* 1659 (Middleburg) - 1729 (ebd.)
Mit den drei Schiffen Eagle, Thienhoven und African Galley versuchte Roggeveen den sagenumwobenen Südkontinent zu finden, wie es bereits sein Vater vor hatte. Als Admiral führte Roggeveen die drei Schiffe von Texel durch die Le-Maire-Straße und erreichte eine südliche Breite von 60 Grad. Treibeis hinderte ihn an einem weiteren Vorankommen. Er mußte die Suche nach dem Südkontinent aufgeben und wandte sich nach den Juan Fernandez-Inseln, die er für Siedlungszwecke als geeignet ansah.
Auf Westkurs entdeckte er am 6. April 1722 - zu Ostern - eine einsame
Insel, die er "Paaschen" bzw. "Oster Eilandt"
(Osterinsel) taufte. Wegen der starken Brandung und des Fehlens eines
geeigneten Ankerplatzes konnte Roggeveen und seine Mannschaft zwar nur
einmal die Insel betreten, sie hatten aber Kontakt zur einheimischen
Bevölkerung und konnten die großen Steinstatuen aus
Tuffstein bewundern.
(Um die Erforschung der Osterinsel und seiner Steinstatuen machte
sich Thor Heyerdahl verdient, der in den Jahren 1955-1956 ausgedehnte
Forschungen auf der Insel unternahm.)
Auf der weiteren Westfahrt entdeckte Roggeveen einige Inseln der Tuamotu-Gruppe. Er berührte die Inseln Takapoto, wo die African Galley zu Bruch ging, Makatea und schließlich Samoa (Manua-Island, heute: American Samoa), wo die Flotte eine längere Pause aufgrund der hübschen Insulanerinnen einlegten. Roggeveen sichtete auch Futuna und Alofi (Horns Islands) bevor er Kurs auf Batavia nahm, wo er im September 1722 eintraf.
Literatur: