
    fààru, intr.geschehen, s. ereignen
    fasàà, tr., Vn.: fashììbrechen (zer-), zerstreuen, einbrechen
    fashèè, intr.zerbrechen, platzen, s. zerstreuen
    fisshee, tr. (nur vorherausnehmen (pron. Obj.)
    fitar (dà)herausnehmen, -ziehen
    gaishee, tr. (nur vorgrüßen (pron. Obj.)
    gayar (dà), tr., (gai dàgrüßen (vor dir. Obj.)
    gòòbemorgen
    jaa, tr.ziehen
    jaawoo (von jaa)her(bei)ziehen, anziehen
    k'aarèè, tr., intr.beenden, beendet sein
    kaawoo, Vn.: kaawôowaaherbringen (tr.), ankommen (intr.)
    kai, tr.wegschicken, -bringen
    kiraa, tr.rufen, nennen; auffordern
    kiroo (von kiraa)herrufen
    koomaa, intr.zurückgehen, dorthin zuckkehren
    koomoo, intr.zurückkommen, hierher zurückkehren
    kuskurèè, m., kùskùraiFehler, Irrtum
    kwàncee, intr.liegen, lagern, flach sein
    kwàntaa, intr. Vn.:ruhig sein, s. legen, liegen,
    kwànciyaalagern, s. beruhigen
    sanar (dà), tr.informieren, bekanntmachen
    sanasshee, tr. (nur vor&&  informieren (pron. Obj.)
    sanìì, tr. (san vor dir.Obj.) wissen, kennen, verstehen, bemerken
    sàyaa, II, tr., Vn.: sàyeekaufen
    sayar dà, tr., Vn.:sayârwaa, sai dà (vor dir.Obj.)verkaufen
    tààru, intr.versammelt sein
    yàboo, m.,--Preis, Lob
    zâa, intr. (mit folg. Pron.)gehen nach
    zaunàà, intr., Vn.: zàunees. setzen, sitzen, bleiben, wohnen
    zoo, intr., Vn.: zuwààkommen, werden
    zubàà, tr.gießen; hineinstellen
    zubar (dà), tr. (zub dàwegschütten, -werfen (vor dir. Obj.)

    Fragebildung


    Wie bei "àkwai” (es gibt) kann man auch mit den Fragepronomina "ìnaa” (wo) oder "yààyàà” (wie) ohne Verbalkomplex (VP, Verbalphrase) Fragen bilden. Dabei wird die Frageintonation verwendet, ebenso wie bei den übrigen Fragesätzen.

    Àkwai hanyàà?Gibt es einen Weg?
    Ìnaa idòò?Wo ist das Auge?
    Ìnaa gidaa?  Wo ist das Haus?, Wie ist das Haus? (Gruß:Wie gehts der Familie?)
    Ìnaa gàrii?Wo ist die Stadt?
    Yààyàà?Wie ist die Arbeit? (Gruß)
    Yààyàà kujèèraa?Wie ist der Stuhl?

    Verschiedene Partikel drücken Fragen aus. Wenn sie verwendet werden, so bleiben die Aspektmarkierun-gen in den jeweiligen Verbalphrasen unberührt. Sie werden dem Fragesatz nachgestellt. Diese Partikel sind:

    • "koo” (oder)
    • "nee/nèè” (es ist/ist es [die Tonhöhe ist der vorhergehenden Silbe entgegengesetzt])
    • "bâa” (nicht/nicht wahr)
    • "koo bàà hakà ba” (oder ist es nicht so)

    Munàà dà kud'ii koo?Wir haben Geld, oder?
    Mutûm yaa zoo nèè?Der Mensch ist gekommen, ist er?
    Yaa koomoo bâa?Er ist hierher zurückgekommen, nicht wahr?
    Kunàà kààsuuwàà koo bàà hakà ba?Ihr seid auf dem Markt, oder ist es nicht so?
    Gàskiyaa nèè, koo?Es ist wahr, oder?

    Es gibt einen Partikel, der vorangestellt wird, wobei auch hier die Frageintonation verwendet wird:

    "shin/shîn” ist es möglich?

    Shin/shîn kun sanìì?Ist es möglich, daß ihr es wißt? Ob ihr es wohl wißt?
    Shin/shîn kaa shaa maagànii?Ob du wohl die Medizin genommen hast?


    Bei den anderen Möglichkeiten Fragen zu bilden, wird innerhalb der Verbalphrase der entsprechende relative Aspekt verwendet. Dies trifft auch bei "ìnaa” (wo?/wohin?/wie?) und "yààyàà” (wie?) zu. Diese Konstruktionen werden im Hausa als Relativkonstruktionen aufgefaßt, bei der es zu einer Verschiebung eines ursprünglich innerhalb der Verbalphrase gelegenen Elementes kommt.


    Die Wortfolge ist:

    FRAGEWORT + SUBJEKT + PRÄDIKATION

    Sun jee gàrii.
    Ìnaa sukàà jee?
    Sie gingen in die Stadt.
    Wohin gingen sie?
    Verwendet man dagegen "nee/nèè”, kann die normale Wortfolge beibehalten werden, wobei der relative Aspekt nicht verwendet wird.
    Sun jee gàrii.
    Sun jee ìnaa nèè?
    Sie gingen in die Stadt.
    Wohin gingen sie, sind sie?

    ìnaa wo, wohin, wie
    Ìnaa yakèè?Wo ist er?
    Ìnaa na sanìì?Wie sollte ich es wissen?
    Ìnaa zaasù tàfi?Wohin werden sie gehen?

    yààyàà, k'ààk'àà wie, was
    Yààyàà sukà zoo?Wie sind sie gekommen?
    Yààyàà mukèè zaunèè?Wie sitzen wir?
    Yààyàà zaasù yi?Wie/Was werden sie machen?
    K'ààk'àà sukà zubar dà ruwaa?Wie haben sie das Wasser ausgeschüttet?
    K'ààk'àà zaamù sàyaa?Wie werden wir es kaufen?

    yàushèwann
    Yàushè zaasù zoo?Wann werden sie kommen?
    Yàushè sukà tafoo?Wann sind sie gekommen?

    mèèwas
    Mèè ya fààru?Was ist geschehen?
    Mèè kakèè yîi?Was machst du?
    Mèè nee nèè?Was ist das? (mask. Sgl., mask.,fem. Pl.)
    Mèè cee cèè?Was ist das? (fem. Sgl.)

    wààwer
    Wàà ya zoo?Wer ist gekommen?
    Wàà nee nèè?Wer ist das?
    Wàà cee cèè?Wer ist das?
    Su wàà nee nèè?Wer sind sie?
    Su wàà nee nèè sukà zoo?Wer ist gekommen? (Pl.)

    nawàwieviel, wieviele

    Es handelt sich dabei um ein unbestimmtes Zahlwort, das im Hausa dem Nomen folgt. Es kann in bestimmten Kontexten, wenn das Bezugsnomen bereits erwähnt ist, an die erste Stelle im Satz gerückt werden.

    Mun sàyi littaafìWir kauften ein Buch.
    Mun sàyi littaafìì nawà?Wir kauften wieviele Bücher?
    Nawà mukà sàyaa?Wieviele kauften wir?
    Kud'insà nawà?Wieviel kostet es?(Sein Geld ist wieviel?)

    Übung 10:
    1. Wieviele Kolanüsse habt ihr gekauft?
    2. Wer ist gestern gekommen?
    3. Wer ist im Schatten des Baumes gesessen?
    4. Wo sind die Leute hingegangen?
    5. Woher ist Audu gestern gekommen?
    6. Wann werden wir Kaffee trinken?
    7. Was möchtest du?
    8. Gibt es Kaffee?
    9. Was kostet er?
    10. Ob der Lehrer wohl in die Schule kommen wird?

    Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber


    Ja und Nein

    JA wird im Hausa hauptsächlich durch "ii” ausgedrückt.
    Daneben kommen aber auch andere Ausdrücke vor:

    Hakà nee.So ist es.
    Gàskiyaa nèè.Es ist die Wahrheit.
    Gàskiyarkà/kì.Deine Wahrheit, du hast recht.

    NEIN wird mittels "aa'àà” formuliert.
    Anstatt dessen kann zur besonderen Betonung auch "baabù” verwendet werden.

    Achtung!

    Bei Antworten auf negative Fragen, wird nicht die Frage beantwortet, sondern der Sinn der Frage:
    Bài tàfi ba?Ist er nicht gegangen?
    Ii (bài tàfi ba).Ja, er ist nicht gegangen." oder:
    Aa'àà (yaa tàfi).Nein, er ist gegangen.

    Übung 11:
    1. Gibt es Erdäpfel auf dem Markt heute?
    2. Nein, aber es gibt viel Yams.
    3. Gut, sehr schön, Yams, wieviel kostet er?
    4. Ich werde Bello um seinen Preis fragen.
    5. Ist Bello nicht gekommen?
    6. Ja, er ist gestern gekommen.
    7. Ob er wohl den Preis weiß? Ja.
    8. Gut, laß uns hingehen und ihn fragen.
    9. Hallo Bello, weißt du wieviel der Yams kostet (den Preis des Yams)?
    10. Ja, ich werde ihn euch sagen.

    Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber


    Vokabel: 17
    àkwaies gibt/existiert, es ist vorhanden
    dàgà ìnaawoher
    dànkalìì, m., dànkàlaiKartoffel, Erdapfel, Batate
    don mèèwarum
    dòòyàà, f.,--Yams
    fààru, intr.geschehen, s. ereignen
    gàskiyaa, f.,--Wahrheit
    goorò, m.,--Kolanuß, Belohnung, Prämie
    ìnaawo, wohin, wie
    k'ààk'ààwie
    koooder, ob, sogar
    koo bàà hakà baist das nicht so? nicht wahr?
    kud'ii, m., nur Pl.Geld, Preis, Kosten
    maagànii, m., maagungunààMedizin, Arznei
    mèèwas
    nawàwie, wieviel(e)
    shaa, tr., Vn.: shâatrinken, einnehmen
    shin/shînist es möglich? ob...wohl? übrigens?
    tafoo, intr.kommen
    wààwer, wem
    yààyààwie
    yâuheute
    yàushèwann

    Imperativ

    Neben dem Subjunktiv kann man im Hausa auch auf eine andere Art Befehle ausdrücken: Die Imperativ-Formen werden ohne Subjektspronomen gebildet. Das imperative Verbum verändert seine Tonstruktur, indem es den Tiefton, der den Subjunktiv kennzeichnet, auf die erste Silbe übernimmt. Die letzte Silbe des Verbums ist hochtonig. Dies trifft nicht auf einsilbige Verben zu. Imperativ und Subjunktiv werden in gleichen Kontexten verwendet. Der Imperativ wird üblicherweise nur an eine Person gerichtet.

    Beispiele
    zoo Zòò!"Komm!"
    cii Cìì!"Iß!"
    daawoo Dààwoo!"Komm zurück!"
    duubàà Dùùbaa!"Schau!"
    dòòkaa Dòòkaa!"Schlag!"
    faaràà Fààraa!"Beginn!"
    amsàà Àmsaa!"Antworte!"


    Der negative Imperativ wird mittels der Negation des Subjunktives gebildet. Dabei wird die Grundform des Verbes verwendet.

    Kadà kà zoo!Komm nicht!"
    Kadà kà duukàà!"Schlag nicht!"

    Folgen zwei Imperative aufeinander, so muß der zweite mit dem Subjunktiv ausgedrückt werden.

    Zòò kà/kì gayàà minì!"Komm (und) sag mir!"

    Vokabel: 18
    amsàà, tr.antworten, erwidern
    cii kààsuwaaden Markt besuchen, auf den Markt gehen
    cii, tr., Vn.: cîiessen, fressen; erobern
    daawoo dàzurückbringen
    daawoo, intr.zurückkommen
    dòòkaa, II, tr., Vn.: duukààschlagen
    dùùbaa, II, tr., Vn.: duubaaanschauen, ansehen
    duubaa, m.,--Wahrsagung, Weissagung
    duukàà, m.,--Schlag
    faaràà, tr.beginnen
    gaayàà, tr. (mit ind. Obj.)sagen, erzählen
    yi duubaaschauen
    zoo dàbringen (mit-), herbringen
    zoo, intr., Vn.: zuwààkommen, werden

    Konjunktionen

    Konjunktionen verbinden Satzteile oder Sätze miteinander.

    1. Verbindung von Satzteilen
      Die Verbindung von Satzteilen betrifft in der Regel die Verbindung von Nominalphrasen (NP).
      Das Hausa verwendet für inkludierende Aneinanderreihung:
      und
      Abdùgaa geeroo sunàà cikin kaayan aikìn goonaa. Baumwolle und Hirse gehören zu den landwirtschaft-lichen Produkten.
      dà...dà... sowohl...als auch...
      geeroo daawà sunàà àbinci mâi daad'ii. Sowohl Hirse als auch Guineakorn sind ein gutes Essen.

      Für Exklusionen verwendet frau/man die Konjunktion:

      koooder
      Abdùgaa koo geeroo yanàà àbinci mâi daad'ii?Ist Baumwolle oder Hirse ein gutes Essen?
      koo...koo... entweder...oder...
      Yâu mun cii koo dànkalìì koo geeroo.Wir essen heute entweder Erdäpfel oder Hirse.

    2. Verbindung von Sätzen

      Sätze werden auch durch die folgenden Konjunktionen verbunden. Bei einigen dieser Konjunktionen müssen aber bestimmte Aspektmarkierungen verwendet werden. Es gibt also eine consecutio "temporum”. Hinweis: In der englischsprachigen Literatur wird zwischen Haupt- und Nebensätzen ("main clauses” bzw "subordinate clauses”) häufig nicht unterschieden, man bezeichnet die betreffenden Sätze oft nur als "clauses”. Eine annähernd richtige Übersetzung ins Deutsche ist "Teilsätze”.

      1. Ohne bestimmte Aspektmarkierung:

        àmmaaaber
        Nii naa zoo àmmaa bàn gan shi ba.Ich, ich bin gekommen, aber ich habe ihn nicht gesehen.


      2. als, sobald als, wenn

        Die Konjunktion "dà” hat sehr viele Verwendungsformen. Handelt es sich um gleichzeitige oder künftige Bedeutungen, dann wird nach dem "dà” die Absolutform verwendet.

        Dà kinàà yîn wàje yanàà tàmbayàà.Als du gerade hinausgehst, fragt er (gerade).
        Dà kaa zoo taa taashì.Als du kamst, brach sie auf.
        Taa taashì dà kaa zoo.Sie brach auf, als du kamst.

        Achtung: Wird anstelle der Absolutform der Relativ verwendet, dann handelt es sich um "als” in der Bedeutung von "nachdem”.

        sun zoo zaa sù faaràà aikìì.Sobald (als) sie kommen, werden sie mit der Arbeit beginnen.
        sukà zoo zaa sù faaràà aikìì.Nachdem sie gekommen sind, werden sie mit der Arbeit beginnen.

      3. Der Relativ wird stets verwendet nach:
        als, nachdem
        baayan dànachdem
        koo dàobwohl
        sai dànur, wenn, bis
        tun dàda ja, seit

      4. sai dann, in der Folge

        Bei dieser Konjunktion wird die Relativform (Progressiv, Perfektiv) oder der Subjunktiv verwendet.

        Naa hau kuukàà. Sai na ga k'auyèè.Ich stieg auf den Baobab. Dann (in der Folge) sah ich das Dorf.
        Dà yaa zoo sai ìn tàfi.Wenn (sobald) er kommt, dann werde ich gehen.

      5. in, ìdan wenn

        Dieser Konjunktion folgt der Perfektiv. Diesem Bedingungssatz wiederum folgt häufig die Zukunft.

        In naa tàfi kààsuwaa zân sai dà maashìì.Wenn ich auf den Markt gehe, werde ich den Speer verkaufen.

    Übung 12:
    1. Nach dem Spiel(en), werden wir zum Chef gehen.
    2. Wenn er zurückkehrt, dann werden wir gehen.
    3. Er machte seine Arbeit wie ein Kind/Knabe.
    4. Ich suchte die Ziege unter dem Tisch, aber ich sah sie nicht.
    5. Wenn ich nächsten Monat zurückkomme, werde ich es kaufen.
    6. Er fiel ins Wasser.
    7. Maria und Franz lernen Hausa, aber sie können nur wenig.
    8. Entweder trinkst du Tee oder Kaffee.

    Vokabel: 19
    abdùgaa, f.,-- = audùgaaBaumwolle, Watte
    àkuyàà, f., awaakiiZiege
    àmmaaaber
    audùgaa, f.,-- = abdùgaaBaumwolle, Watte
    baayanhinter, nach
    baayan dànachdem
    als, sobald als, wenn
    und, mit
    dà + Relativformnachdem
    dà...dà...sowohl...als auch...
    daad'ii, m.,--Wohlbefinden, Annehmlichkeit
    daawà, f., daawooyiiGuineakorn, Sorghum
    daigenau, exakt; Emphasepartikel (oft nicht üs.)
    faad'àà, tr./intr.fallen (hinein-), einsteigen
    faad'ì, intr., Vn.: faad'ùwaahinein-, hinunterfallen, abstürzen
    geeroo, m.,--Hirse (Kolben-)
    gòòbemorgen
    gòòbe, f.,--Morgen (das)
    hau, tr., Vn.: hawaasteigen (be-), reiten
    ìdanwenn, ob
    inwenn
    in dainur wenn
    iyàà, tr.können, fähig sein
    jii daad'iizufrieden sein
    k'àrk'ashinunter
    k'auyèè, m., k'auyukààDorf
    kaayaa, m., kaayààyyakiiLast, Gebrauchsgegenstände, Pl.: Dinge, Gerät, Kleider
    kàd'anwenig, ein bißchen
    kàmarwie, ungefähr, als ob
    kàmar yaddàgemäß, entsprechend, laut, wie; mit Fut.: damit, so daß
    kân (à)auf, über, hinsichtlich, wegen
    kân yaddàwegen, für
    koooder, ob, sogar
    koo dàobwohl, obgleich
    koo...koo...entweder...oder...
    kòòyaa, II, tr., Vn.: kòòyoolernen
    kuukàà, f., kuukookiiBaobab, Affenbrotbaum
    maashìì, m., maasuuSpeer, Spieß
    mài daad'iisüß, angenehm, schmackhaft
    saidann, in der Folge
    sai dànur, wenn, bis
    sai gòòbebis morgen
    sayar dà, tr., sai dà (vor dir.Obj.)verkaufen
    shààyì, m.,--Tee
    tàmbayàà, f., tàmbayooyiiFrage
    tàmbayàà, II, tr.fragen
    tîi, m.,--Tee
    tunseit, seitdem
    tun dàseit, da ja
    wàjeaußen, draußen, hinaus
    wajee, m., wajààjeeRichtung, Seite
    watàà, m., wàtànniiMonat, Mond
    watàn gòòbenächster Monat
    yaddàwie
    yi daad'iizufrieden sein
    yi kàd'annicht ausreichen
    yi wàjehinausgehen

    Präpositionen

    Im Hausa handelt es sich bei den Präpositionen zumeist um Hauptwörter, die in ihrer Genitivform lexikalisiert worden sind. Neben diesen "substantivischen Präpositionen” kennt das Hausa auch "einfache Präpositionen”, deren substantivische Gegenstücke nicht mehr zu identifizieren sind. Weiters gibt es noch "zusammengesetzte Präpositionen”.
    Die Stellung der Präpositionen im Satz ist stets vor dem Hauptwort, das zumeist als lokaler Bezugspunkt dient. Die Präposition "wà” wird in der Regel als Dativ verstanden.

    Einige wichtige substantivische Präpositionen:
    cikininnen, drinnen, in, hinein
    baayanhinter
    gàbanvor
    k'àrk'ashinunter
    kânauf, über
    tsàkaaninzwischen, unter
    wajenbei, hinsichtlich, in Bezug auf, von, ungefähr, zu, in Richtung auf

    Beispiele
    Yà ajììyee cookàlii cikin àkwààtì.Er legte den Löffel in die Kiste (weg).
    Tàà gudùù baayan mootàà.Sie lief hinter dem Auto (her).
    Mù kàrb'ee shi gàban gidaa.Wir werden ihn vor dem Haus empfangen.
    Yà kwâncee k'àrka'ashin itààcee.YàEr lag unter (dem) Baum.
    Tàà sâa shì kân teebùr.Sie legte es auf den Tisch.
    Tsàkaanin mutàànee sai zùmùntaa.Zwischen (den) Menschen soll es nur Vertrauen geben.
    Mùù hàd'u wajen Audù.ùWir trafen uns bei Audu.
    Wajen àbin nân za mù yi màganàà.Hinsichtlich dieser Sache werden wir reden.
    Sukàn sààmi wajen jèkaa hàmsin.Sie pflegen ungefähr 50.000 CFA zu erhalten.

    Die wichtigsten einfachen Präpositonen sind:
    àin, an, bei
    mit
    dàgàvon

    Einige zusammengesetzte Präpositionen:
    tààree (dà)zusammen (mit), gemeinsam
    kusa dàin der Nähe von, nahe bei
    bisà gàentsprechend, sowie
    Übung 13:
    1. Er legte das Messer unter die Kiste.
    2. Hinter dem Haus gab es viel Wasser.
    3. Zwischen den Bäumen fanden wir viele Ziegen.
    4. Gestern sah ich Audu zusammen mit Bellò.
    5. Er saß auf dem Sessel.
    6. Wir werden uns morgen bei der Schule treffen.
    7. Der Mann kochte das Essen im Haus.
    8. Die Kinder liefen in der Nähe des Hauses (umher).
    9. Entsprechend unserer Abmachung (Rede) werden wir kommen.
    10. Sie kam aus der Schule.


    Vokabel: 20
    àin, an, bei
    ajììyee, tr.hinlegen, -setzen, -stellen
    àkwààtì, m.,akwaatuunààKiste, Schachtel, Koffer
    baayanhinter, nach
    bisàauf, über, oben, hinauf
    bisà gà (yaddà)entsprechend, sowie
    cookàlii, m., cookulààLöffel
    und, mit
    dafàà, tr.kochen
    dàgàvon, aus
    gàbanvor
    gudùtr.laufen, rennen (weg-)
    hàd'u rave;), intr.sich treffen (mit), versammelt sein
    hàmsinfünfzig
    itààcee, m., itaatuwààBaum, Holz
    jèkaa, f.,--1000 CFA-Schein
    jiyàgestern
    k'àrk'ashinunter
    kân (à)auf, über, hinsichtlich, wegen
    kàrb'aa, II, tr.empfangen, erhalten, bekommen
    kujèèraa, f., kùjèèruuStuhl, Sitz, Sessel
    kusa dàin der Nähe von, nahe bei
    kusa(n)nahe, fast
    kwàncee, intr.liegen, lagern, flach sein
    màganàà, f., màgàngànuuRede, Sprache, Erzählung, Wort, Satz
    mootàà, f., mootoociiAuto
    mùtûm(n), m., mutàànee, Gen.: mùtumìnMensch, Person, Mann
    sâa, tr.legen, setzen, stellen
    sààmaa, II, tr., Vn: saamùùerhalten, bekommen, finden, treffen, besitzen
    tààree (dà)zusammen (mit), gemeinsam
    tàfi kusa dàsich nähern
    teebùr, m., teeburooriiTisch
    tsàkaaninzwischen, unter
    tun gàbanbevor
    wà (vor ind.Obj.)für, zu
    wajenbei, hinsichtlich, in Bezug auf, von, ungefähr, zu, in Richtung auf
    yi bisàhinaufsteigen, s. erheben
    yi màganààreden, sprechen
    zumuncìì, m.,-- = zùmùntaaVertrauen, Freundschaft
    zùmùntaa, f.,-- = zumuncììVertrauen, Freundschaft

    Präpositionen

    Die adverbiale Bestimmung gibt an, unter welchen Umständen sich eine Handlung vollzieht. Also das "Wann, Wo und Wie” eines Zeitwortes bzw. eines ganzen Satzes.
    Im Hausa-Satz haben die Adverbien folgende Stellung:

    ADV + Subj. + VP (+NPx)
    oder:
    Subj. + VP (+NPx) + ADV;

    Die adverbiale Bestimmung steht also entweder am Anfang oder am Ende eines Satzes (=Normalstellung). Steht die adverbiale Bestimmung am Anfang des Satzes, wird die relative Form des Subjektspronomens verwendet bzw. bei Bedarf auch Subjunktiv oder Futur.


    Beispiele:
    Sunàà nân.Sie sind hier.
    Nân sukèè.Hier sind sie.
    Sun zàunee ìnaa?Sie saßen wo? [ungebräuchlicher]
    Ìnaa sukàà zàunee?Wo saßen sie?
    Yàà tàfi gidan wayàà kullumEr ging immer zum Postamt. wörtl.: Er ging zum Postamt immer.
    An jimàà kàd'an tsuntsuu ya taashì samà.Man wartete eine Weile, der Vogel stieg in den Him-mel./Nach kurzer Zeit erhob sich der Vogel in den Himmel.
    Kààfìn yà gamà cîn àbincii, Bello yaa zoo.Bevor er das Essen beendet hatte, kam Bello.
    Gòòbe zaa mù gwadàà gishirii.Morgen werden wir das Salz messen/wägen.
    Gàà su cân!Sieh, sie (sind) dort drüben!

    Übung 14:
    1. Nächstes Jahr werden wir in die Schule gehen.
    2. Sie wird morgen auf den Markt gehen.
    3. Wir werden es genau machen.
    4. Während er noch ferne war, begann er zu sprechen.
    5. Es ist notwendig/Notwendig ist, daß du nach Hause gehst.
    6. Ich sehe dich erst/jetzt, nachdem du ins Zimmer ingetreten bist.
    7. Es ist nutzlos, daß du mich bittest.
    8. Heute haben wir viel Arbeit.
    9. Vorher haben wir viele verschiedene Sachen esehen.
    10. So wirst du das machen.
    11. Sie hat gesagt, daß wir das so machen sollen.
    12. Jetzt landet der Geier auf dem Baum.

    Vokabel: 21
    à banzaanutz-,sinn-,wertlos, umsonst
    à samàhoch, nach oben
    àbinci, m.,--Essen, Nahrung
    àbù, m., àbaa, f., abuubuwàà, Pl.Ding, Sache
    aikìì, m., ayyukàArbeit, Tätigkeit, Tat
    an jimàà kàd'anbald, in Kürze
    bàd'i, f.,--nächstes Jahr
    banzaa, f.,--Nutz-, Sinnlosigkeit
    cândort(hin), später; jene(-r, -s)
    cii, tr., Vn.: cîiessen, fressen; erobern
    d'aakìì, m., d'aakunààHütte, Haus, Zimmer
    dà yawààviel, oft(mals)
    dâafrüher, vor langer Zeit
    dâa maavorher, schon, ursprünglich
    dàban(m), Pl.: daban dabanverschieden(e,-es), anders, andere(r,-s)
    dàgà neesàvon fern
    dàgà samàvon oben
    daidaigenau, ganz, richtig, korrekt, ordentlich
    doolè neenotwendig sein, müssen
    faaràà, tr.beginnen
    gààhier/dort ist, siehe da, es war einmal
    gamàà, tr.beenden
    ganii, tr. (gan, ga)sehen, betrachten, meinen
    gidan wayààPostamt
    gishirii, m.,--Salz
    gòòbemorgen
    gòòbe, f.,--Morgen (das)
    gwadàà, tr., Vn.: gwajììmessen, prüfen, vergleichen
    hakàso, auf diese Weise
    jimàà, intr.warten, lange dauern, längere Zeit verbringen
    k'waraisehr viel, sehr
    kààfin (mit Subjunktiv)bevor
    kàd'anwenig, ein bißchen
    kullum(n)immer, jeden Tag, stets
    mài yawààviel, oft(mals)
    nânhier; dieser, -e, -es
    neesà (dà)fern, weit weg (von)
    ròòk'aa, II, tr., Vn.: ròòk'oobitten
    ròòk'oo, m.,--Bitten, Betteln
    samàüber, auf, oben
    samà, m., sàmmaiHimmel; Oberseite
    sàuka, intr.absteigen, ankommen, landen
    taashì samàsich erheben (fliegen)
    taashì, intr.aufbrechen, weggehen, aufstehen
    tàfi, intr., Vn.: tàfiyaagehen, fahren
    tiilàsnotwendig (stärkerer Zwang)
    tiilàs,f.,--Notwendigkeit
    tsuntsuu, m., tsuntsuwààVogel
    ùngùlu, f., ùngùlààyeeGeier
    wayàà, f., wayooyiiDraht, Seil, Kabel
    yànzujetzt, sofort
    yâuheute
    yawàà, m.,--Menge, Überfluß
    yi màganààreden, sprechen
    yi samàaufsteigen
    yi, tr.machen, tun
    zaunàà, intr., Vn.: zàunees. setzen, sitzen, bleiben, wohnen
    zàunee, m.,--Sitzen, Wohnen

    Hilfsverben I

    Um auszudrücken, daß eine Handlung sich in einer bestimmten Art und Weise vollzieht, kann man im Hausa, neben den "richtigen” Adverbien, auch andere Konstruktionen verwenden. Diese Konstruktionen bestehen aus Verben und (meistens) aus nominalen Elementen wie Nomen oder Verbalnomen.

    Sehr deutlich zeigt sich die Struktur in den Beispielen, die mit dem Wort "yi” (machen) gebildet werden:

    yi dààriyaalachen
    yi màganààreden
    yi aikììarbeiten
    yi ruwaaregnen
    yi k'aryaalügen
    yi barciischlafen

    Ein weiteres Verb, das formal gleich verwendet wird, ist "iyàà” (können).

    Yaa iyà aikìì.Er kann die(se) Arbeit.
    Yanàà iyà zuwàà.Er kann kommen.
    Taa iyà Hausaa.Sie kann Hausa.

    Übung 15:
    1. Das Mädchen lachte, weil es eine schöne Geschichte hörte.
    2. Du sollst nicht lügen, wenn du sprichst.
    3. Kannst du mir den Weg zum Busbahnhof zeigen?
    4. Gestern arbeiteten wir sehr gut.
    5. Er ist weitergegangen, aber er hat die Brücke nicht gesehen.
    6. Rechts von euch befindet sich der Fluß.
    7. Kannst du mir sagen, ob das der Niger ist?
    8. Biege dort vorne rechts ab.
    9. Gestern Nacht schlief ich sehr gut.
    10. Der König wird heute den Flughafen betreten.


    Vokabel:
    aikìì, m., ayyukàArbeit, Tätigkeit, Tat
    barcii, m.,--Schlaf
    bâs, m., bâs-bâs = bôsBus, Autobus
    bôs, f., bôs-bôs = bâsBus, Autobus
    cân gàbadort vorne
    ci gàba, intr.weitergehen, fortsetzen
    dààriyaa, f., daririkoLachen, Gelächter
    dàmarechts
    daree, m., daràreeNacht, Abend, Vorabend
    gàbavor, voran, in kurzer Zeit
    ganii, tr. (gan vor dir.Obj.,ga vor nom.Obj.)sehen, betrachten, meinen
    hanyàà, f., hanyooyiiStraße, Weg
    iyàà, tr.können, fähig sein
    jii, Vn.: jîihören, fühlen
    jirgii, m., jirààgeeSchiff, Boot; Zug
    jirgin samàFlugzeug
    k'aryaa, f., k'aràirai, k'aràirayin, Pl.Lüge, Falschheit
    kàdarkòò, m., kàdàrkaiBrücke
    kòògii, m., koogunààFluß
    Kwaarà, f.Niger (Fluß)
    kwanàà, f.,--Ecke
    lààbaarìì,m., lààbààruuNachricht, Information, Erzählung, Geschichte, Sage
    màganàà, f., màgàngànuuRede, Sprache, Erzählung, Wort, Satz
    nuunàà, tr.; Vn.: nuunìì od. nuunààwaazeigen, erklären
    ruwaa, m., ruuwààyeeWasser, Regen, Flüssigkeit
    samà, m., sàmmaiHimmel; Oberseite
    sarkii, m., saraakunààKönig, Emir, Herrscher
    shaa, tr., Vn.: shâatrinken, einnehmen; oft bzw. intensiv tun
    shân kwanààabbiegen, um die Ecke biegen
    shìga, intr./auch tr.eintreten, betreten, hineingehen
    tashàà, f., tashooshiiBahnhof, Station, Haltestelle
    tashàr bôsAutobusbahnhof
    tashàr jirgin samàFlughafen
    yaarinyàà, f., yâaraaMädchen
    yi aikììarbeiten
    yi barciischlafen
    yi dààriyaalachen
    yi gàbavorwärts-, weitergehen
    yi k'aryaalügen
    yi kwanààabbiegen, um die Ecke
    biegen
    yi màganààreden, sprechen
    yi ruwaaregnen
    yi, tr.machen, tun
    zama, intr.sein, s. befinden, wohnen

    Hilfsverben II

    Ein wichtiges Hilfsverb ist das Verbum "rigaa” bzw. "rìgaayàà”, das soviel bedeutet wie "schon getan haben”.
    Es wird in der Regel mit dem Perfekt verwendet.
    Im Unterschied zu den anderen Hilfsverben, denen Nomina oder Verbalnomina folgen, wird "rigaa” von einem vollständigen Satz gefolgt.

    Beispiele:
    Naa rigaa naa zoo.Ich bin schon gekommen.
    Kaa rigaa kaa gan shì.Du hast ihn schon gesehen.
    Mun rigaa mun tàmbàyee sù.Wir haben sie schon gefragt.
    Sun rigaa sun taashì.Sie sind schon aufgebrochen.

    Das dominierende Element der ganzen Konstruktion ist "rigaa”.
    Das ist wichtig, weil bei der Verneinung nicht das "eigentlich” zu verneinende Verbum alleine verneint wird, sondern die ganze Konstruktion, also "rigaa + Satz” verneint wird.

    bà [+subjektspron. Element] + rigaa + Satz + ba

    Beispiele:
    Bàn rigaa naa tàfi ba.Ich bin noch nicht gegangen.
    Bà kì rigaa kin wucèè ba.Du bist noch nicht vorbeigekommen.


    Übung 16:

    1. Yanzu dai mun yi maganar Nijeriya a baki d'aya.
    2. Muna iya yin haka cikin sauk'i wajen magana a kan tuddai, koguna da dai sauransu.
    3. Amma mutanen da ke cikin Nijeriya, sun bambanta cikin kabilu dabam dabam, masu harsuna da al'adu iri dabam daban.
    4. Don haka a kan ga kamar Nijeriya ba k'asa d'aya ce ba, kamar taron ka'asashe ne da yawa.

    Auflösung der Übung bitte an Franz Stoiber



    Vokabel 23:

    akàn man pflegt
    àl'aadàà, f., àl'ààduuSitte, Gewohnheit, Brauch
    bààkii d'ayaauf einmal, gleichzeitig, zusammen
    bambàntaa, II, tr.unterscheiden (sich),
    d'ayaeins, einer
    dàban/m, Pl.: daban dabanverschieden(e,-es), anders, andere(r,-s), unterschiedlich
    don = dòòminweil, denn, damit, wegen, für
    don hakàdeshalb
    dòòmin = donweil, denn, damit, wegen, für
    hakàso, auf diese Weise
    harshee, m., harsunààSprache, Zunge
    irìì, m., irì-irìArt, Sorte, Geschlecht
    kàbiilàà, f., kàbììluuVolksstamm, Völkerschaft, Stamm
    kòògii, m., koogunààFluß
    kòògoo, m., koogunààLoch Höhle
    rigàà = rìgaayààtr.: vorangehen; intr.: etw. schon getan haben
    rìgaayàà = rigààtr.: vorangehen; intr.: etw. schon getan haben
    sauk'ii, m.,--Leichtigkeit
    sauraa, m.,--Rest, übrige
    tààroo, m., tàrukààVersammlung
    tudùù, m., tùddaiHügel, Erderhebung
    wucèè, tr.vorbeigehen, überschreiten, übereholen

    Hilfsverben III

    Die folgenden Verben gehören, wie "rigaa”, zu einer Gruppe, die die Handlung des Satzes näher beschreiben. Sie sind eigentlich adverbielle Elemente, die im Hausa als Verben realisiert werden. Die Aussage des jeweiligen Satzes wird dann durch ein Verbalnomen oder auch ein Nomen vermittelt. Im Deutschen kann man ebenfalls solche Sätze bilden.

    Ich gehe gerne.
    Ich liebe es, zu gehen.
    Ich bemühe mich sehr.
    Ich verstärke meine Bemühungen.

    Dies erinnert an das Präsens: Hier bedeutet die Silbe "-nàà” "irgendwo/bei etwas sein” und das Verbum wird in der Form des Verbalnomens verwendet, bzw. kann auch jedes andere Nomen anstelle des Verbalnomens eingesetzt werden. Die Struktur eines solchen Satzes ist:

    P-A + VERBUM + VERBALNOMEN

    Drei der wichtigsten Verben dieser Art sind:
    1
    rik'ààetwas ständig tun, beibehalten, "ständig”
    Naa rik'àà ganinsa.Ich sehe ihn ständig.
    Yaa rik'àà k'òòk'arii.Er strengt sich ständig an.
    Zaa mùù rik'àà yîn màganàà.Wir werden ständig reden.
    2
    tab'ààetwas jemals getan haben, berühren, "jemals”
    Verneinung: niemals, noch nicht
    Mit verneintem Futur: nicht mehr;
    Kun tab'àà sôn zuwàà?Habt ihr jemals kommen wollen?
    Kaa/Kin tab'àà gan Kanòò?Hast du jemals Kano gesehen?
    Bài tab'àà yîn ruwaa bà.Es hat noch niemals geregnet.
    Bàà zaa mù tab'àà kààmàà shi ba.Wir werden ihn nicht mehr fangen.
    3
    k'aarààetwas wieder tun, wiederholen, "wieder";vergrößern, vermehren
    Taa k'aaràà k'òòk'arintà.Sie wiederholte ihre Anstrengung./Sie strengte sich wieder an.
    Za mùù k'aaràà tàfiyaa.Wir werden wieder reisen.
    Naa k'aaràà yîn aikìì.Ich habe wieder gearbeitet.

    Übung 17:

    Zamu ci gaba da maganar Kabilun Nijeriya:
    1. Duk da haka har yanzu daidai ne a iya ce wa Nijeriya k'asa d'aya.
    2. Kabilun da ke cikin Nijeriya duk kusan abu d'ayane, watau akwai zaman lafiya a tsakaninsu.
    3. Suna yin ciniki a tsakaninsu, ta yin amfani da hanyoyin mota da na jirgi da koguna da teku.
    4. Duk hanyoyin ba na wata kabila d'aya ne ba kawai, na duk k'asar ne baki d'aya.
    5. Dukansu suna aiki suna taimakon juna.
    6. Ko wace daga cikin Kabilun Nijeriya tana da nata tarihi dabam.
    7. A zamanin da, ba wata kabila da ta amince da wata, har ma sau da yawa yak'i ya kan faru tsakanin kabila da kabila.

    Vokabel 24:

    duk dà hakàtrotzdem
    wààtàudas heißt
    zaman laafiyààgutes Einverständnis
    tsàkaaniiMitte
    àmfààniiNutzen
    kawàinur
    amìnceevertrauen
    taariihììGeschichte
    sàu Mal
    yaak'ììKrieg

    Relativsätze

    Relativsätze sind Sätze, die ein Nomen näher bestimmen. Sie stehen im Deutschen direkt nach diesem Nomen und werden mit ihm durch die Relativpronomina verbunden. Es gibt aber im Hausaa auch noch andere Umstände, die eine Relativkonstruktion notwendig machen.

    Deutsche Beispiele
    Die Frau, die gestern Hausa gesprochen hat, ist hier.
    Der Mann, welcher hier ist, hat gestern Hausa gelernt.
    Das Kind, das ich sah, spielte mit dem Hund.

    Im Hausa steht der Relativsatz ebenfalls direkt hinter dem Bezugsnomen. Die Verbindung zwischen Bezugsnomen und Relativsatz wird hergestellt durch:

    1. die Anfügung der Endung -n/-r an das Nomen
    2. das Relativpronomen
    3. die Verwendung des Relativen Aspekts (in Gegenwart und Vergangenheit).

    NOMEN-n/r + RELATIVPRONOMEN (dà) + P-A

    Beispiele
    àmfààni-n dà mukèè yiiNutzen welchen wir machen
    der Nutzen, welchen wir (daraus) ziehen
    gidan dà mu ganiidas Haus, welches wir sahen
    gaanuwaa, dà takèè geewàyee gàriider Wall, der die Stadt umgibt

    Relativpronomina gibt es verschiedene Formen

    Das häufigste ist dà, das sich auf alle Geschlechter bezieht. Es entspricht sowohl dem deutschen welcher, welche, welches als auch dem der, die, das.

    àbin mukà soo. (die) Sache, die wir wollten

    Eine häufige Wendung, die verwendet wird um einen Wunsch auszudrücken ist:

    àbin dà nikèè sôo ...
    Was ich will, ...


    Daneben gibt es aber auch ein Relativpronomen, das dem deutschen welcher, welche, welches genauer entspricht. Im Gegensatz zu dà wird bei diesem die Verbindung nicht durch -n/-r hergestellt!

    wandàwelcher, welches
    waddàwelche
    wad'àndàwelche (Plural)

    Beispiele:
    wurii wandà Audu yakèè ganiider Platz, welchen Audu sieht
    mààtaa waddà ta zo(die) Frau, die kam
    mutâne wad'àndà sukèè zuwàà(die) Menschen, die (gerade) kommen

    Relativkonstruktionen werden in folgenden Kontexten verwendet:

    1. Adverbien, die am Satzbeginn stehen erfordern den Relativ.
    2. Fragewörter (wer?, was?, wo?, wann?) stehen üblicherweise am Satzbeginn und erfordern damit den Relativ.
    3. Objekte, die an den Satzbeginn gerückt werden erfordern den Relativ (Emphase).
    4. Es ist möglich eine nominale Phrase aber auch ganze Sätze mittels nee besonders zu betonen. Steht eine solche Phrase, die auf nee endet am Satzbeginn, dann muß ebenfalls der Relativ verwendet werden.
    5. Relativsätze im eigentlichen Sinn.

    Übung 18:

    Mu ci gaba da Kabilun Nijeirya

    Amma dai haka batun ya ke a wannan lokaci cikin duniya. Mutanen wata kabila da k'yar za su yi k'uru su shiga cikin k'asar wata kabila. Alhamdu lillahi, ga shi ma yanzu wad'ansu ba su ko san abin da a ke ce wa yak'i ba. Kowa na iya tafiya duk wurin da ya ga dama, ya shak'u da wad'ansu kabilu cikin walwala da kwanciyar hankali. Jimlar yawan mutanen Nijeriya a 1964 wajen miliyan 55 ne. Fiye da rabinsu a Jihar Arewa su ke watakila.


    Vokabel 25

    bàtuu / batuutuuwààGespräch, Angelegenheit, Sache
    duuniyààWelt, Erde
    k'yar, dà kyar/k'yarkaum, mit Schwierigkeit
    k'ùruKühnheit, Mut
    daamaa / daamoomiiGelegenheit, Möglichkeit
    shààku (dà)gute Freunde sein
    wàlwàlaaFröhlichkeit, Lebensfreude
    kwànciyaaLiegen
    kwànciyar hankàliiRuhe, Stabilität
    hankàliiVerstand
    jimlààSumme
    fìye dàmehr als, besser
    rabììHälfte
    jihàà / jihoohiiRegion, Provinz
    arèèwaNorden
    gaanuwaa / gaanuwooyiibefestigter Wall
    geewàyeeumkreisen, umgeben

    Die Pronomina des Hausa

    (Wiederholung)
    Das Hausa besitzt neben den Subjektspronomina die Personal-(absoluten)-Pronomina, die Objektspronomina und die Possessivpronomina. Weitere Klassen von Pronomina sind: Indefinitit-Pronomina, die Demonstrativ-Pronomina und die Relativ-Pronomina


    Das absolute Pronomen

    Singular
    niiich
    kaidu mask.
    keedu fem.
    shiier
    itasie
    Plural
    muuwir
    kuuihr
    suusie

    Die Objektspronomina

    Für den direkten Fall (Accusativ, vierter Fall):

    "Ich sehe dich"

    Singular
    nimich
    kadich mask.
    kidich fem.
    shiihn
    tasie
    Plural
    muuns
    kueuch
    susie

    Die Tonstruktur (Hoch- oder Tieftof) der direkten Objektspronomina ist von der Tonhöhe der vorhergehenden Silbe abhängig und dieser entgegengesetzt.


    Für den indirekten Fall (Dativ, dritter Fall) besitzt das Hausa die folgenden Objektspronomina.

    "Ich kaufe dir ein Buch."
    Singular
    minìmir
    makàdir mask.
    mikìdir fem.
    masàihm
    matàihr
    Singular
    manàuns
    mukùeuch
    musùihnen

    Auch beim Possessivpronomen unterscheidet das Hausa zwischen absolut (alleinstehend) und verbundenem Pronomen.

    Das absolute Possessivpronomen richtet sich, wie das verbundene Pronomen nach dem Geschlecht des Bezugsnomens. Dieses Bezugsnomen ist der Besitz.


    Besitz: maskulinfemininDeutsch
    Singular
    teebùùr (Tisch)tashàà (Bahnhof) 
    nààwatààwamein
    naakàtaakadein mask.
    naakìtaakìdein fem.
    naasàtaasàsein
    naatàtaatàihr
    Plural
    naamùtaamùunser
    naakùtaakùeuer
    naasùtaaùihr

    Neben den Personal etc Pronomina gibt es auch Indefinitpronomina, Demonstrativa und Relativpronomina.


    Indefintpronomina

    Singular
    wanieiner, ein gewisser, ein anderer
    wataeine, eine gewisse, eine andere
    Plural
    wad'ansueinige, gewisse, andere

    Singular
    waanèder und der
    wancèdie und die
    Plural
    su waanèdie und die mask.
    su waacèdie und die fem.

    Demonstrativa

    Diese/r/s:

    Singular
    wannàndiese/dieser
    Plural
    wad'ànnândiese Plural

    Jene/r/es:

    Singular
    wancànjener
    waccàn, warcànjene
    Plural
    wad'àncânjene Plural

    Relativpronomina

    Singular
    wandàwelcher
    waddà, waccèwelche
    wad'àndàwelche


    Übung 19:

    (Aus "Gaskiya ta fi Kwabo", Talata, 17 ga Mayu 1977)
    `Yan sumoga, watau masu shigowa da kaya a sace, yanzu sai su shiga taitayinsu. Gwamnati ta kafa masu doka, duk wanda aka kama ya yi wa wani ko wad'ansu ma'aikatan Kwasta rauni da bindiga, za a yanke masa hukuncin kisa.
    A Jumma'ar da ta wuce nan ne Gwamnatin Tarayyar Nijeriya ta kafa wannan doka. Dokar ta tanadi cewa duk wanda aka kama ya shigo da wad'ansu kayayyaki k'asar nan ba tare da izni ba, za a d'aure shi shekara biyar ba tare da wani zab'in tara ba, sai fa in an tabbatar kayayyakin suna da takardun iznin a shigo da su.
    Duk wanda ma aka same shi da wani kayan da aka yi satar shigowa da shi k'asa dokar ta tanadi a d'aure shi shekara d'aya, ba tare da an ba shi wani zab'in biyan tara ba.


    Vokabel 26:

    sumogaSchmuggel
    wààtàudas heißt, sozusagen, nämlich
    saacèèstehlen
    à saacèèheimlich, verstohlen
    tàitayàà IIhelfen (einem Kranken)
    shìgahineingehen, eintreten
    shìga taitàyiPflicht erfüllen, zur Besinnung kommen
    kafààerrichten, bauen, Gesetz erlassen
    dòòkaa / dookookiiGesetz
    ma'àikàciiArbeiter, Angestellter
    ma'aikacìyaaArbeiterin, Angestellte
    ma'àikàtaaArbeiter, Angestellte Plural
    kwastànZoll
    bindigàà/-googiiGewehr
    ràunii / raunukààWunde
    yankèèabschneiden, fällen
    hukuncììUrteil
    kisààTöten, Mord
    Jumma'ààFreitag
    taanàdiiVorbereitung, VN von:
    tàànadàà IIvorbereiten, sich kümmern um
    cêewaadaß KONJUNKTION
    tààree (dà)zusammen mit
    iznììErlaubnis
    zaab'iiWahl
    tààraaGeldstrafe
    tabbatar (dà)versichern, bestätigen
    tààrayààPartnerschaft, Föderation
    gwammnati Regierung
    biyaabezahlen


    Zahlwörter und Rechenarten

    Die Kardinalzahlen sind weiblichen Geschlechtes ("Die Fünf"). Bei Verbindungen mit Substantiven ist es nicht nötig das Substantiv in die Mehrzahl zu setzen; es genügt bereits die Mengenangabe, die durch das Zahlwort selbst ausgedrückt wird. Dabei wird das Zahlwort nachgestellt und erhält keine Genitivmarkierung.

    Navigation:
    Zahlwörter 11-19Zahlwörter ab 20Ordnungszahlwörter
    DistributivzahlwörterBruchzahlenRechnungsarten

    drei Nächtedaree ukù
    45 Jahreshèèkaràà àrbà'in dà bìyar

    Die Zahlwörter von 0 - 10

    0sifìrii
    1d'aya
    2biiyu
    3ukù
    4hud'u
    5bìyar
    6shidà
    7bakwài
    8takwàs
    9tarà
    10goomà

    Die Zahlwörter von 11 - 19

    Sie sind Zusammensetzungen aus 10 und dem entsprechenden Einer. Verbunden werden diese beiden Zahlwörter mittels dem Wort shà.
    11(goomà) shà d'aya
    12(goomà) shà biiyu
    13(goomà) shà ukù
    14(goomà) shà hud'u
    15(goomà) shà biiyar
    16(goomà) shà shidà
    17(goomà) shà bakwài
    18(goomà) shà takwàs, oder: àshìrin biiyu baabù
    19(goomà) shà tarà, oder: àshìrin d'aya baabù

    Bei den Zahlen 18 und 19 kann auch eine andere Verbindung gebildet werden, sie bedeutet 20 weniger 2 bzw. 1. Diese Form baabù ist bei Kombinationen von -8 und -9 bei allen Zehnern (28,29,38,39,48,49,...) verwendbar.


    Die Zahlwörter ab 20

    Die Zusammensetzungen werden mit gebildet.

    20àshìrin
    21àshìrin dà d'aya
    22àshirìn dà biiyu
    30tàlaatin
    40àrbà'in
    50hàmsin
    60sìttin
    70sàbà'in
    80tàmànin
    90tìs'in, oder: càsà'in
    100d'àrii, oder: minya
    200d'àrii biiyu, oder: mèètan
    300d'àrii ukù
    400d'àrii hud'u, oder: arbaminya
    500d'àrii bìyar, oder hamsaminya
    1000dubuu, oder: alìf
    2000dubuu biiyu, oder: alif, zambar, àlfyan
    3000dubuu ukù
    1.000.000miliyàn

    Die Verbindung der Zahlwörter erfolgt entweder durch shà oder, bei allen Zahlen über 19, durch dà. Also:

    41àrbà'in dà d'aya
    123d'àri dà àshìrin dà ukù
    497d'àri hud'u dà tìs'in dà bakwài
    1358dubuu dà d'àri ukù dà hàmsin dà takwàs

    Ordnungszahlen

    "der/die/das erste, ..." wird im Hausa mit dem Genitivpartikel na/ta gebildet, der vor das entsprechende Kardinalzahlwort gesetzt wird. Der Genitivpartikel richtet sich in seinem Geschlecht nach dem Wort, auf das er sich bezieht. (Na ist sowohl Maskulin- als auch Plural-Partikel, ta ist Feminin-Partikel).
    Ausnahme ist "der/die/das erste", diese Zahl wird durch die Verbindung mit "Anfang" farkoo gebildet:

    das erstena/ta farkoo
    das zweitena/ta biyu
    das drittena/ta ukù

    Manchmal findet man die Kardinalzahlen bis einschließlich 11 zusammengeschrieben also: na/tafarkoo.


    Distributivzahlen

    Sie entstehen durch die Verdopplung der Kardinalzahlen:

    eins-eins heißt also je einer, einzeln

    je eine/er/esdayaa d'ayaa
    je zweibiiyu biiyu
    je hundertd'àri d'àri

    Zusammengesetzte Zahlwörter wiederholen nur die letzte Zahl. Dieselbe Konstruktion wird auch verwendet um auszudrücken: Wieviel kostet ein Stück? Nawà nawà nee?


    Bruchzahlen

    Sie sind zumeist aus dem Arabischen entlehnt.


    1/2rabìì
    1/3sulùsii
    1/4rubùù'ii
    1/10ushùrii

    Brüche mit anderem Zähler als eins werden wieder mittels der Hausa-Zahlwörter ausgedrückt.


    2/4biiyu bisà hud'u
    3/10ukù bisà goomà

    Ist der Nenner größer als 10 dann bildet man die Brüche mit cikin "innen, drinnen":


    1/30d'aya cikin tàlààtin
    5/16biyar cikin sha shidà

    Dezimalbrüche werden mittels "Tropfen, Punkt" d'igoo gebildet:


    1,5daya d'igoo bìyar
    5,9bìyar d'igoo tarà


    Rechenarten

    Die wichtigsten Ausdrücke sind:

    "Ist-gleich"ne, oder: kèè nan
    "Wieviel"nawà (nee)
    Plus
    2 + 2 = 4biiyu dà biyuu hud'u nèè.
    Minusd'ibàwa, baabù, dàga
    5 - 4 = 1biyar d'ibàwa hud'u d'aya kèè nan.
    6 - 3 = ?shidà, ukù baabù nawà nee?
    7 - 2 = 5biyu dàga bakwài biyar nèè.
    Mal/td>sau
    6 * 9 = 54shidà sau tarà hàmsin dà hud'u nèè.
    Geteiltraba dà
    6 : 2 = 3shidà raba dà biiyu ukù nee.

    Übung 20:

    Rechenzeit:

    1. 25 + 16=?, 31*5=?, 60:3=?, 1200-250=?
    2. 243+34=?, 18*7=?, 20-1=?, 11+18=?
    3. 3,5; 72,4; 67,3
    4. Er gab ihm das dritte Buch.
    5. Gestern sah ich das hundertste Auto.
    6. Sie sind einzeln eingetreten, aber sie sind zu zweit herausgekommen.
    7. Gib mir je drei Stück.

    Vokabel 27:

    shèèkaràà / shèèkàruuJahr
    d'igooTropfen, Punkt


    Die Uhrzeit

    Die Uhrzeit (Tageszeiten siehe unten) wird im Hausa vermittels des Wortes für Eisen k'arfèè angegeben. Die Struktur ist stets:

    k'arfèè ...

    k'arfèè nawà nee?Wie spät ist es?
    k'arfèè ukùdrei Uhr
    k'arfèè shà shidàsechzehn Uhr
    k'arfèè goomàzehn Uhr

    Die Minuten werden bis zur halben Stunde zur vorhergehenden Stunde dazugezählt:


    k'arfèè takwàs dà mintìì goomàacht Uhr und zehn Minuten
    k'arfèè shà ukù dà mintìì àshìrin dà biiyardreizehn Uhr und 25 Minuten

    Ab der halben Stunde werden sie von der nächsten ganzen Stunde abgezählt. Dies geschieht durch sauraa "Rest" oder báà "es gibt nicht":

    k'arfèè hud'u sauraa mintìì goomà10 Minuten vor Vier
    k'arfèè shà tarà sauraa mintìì biiyarfünf Minuten vor 19 Uhr
    k'arfèè biiyar báà mintìì shà shidà16 Minuten vor fünf Uhr

    Die Halbe Stunde wird mit rabìì "Hälfte" gebildet:

    k'arfèè ukù dà rabìì1/2 vier Uhr

    Das Viertel ist kwatàà, es wird, wie die Minuten, mittels dà oder sauraa gerechnet:

    k'arfèè shà d'aya dà kwatàà11 Uhr 15 Minuten
    k'arfèè hud'u sauraa kwatàà15 Minuten vor Vier

    Tageszeiten

    Zur Angabe der Stunden nach zwölf Uhr können sowohl die "langen" Formen, also dreizehn, vierzehn etc verwendet werden, als auch die "kurzen" Formen: eins, zwei, ... Bei Verwendung der kurzen Formen ist durch einen Zusatz zu erklären, um welche Tageszeit es sich handelt.

    raanaaTag, Sonne: wird zur Mittagszeit verwendet
    yâmmaaWesten, Abend: wird am Nachmittag bis zum frühen Abend verwendet
    màrèèceeAbend: vom Dunkelwerden bis ca 21 Uhr
    dareeNacht: Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
    saafeeMorgen: bis ca 11 Uhr

    Weitere Tageszeiten sind:

    asubadie Zeit vor dem Sonnenaufgang
    jijjifiidie Morgendämmerung
    azaharfrüher Nachmittag
    la'asarspäter Nachmittag
    ma(n)garibadie Zeit nach dem Sonnenuntergang
    tsakar raanaaMittag
    tsakad dareeMitternacht
    faad'uuwar raanaaSonnenuntergang


    Plurale I

    Da das Hausa eine Fülle von Bildungsmöglichkeiten für den Plural hat, ist es am besten die häufigsten Muster zu lernen, um Pluralformen erkennen zu können. Bei der aktiven Verwendung kann man entweder auf die bereits gelernten zurückgreifen oder sich der Möglichkeit der Umschreibung mit gùdaa "Stück" bedienen. Gùdaa ist immer von der Einzahl gefolgt!

    Bà ni gorò gùdaa ukù!Gib mir drei Kolanüsse.

    Eine Möglichkeit den Plural zu bilden besteht in der Verdopplung der letzten Silbe; an diese wird häufig eine Endung suffigiert. Typische Endungen sind: -wa, -ka, -a, -ai, -u.


    Singular Plural
    gààriiStadtgaruurrukà
    kaayaaLastkaayààyyakii
    wuriiOrtwurààree
    dareeNachtdaràree
    gidaaHausgidààjee
    àbùDingabuubuwàà


    Vokabel 28:

    k'arfèèEisen, "Uhr"
    mintììMinute
    sauraaRest
    rabììHälfte
    kwatààViertel

    Hilfsverben IV

    Außer den bisher besprochenen Hilfsverben (yii, iyàà, rik'àà, tab'àà und k'aaràà) gibt es noch einige wichtige Wörter, die als Hilfsverben verwendet werden. Die Struktur der Sätze ist stets die gleiche (!Achtung aber bei rigaa dem ein ganzer Satz folgt):

    SUBJEKTSPRONOMEN + VERB + VERBALNOMEN

    Das erste dieser Reihe von Verben ist:

    dingààetwas ständig tun, "ständig"

    Im Gegensatz zu rik'àà bedeutet dingàà, obwohl die deutsche Übersetzung gleich für beide gleich lautet, daß die Handlung, die "ständig" getan wird, bereits begonnen hat. Also:

    Zamùù rik'à yîn màganàà.Wir werden ständig reden (aber wir haben noch nicht damit begonnen).
    Zamùù dingà yîin màganàà.Wir werden ständig reden (und wir haben damit schon begonnen).

    Das zweite Verb unserer Reihe ist:

    dad'ààwieder tun, hinzufügen, "wieder"

    Eigentlich bedeutet dad'àà, wie auch k'aaràà, "vermehren" woraus die hilfsverbale Verwendung entstanden ist.

    Taa dad'à yîn bùlaguuroo.Sie ging wieder spazieren.
    Mun dad'à kamàntaa masà àbin dà mukèè bùkaatàà.Wir erklärten ihm wieder, was wir wollten.

    Endlich das Dritte:

    saakèèwieder tun, wiederholen, "wieder"

    Shaanuu sun saakè guduwà.Die Rinder sind wieder weggelaufen.
    Kun saakè zìyartàrmù.Ihr habt uns wieder besucht.

    Und das Vierte und Fünfte:

    soomàà und faarààbeginnen

    à shân ruuwaa.Ich habe begonnen Wasser zu trinken.
    Sun soomà tàfiyàà.Sie haben die Reise begonnen.



    Übung 21:

    1. Du wirst die Medizin ständig einnehmen (trinken).
    2. Warum kommt er ständig zu uns nach Hause (in unser Haus).
    3. Er ist wieder nach Kano gereist.
    4. Ich habe ihn wieder gesehen.
    5. Gestern haben sie sich wieder getroffen.
    6. Wann wird der Zug zu fahren beginnen?
    7. Ich habe es schon gegessen, aber ich werde es nicht wieder tun.
    8. Ich bin noch nicht in Afrika gewesen, aber ich werde morgen beginnen sie zu planen.
    9. Sie wird nicht wieder zurückkehren.
    10. In der Erntezeit hat der Bauer zu ernten begonnen.

    Ein kleiner Text:

    Daga Zuwan Turawa Nijeriya Ta Arewa na Abdulmaliki Mani, Gaskiya Corporation Zaria, 1978
    Shafi 80: Malam, shin ka tab'a zuwa Kano dai? To, a duk Nijeriya ta Arewa ba gari kamar Kano, tun ma kafin Turawa su zo. Babban birni ne ainun. A lokacin da Turawa suka iso Kano, sa'an nan garin yana da k'ofofin har 13, kuma a k'alla tashi bisa na ganuwar da ta kewaye Birnin Kano kusan k'afa hamsin ne. Kaurin ginin garun nan kuwa ya yi k'afa arba'in. A daidai baikn k'ofa akwai wad'ansu 'yan k'ananan k'ofofi da aka yi a jikin garun. Su wad'anan k'ofofi amfaninsu shi ne lokacin da aka kawo hari birnin, sai mutanen da ke ciki su lallab'o su zo su rik'a lek'awa ta nan, don su ga irin abin da abokan gaban nan da suka kawo hari ke yi. Haka kuma idan har ana yak'i ne a waje daf da ganuwa, to, ta cikin irin k'ofofin nan ne mutane da ke ciki ke lek'owa su ga mutanensu da aka yi wa rauni ko aka kashe.



    Vokabel 29:

    bùlaagurooSpaziergang, Reise
    kamàntaabeschreiben, erklären
    bùkaatàà IIwünschen, wollen
    dad'ààwieder, wieder tun
    dingààständig, ständig tun
    saakèèwieder, wieder tun
    gudùlaufen, weglaufen
    jirgin k'asaaEisenbahn
    sààdu (dà)sich treffen (mit)
    dàbaràà Plan
    kààkaaErntzeit (Nov. - Dez.)
    manòòmii/manòòmaaBauer
    girbaa, VN girbììernten




    Plurale II

    Eine weitere Bildungsart der Plurale besteht darin, den letzten Vokal in oo umzuwandeln, den letzten Konsonanten zu wiederholen und dann die Endung ii anzufügen. Schematisch schaut das so aus:

    Konsonant + oo + Konsonant + ii

    Beispiele:

    Singular Plural
    yaak'ììKriegyaak'ook'ii
    oodààBefehloodoojii
    taasààTassetaasooshii
    k'ungììyaaVersammlung, Delegationk'unììyyooyii
    tààtsuunìyaaMärchentààtsuunìyooyii
    fuskàGesichtfuskookii
    iyààkaaGrenzeiyààkookii
    mootààAutomootoocii
    kààsuwaaMarktkaasuwooyii
    fartanyààSichelfartanyooyii
    hanyààWeghanyooyii
    tàmbayààFragetambayooyii

    +++

    Übung 22:

    1. Wie spät ist es?
    2. Es ist 5 Uhr.
    3. Man hat mir gesagt, daß es acht Uhr zwanzig ist.
    4. Bist du sicher, daß es 12.45 ist?
    5. Kannst du mir sagen, wo der Markt ist?
    6. Ich möchte essen.
    7. Bring mir zu trinken.
    8. Wieviel kostet dieses Zimmer?
    9. Wo wohnst du?
    10. Nahe dem Haus stand gestern ein Mann.
    11. Hinter der Schule befindet sich ein Hotel.
    12. Auf dem Tisch lagen gestern viele verschiedene Sachen.
    13. Ich will mit ihm sprechen sobald er kommt.


    Vokabel 30:

    ainùngründlich, wirklich
    tab'ààberühren, schon getan haben
    k'allàmindestens
    birniiStadt
    gaanuwaa/gaanuwooyiibefestigter Wall, Stadtmauer
    keewàyeeumgeben, umhergehen
    kauriiStärke, Dicke
    àmfààniiNutzen
    harìì/hàre-hàreeAttacke, Angriff
    lallàb'aaberuhigen intr u tr
    lallab'o daiberuhige dich
    rik'ààständig tun
    leek'ààbetrachten
    abokan gabaFeind
    daf (dà)nahe bei
    tàbbatàsicher sein
    òòtêl Hotel

    Die Partikel sai I

    Eine der wichtigsten und zugleich auch "schwierigsten" Partikel des Hausa ist sai das /sei/ ausgesprochen wird. Sai verbindet Sätze miteinander, wobei oft schwer zu entscheiden ist, ob bei diesen Sätzen Koordination oder Subordination vorliegt. Grundsätzlich kommt sai in zwei unterschiedlichen Verwendungsweisen vor:


    1. Voraussetzung: sai kann ausdrücken, daß die Handlung des Satzes, den es einleitet, zuerst durchgeführt worden sein muß, ehe die Handlung des/der übrigen Satzes/Sätze vollzogen werden kann. Der Aspekt, der im sai-Satz steht ist dann das Perfekt. Durch dieses Verwendungsweise wird zugleich illustriert, was im Hausa Perfekt ist, nämlich tatsächlich eine abgeschlossene Handlung.

    Formal: sai + Perfekt

    Die zutreffendste Übersetzung kann mit erst, erst wenn oder bis gebildet werden.


    Beispiele :

    in zaa sù fìta, sai sun tàmbaayèè shi iznììwenn sie ausgehen, (haben) sie zuerst ihn um Erlaubnis gefragt
    gaalìbin àbinci, sai an dafààMehrheit des Essens, erst wenn es gekocht worden ist (Man ist das meiste Essen, erst wenn es gekocht worden ist)
    Sai mùtûm yaa faaràà noomaa saa'à nan zâi bar yaawòòErst wenn der Mensch den Hackbau begonnen hat, (dann) läßt er das Wandern
    Sai mun daawoo! Bis wir zurückgekehrt sind! (Gruß)
    Sai wata raanaa!Bis zu einem Tag (der gekommen ist) (Gruß)

    2.Temporalsätze werden häufig mit dà [+ Relativ] "als" eingeleitet, dieses kann durch sai verstärkt werden:

    Sai dà mukà jee Kanòò mukà gan su.(erst) als wir nach Kano gegangen waren haben wir sie gesehen
    Sai dà daaree ya yi sukà dafàà àbinci(erst) als es Nacht geworden war kochten sie das Essen

    3. Eine weitere häufige Verbindung von sai mit anderen Elementen stellt folgende dar:

    har sai dàdie am besten mit bis übersetzt werden kann.

    Mun yi aikìì har sai dà mukà gamààWir arbeiteten bis wir (sie) beendet hatten.

    4. Wird der Satz, der dem sai-Satz vorangeht negiert (bà ... ba, baa), dann wird das, was im sai-Satz steht zur Ausnahme. Die beste Übersetzung kann man mit außer, außer wenn, nur bilden.
    Wichtig: Häufig fehlt in den sai-Sätzen das Verb.

    Baa kà ganin koomee sai mànyan gidaajeee.Du sieht nichts außer große Häuser.

    Wichtig: Nicht nur das Verb im sai-Satz kann fehlen, es kann überhaupt der negative Satz, der trotzdem eine Vorbedingung für den sai-Satz ist, FEHLEN.

    Beispiele:

    sai àbin dà kaa cèènur (es gibt nichts als das, was) du sagst
    Sai Alla!(es gibt nichts) außer Gott.

    5. Der Gegensatz, der sich bereits in den Negativsätzen und vor allem in den nicht realisierten Negativsätzen ankündigt, wird in vielen Fällen verstärkt zu ABER. In diesen Fällen kann sai durch dai [Emphasepartikel] verstärkt werden. Dieser Konstruktion kann dann noch zusätzlich ein dà folgen:


    sai + dai + [dà] ... "aber"

    Beispiele:

    daa mùtûm bài san àbin dà zâi iyà dà abdùgaa ba, sai dai yàànzu nomàà ta yakèè yi.früher wußte der Mensch nicht, was er mit der Baumwolle machen könnte, ABER jetzt baut er sie an.
    Irìn zamansù kusan d'aya nèè dà na Bàraro, sai dai àkwai bambancìì.Die Art ihres Lebens ist fast gleich mit der der Ful-Nomaden ABER allerding besteht (zumindest ein) Unterschied.

    Übung 23:

    Kasuwa [daga Mischlich, A., Über die Kulturen im Mittel-Sudan, Dietrich Reimer Vlg., Berlin 1942, E.7.1.15.]
    Mafauta da maauna da yan kooli su ne uwayen kasuwa. A Hausa manyan garuuruwa kasuwan su su na cikin birni: birnin Kano da Gandu da Jega da Zazau da Katsina da Daura. Su ne kuwa ba su fashin ci, i na tsàmmaanìì, kasuwa duka da ta ke wajen birni, ta na fashin ci, don hakanan kasuwar Sakoto cikin gari ta ke, ammaa ta na fashin ci; ranan jimua (Jumma'àà) ta ke ci, haka Gandu haka Jegam, amma kasuwar birnin Kano ba ta fashin ci, haka birnin Zazau, haka Katsina. Hausa duka kasuwai su na da runfuna. Akwai manyan kasuwai, ran da su ke ce, a na zuwa daga wasu garuuruwa, a na cin su, a na taruwa k'warai, ran da ba su ci, kuwa babu mutane, sai tsofafin mata masusaida ge'da, dak'uwa da fura da nono da rogo dafafe da dankali.
    Jega k'aramin gari ne, amma a na cin kasuwar sa ran aljima, a na taruwa. Ran da a ke cin kasuwa, a kan ce: kasuwa ta na ci yau. Ran da ba a ciniki cikin ta, a kan ce: yau ta na fashi. Akwai kasuwai masuranan ci, akwai maici jumua, akwai maici litini, akwai maci lahadi, akwai maici talata, wwai maici larba, amma ban ga kauswa maici alhamis da asabar ba. Akwai kasuwai, wadanda ba su da ranar ci, sai kan sun ci yau, gobe kuwa su yi fashi, jibi kuma su ci, hakanan tutur. Akwai wasansu kasuwai kuwa, kan sun ci, su na yin fashi biyu, kana su ci kuma. K'aramin gari maikasuwa babu kaman Jega, kuma baban gari maikasuwa babu kamar Kano. Baban abin ciniki Kano bak'i da goro, a na zuwa daga Azbin, a na cin kasuwar Kano, a na zuwa daga Barno, a na ci, haka daga Bauci, daga Nufe, daga Adar, daga Zanfara, daga Yaraba, daga Zaila, daga Adamus, daga Tarabus, daga Katsina, daga Daura, daga Wadai, daga Zindir.

    Vokabel 31:

    faashììAufschub, Verzögerung
    ma- h+h+t Vorsilbe für Nomen Agentis Konstruktionen
    aunàà, Vn awòòwiegen, abmessen
    tsàmmaanììAnnahme, Denken
    inàà tsàmmaanììich denke, glaube
    Jumma'ààFreitag
    dak'uwààSüßspeise aus Nüssen
    furààMehlkloß
    noonoosaure Milch
    roogòòManiok
    tùturimmer, ewig


    Die Partikel sai II

    6. sai als Partikel der "Folge":
    Die Bedeutung von "dann" erhält sai wenn es entweder mit der relativen Vergangenheit oder mit dem Subjunktiv verbunden ist.
    6.1. Besonders häufig findet man sai in Erzählungen, wo es den Fortschritt der Handlung "dann" zum Ausdruck bringt:

    Beispiele:

    Wad'ansu kwààd'ii sunàà kiwòò à fàdamàà, sai sukà hàngi bìjìmai gùdaa biyu. Zwei Frösche waren beim "weiden" im Sumpf, da (dann, in der Folge) erblickten sie zwei Bullen aus der Ferne.
    Sai d'ayansù ya cêe.Dann sagte einer von ihnen.
    Ya shìga duuduubààwaa, sai ya hangi d'ansa canEr begann intensiv herumzuschauen, dann sah er seinen Sohn dort.

    Es kann im vorranstehenden Satz auch eine Begründung für die Hanldlung im sai-Satz stehen:

    Sabò dà tsananin àmfàànin kwâl, mutàànee sai sukà juurèè.Wegen des großen Nutzens der Kohle, (deswegen, in der Folge [dieser Erkenntnis] halten die Menschen durch.

    6.2. sai steht auch in der Bedeutung "Folge" in Sätzen, die kein Verbum aufweisen [siehe 1.3. Seite 104]. Häufig kann hier die Übersetzung mittels "bis" helfen:

    Beispiele:

    Sai gòòbe.Bis Morgen.
    Mukà yi ban kwaanaa, sai gidaa.Wir verabschiedeten uns, (und machten uns dann auf den Weg nach) Hause.

    6.2.1. Sinngemäß paßt hieher auch die Verwendung von sai in Befehlen:

    Sai kà zoo.Komm! [Du mußt kommen!]
    Sai kù yi aikìì!Ihr müßt arbeiten! Arbeitet!

    Allerdings handelt es sich dabei nicht eigentlich um ein Müssen sondern eher um ein Sollen. Das heißt es handelt sich um die Konsequenz, die aus einer bestimmten Situation erwachsen ist/wird.

    Hieher gehört auch die feststehende Redewendung

    sai kà cêe,"wie", "als ob"

    6.3. Sai gaa ist eine Wendung, die die Bedeutung "Folge" mit der zusätzlichen Konnotation der Überraschung verbindet.

    Beispiel:

    Yanàà cikin hakà, sai gaa ubàn yà koomoo.Er war gerade bei dieser Tätigkeit, als plötzlich der Vater zurückkehrte.

    6.4. Wie bereits im obigen Beispiel, dient sai grammatikalisch als Einleitung für den Hauptsatz, dabei sind die vorhergehenden Sätze häufig Umstandsangaben, wie im obigen Satz (Yanàà cikin hakà,.....), oder auch in den folgenden Beispielen:


    Indà dukà ka duubàà, sai kà ga shaanu koo mutààne sunàà wani aikì.Wo immer (alles) du hinschaust, (dann) wirst du Rinder und Menschen bei der Arbeit sehen.

    Übung 24:

    1. Wie werden die Adjektive im Hausa gebildet, wieviele Geschlechter etc gibt es, wie werden sie unterschieden und welche Arten gibt es das Adjektiv mit dem Nomen zu verbinden?
    2. Was bedeutet Stamm II bei den Verben?
    3. Was ist ein Verbalnomen und wo wird es verwendet?

    Übersetzung

    1. Hierauf sagten die Menschen:"Er hat dich beerbt."
    2. habe vergessen, daß ich gekochtes Essen bringen soll.
    3. Wir fragten in der Stadt, aber wir konnten keine Nachricht von ihm erhalten/finden.
    4. Als er eintrat, (dann) hörten wir auf.

    Vokabel 32:

    kwààd'oo/ kwààd'iiFrosch
    kiwòòweiden
    fàdamààSumpf, Marsch
    bìjimii / bìjìmaiStier
    duuduubààwaa
    intensive Form von duubàà
    schauen
    tsananiiÄußerstes
    àmfààniiNutzen
    kwâlKohle
    juurèèaushalten
    mântaavergessen
    dàfaffeegekocht
    tsayààaufhören, stehen