Le langage comme antidépresseur

Quelle: [Kristevas Homepage]

K. bezieht sich auf ihr Werk: le langage est un innconu? (collection Point (1981))

mE ... mEnd bedeuten eigene Zusätze

Le langage comme antidépresseur

K. geht davon aus, dass Sprachgebrauch, Sprache und damit sprechen synonym mit Mensch sein ist (humanisme). Dh Gebrauch von Sprache und ihr Verständnis sind direkt mit diesem Verbunden (humanisme). Ist der Humanismus in der Krise, in der wir ja nun gegenwärtig ununterbrochen sein müssen, dann ist auch die Betrachtung, die Untersuchung und auch der Gebrauch von Sprache in der Krise. Dh er verändert sich.

mE Damit verändert sich die Sprache und es sollte sich auch die Betrachtung der Sprache verändern. Sonst untersucht die Sprachwissenschaft etwas mit Mitteln die diesem Etwas nicht mehr angemessen sind mEnd

Von diesem Punkt aus, nähert sich K. dem Phänomen der Depression, die eher eine Bedingunge des menschlichen Lebens zu sein scheint, als nur eine Niedergeschlagenheit, eine Krankheit.

Was nun ist das Verhältnis von Sprache und Depression? Welchen Platz nimmt die Sprache in der Depression ein, welchen die Depression in der Sprache? Bei der Untersuchung dieser Fragestellungen sollten wir Sprache nicht als ein Mittel der Erkenntnis der Aussen-Welt betrachten, sondern der Innen-Welt.

Le dépressif : haineux ou blessé. L’« objet » et la « chose » du deuil.

Depression und Trauer besitzen entsprechend der klassischen Psychoanalyse eine Agressivität gegen das verlorene Objekt.

    K. beschreibt den Vorgang so ... Der Depressive scheint über das verlorene Objekt zu sagen ...
  1. ich liebe x
  2. ich hasse x
  3. weil ich es liebe UND um es nicht zu verlieren
  4. nehme ich es in mich auf
  5. aber weil ich es hasse
  6. ist dieses andere in mir ein schlechtes ich UND DAHER
  7. bin ich schlecht nichts wert
  8. ich werde mich töten

So kann er/sie sich beklagen über das eigene Leid, während eigentlich die Klage über eine andere Person geführt wird.

Ausübendes Organ ist das Überich, das die Werte und Urteile über das Ich bewirkt. Dieser tyrannische Richter mindert den Wert der Person, zugleich will sie ihn aber auch loswerden. Die Klage der Person über sich ist zugleich auch ein Zeichen für den Hass auf eine andere. Diesem Vorgang liegt zweifellos ein sexuelles Begehren zugrunde, das aber unbewusst bleibt/bleiben muss.

Neben dieser Depression gibt es, nicht zu vergessen!, den der Narzistischen Depression. Diese richtet sich nicht gegen eine andere Person, die Depression ist hier Ausdruck einer fundamentalen Frustration, die schon sehr frühzeitig aufgetreten ist. Sie, die depressive Stimmung ist das eigentliche Objekt dieser Depression. Sie geht allem sei es Subjekt oder Objekt voraus und ersetzt diese. Hier ist der Suizid nicht gegen etwas gerichtet sondern die Vereinigung mit einer unmöglichen Liebe.

Chose et objet.  

Zur Narizstischen Depression, diese sucht nicht das Objekt. Vielmehr fehlt eine Sache (Chose im Original grossgeschrieben) mE es fehlt ihr etwas. Dieses ETWAS ist nicht zu benennen ... la Chose est un soleil rêvé, clair et noir à la fois.

Von diesem ETWAS fühlt der narzistisch depressive Mensch sich getrennt, sich dessen beraubt, enterbt. Es kann nicht benannt werden und nur durch die primäre Identifikation behoben, die Identifikation mit père de la préhistoire personnelle. Durch sie würde die Trauer möglich und die Verbindung mit dem ETWAS aufgelöst.

"Das ununterbrochene çle;a n'a pas de sens" setzt sich an die Grenze, wo Sinn und Sprache eintreten könnten.

L’humeur est-elle un langage ?

Traurigkeit (tristesse) ist die grundlegende Stimmung der Depressiven, selbst wenn manische Episoden vorkommen. Affekte/Gefühle, wie eben auch die der Traurigkeit, sind Anzeichen (représentation) von Verschiebungen mE psychischer mEnd Energien, die durch Traumata hervorgerufen werden. Diese Anzeichen wurden auch von der Linguistik nicht adäquat beschrieben, dies vor allem weil sie vor-sprachlich und keine Zeichen sind.

mE vgl die Unterscheidung Zeichen - Anzeichen Morris Zeichentheorie mEnd

Diese Anzeichen, die nicht die Kraft hatten sich zu Zeichen zu verfestigen führen uns zu den Grenzen zwischen animalité und symbolicitè.

mE diese Anzeichen, etwa die Traurikeit, der Kummer oder die Trauer, sind in ihrer Begrifflichkeit fliessend, ihre ist Semantik nicht ganz zu fassen mEnd

Ist nun mE daher der Titel! mEnd ein Mensch Sklave seiner Affekte, dann ist es mE aber mEnd auch so, dass eine Differenzierung der Begrifflichkeit sich unmittelbar auf eben den Menschen auswirkt.

Dafür ist die Literatur das beste Beispiel, denn ich kann sagen: "Ich liebe dieses Buch, weil es mir das Gefühl des Glücks, der Traurigkeit so gut vermittelt."

K. nennt diesen Prozess signifiance, der seinerseits aus den beiden Konstituenten Semiotik und Symbolik hervorgeht.

Semiotik ist hier das mE Zeichenmachende mEnd, in der Sprache der Psychoanalyse ist dies sowohl die Disposition zu den Trieben wie auch der primäre Prozess, der die vorerst freien Energien in den Körper einschreibt, wie es die Umgebung vorschreibt. Dieser Begrifflichkeit entspricht K`s Übernahme von Platon Begriff der chora.

Chora ist beschrieben als Ort, der alle künfitgen Dinge beinhaltet. Selbst unzerstörbar ist und dem Universum, jeweils meinem, vorangeht.

Symbolik ist definiert als Urteil und als Satz. Hier wird immer geurteilt oder vorgeschlagen, gemeint. Es ist die Domäne der Positionen, dort wo Stellung bezogen ist. Hier mE erst mEnd wird zwischen Subjekt und Objekt unterschieden. Es ist eine Unterbrechung im Prozess der bedeutens, die diese Unterscheidung mit sich bringt.

Equivalents symboliques/ symboles.

Wenn die Einschreibung der Affekte (vgl Semiotik) das archaische Phänomen ist, wie kommt es dann zu den Zeichen, den Symbolen?

Dazu bedarf es eines Mangels (K. zitiert hier Hanna Segal), der das Kind dazu bringt Vokalisierungen zu erzeugen, die dasjenige symbolisieren, das fehlt. Nach Mélanie Klein sucht das Kind seine Traurigkeit zu bezeichnen indem es in sich selbst Fremdes erzeugt, das diesem in der Aussenwelt verlorengegangenen entspricht. Nun sind wir nicht mehr im Bereich der Äquivalenzen sondern der Symbole.

Damit triumphiert das Kind über die Traurigkeit, es selbst kann sich nun nicht mehr mit dem Verlorenen identifizieren, sondern mit einem Dritten: sei es nun Vater, Schema oder Form. mE ist es die formgebende Kraft des Kindes, die den Triumph und damit die Identifikationsmöglichkeit schafft mEnd

Das ist Freuds Gläubige Erwartung. Das Kind ist in das Universum der Zeichen und der Schöpfung(smöglichkeit) eingetreten. Es kann sich an den "Vater der individuellen Vorgeschichte" anlehnen und verlassen.

L’enchaînement brisé : une hypothèse biologique.

Der medizinische Diskurs beobachtet, dass im Depressiven Menschen die "normale" Abfolge der Affekte, Bewegungen und Äusserungen unterbnrochen sit. Hier gibt es dafür keine Zeit und keinen Platz, die Depression fesselt an den Schmerz und verhindert das Handeln und das Sprechen.

mE daher wichtig, das wir in der LT über das Aktuelle sprechen üben. mEnd

Les « ralentis » : deux modèles.

Verlangsamung ist ein vieluntersuchter Prozess im Depressiven menschen, den K. auch in diesem Absatz mit der biologischen Komponente, her Noradrenalin verbindet.

Le langage comme « stimulation » et « renforcement 

K. betont die Wichtigkeit der Sprache, denn das Kind kann in einer schwierigen Situation, wo handlen nicht möglich ist, durch das Denken oder die Sprache einen Ausweg finden. Dabei macht es etwas, dieses TUN ist aber notwendig in einen symbolischen und imaginären Kode eingebettet mE Sprache, Symbole mEnd. Eine etwaige Unzugänglichkeit dieser Dimenson erklärt die Sprachlosigkeit und das erzwungene Verharren in der Untätigkeit.

Daher erweist sich die Sprache als ein machtvoller Faktor der Aktivation im Nervensystem.

mE Sprache und vielleicht auch schon etwas früher Symbole sind also generell wichtig bei der Bearbeitung der Depression. Sprachlosigkeit ist zugelich auch die Unfähigkeit zu Realisieren, was los ist. Daher erklärt sich uU auch das stete Rekurrieren auf Stereotypen. Der/die Pat weiss, dass etwas zu sagen ist, kann aber nichts sagen ausser "çle; n'a pas de sens".

Autres translations possibles entre le sens et le fonctionnement cérébral.

Eine weitere Erörterung über Biochemie mit dem Schluss, dass der Psychoanalytiker trotzdem seine Fähigkeiten pflegen soll und muss, denn die Zusammenhänge und damit auch die mE "chemische" Heilbarkeit mEnd der Depression sind nicht klar.

Le saut psychanalytique : enchaîner et transposer.

Aus der Sicht der Psychoanalyse erfordert die Möglichkeit Signifikanten aneinanderreihen zu können eine bewältigte Trauer über ein archaisches und unverzichtbares Objekt. Bewältigt bedeutet, dass die entsprechenden Emotionen ebenfalls wahrgenommen werden konnten. Dies ist eine Transposition der verlorenen Sache in den Bereich des Symbolischen. Dies wiederum erforderte einen Kontakt mit Anderen und eine somit geordnete Interaktion mit diesen.

Geordnet sind die semantischen Elemente vorerst nach den Prinzipien des Primärprozesses, später dann nach denen des Sekundärprozesses, dh in Syntagmen und nach einer gewissen Logik.

Jeder Diskurs, jede Interaktion erfordert mindestens zwei SprecherInnen, ist somit ein Dialog. Daher die Ordnung, mE denn Grammatik ist eine soziale Handlung mEnd

Die verbalen Sequenzen sind somit mehr oder weniger Transpositionen, die den Bildern der Originale, und damit auch diesen, im nachhinein Form und Sinn geben.

Der Deprimierte kann aber reden! Er kann darüber reden, was ihm fehlt, doch er weigert sich diese Verbindung/Trennung anzuerkennen und die daraus folgende Sprache. Die Bedeutung, ohne dieses ursprüngliche ETWAS, ohne die Verbindung und die Trennung von diesem Ursprünglichem, entgeht ihm und daher findet er sich fremd, verbannt und unfähig. In dieser Sache/Chose liegen die Affekte verschlüsselt. mE da er nicht getrauert hat, konnte er dies Affekte auch nicht heben mEnd Einziges Zeugnis ist die verbleibende Trauer.

mE Anmerkung zu Chose: wahrscheinlich ist (von Freud etc) gemeint, eine ursprüngliche, vorsprachliche, uU schon vorgeburtliche Bezugsperson. Ein prähistorischer unvergesslicher Anderer (Freud in Brief an Fließ), eine Figur der Primären Identifizierung, die später zum "Vater der persönlichen Vorzeit" geworden ist mEnd

Langue morte et Chose enterrée vivante.

Wenn im Idealfall die sprechende Person eins ist mit seiner Sprache, dann ist das bei der depressiven nicht der Fall. Die Sprache ist für sie wie eine fremde Haut, sie hat ihren Sinn verloren, niemals gehabt. Die depressive Person spricht in einer toten Sprache, die sie nicht übersetzt, denn sie möchte verhindern, dass das, was in ihr verborgen ist, nämlich etwas lebendiges, verraten wird. Ihre Sprache ist wie eine Maske.

Darüberhinaus beobachtet die depressive Person ununterbrochen ihre Malheurs und Malaises, damit trennt sie fortgesetzt sich von ihren Affekten.

Le ton qui fait la chanson.

Obwohl ,s.o., die Bedeutung der Phrasen mE des Satzes oder der Äusserung,
vgl: signification phrastique worauf ich gemäss [Frédéric Torterat, 2008, Des cadres phrastique et allocutif au cadre textuel] geschlossen habe mEnd
im Text nicht gegeben ist, so ist doch ein Sinn nicht völlig abwesend. Dieser Sinn verbirgt sich häufig im Ton, mE kann Ton auch eine sprachliche Variante sein mEnd, den frau/man hören und erkennen lernen muss. Die mE häufig flache mEnd Intonation verweist darauf, dass Affekte unterdrückt sind, doch zugelcih schützen sie Affekte und Emotionen eben dadurch.

In der cure analytique muss dies beachtet und analysiert werden um hinter die banalen, emotionslosen und lebensfreien Äusserungen schauen zu können und den verborgenen Sinn zu entdecken.

Es folgt ein Beispiel, dass mE mich an KM1 erinnert mEnd. J.K. analyisiert die Äusserungen einer Pat, die beschreibt, dass sie am Rand der Wörter und an der Grenze ihrer Haut sich befindet, wenn sie redet. J.K. fragt, ob hier ein Versuch gemacht wird, bzw verhindert wurde, sich des archaischen, des Prä-Objektes zu bemächtigen. Dass also eine frühkindliche Störung der Grund der Depression ist. J.K. zeigt, dass es sich um ein Problem des primären Narzissmuns handelt. Es gelingt dem Kind nicht sich in einer verbalen Repräsentation zu etablieren. Das verlorene narzistische Objekt kann aber nicht betrauert werden, sondern es ist quasi begraben und unzugänglich. Unzugänglich weil es die Affekte (hier der, der Traurigkeit) und damit auch die Sprache verbergen.

Dies erkennend muss der/die AnalytikerIn weitergehen und diese Affekte aufsuchen helfen, benennen helfen und den Weg zur Bearbeitung weisen. Dadurch sollte die Sprache sich wieder-beleben und Sinn bekommen.

mE bin ich mir nicht sicher, wie das gemacht wird. mEnd
Gibt es → so.o. diese zwei Typen von Depression, dann ist die Affektlage der einen Type eher mit Zorn verbunden und damit die Sprache nicht so flach???, die der zweiten eher mit Traurigkeit und die Sprache eher flach ???

Weiter mit einer Erläuterung aus dem Fallbeispiel Anne, die erzählt, dass sie erleichtert - im Traum - war, als wäre sie einer Folter entkommen. Doch sie war nicht da sondern eigentlich anderswo. Es war ein Traum sans aucune image aus dem sie nicht mehr aufwachen wollte. Wohl hatte der Traum keine Bilder, doch war die Folter ganz im Vordergrund, im frz: torture und damit auch die Folterer tortionnaires. Dieses Verhältnis (keine Bilder + das Wort) wurde von J.K. wahrgenommen, sie konzentrierte sich auf das Wort und analysierte es als torse-il-naître/pas naître ungeboren. Die Pat war im Sinne der Bedeutungen noch ungeboren, ihr Körper war nicht berührt worden. Im Sinne des Wortes: als Kind, als Baby.

So war sie unfähig über ihr Begehren zu sprechen, sie verfügte nicht über die Bezeichnung, die Benennung dieses Begehrens, was nicht bedeutet, dass sie dieses selbst nicht hatte.

Le sens omnipotent 

mE Der allmächtige Sinn, wird in einer Klammer mit dem Überich ähnlich ??? qu'on peut supposer éayé par un surmoi ... mEnd

Der Sinn ist schon da déjà là auch wenn ihm die sprachliche Realisierung noch fehlt. Er ist wahrnehmbar im Rythmus und in den Gesten, die die Äusserungen begleiten... Hier artikuliert, mE im Sinne von trennen mEnd der noch diskontinuierliche Körper auf seinem Weg zu einem eigentlichen Körper. Noch mE vorreif mEnd in dem Sinne, dass die "eigenen" erogenen Zonen mit dem Präobjekt, der Chose maternelle noch verschmolzen sind.
Was uns als Allmacht scheint ist die Macht/Kraft der Rythmen, die den Sinn der noch nicht bezeichnet werden kann transportiert.

mE der noch im quasi Urzustand, noch nicht von der Mutter geschiedene Leib des Kindes sucht schon sein Eigenes, ist aber noch nicht in der Lage sich verbal zu äussern. Die Äusserungsmöglichkeiten bestehen auf dem weiten Feld der Rythmen, Phonationen und anderen Gesten. Dies macht dem Ki Freude und verweist auf die Lust der Artikulation, wie auch auf die Lust zur Lösung.

La tristesse retient la haine

Nun folgt aber die Bildung der Symbole, die mE Verbalisierung mEnd. Jedoch bleiben neue Verluste

mE zur Erinnerung: der Zeitpunkt der Symbolbildung geht nach J.K. einher mit der ersten Trennung, das ist die Trennung von der Chose, des Urvaters mEnd

Die bisherige Allmacht ist in Gefahr. Doch wo ich in Gefahr bin, kann meine Sprache einen Wall errichten gegen den Ozean. Doch sie ist ja nicht real, ein Schein, der durch die Aufregung zum Leben erweckt wurde. Doch diese erste Erfahrung des Verlustes bleibt in der Verdrängung bestehen, der Affekt unterdrückt das Subjekt.

