Kanonenboot "Albatros", 1873 in Pola/Istrien vom Stapel gelaufen, 570 BRT.

(Photo: Mayer, Horst Friedrich / Winkler, Dieter: Als Österreich die Welt entdeckte, Wien 1991)

Die k.u.k. Marineleitung stellte das Kanonoenboot "Albatros" zur Verfügung; es stand unter dem Kommando von Korvettenkapitän Josef Ritter Mauler von Elisenau. Der "Albatros" gehörte zu den älteren Schiffen der Flotte, von mittlerer Größe, aus Holz gebaut, mit einer Hilfsmaschine versehen und als Barkschoner getakelt. Da die Einrichtungen weder den Bedingungen eines längeren Aufenthaltes in den Tropen entsprachen, noch die Unterbringungn größerer Vorratsmengen und Ausrüstungsgegenständen möglich war, mußten einige Veränerungen und Umbauten erfolgen.

Die Geschütze samt Munition wurden ausgeschifft und durch leichtere "Mitrailleusen"-Bestückung (einer Art Vorläufer der schweren Maschinengewehre) ersetzt. Durch die Verkleinerung der Oberlast konnten die Deckhütten errichtet werden. In der größeren wurden eine Schreibkabine, eine Offizierskabine, eine Navigationskabine sowie ein Offizierssalon und in der kleineren eine Lebensmittel- und Vorratskammer untergebracht. Ein Granatdepot wurde in eine Eiskammer umgestaltet, und auch die Mannschaftsunterkunft konnte wesentlich vergrößert werden. Statt des Kutters erhielt die "Albatros" eine Barkasse mit Benzinmotor und als besonderer Luxus, eine Eismaschine mit Handbetrieb.

Die wissenschaftlichen Instrumente, die alle, mit Ausnahme des Fotoapparates vom Hydrographischen Amt der Kriegsmarine zur Verfügung gestellt wurden, konnten nun dank der vermehrten Räumlichkeiten gut verstaut werden (zit.n. Mayer/Winkler 1991, S.97-100).