| BRANDSCHUTZ-INDUSTRIE: Mag. Dr. Martin Leute
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Ausbildung: 2000 Mag. rer. nat. (am Institut für Mineralogie & Kristallographie, Universität Wien) 2002 Dr. techn. (am Institut für Chemische Technologien und Analytik, TU Wien) Derzeitiger Tätigkeitsbereich: Firma: Thermax Brandschutzbauteile GmbH Abteilung: Werksleitung/Entwicklung |
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Was ich mache: Unsere Firma stellt Brandschutzplatten auf Basis von Vermiculit (Blähglimmer) her. Anwendungsbereiche sind Hochbau, Schiffbau und Industrietechnik. Im Hochbau werden Brandschutzplatten für selbstständige Lüftungsleitungen verwendet, im Schiffbau werden laminierte Brandschutzplatten als Wand- oder Deckenverkleidungen für Kreuzfahrtschiffe und Bohrinseln verwendet, und in der Industrietechnik setzt man Vermiculitplatten für Isolierzwecke ein. In meiner derzeitigen Tätigkeit als Werksleiter/Entwicklung sind mir folgende Abteilungen direkt unterstellt: Forschung & Entwicklung
Ich überlege mir neue Rezepturen für neue und bestehende Produkte. Dabei stellen wir nach meiner Vorgabe kleinere Mengen im Labormaßstab her und untersuchen deren mechanische Eigenschaften, sowie deren Brandverhalten. Gleichzeitig muss ich darauf achten, dass die neuen Produkte billiger werden und dass sie auf unseren Maschinen produziert werden können. Wenn alle geforderten Werte erfüllt sind, werden Klein- und Großserien produziert, die bei einem staatlichen Prüfamt getestet werden. Bestehen wir alle Prüfungen, dann beginnt die Markteinführung. Im Bereich des Qualitätsmanagement überlege ich mir, wie man Prozesse einführen und verbessern kann, damit wir immer gleich bleibende Qualitäten produzieren können. Weiters bin ich die Ansprechperson, wenn Kunden mit unseren Produkten unzufrieden sind und untersuche die Gründe dafür. Dazu habe ich ein voll ausgestattetes chemisches Labor zur Verfügung. Wenn wir Untersuchungen nicht durchführen können, schicken wir Proben an Universitäten, die diese Arbeiten erledigen. Wir stellen auch für komplexe Themenbereiche Diplomanden oder Dissertanten ein, die wir über Projekte anstellen. Einen großen Teil meiner Zeit beansprucht die Untersuchung bestehender oder neuer Ausgangsmaterialien, die wir von Firmen oder Minen aus aller Welt beziehen. Da nur ausgezeichnete Rohstoffe zu hervorragenden Produkten führen, untersuchen wir deren chemische Zusammensetzung, Reinheit, aber auch deren Genese, Gewinnung und Abbau. Den größten Teil der Laborarbeit erledigen dabei meine Mitarbeiter, ich bin vor allem für die Koordination meiner Mitarbeiter und für die Interpretation der Ergebnisse verantwortlich und entscheide danach, ob wir aufgrund der Rohstoffe die Rezepturen ändern müssen, oder Rohstoffe wegen mangelnder Qualität zurückschicken. Ich sehe mich auch das Bindeglied zwischen Produktion und Kunde, d.h., wenn es auf Baustellen technische Probleme gibt, werden diese gemeinsam im Team gelöst. Wünsche, Beschwerden, Anregungen, Lob und Kritik von Kunden werden ebenfalls an mich herangetragen, die ich an die betreffenden Abteilungen weitergebe. Da wir ein flexibles Unternehmen sind, bin ich auch bei Verhandlungen im Bereich des technischen Einkaufs immer mit dabei. |
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ERDÖL/ERDGAS-INDUSTRIE: Mag. Dr. Stefan Koss
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Ausbildung: 1995 Mag. rer. nat. (am Institut für Mineralogie & Kristallographie, Universtät Wien) 1998 Dr. rer.nat. (am Institut für Mineralogie & Kristallographie, Universität Wien) Spezialisierung: Geochemie, chemische Analytik, Rohstoffe, Lagerstätten-Geologie Derzeitiger Tätigkeitsbereich:
Abteilung: Commercial Analyst |
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Beruflicher Werdegang: 1998-2002 Rohöl-AufsuchungsAG (Petrophysiker) 2002-2003 Rigips Austria GmbH (Laborleiter, Werk Puchberg) 2003- Rohöl-AufsuchungsAG (Commercial Analyst) Was ich mache: Die Rohöl-AufsuchungsAG (RAG) sucht in Österreich und in den angrenzenden Staaten nach Erdöl und Erdgas und setzt hierbei modernste Technik ein. Nach der Ausarbeitung von entsprechenden geologischen Studien wird mit der RAG-eigenen Bohranlage nach Erdöl und Erdgas gebohrt und dieses nach einer detaillierten Untersuchung und Bearbeitung der Lagerstätte gefördert. Viele Thermen wie Loiperdorf, Bad Waltersdorf, Blumau oder Bad Hall in OÖ gehen auf ehemalige Bohrungen der RAG zurück. Das produzierte Erdöl wird an Raffinerien zur Weiterverarbeitung geliefert, das Erdgas wird in das Leitungsnetz eingespeist. Die RAG betreibt auch eine Erdgas-Speicheranlage in Puchkirchen (OÖ), mehrere Tanklager für Rohöl, sowie Leitungen, Aufbereitungstationen und ein Erdgas-Kraftwerk. Seit mehreren Jahren ist die RAG auch im europäischen Erdgas-Handel erfolgreich. Von 1998 bis 2002 war ich in der RAG als Petrophysiker und Produktionsgeologe tätig. Nach dem Abschluß einer Bohrung werden Messgeräte in das Bohrloch hinabgelassen, die Aufschluß darüber geben sollen, welche Gesteine angetroffen wurden, und ob diese Wasser oder Erdöl und Erdgas enthalten. Diese Tätigkeit erfordert gutes Wissen über Physik und Chemie einerseits, aber auch über Mineralogie und die Eigenschaften von Gesteinen. Unter Berücksichtigung aller Daten wie z.B. technische Bohrungsdaten, Bohrkerne und petrophysikalische Messergebnisse bestimmt der Petrophysiker, ob eine Bohrung erfolgreich war und berechnet gemeinsam mit den Erdöl-Technikern der Montanuniversität Leoben die Größe der gefundenen Lagerstätte. Ein Jahr lang war ich Laborleiter in der Baustoff-Industrie, bei der Firma Rigips. Der Gips-Tagbau Puchberg am Schneeberg ist die Rohstoffquelle für das angrenzende Gips-Werk Puchberg, wo neben Hand- und Maschinenputzen, Estrich, Bau- und Elektrikergips vor allem Spachtelmassen und Fugenfüller auf Gips-Basis erzeugt werden, mit denen die Fugen zwischen Gipskartonplatten verspachtelt werden. Meine Tätigkeit umfasste die Leitung des Laborsbetriebes mit 7 Mitarbeitern und die Entwicklung von Rezepturen für diverse Gips-Baustoffe. Ich war für die chemischen und physikalischen Qualitätskontrollen an allen Rohstoffen (Gips aus dem Bergbau, zugekaufte Rohstoffe und Chemikalien) sowie an den fertigen Produkten zuständig. Im Jahr 2003 wechselte ich zurück in die Erdöl/Erdgas-Industrie zur Rohöl-AufsuchungsAG, wo ich derzeit als Commercial Analyst beschäftigt bin. Zu meinen Aufgaben als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Technik zählen hierbei:
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UNIVERSITÄT: Prof. Mag. Dr. Ronald Miletich
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Ausbildung: 1990 Mag. rer. nat. (am Institut für Mineralogie & Kristallographie, Universität Wien) 1993 Dr. rer.nat. (am Institut für Mineralogie & Kristallographie, Universität Wien) 1999 Univ. Doz. (am Institut für Mineralogie, Universität Salzburg) Derzeitiger Tätigkeitsbereich: Professor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Mineralogisches Institut Arbeitsgruppe: Mineralphysik und Strukturforschung |
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Was ich mache: Nach dem Mineralogiestudium in Wien war ich mehrere Jahre an universitären Forschungseinrichtungen (Bayerisches Geoinstitut Bayreuth, ETH Zürich) tätig, bevor ich meine gegenwärtige Position als Professor für Kristallographie an der Uni Heidelberg im Jahr 2002 akzeptierte. In dieser Funktion bin ich für den Forschungs- und Lehrbetrieb im Rahmen des Diplomstudiums Mineralogie bzw. für den zukünftigen interdisziplinären Masters-Studiengang Material- und Strukturforschung verantwortlich. Die Verantwortung als stellvertretender geschäftsführender Direktor des knapp 40 Mitarbeiter umfassenden Universitätsinstitutes bedeutet auch, sich mit der tagtäglich zunehmendenen akademischen Selbstverwaltung und wirtschaftlichen Planungen zur Entwicklung des Instituts auseinanderzusetzen, bzw. ein starkes Engagement in fakultäts- bzw. hochschulpolitischen Planungsarbeiten aufzubringen. Der derzeit bestehende Nachwuchsmangel verlangt auch, mich vermehrt mit Öffentlichkeitsarbeit zur Imagepflege der Mineralogie als moderne Wissenschaftsdisziplin auseinanderzusetzten, bzw. mich für aktive Nachwuchswerbung im regionalen Umfeld einzusetzen. Als Leiter der Arbeitsgruppe Mineralphysik und Strukturforschung koordiniere ich ein aktives Forschungsteam von derzeit 7 Mitarbeitern. Im Rahmen unserer Forschungsgruppe betreiben wir mehrere diffraktionsanalytische Laboratorien und sind forschungsmässig an diversen Synchrotronstrahlquellen weltweit aktiv. Die Forschungsinteressen umfassen vor allem Materialstrukturforschung und strukturelle Hintergründe von Materialtransformationen unter Einfluss von extremen Umgebungsbedingungen (z.B. hohe Drücke und Temperaturen, mechanische und elektromagnetische Spannungsfelder). Aktuelle Forschungsschwerpunkte umfassen z.B. experimentelle Geophysik mit Arbeiten zu seismischen Anomalien im Erdmantel und ihren mineralphysikalischen Hintergründen, Materialforschung zum Einfluss kontrollierter elastischer Deformation auf das Transformationsverhalten von keramischen Komponenten, und die Entwicklung synthetischer metastabiler Hochdruckmaterialien als innovative Differenzialdruck-Sensoren. Während die Labortätigkeiten und Messeinsätze im Team bzw. von meinen Mitarbeitern erfolgen, liegt ein Grossteil meines Tagesgeschäftes in der Erstellung von Berichten, Präsentationen vor wissenschaftlichen Gremien bzw. in der Einwerbung finanzieller Forschungsmittel. Darüberhinaus ist das Erstellen verschiedenster Gutachten zu wissenschaftlichen Inhalten von Publikationen oder Forschungsanträgen, die Organisation von Symposien und Kongressen, sowie Mitarbeit in internationalen Gremien ein wesentlicher Bestandteil meiner täglichen Arbeit geworden. |
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FEUERFEST-INDUSTRIE: Dr. Dieter Knobloch
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Ausbildung: 1983 Dr. phil. (am Institut für Mineralogie & Kristallographie, Universität Wien) Derzeitiger Tätigkeitsbereich: Firma: RHI AG Business Unit Cement&Lime, Spartenvertriebsleiter |
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Was ich derzeit mache: Die RHI-AG ist eines der weltweit bedeutendsten Unternehmen der Feuerfest-Branche und erzeugt feuerfeste Produkte für industrielle Prozesse (z.B. Stahl-, Zement- und Glaserzeugung), wobei der Schwerpunkt bei basischem, d.h. auf Magnesit beruhendem, Feuerfestmaterial liegt. Derzeit habe ich mehrere Aufgaben, die sich teilweise überlappen:
Was ich früher gemacht habe: 1983 – 1986 Assistent am Institut für Geowissenschaften (Prospektion) der Montanuniversität Leoben 1986 – 2004 Eintritt bei den „Veitscher Magnesitwerken“, die bei späteren Fusionen und Übernahmen zur Bildung der RHI AG eine bedeutende Rolle gespielt haben. Nach einigen Jahren Vertriebstätigkeit in Asien und Amerika wurde ich Projektmanager für Feuerfest-Erstausstattungen von Zement-Neuanlagen weltweit. Seit 2000 bin ich Spartenvertriebsleiter mit dem oben genannten Tätigkeitsprofil. |
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ERDÖL-INDUSTRIE: Dr. Dipl. Chem. Thomas Brehmer |
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Ausbildung: 1994 Dipl. Chem. (am Institut für Organische Chemie, TU Freiberg /Deutschland) 1998 Dr. rer.nat. (am Institut für Organische Chemie, TU Freiberg /Deutschland) 1998 - 2001 Wissenschafter (am Institut für Mineralogie & Kristallographie, Universität Wien) Derzeitiger Tätigkeitsbereich: Firma: OMV AG Abteilung: Heizmedien |
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Was ich mache: 1. Projektmanagment von internationalen (EU) Projekten
2. Monitoring der Fördermöglichkeiten für die Beantragung von Projekten bei der EU oder nationalen Förderstellen
3. Marktanalyse für Heizöle in den Assoziierten Ländern der EU
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MUSEUM: Dr. Vera M.F. Hammer
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Ausbildung: 1989 Dr. phil. (am Institut für Mineralogie & Kristallographie, Universität Wien) Nebenfächer: Geologie, Petrologie Derzeitiger Tätigkeitsbereich: Firma: Naturhistorisches Museum Wien Abteilung: Mineralogie-Petrographie Arbeitsgebiete: Zerstörungsfreie Bestimmungen von Edel- und Schmucksteinen mittels Röntgenbeugungsmethoden, Mineralbestimmung für Mineraliensammler und Fachleute, Gemmologie, Spektroskopie im UV-VIS-IR (Spektralbereich der ultraviolettes, sichtbares und infrarotes Licht umfaßt). |
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Was ich mache: Mein Tätigkeitsfeld als Museumskuratorin: Die überaus vielfältige Tätigkeit eines Museumskurators besteht nicht nur, wie viele meinen, aus „verstaubter Arbeit“ in der Sammlung. Trotzdem ist natürlich eine der Hauptaufgaben die Betreuung der Mineralien- und Edelsteinsammlung. Was versteht man nun unter dieser Betreuung: Die historisch wertvolle und überaus reichhaltige Mineraliensammlung des Naturhistorischen Museums verlangt ständige Pflege. Das Wichtigste beim Sammeln ist es, und das weiß jeder, der eine private Sammlung besitzt, Genauigkeit walten zu lassen und Ordnung zu halten. Dieses Gebot verstärkt sich dadurch, dass die Sammlungsbestände unseres Museums sehr umfangreich sind. Wird einmal etwas falsch ein- oder zugeordnet, ist die Wahrscheinlichkeit es wieder aufzufinden sehr gering. Die Wiener Sammlung ist aber nicht nur eine historische Sammlung, sondern sie wurde und wird, soweit es Geldmittel zulassen, ständig erweitert. Bei der Auswahl neuer Mineralstufen wird vor allem Augenmerk darauf gelegt, ein neues Mineral, ein neues Vorkommen, eine besonders interessante Ausbildung oder ein Mineral aus einer speziellen Paragenese zu erwerben. Sollen die Stücke später ausgestellt werden, ist es wichtig, dass sie besonders charakteristisch sind und von ihrem Format gut in die Sammlung passen. Darüber hinaus ist es aber unser Bestreben, auch Stücke zu erwerben, die für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden können. So muß ich nochmals betonen, dass eine unserer Hauptaufgaben darin besteht, die Sammlung zu erweitern, sie dem wissenschaftlichen Stand entsprechend zu ordnen, zu präsentieren und auf deren Erhaltung zu achten. Die EDV-unterstützte Katalogisierung einer so umfangreichen Sammlung erfordert ein speziell für Museen entwickeltes Datenbanksystem, dessen baldiger Ankauf unsere Tätigkeit in den nächsten Jahrzehnten erheblich erleichtern wird. Die Mineralogisch-Petrographische Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien ist für ein Museum relativ gut mit Analysegeräten ausgestattet. Ich betreue die Röntgenbeugung, ein UV-VIS-IR-Spektrophotometer und die Kleingeräte zur Edelsteinbestimmung. Das Museum ist praktisch seit seinen Anfangsjahren am Ende des 19. Jhdts. eine Anlaufstelle für Mineraliensammler, die ihre Funde dem Haus vorlegen, bestimmen lassen und eventuell auch anbieten. Diese Zusammenarbeit hat sich als sehr fruchtbar erwiesen. Auf der einen Seite erhalten wir Informationen und Material der neuesten Funde (nicht nur österreich- sondern weltweit), auf der anderen Seite ist auch den Sammmlern und Mineralienhändlern mit einer genauen Bestimmung gedient. In Zusammenarbeit mit Edelsteinhändlern und Schätzgutachtern werden Edelsteinexpertisen erstellt. In Form von Vorträgen, Führungen, Exkursionen und Publikationen, die sowohl fachlich als auch populärwissenschaftlich sein können, werden die im Zuge unserer Tätigkeit gewonnenen Erkenntnisse einem sehr großen Publikumskreis mitgeteilt. Es versteht sich fast von selbst, dass hier eine aktive Mitarbeit in einschlägigen Vereinen notwendig wird. Dies nicht zuletzt, damit die Kontaktpflege zu anderen wissenschaftlichen Institutionen einerseits und zu Sammlern und dem Handel gepflegt wird. Ich selbst bin als Schriftführerin im Verein der Freunde des Naturhistorischen Museums mit seinen mehr als 2400 Mitgliedern engagiert, aber auch im Vorstand der Österreichischen Gemmologischen Gesellschaft und im Vorstand der Österreichischen Mineralogischen Gesellschaft tätig. Diese ehrenamtlichen Tätigkeiten erfordern neben einer gewissen Diplomatie und Umgänglichkeit auch einiges an Organisationstalent. |
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Die Exkursion „Bis am Berg“ der Freunde des Naturhistorischen Museums fand im Frühjahr 2003 statt. Die 60 Exkursionsteilnehmer wurden über den pannonischen Trockenrasen auf den Alten Schanzen ebenso informiert, wie über die Bildung und die endemischen Bewohner der meterhohen Lößwände in der Erbpostgasse in Stammersdorf. Aber auch der Besuch technischer Anlagen wie hier der Einblick in den Wasserspeicher Bisamberg oder der Sendeanlage Bisamberg kommen bei unseren Exkursionen nie zu kurz. Hammer, V.M.F. et al. (2003): „Bis am Berg“.- Exkursionsführer, Serien-Nr. 35, NHM-Wien. |
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Das interessanteste Aufgabengebiet hier im Museum ist zweifelsfrei die Edel- und Schmucksteinbestimmung. Unsere Abteilung beherbergt das „Staatliche Edelsteininstitut“, das mit zahlreichen für die Edelsteinbestimmung geeigneten Gerätschaften ausgestattet ist. Neben der klassischen Edelsteinbestimmung sind es aber vor allem die oft unter Phantasienamen neu auf dem Markt angebotenen Schmuckmaterialien, die einer genauen Prüfung und mineralogisch korrekten Bezeichnung bedürfen. Die Präsentation dieser Ergebnisse für das gemmologische Fachpublikum führt immer wieder zu lebhaften Diskussionen. Rohmaterial von „Rainbow-Calsilica“, Kunstprodukt, einem Sediment nachempfunden.
Schmuckstück aus „Rainbow-Calsilica“.
Kiefert, L., Hänni, J., Vandenabeele, P., Moens, L., Hammer, V.M.F. (2003): Der Stein des Regenbogens: „Rainbow-Calsilica“.- Zeitschrift der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft, 52/4, 151-162.
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Eines meiner Interessensgebiete sind die Bestimmungsmöglichkeiten schwarzer Edel- und Schmucksteine. Sie wurden bis jetzt in der gemmologischen Literatur meist recht stiefmütterlich behandelt. Die Bestimmung schwarzer Edel- und Schmucksteine ist mittels Röntgenbeugung, der magnetischen Eigenschaften, der elektrischen und thermischen Leitfähigkeit und weiterer Untersuchungsmethoden möglich. |
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In der IMA (International Mineralogical Association) vertrete ich Österreich in der „Commission on Gem Materials“. Staatliches Edelsteininstitut |
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Die Planung und Einrichtung von Sonderschauen und Ausstellungen fällt ebenfalls in meinen Tätigkeitsbereich. Das Schwierigste dabei ist sicher, eine moderne und didaktische Präsentation zu finden, die in den vorgegebenen historischen Vitrinen untergebracht werden kann.
Im Rahmen der IC-Tagung (Tagung des Institutum Canarium) 2001 im Naturhistorischen Museum Wien wurde den "Gesteinen, Mineralien und Fossilien der Kanarischen Inseln" eine Sonderschau gewidmet. |
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An einer historischen Wirkungsstätte beschäftigt zu sein, bedeutet auch, sich mit früheren Wissenschaftlern und deren Betätigungsfeld auseinanderzusetzen. Die Aufarbeitung der Geschichte der Mineralogie in Österreich wird durch den historischen Briefverkehr unserer Abteilung und die alten Bestände unserer Bibliothek erleichtert. Historisches Photoalbum für E. Hibsch Hammer, V.M.F. & Pertlik, F. (2003): Josef Emanuel Hibsch (*26.3.1852 Homole, Tschechische Republik, † 4.11.1940 Wien). Sein wissenschaftliches Wirken nach dem ersten Weltkrieg in Österreich.- Annalen des Naturhistorischen Museums Wien, 105A, 29-44.
Anläßlich der 100-Jahrfeier der Österreichischen Mineralogischen Gesellschaft gab es im NHM eine Sonderschau.
Hammer, V.M.F. (2001): Sonderschau zum Thema "100 Jahre (Wiener) Österreichische
Als Sicherheitsvertrauensperson für die Arbeitsstätte Naturhistorisches Museum, habe ich in nur wenigen Jahren erreicht, dass die Arbeitsbedingungen in Belangen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes an die gesetzlichen Vorschriften angenähert werden konnten.
Ich hätte gerne mehr Zeit für Geländetätigkeit, wobei es mich dabei in zentralasiatische Länder zieht. Ich hoffe innigst auf friedlicher Zeiten, damit ich neben den nordpakistanischen Vorkommen vielleicht auch einmal die Pegmatitgebiete Afghanistans oder die berühmte „Balasrubin“-Mine in Tadschikistan beproben kann.
Draganits, E., Grasemann, B., Hammer, V.M.F., Huber, M., Obbodda, H., Weerth, A. (2003): Edle Steine vom Dach der Welt. ExtraLapis No24, S. 96, Christian Weise Verlag – München.
Die Abbaue der historischen Spinellminen („Balas-Rubine“) an der afghanisch-tadschikischen Grenze zu besuchen ist zur Zeit kaum möglich.
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Zusammenfassung: Die Tätigkeit eines Museumskurators gehört sicher zu den Traumjobs eines klassischen Mineralogen. Die Beschäftigung sowohl mit historischen Mineralstufen als auch mit den neuesten Mineralien und Edelsteinen macht den Beruf immer spannend, wobei sich die Forschungsgebiete meist automatisch ergeben. Die Jobaussichten sind allerdings durch die jahrelange Aufnahmesperre in den Bundesdienst und die heute durch die „Privatisierung“ entstandenen Einsparungsmaßnahmen auch auf der Personalseite sehr gering geworden. Für Studenten bietet das Museum allerdings manchmal die Möglichkeit, im Rahmen eines freien Dienstvertrages in den Sammlungen tätig zu sein. Nachdenklich blicken die Statuen der Naturwissenschaftler vom Dach des Naturhistorischen Museums in die Tiefe… |
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