De Fresne, Nicholas, Thomas Marion

Du Clesmeur, A.-B.-M.-Jar

De Fresnes Reise resultierte aus einer Episode welche sich bei Bougainville´s Reise ergeben hatte. Bougainville hatte eine Tahitianer mit dem Namen Aoutourou (kurz auch Mayoa genannt) 1769 nach Frankreich mitgebracht und die französische Regierung trachtete danach, diesen Mann wieder in die Heimat zu bringen, sodaß sie ihn vorerst nach Mauritius brachten. De Fresne bot an, Mayoa wieder nach Hause zu bringen und damit gleichzeitig eine Entdeckungsfahrt zu verbinden.
Mit zwei Schiffen, der Mascarin unter De Fresnes Kommando mit J. M. Crozet als ersten Offizier und der Marquis de Castries unter Kommando von Cheavlier Du Clesmeur, stach die Expedition am 18. Oktober 1771 von der Ile de France (Mauritius) in See.

Obwohl Mayoa bereits vor Madagaskar an Pocken starb, setzte De Fresne die Fahrt fort. Nach einer Kollision der beiden Schiffe entdeckten sie die heute Crozet-Islands genannten Inseln im Januar 1772. Sie sichteten Van Diemes Land und erreichten Neuseeland, wo De Fresnes in Kampfhandlungen mit Maoris in der Bay of Islands zusammen mit zahlreichen Mitgliedern der Besatzung durch Maoris eines Dorfes mit dem Häuptling Tacouri getötet wurde.

Nach De Fresnes Tod übernahm Du Clesmeur das Kommando über die Expedition und Crozet wurde Kapitän der Mascarin. Über Tonga und einige weitere kleinere Inseln und Riffe wurde die Fahrt nach Guam fortgesetzt, wo beide Schiffe am 27. September 1772 ankamen. Von dort ging es weiter zu den Philippinen, wo ein Teil der Mannschaften beider Schiffe desertierte und durch lokale Bevölkerung ersetzt werden mußte, bevor an eine Heimreise gedacht werden konnte.


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