Der Affekt der Traurigkeit ist der letzte Zeuge, während ich stumm bin. Trotz allem ist die Chose archaique verloren. Diese Trauer filtert die Agressivität, die dem Verlust der Ominipotnz entspräche, weil die depressive Person in der Trauer mit dem - nun fehlenden Anderen - wieder verschmolzen bleibt. Somit trägt sie den Anderen in sich und introjiziert die eigene Omnipotenz.

Die Trauer ist somit das Negativ der Omnipotenz, das wichtigste Signal dafür, dass der Andere mir entkommt, fehlt UND zugleich, dass ich dies nicht akzeptieren kann.

mE die Verwendung von 1.Person Singular ist auch im Original zu finden. Sie macht die Interpretation des folgenden Abschnittes etwas nicht leiicht mEnd

Destin occidental de la traduction

Wenn die Trauer den Hass zügelt, so ist es doch meine Entscheidung/Fähigkeit dies alles zu benennen, den Hass wie auch die Trauer, meine latente Depressivität → dies ist die Übertragung der Affekte in die Sprache, die somit ein Antidepressiv wird.

Dieser Prozess wird von J.K. transposition genannt und angemerkt, dass dieser nicht alleine von der Person sondern von kulturellen und vielen anderen Faktoren abhängig ist. Die westliche Zivilisation setzt darauf, dass ich die Wahrheit sagen kann.

Das Sein l'Etre, das mich überfordert ???(deborde) kann doch seinen adäquaten Ausdruck finden. Das wäre dann die Wette auf die Wahrheit, denn das ursprüngliche Objekt kann ausgedrückt werden. mE immer genau nachfragen vgl Längle mEnd, sei es Freude, Furcht oder Schmerz.

Andere Kulturen - wie die Chinesische - scheinen weniger die Übersetzung als die Transkription zu bevorzugen. mE das zielt auf die Schriftlichkeit dieser Kultur mEnd

Die Chose originaier kann vernachlässigt werden und der Schmerz - mE der ersten Trennungen mEnd - wird der Leichtigkeit der Zeichen ???, der Freude "geopfert" ohne Innen und ohne Wahrheit zu benötigen.

Kulturen dieser Schriflichkeit ermöglichen es den Personen einzutauchen in deren Kosmos, deren Welt und wieder als Frau oder Mann aus diesem Schreibprozess aufzutauchen. Allerdings sind sie auch dem Ausbruch der Schmerzen hilflos ausgeliefert. Ist das nun ein Vorteil oder ein Nachteil (frägt J.K.)

Der westliche Mensch dagegen ist überzeugt, dass er seine Mutter erkennen kann indem er sie "übersetzt", mE definiert mEnd. Diese Melancholie überwindet seine Traurigkeit durch eine allzugrossen Anstrengung um die Zeichen zu meistern, die der erlebten, traumatischen Welt entsprechen. mE ist der letzte Absatz, eigentlich auch schon der darüber mir nicht klar, denn was die Schrift und dann die Zeichen mit der Melancholie zu tun haben, dass muss ich mir noch überlegen. mEnd

Dieser Glaube an die Übersetzbarkeit führt letzlich zu einem sehr individualisierten Diskurs, der sowohl die Stereotypien und Cliches wie auch die Vermischung der persönlichen Stile vermeidet. Verliert sich dann aber, wenn sozusagen alles erlaubt ist, die Chose unique nicht in der Vielfalt der möglichen Namen/Benennungen?

Was bleibt ist nicht der Glaube an ein absolut übersetzbares Objekt (Mutter, Vater, Gott, ...) sondern an die Tat des Übersetzens selbst. kann so, und nur so die Depression verwunden werden, durch die Übersetzung? Ja!, denn schliesslich werden durch diese Erfahrung Bedeutung und Affekt zusammengeführt, eben durch die Worte. Dies ist das verführerischte und subtilste Antidepressivum.

Des vulnérabilités aux langages amoureux.

J.K. stellt die Frage wohin der Humanismus geht in dem neuen Zeitalter der tatalen Information. Wo bleibt der Innere Raum?, den Diderot schon bei den Tauben und Stummen suchte.

Die Manipulation mE sprich Gentechnik, Computer etc mEnd hat aber nicht erst jetzt begonnen, sondern schon mit der Entstehung des Homo Sapiens.

Einige sind der Meinung, dass es genügte, alles "laufen zu lassen": die Finanz, die Unternehmen und dann wird ein neues Subjekt geboren werden. Wo anders als auf Facebook sollte das neue Wesen entstehen und mit SMS leben?

mE geht es in den letzten Absätzen um eine quasi neue Humanität, die sich in den neuen Medien zeigt. Jedoch wird die neue Religiösität übersehen, die sich doch auch überall zeigt