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Organisationsvorschlag für ein Institut für Methodisches Unterrichten

Hier sollen die Organisationseinheiten, ihre Beziehungen und die an sie gestellten Anforderungen beschrieben werden.

[Allgemeines: das Institut.MU gibt Hilfestellung nur bei sprachlichen Problemen, nicht bei rechtlichen oder ähnlichem. D.h. wir leisten bei solchen Problemen ausschliesslich Hilfsdienste wie Übersetzungshilfen. Wir sind jedoch (noch) kein Übersetzungs- bzw Dolmetschbüro. Wir begleiten Menschen auch nicht zu Behörden etc., dafür können wir jedoch Stellen, etwa Caritas, vermitteln, die eventuell Behördenwege begleiten. Diese Hilfsdienste können u.U. auch kostenlos geleistet werden.]

[Arbeitsrechtliches: die Menschen, die bei uns arbeiten, werden wahrscheinlich im Sinne neuer Selbständiger bei uns arbeiten müssen. Vielleicht auch mit Werkvertrag?]

Wir brauchen folgende Organisationeinheiten:

  1. Verwaltung
  2. Unterricht
  3. Öffentlichkeitsarbeit
  4. Rechnungswesen

ad 1. Verwaltung

mE Die Beziehungen zwischen Verwaltung und den übrigen Einheiten ist noch nicht festgelegt. Es soll jedenfalls eine durchsichtige Struktur sein, sie soll aber nicht demokratisch sein. Die Organsiationseinheiten sollen zur Verwaltung kommunizieren, genauso soll die Verwaltung zu den anderen Einheiten kommunizieren. Noch ist ungeklärt, was das entscheidungstreffende Gremium ist. mEnd

ad 2. Unterricht

das Ziel ist die perfekte (perfekt ist im Sinne von inter-lingua zu verstehen) Beherrschung der Österreichischen Sprache in Wort und Schrift, aktiv und passiv.

[Unterrichtssprachen: sind vor allem Österreichisch/Deutsch, Unterrichtsergänzungssprachen sind je nach Gruppe (s.u.) : Englisch und Französisch, Türkisch, Serbokroatisch, u.a. nach Bedarf und nach Möglichkeiten.

Die grundlegende Auffassung ist jedoch, dass die Lernenden sich Österreichisch/Deutsch ausdrücken müssen und dies auch verstehen müssen.]

[Entsprechend den Vorgaben aus den didaktischen Zielen des ML wird das Schwergewicht auf bestimmte Themenkreise gelegt. Es ist nicht das Ziel ´die ganze Österreichische Sprache´ perfekt zu beherrschen, sondern sich in bestimmten Situationen sowohl jeweils adäquat ausdrücken zu können, als auch die vorkommenden sprachlichen und situativen Ausdrucksmittel zu verstehen.]

[Unterricht in Grammatik: neben der praktischen Sprachbeherrschung wird auch die Grammatik unterrichtet. Dies kann in zweierlei Art geschehen: einerseits praktisch an Satzbeispielen, ohne dass eine Unterrichtshilfssprache verwendet wird. Hier kann vor allem das strukturalistische Programm verwendet werden. Andererseits kann aber auch eine Unterrichtshilfssprache verwendet werden um Erklärungen zu vereinfachen bzw auf die verschiedenen Lerntypen einzugehen.]

Hier gibt es drei Bereiche, die sich von der Aufgabenstellung her unterscheiden:

  1. Immigration: das sind Menschen, die nach Österreich kommen um sich hier niederzulassen. Innerhalb dieser Gruppe von Lerndenden gibt es aus Gründen kultureller Differenzierung ebenfalls wieder begründete Unterteilungen. Überschneidungen sind wahrscheinlich; vielleicht sollte auch eine noch genauere Differenzierung vorgenommen werden. Hier kommt es auf die finanzielle Ausstattung des IMU an.

    Ein Schwerpunkt der Bestrebungen des IMU ist die Förderung der Bildung und Ausbildung von Frauen. Dieser Förderung wird in den einzelnen Untergruppen durch die Bildung von frauenspezifischen Klassen entsprochen. Es soll also in den unten zitierten Gruppen eine gemischtgeschlechtliche Klasse geben, jedoch zusätzlich auch eine Frauenklasse. Diese Frauenklasse soll es den Frauen aus den entsprechenden Kulturkreisen ermöglichen frauenspezifische Themen ohne Scham anzusprechen (Heirat, Geburt, Arzt, Kinder, Ausbildung (Schreiben und Lesen: ja/nein), ...). Es ist zu bedenken, dass es Kulturen gibt, die es den Frauen einfach nicht erlauben würden in eine gemischte Klasse zu gehen. Frauenklassen sollen grundsätzlich ausschliesslich von Frauen betreut werden.

    Ob es auch eine Männerklasse geben soll?

    Folgende Kurstypen sind vorläfig identifiziert:

    1. Menschen aus Afrika [diese Gruppe ist aufgrund der momentanen personalen Ausstattung des IMU die Schwerpunktgruppe. Sie sollte auch die Schwerpunktgruppe bleiben.]
    2. Menschen aus islamischen Ländern: hier werden vor allem Menschen aus der Türkei und aus dem ehemaligen Jugoslawien erwartet.
    3. Menschen aus ´neuen EU-Ländern´

     
  2. Fremdsprachenlernen
  3. In diesen Bereichen liegt der Schwerpunkt auf kulturellen, wissenschaftlichen, politischen, volkskundlichen und literarischen Themen. Es geht nicht um die notwendigen Kenntnisse in der Verwaltung etc, sondern um das Kennenlernen der österreichischen Kultur. Die Themenkreise widerspiegeln diese unterschiedlichen Aspekte.

    Zwei Kursformen sind zu überlegen: Der Jahreskurs und der Sommerkurs (Sommerakademie), die besonders auf den Urlaubscharakter und damit den Kulturcharakter der Sprachvermittlung Rücksicht nimmt.

     

    1. Menschen, die aus beruflichen
    2. (grund, mittel oder hoch) schulischen
    3. kulturellen oder anderen Gründen Deutsch lernen wollen.

     
  4. Der berufsorientierte Sprachunterricht wendet sich vor allem denjenigen zu, die ihre Sprachfertigkeiten im Beruf vervollkommnen möchten. Er ist also tendenziell dem Punkt 2.1. zuzuordnen, trotzdem soll auch ein Bereich gebildet werden, der sich mit dem Fremdsprachenlernen aus beruflichen Gründen (2.2.1.) zuwendet.
  5. [Diese Bereiche sind vor allem als Aufbaustufen gedacht.]

    1. Berufsorientierter integrativer ML
    2. Themenkreise vor allem aus der gewerblichen Berufswelt, Computerwissen und Bürotätigkeiten sind die Unterrichtsziele.

    3. Berufsorientiertes Fremdsprachenlernen, soll sich mit Büro- u. Korrespondenztätigkeiten befassen.

[Für beide Bereiche: Es könnten für die Bürotätigkeit die Abläufe in einem Büro simuliert werden. Hier wären dann weniger die Besuche in den Büros wichtig, obwohl diese auch durchgeführt werden soll. Etwa ein Besuch in einem Betrieb mit einm Grossraumbüro, während dessen eine Erklärung/Führung stattfindet. Die Lernenden müssen dann Fragen stellen und beantworten.]

[Für das berufsorientierte integrative ML kämen als Zielpublikum vor allem wohl Schulabgänger der verschiedensten Schulen in Frage, die sich für einen Beruf interessieren. Als eine Zwischenstufe wäre ein Kurs vorstellbar, der dann schon mit Zusammenarbeit von Betrieben, Berufsschulen, Kammer und AMV die künftigen Lehrlinge vorbereitet.]

 

ad 3. Öffentlichkeitsarbeit

gliedert sich in die folgenden Bereiche

  1. Öffentliches Unterrichten, Betreuung der mitarbeitenden Institutionen
  2. Anwerbung von mitarbeitenden Institutionen
  3. Werbungsmassnahmen für ML
  4. Veröffentlichung der Unterichtsmaterialen

 

ad 4. Rechungswesen

  1. Buchhaltung
  2. Finanzierung