Britischer Marineoffizier und Entdecker von Tahiti.
Neben James Cooks
Fahrten, galten seine Erkenntnisse und Entdeckungen als bedeutendste Leistungen britischer
Marineexpeditionen im 18. Jahrhundert. Zusammen mit Philip Carteret
der das Schiff Swallow befehligte, brach Samuel Wallis als Kapitän des Schiffes
Dolphin und Leiter der Expedition am 22. August 1766 von Plymouth aus zu einer
Entdeckungsfahrt, die zur Erhellung der vermuteten Existenz des legendären
Südkontinents führen sollte.
Bereits im April 1767, dem Beginn der eigentlichen
Pazifikfahrt trennte ein schwerer Sturm kurz nach der Durchfahrt durch die
Magellan-Straße die beiden Schiffe. Wallis segelte etwa auf dem 20. Grad nördlicher
Breite nach Westen - südlicher als John Byron - und entdeckte
dabei einige neue Inseln.
Am 6. Juni 1767 entdeckte Wallis die Insel Pinaki und danach fünf weitere Inseln im
Tuamotu-Archipel (Nukutavake, Vairaatea, Paroa, Manuhangi und Nengonengo) sowie Meetia,
dem östlichsten Eiland der Gesellschaftsinseln.
Am 18. Juni desselben Jahres entdeckte er Tahiti und landete in der Matavai-Bucht. Trotz des anfangs feindseligen Empfangs,
wurde der einmonatige Aufenthalt nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einer
angenehmen und äußerst ergiebigen und informativen Zeit.
Auf der Weiterfahrt entdeckte Wallis noch die Inseln Howe, Tapuaemanu, Mopiha und Fenua Ura
und sichtete zwei bereits von Schouten/Le Maire entdeckte Inseln.
Die am 16. August 1767 entdeckte Insel Uvea wurde auf Wallis´ Namen getauft.
Nach kurzen Aufenthalten auf Tinian und in Batavia kehrte die Dolphin am 20. Mai 1768
wieder nach England zurück.
Literatur: