Britischer Weltumsegler, der bereits mit John Byron
in den Jahren 1764-66 unterwegs war und als Kapitän der Swallow
gemeinsam mit Samuel Wallis 1766 aufbrach, um den Südkontinent
zu finden.
Carteret wurde nach der Durchfahrt durch die Magellan-Straße von Wallis getrennt und fuhr
allein zur Juan Fernandez-Insel zwecks Auffrischung der
Vorräte weiter. Er klärte die geographische Lage zwischen der Osterinsel und Teilen
der Antarktis und entdeckte am 2. Juli 1767 die Pitcairn-Insel, die nach einem Seekadetten
der die Insel als erster erblickte, benannt wurde.
Da eine Landung nicht möglich
war, wurde die Position der Insel ungenau vermessen, was den späteren Anführer der
Meuterer der Bounty (siehe Captain William Bligh) Christian
Fletcher veranlaßte, Zuflucht auf dieser Insel zu suchen.
Am 11.Juli 1767 entdeckte Carteret das Mururoa-Atoll, weiters Nukutipipi und Anuarurao im Tuamotu-Archipel, einige Inseln, die bereits Alvaro de Medaña y Neya entdeckt hatte, und die Reef-Inseln, die heute noch mit dem zweiten Namen Swallow-Inseln heißen. Weitere Entdeckungen waren Ndai - von Carteret "Gower Island" gennant - und die sechs auf einem kreisförmigen Atoll liegenden Carteret-Inseln - heute Kilinailau genannt - in der Bougainville-Gruppe sowie Buka, welche die nördlichste der Salomonen-Inseln ist.
Bereits auf der Rückreise wegen des schlechten Zustands seiner
Mannschaft befindlich, entdeckte er noch, daß New Britain nicht eine einzige Insel ist,
sondern durch den von Carteret so genannten St. Georges Kanal geteilt wird.
Am
20. März 1769 traf Carteret nach einer Erholungspause in Batavia wieder in Spithead,
England, ein.
Literatur: