Interaktives Online-Glossar: Ehe, Heirat und Familie
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elementare Verwandtschaftsstrukturen
Definitionen:
Verwandtschaftsterminologien bzw. -systeme, welche die Verwandten in zwei Kategorien einteilen, i.e. heiratbare und nichtheiratbare. In solchen Systemen legen positive Regeln die heiratbaren Kategorien von Verwandten fest. Es existieren daher praktisch keine eigenen Termini für Affine , da man Personen heiratet, mit welchen man bereits vewandtschaftlich verbunden ist.
Untergeordnete Begriffe:
Verwandter Begriff:
Zum übergeordneten Begriff
Anmerkungen:
Die Identifizierung einer elementaren Verwandtschaftsstruktur ist mit Hilfe bestimmter strategischer Gleichungen (terminologischer Identitäten) möglich. Meist trifft man daher auf folgende terminologische Gleichungen: W = MBD, WB = MBS, WF = MB, FBW = M; oft: ZH = FZS, W = MBSD, DH = ZS. Nicht alle terminologischen Identitäten müssen angetroffen werden, um von einer elementaren Verwandtschaftsstruktur sprechen zu können.

Lévi-Strauss, der Heiraten (= "matrimonialer Tausch") wie auch ökonomischen Tausch als Bestandteil eines fundamentalen Systems der Gegenseitigkeit interpretiert, unterscheidet drei Grundstrukturen der Verwandtschaft, die mit drei verschiedenen Formen der Kreuzkusinenheirat verbunden sind: die bilaterale, die matrilaterale und die patrilaterale Kreuzkusinenheirat.

Literatur:

  © Lukas, Schindler, Stockinger 1993-11/10/97