Wallis, Samuel

* 1726(?) - † 1795

Britischer Marineoffizier und Entdecker von Tahiti.
Neben James Cooks Fahrten, galten seine Erkenntnisse und Entdeckungen als bedeutendste Leistungen britischer Marineexpeditionen im 18. Jahrhundert. Zusammen mit Philip Carteret der das Schiff Swallow befehligte, brach Samuel Wallis als Kapitän des Schiffes Dolphin und Leiter der Expedition am 22. August 1766 von Plymouth aus zu einer Entdeckungsfahrt, die zur Erhellung der vermuteten Existenz des legendären Südkontinents führen sollte.
Bereits im April 1767, dem Beginn der eigentlichen Pazifikfahrt trennte ein schwerer Sturm kurz nach der Durchfahrt durch die Magellan-Straße die beiden Schiffe. Wallis segelte etwa auf dem 20. Grad nördlicher Breite nach Westen - südlicher als John Byron - und entdeckte dabei einige neue Inseln.
Am 6. Juni 1767 entdeckte Wallis die Insel Pinaki und danach fünf weitere Inseln im Tuamotu-Archipel (Nukutavake, Vairaatea, Paroa, Manuhangi und Nengonengo) sowie Meetia, dem östlichsten Eiland der Gesellschaftsinseln.

Am 18. Juni desselben Jahres entdeckte er Tahiti und landete in der Matavai-Bucht. Trotz des anfangs feindseligen Empfangs, wurde der einmonatige Aufenthalt nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einer angenehmen und äußerst ergiebigen und informativen Zeit.
Auf der Weiterfahrt entdeckte Wallis noch die Inseln Howe, Tapuaemanu, Mopiha und Fenua Ura und sichtete zwei bereits von Schouten/Le Maire entdeckte Inseln.
Die am 16. August 1767 entdeckte Insel Uvea wurde auf Wallis´ Namen getauft.
Nach kurzen Aufenthalten auf Tinian und in Batavia kehrte die Dolphin am 20. Mai 1768 wieder nach England zurück.

Literatur: