* 1723 - 1786
Britischer Weltumsegler und Großvater des Dichters Lord Byron. Hatte bereits an der Fahrt Georg Ansons an Bord der Wager teilgenommen, bei der er an der Küste Feuerlands nördlich der Magellanstraße strandete und nach harten Entbehrungen 1745 nach England zurückkehrte.
1764 übertrug man ihm das Kommando über die beiden Schiffe
Dolphin und Tamar, um den Südatlantik zu erforschen.
Er besuchte die Falklandinseln und nahm deren Westteil für England in Besitz
(Januar 1765, Bougainville nahm bereits 1764 den Ostteil
für Frankreich in Besitz, bevor beide kurz darauf von den Spanier vertreiben wurden).
Danach
segelte er über Patagonien - deren Einwohner er beschrieb - in den Pazifik und streifte die Tuamotu-Gruppe. Er entdeckte
Tepoto und Napuka, die er "Islands of Dissapointment" nannte, da die Einheimischen
seiner Ankunft feindlich gegenübergestellt waren. Anschließend entdeckte er am 9.
Juni desselben Jahres Takaroa und Takapoto, die er "King George Islands" taufte.
Am 13. Juni 1765 traf er auf Manihi, welches er "Prince of Wales Island" taufte.
Am 21. Juni sichtete er Pukapuka in der nördlichen Cook-Inselgruppe, welches er
"Island of danger" nannte, da das Riff zu gefährlich für eine Landung
schien (nicht zu verwechseln mit Pukapuka in den Tuamotus, welches von
Schouten> und Le-Maire entdeckt worden war
und von ihnen "Honden" (Hund) genannt worden war).
Eine weitere unbewohnte Insel
wurde " Duke of York"-Insel genannt und ein Atoll in Mikronesien - wo er die dortigen
Bewohner mit Waffen antraf, welche mit Haifischzähnen bestückt waren - von Byron entdeckt
(Byrons Island?).
Er erreichte Tinian
(Marianen) am 31. Juli 1765. Seine Rückfahrt führte um das Kap Hoorn nach England,
wo er in Downs am 9. Mai 1766 ankam.
Literatur: