* 1580 - 1625
* 1585 - 1616
Cornelis Schouten war Seefahrer aus dem holländischen Texel. Führte
gemeinsam mit Jakob Le Maire, eine Expedition in den Jahren 1615-1617.
Mit den beiden Schiffen "Eendracht" (Le Maire) und "Hoorn" (Schouten)
erreichten die beiden im Auftrag einer Gruppe niederländischer Kaufleute
deren Oberhaupt der Vater Le Maires’ war, im Dezember 1615 Patagonien,
wo die "Hoorn" bei Reparaturarbeiten ausbrannte.
Nur noch mit der "Eendracht" unterwegs, verfehlten sie den Osteingang
der Magellanstraße, erreichten aber durch die von ihnen aufgefundene
Le Maire-Straße die offene See vor Kap Hoorn, dem sie diesen Namen
gaben, und gelangten in den Pazifik. Sie bewiesen damit, daß das
Feuerland nicht mit dem südlichen Kontinent zusammenhängt.
Auf der Westfahrt in Richtung Gewürzinseln (Molukken) wurden im Tuamotu-Archipel verschiedene Inseln entdeckt (heutige Namen: Puka-Puka, Takaroa, Manihi und Rangiroa), auf der Weiterfahrt im Mai 1616 die Inseln mit den heutigen Namen Tafahi und Ninatobutabu. Unter später entdeckten kleineren Inseln bewahrte sich Hoorn den Namen bis heute. Weiters wurden die Inseln Futuna und Alofi entdeckt. Als sie längs der Nordküste von Neuguinea segelten, entdeckten sie eine kleine Inselgruppe, die nach Schouten benannt wurde. Im September 1617 erreichte die "Eendracht" Ternate und wurde in der dortigen holländischen Kolonie gut aufgenommen.
Auf der Heimreise jedoch wurden sie im damaligen Batavia vom dortigen
Residenten der Ostindienkompanie verhaftet. Dieser glaubte nicht an die
Entdeckung eines neuen Seeweges, sondern vermutete eine Verletzung des
monopolisierten Indienweges der Gesellschaft. Unter den Entbehrungen der
Rückfahrt in Ketten starb Le Maire.
Bis Ternate hatte Schouten von seine 86 Mann nur drei verloren, was zeigt,
daß die Holländer hinsichtlich Technik und Hygiene der Langstreckenfahrten
damals den anderen Nationen voraus waren.
Literatur: