Vier Jahre nach Magellan folgt Loaysa der Route Magellans. Die aus sieben
Schiffen bestehende Expedition stand unter keinem guten Stern. Ein Schiff
ging bereits im Atlantik verloren, zwei weitere durchquerten den Paso nicht
und kehrten nach Spanien zurück. Von den vier Karavellen, die schließlich
die Meerenge an der Südspitze Südamerikas bezwangen (sie alle
wählten den gefahrvollen Weg durch die Magellanstraße) verschwand
eine spurlso, eine andere wurde vom Geschwader getrennt und erreichte nach
langer Irrfahrt die mexikanische Köste, eine dritte scheiterte bei
den Philippinen. Loaysa starb, ebenso sein Nachfolger del Cano, der das
Kommando übernommen hatte; schließlich starb auch dessen Nachfolger
Alonso Toribio de Salazar. Dem Basken Martin Iñiguez de
Carquizano gelang es schließlich, das Flagschiff nach den Molukken
zu führen. Am letzten Tag des Jahres 1526 ankerte das Schiff mit dem
Namen "Santa Maria de la Victoria" vor Tidore.
Ein Drittel der Besatzung überlebte diese Reise nicht. Auf Tidore
war die Sicherheit der Überlebenden nicht gewährleistet, da Portugiesen
vom benachbarten Ternate den Hafen beschossen und die Pflanzungen verwüsteten.
Iñiguez de Carquizano wurde vergiftet. Erst die - ebenfalls dezimierte
- Expedition unter Alvaro Saavedra de Ceron konnte die Überlebenden
aufnehmen und in die Heimat bringen.
Der Verdienst der Expedition von Loaysa liegt im Vordringen der Spanier bis zum 55. Breitengrad, wo der Kapitäm Francisco de Hoces das "Ende der Welt" erblickt hatte. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um die erste Auffindung von Kap Hoorn.
Literatur: