Über unser Institut: Das heutige Institut
für Mineralogie und Kristallographie geht auf eine bescheidene
Mineraliensammlung (="Mineralogisches Museum") der Universität
aus den Tagen des Vormärz 1848 zurück. Mit der Berufung
von Franz Xaver M. Zippe am 11.11.1849 zum Professor an die philosophische
Fakultät der Universität mit der Auflage, das Studienfach
Mineralogie in Lehre und Forschung zu vertreten, wurde ihm neben
der Leitung dieses Museums auch die einer Lehrkanzel mit der Bezeichnung "Mineralogisches
Museum" übertragen. Ohne Formalakt wurde um 1900 unter
Friedrich Becke die Bezeichnung "Mineralogisches Institut" eingeführt.
Die heutige Institutsbezeichnung wurde im Studienjahr 1968/69 unter
dem Ordinarius Josef Zemann legalisiert.
Seit 1995 ist das Institut im Geozentrum der
Universität Wien beheimatet. In unmittelbarer Nachbarschaft
zum Center
of Earth Sciences und dem Institut
für Paläontologie bietet das Gebäude genügend
Platz für 35 Labors und etwa 20 Büros, eine mechanische
Werkstätte sowie eine Mineralpräparation. Eine gemeinsame
Geowissenschaftliche Bibliothek, Hörsäle mit audio-visuellem
Equipment und mehrere (öffentlich zugängliche) Computer-Räume
vervollständigen das Bild eines modern eingerichteten Universitätszentrums.
Die zentrale Lage, die geringen Entfernungen zu öffentlichen
Verkehrmitteln und die kulturelle Angebot in Wien machen diesen
Standort zu einer Besonderheit im Vergleich mit anderen Forschungs-
und Bildungseinrichtungen. Das Institut arbeitet mit einem reichen
Spektrum an Untersuchungsmethoden und ist apparativ am letzten
Stand der Technik, was Röntgendiffraktometer, Spektroskopie,
Syntheselabors usw. betrifft. Mit dem Auftrag für Forschung
und Lehre durch die Universität Wien spielt das Institut eine
tragende Rolle als Ausbildner sowohl von Studenten der Erdwissenschaften
als auch der Biologie und Umweltkunde.
Die Forschung konzentriert sich vor allem auf
die Charakterisierung von Mineralen sowie anorganischen und organischen
Substanzen mit Hilfe von röntgenanalytischen und optisch-spektroskopischen
Methoden. Die Untersuchung von natürlich vorkommenden Substanzen
bietet die Möglichkeit, mit einer großen Reihe von weiteren
Wissenschaftsdisziplinen, nicht nur auf dem erdwissenschaftlichen
Sektor, in Kooperation zu treten. Überdies führt die
Beschäftigung mit synthetischen Materialien, wie zum Beispiel
Keramiken, Zeolithen, azentrischen Kristallen, zu einer engen Bindung
an die Wirtschaft und die industrielle Fertigung. Zahlreiche Kontakte
zu verschiedenen Arbeitsgruppen im Bereich Physik und Chemie und
Forschungseinrichtungen im In- und Ausland lassen für die
weitere Entwicklung des Institutes äußerst positive
Zukunftsperspektiven erwarten. |