Ausgewählte Laute Analysiert
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Aus verschiedenen Quellen, eine davon ist:
North-Holland Pub.Comp., Amsterdam, London, 1970
Auszüge aus dem Kapitel:
von Gunnar Fant
Jede Sprache hat ihre eigenen phonetischen Eigenschaften.
Aus Fant: (183) zu den Beziehungen von Laut und Anatomie des lauterzeugenden Apparates. Dient als Erkenntisquelle und bietet uU. Suchkriterien an.
| a p a, Zeit zwischen den Vokalen ist lange |
| a b a, Zeit zwischen den Vokalen ist kurz |
| von x=4 cm [a] | [ɑ]offenes a mit pharyngaler Enge | x = 12 cm [i] (english] medio-palatal | x = 13 [i] schwedisch präpalatal | x = 11 [g] und [k] medio-postpalatal |
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| Vergleichswerte von Franz Ahamer | ||||
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Die Formanten sind das Resultat einer Veränderung im Ansatzrohr, dh. Zunge, Gaumen etc. bewegen sich an bestimmte Orte, eben die Artikulationsorte, zu und bilden dort Hindernisse. An diesen Hindernissen bricht sich der Luftstrom und wird verändert. Die sich ergebenden anderen Wellen hören wir als unterschiedliche Laute, dies kann auch im Sonagramm sichtbar gemacht werden.
Die Artikulationsorte, die durch die Formanten F1 und F2 bezeichnet werden sind:
Illustration zu den Formanten. Aus Malmberg/Manual/Fant:
Es zeigen sich deutliche Korrelationen zwischen Maxima/Minima und den Artikulationsstellen. F1 geht nach Fant nicht mit der Zungenhöhe sondern mit der Lage der maximalen Enge einher (op.cit. 215).
Ausgehend von der Glottis pflanzt sich der Luftstrom fort, er erreicht einen Ort maximaler Enge passiert diese und entweicht.
Frequenzen sind von den Geschwindigkeiten abhängig. Die Geschwindigkeit des Luftstroms ist nach der Glottis am geringsten, am höchsten bei den Lippen. Fn haben unterschiedliche Frequenzen und daher auch an unterschiedlichen Orten ihre Maxima/Minima. Bilden wir nun an einer Stelle ein/e Enge/Hindernis, dann können folgende Fälle eintreten:
Vergleichen wir - wieder mit Gunnar Fant (216 ff) - grafisch:
Bemerkung: in G.Fant wird die Skizze auf einen neutralen Vokal bezogen. Ich habe dies als ə interpretiert.
![]() |
Der Mundraum ist in dieser Skizze auf eine Röhre, die oberhalb der realistischen Skizze dargestellt ist, abgebildet. Innerhalb der Röhre sind die Geschwindigkeiten der jeweiligen Fn dargestellt.
Trifft die Verengung auf ein Maximum wird die Frequenz des jeweiligen Formanten erniedrigt. Trifft sie auf ein Minimum wird die Frequenz erhöht. Diese Veränderungen haben damit zu tun, dass Geschwindigkeit, Frequenz und Drücke korreliert sind. Die Punkte N in den Skizzen geben jeweils mögliche Wirkstellen an. N1 ist die völlig ungestörte F1 wie sie bei der [ə Schwa/a]-Familie anzutreffen ist. Dieser neutrale Vokal, der in der nebenstehenden Skizze dargestellt ist, soll uns als Referenzrahmen bilden, dem wir lautlich den Vokal [ə] zuordnen. Dazu das Sonagramm einiger ə Schwa von Franz, die als Ausgangspunkt für das Untenstehende dienen. Hier Werte, die sich in der obigen Skizze finden:
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| Diese Überlegungen werden wir sogleich in einem Testverfahren überprüfen. Angenommen wir legen die Hauptartikulationsstellen fest und nehmen das [ə] als Referenz, können wir dann die möglichen Formanten ableiten? Könnten wir das, dann hätten wir eine Möglichkeit dies auf einzelne Sprecherinnen anzuwenden. Die Ausgangsformanten wären dann die des jeweiligen neutralen Vokals. | ||||
![]() | Die Hauptartikulationstelle liegt liegt im hinteren Bereich des Rachens.
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![]() | Die Hauptartikulationstelle liegt etwa Palatal, dies ist für
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![]() | Die Hauptartikulationstelle liegt etwa Palatal, dies ist für
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![]() | Die Hauptartikulationstelle liegt etwa Palatal, dies ist für
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![]() | Die Hauptartikulationstelle liegt etwa Palatal, dies ist für
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Plosive lassen sich mittels einiger Elemente unterscheiden Lokus (das ist die F2.
Lokus F2 liegt ca 50ms vor der Verschlusslösung auf der F2-Achse. Er ist der Ausgangspunkt der F2 Transitionen der folgenden Vokale.
