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Didaktik für den Methodischen Unterricht

Der Aufbau unseres Konzeptes umfasst die untenstehenden Teilbereiche:

  1. Curriculum-Entwicklung
  2. Der Erste Kontakt
  3. Lernen durch Lehren
  4. Fremdsprachenwachstum
  5. [MLThemenkreise]
  6. Grammatikunterricht
  7. Der natural approach nach Krashen (link)
  8. Lehrmethoden, Beispiele, Links

Curriculum-Entwicklung:Ein zeitlicher Ablauf der Kurse wird festgelegt. Es sollte ein modularer Aufbau angepeilt werden, wobei ein Modul etwa ein Semester dauern sollte. Der ganze Kurs vier Semester umfassen sollte. Die einzelnen Stufen jeweil ein Semester. Etwa nach dem Muster:

  1. Grundmodul
  2. Aufbaumodul
  3. Ausbaumodul
  4. Perfektionsmodul

Die Themenkreise sind hier eingebunden, bereits von Beginn an. Sie stellen aber auch besondere Module dar, die gesondert, siehe Berufsvorbildung, abgeboten werden können.
Auch das Curriculum für den Fremdsprachen-Unterricht kann etwas anders ausfallen, besonders, für die Sommerkurse.


Der Erste Kontakt

vgl. auch [DaF_Einführung unter Lernwelten]
Die ML-Didaktik sollte hier den Überlegungen Ashers folgend die Technik des Total Physical Response (TPR) verwenden. [Kurzer Überblick TPR] [Eine kurze Einführung in die Technik des TPRStorytelling] Ausgehend von einfachen Befehlen, die durch die Lehrperson geäussert und auch vorgemacht werden, können ziemlich komplexe Sätze erreicht werden. Wichtiges Element der Überlegungen des TPR sind eben die körperliche Aktivität und die Interaktionen zwischen Lehrpersonen und Sprecherinnen, die in dem ersten Stadium vor allem Hörerinnen sind.
Bereits in der ersten Phase können die Hörerinnen jedoch schon zu Sprecherinnen werden, sie können die Befehle einfach wiederholen und wenden sich damit an Mitsprecherinnen.
Von der Phase der ausschliesslichen Befehle kann dann relativ leicht übergegangen werden zu Aussagesätzen und Feststellungen.
z.B.: "Gehe zum Fenster." wird zu "Ich bin zum Fenster gegangen." oder "Ich gehe gerade zum Fenster." oder "Ich werde zum Fenster gehen."
Es können leicht auch Koordinationen gebildet werden, Befehle und Feststellungen können durch UND, ODER kombiniert werden.
Um auch andere Lokale als das Klassenzimmer in den Unterricht einbeziehen zu können, hat die TPR Folien entwickelt, die unseren Gedanken recht nahe kommen. Bilder von Küchen, Wohnzimmern, Strassen, ... werden mit Gegenständen, Menschen und Tieren bevölkert. Es handelt sich dabei um Haftfolien auf die die Elemente appliziert werden können.
Die ML-Didaktik ähnelt diesen Folien insoferne, als sie versucht sie in die physische Realität zu übertragen. Nützlich können sie insoferne sein, als sie in der Vorbereitung wichtige Dienste leisten können.
Vielleicht sollten die Äusserungslisten der Vorbereitung dann schon Elemente der Lokale einführen.
Einige praktische Beispiele bringt: [http://www.tpr-world.com/tpr_abstractions.html]. Vor allem auch zu den Abstrakta: Verben lieben, hassen, mögen aber auch Zeitbegriffe etc.




Lernen durch Lehren

Dies bezieht sich auf den Grammatikunterricht aber vielleicht auch auf Übungsphasen.
Die Sprecherinnen sollen ja aktiviert werden. Das kann gut gelingen, wenn sie selbst den Unterricht vorbereiten und gestalten können. Die Themen können nun sowohl externe Themen sein, also ethnolgische für den Hausa-Unterricht, oder auch Themenkreise. Besonders aber bietet sich die Grammatik an, die durch lehrende Sprecherinnen vorgetragen werden kann. Günstig sind hier wahrscheinlich Arbeitsgruppen, in denen sich die Sprecherinnen gemeinsam vorbereiten können.
Die Sprache wird eine Mischung aus Muttersprache und Zielsprache sein. Diese Mischung wird sich zunehmend in Richtung der ausschliesslichen Verwendung der Zielsprache bewegen.




Fremdsprachenwachstum

Eine Seite beschäftigt sich mit dem [Wachstum.html].
Ein wichtiger Bereich ist das Fremdsprachenwachstum. Diese Methode sollte etwas später, also nach der TPR(S) angewandt werden. Vielleicht ergibt sich auch eine Kombination aus der verschiedenen Methoden. Fremdsprachenwachstum ist eine Methode sehr konzentrierten Lernens und Übens. Es scheint allerdings günstiger zu sein, sie erst dann zu verwenden wenn die Sprecherinnen bereits über einen Grundwortschatz verfügen.




Grammatikunterricht

:

mE die ersten Phasen der Überlegungen sind mittlerweile überholt, ich habe sie durchgestrichen. Das auch deshalb, weil ich bestimmte Überlegungen vielleicht wieder aufnehmen möchte. mEnd
darunter fallen der erste Kontakt, d.h. wie kommen die Sprechenden zu ihren ersten Äusserungen. Aber auch Ausspracheübungen und definitive grammatische Unterweisungen. Generell soll jedoch der Grammatikunterricht keinesfalls der Schwerpunkt des ML sein, vielmehr stellt er eine Ergänzung und eine Beginnmöglichkeit dar. Er sollte während der Vorbereitung auf die einzelnen Themenkreise eingesetzt werden, damit sich die Sprechenden korrekter Sätze bedienen können/sich nicht öffentlich blamieren brauchen.
Für die Ausspracheübungen gibt es Hinweise für die LehrerinnenML, die sich auf die Phonetik des Deutschen beziehen. Ein Grundwissen, wie die Laute gebildet werden ist wichtig, damit den Sprechenden anhand von Skizzen etc gezeigt werden kann, wie und wo die Laute gebildet werden. Nützlich kann sein, wenn ein grundlegendes phonetisches Wissen der Ausgangssprache vorhanden ist. Wo genau diese Ausspracheübungen zu lokalisieren sind, ist noch nicht klar. Jedoch sicherlich von den Vorkenntnissen abhängig.
Die eigentlichen grammatischen Übungen sind wahrscheinlich vor allem Übungen im Satzbau. Hier soll der strukturalistische Ansatz voll zum Einsatz kommen. Eine der grundlegenden Konstanten wird der Satzbauplan sein. In den ersten Monaten sollten es vor allem die einfachsten Sätze sein, die gelernt/gesprochen werden. Mittels des Satzbauplans kann wahrscheinlich auch die zugrundeliegende Struktur und deren Regelmässigkeit sehr gut verdeutlicht werden.
Die ersten Satzbaupläne sind diejenigen für den Aussagessatz und den Fragesatz. Hier sind vor allem die unterschiedliche Wortstellung wichtig. Wo steht das Zeitwort, wo steht das Fragewort.
Morphologische Übungen: da Deutsch eine morphologisch sehr reiche Sprache ist, muss auch hier geübt werden. Vor allem bei den Zeiten und beim Ablaut kann ein Bauplan zum Einsatz kommen.
Rechtschreiben, Wo und wie das Rechtschreiben integriert werden kann ist noch nicht klar! Es sollte jedoch auf jeder Stufe, in jedem Themenkreis fix verankert werden. Die Sprechenden sollten mittels der Aufgaben in ihren Arbeitsblättern auch auf die Rechtschreibung vorbereitet werden. D.h. die Aufgaben müssen auch schriftlich gelöst werden. In Regelmässigen Abständen sind Aufsätze zu fordern, soferne dies nicht im Bereich der Arbeitsblätter unter der Rubrik Vorhaben/Erwartungen bzw Nachbereitung erledigt werden kann. Aufsätze andererseits erlauben und fördern u.U. kompliziertere Satzstrukturen und Zeitenverwendungen als es in den Berichte etc. zu erwarten ist.


[Eine Beschreibung des Natürlichen Ansatzes] nach Krashen, der als eine Grundlage ebenfalls TPR zitiert.


Karten und grafische Mittel

Einige Methoden sind auf [wiater1.htm] beschrieben.

Vor allem aus dem Handbuch für den Deutschunterricht mit Arbeitsmigranten (Barkowski/Harnisch/Kumm, Werkmeister, Mainz 1986, PL.SDF Bar) kommen Anregungen für die Arbeit mit Karten. Was alles kann mit Karten gemacht werden? Unterscheiden müssen wir zwischen:

  1. Bildkarten
  2. Textkarten
IdentifizierenGegenständeAuf den Karten sind Gegenstände gezeichnet, die erfragt werden. Was ist das? Was hast du
HandlungenWas macht der/die? Was machst du?
Verteilen/TauschenQuartetZusammengehörige Karten müssen erfragt werden. Dabei sind alle Vorgänge in der Zielsprache zu formulieren.
WeitergebenWer hat die Karte mit ...? Ja ich. Gibt sie mir, bitte! Ja, wenn du mir ... gibst! Ja, die habe ich. Nein, die habe ich nicht.
AuflegenPassungEine Sprecherin legt eine Karte mit einer Handlung oder einem Gegenstand auf den Tisch und zu dieser muss der entsprechende Gegenstand oder die entsprechende Handlung gelegt werden.
DominoZusammenlegen passender Karten, vielleicht für die Zahlen und die Uhrzeit.
ZusammenbauEin Thema wird gestellt (Hausbau, Schule, Stadt aber auch Handlungsabläufe: Einkaufen, Führerscheinkontrolle, Kochen). Die entsprechenden Karten werden ungeordnet verteilt. Dann müssen die Karten durch eine Organisatorin (Team) der Reihe nach erfragt werden. Die entsprechenden Handlungsabläufe bzw. Gegenstände müssen in der Zielsprache formuliert werden.
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