Kennwerte sind
(236) die Korrespondenztabelle Manner features
| Nr. | Name | Produktions- charakteristiken | Spektrogrfische- charakteristiken |
|---|---|---|---|
| 1 | Voice source Stimmquelle | Stimmbänder vibrieren um den Luftstrom zu modulieren | quasiperiodische Feinstruktur der Frequenz/Zeit |
| 2 | Noise source Geräuschquelle | Turbulenter Luftstrom durch enge Passagen und nach scharfen Hindernissen | Zufällige Frequenzfeinstruktur |
| 3 | Transient source Durchgang/Übergangsquelle | Erregung durch plötzliche Verschlusslösung. | Ein einziger Durchgang in Form eines vertikalen Zacken im Breitbandspektrumk gefolgt von einem kurzen Abfall der Energie in den Fn Frequenzen. |
| 4 | Silence | Keine Quelle aktiv | Keine spektrale Energie |
| 5 | Vowel-like Vokalartig | freier Durchgang des Luftstroms durch Pharynx und Mund | Optimal sind alle Fn sichbar, mind. sollten aber F1 und F2 bei stimmhaft. sichbar sein. F2 und F3 sollten bei einer Geräuschquelle sichtbar sein. |
| 6 | Lateral | Zentraler Verschluss bei lateraler Öffnung. | Vokalartiges Spektrogramm wird modifiziert: Anitresonanz bei F2-4 und eine extra Resonanz in der Region F4. Bei Öffnung des Verschlusses geht F1 des folgenden nichtlateralen vokalischen Elements nach oben. |
| 7 | Okklusiv | Vollständiger Verschluss entlang des Weges von Pharynx duch den Mund. | Stimmhafter nichtnasalierter Verschluss habt ein besonders starkes F1 Muster sehr tiefer Frequenz. Höhere Formanten sind im allgemeinen nicht sichtbar. Bei Öffnung des Verschlusses entsprechend Nr.:3 ein einzelner Zacken. |
| 8 | Nasal | Verschluss durch Velum. | Stimmhafter Nasal ist durch ein schwaches F2 erkennbar. Ein Formant ist bei 250 Hz sichtbar einer bei 2200 Hz. Vokalartige Nasale besitzen eine Resonanz in der Region unterhalb von F1, der zugleich geschwächt wird un nach weiter oben verschoben ist. F2 und F3 sind relativ minimiert (dies kommt von der Verhinderung der palatalen Artikulation). |
| 9 | Frikativ | Sehr enge Passage des Luftstroms. | Stimmhafte Frikative können das ganze F-Spektrum zeigen, jedoch mit weniger Intensität, F1 ist häufig tiefer als in Vokalen. |
| 10 | Transitional | Übergang der Artikulationsorgane während der Äusserung. Typisch sind die Gleitlaute "j, r, l, w" | Spektrum ändert sich rasch während des Segmentes. |
| Nr. | Artikulationsart | Spektrografisch |
|---|---|---|
| 11 | Zunge vorne Präpalatal Palatal (zentral) | F2 - 3 gross F2 hoch, F3 maximal hoch F2 maximal hoch und dicht bei F3. |
| 12 | Zunge zurückgezogen (retracted) | F2 - 1 klein, F1 vergleichsweise hoch. |
| 13 | enge Mundöffnung | F1 tief |
| 14 | Lippen relativ nahe und vorgestülpt (kleine Lippenöffnung) | F1,2,3 tiefer. Je weiter die Lippen nach vorne geschoben werden, desto stärker die Abnahme der Formanten, jedoch nicht gleichmässig, abhängig von der momentanen Zungenposition. F3 wird im Falle präpalataler Zungenposition deutlich gesenkt. |
| 15 | Retroflex Alveolar Palatal | F4 tief, nahe bei F3 F3 tief und nahe bei F2 |
| 16 | Bilabialer oder labiodentaler Verschluss | F2 bei ca. 500 - 1500 Hz. Palatale Zungenstellung favorisiert hohen F2. Noise Spectrum/ .... von [f] ist deutlich flach und von geringer Intensität, Frequenzen über 1500 Hz bis 10 kHz. |
| 17 | Interdental | F2 1400 - 1800 Hr. |
| 18 | Dental oder Präalveolar | F2 bei 1400 - 1800 Hz. F3 hoch. Frikatives Geräusch stark. |
| 19 | Palatal retroflex Palatal mit gesenkter Zungenspitze | F3 tief. F2, 3 hoch. |
| 20 | Velar und Pharyngal | F2 mittel oder tief, Formanten - ausser F1 sind deutlich sichtbar. |
| Nr | Artikulation | Spektrografisch |
| Nr | Artikulation | Spektrografisch |
| Nr | Artikulation | Spektrografisch |
| Nr | Artikulation | Spektrografisch |
Beispiele von Sonagrammen aus Bertil Malmberg