Fremde treffen Fremde (1992)

Mein heutiger Versuch, [*] dem Thema des Verstehens näherzukommen, mag Ihnen recht subjektiv und hausbacken erscheinen. Zu Recht, denn er ist es. Ich versuche, mich dem Thema mit meinen Erfahrungen der letzten Monate zu nähern, und das ist bestimmt subjektiv. Wenn Sie trotzdem etwas für sich daraus entnehmen können, wird mich das freuen, wenn nicht, so werde ich aus Ihrer Kritik lernen, mich selber besser zu verstehen.

Das Verstehen "des Fremden", von dem ich spreche, knüpft an mein Erleben des Fremdseins gegenüber der ehemaligen DDR an. Das hat den Vorteil des Wirklichkeitsbezuges und den weiteren Vorteil, daß ich nicht mit Fremdsprachigem zu tun habe. Es hat den Nachteil, daß es vielleicht zu wenig exotisch[1] wirkt.

I. Wörter verstehen
Das hermeneutische Verhältnis zu Fremdem

Wenn ich auf ein Wort stoße, das ich nicht verstehe, so gibt es gewöhnlich einen einfachen und zuverlässigen Ausweg aus dieser Lage: das Wörterbuch. Nicht immer reicht das Wörterbuch aus, um die Dimension meines Nichtverstehens zu erfassen; ich will das mit der ersten Episode klarmachen:

In der BRD gibt es eine Institution, die "Bundesnachrichtendienst" heißt, ein Wort, das ich seit etwa 25 Jahren mit Sicherheit kenne. Dieses Wort ist männlichen Geschlechts, abgekürzt also "der BND".
In der DDR gab es eine vergleichbare Institution, die Bezeichnungen für sie waren mir früher nicht in gleicher Weise vertraut ("MfS", "Staatssicherheit"), aber in den letzten Jahren ist mir dafür der Name "Stasi" vertraut geworden. Mit den Bürgern der DDR war mir "Stasi" als ein Wort weiblichen Geschlechts vertraut: "die Stasi".
Jetzt aber ist daraus "der Stasi" geworden.[2]4a

Gibt mir für diese Geschlechtsumwandlung ein Wörterbuch Auskunft? Allgemeiner gefragt: was passiert, wenn ein Sprachgebrauch, der in einer bestimmten Lebenswelt entwickelt wurde, von einer andersartigen Lebenswelt verändert wird, ihm neue Konnotationen verliehen werden, ein (positiv oder negativ) besetzter Begriff zu einem Begriff wird, der auf andere Weise besetzt ist? Die Frage soll uns dabei helfen, zu sehen, was wir tun, wenn wir ein Wörterbuch aufschlagen, also allgemein: wenn wir eine Übersetzung versuchen.

Was ist das Wörterbuch?

Zunächst und ganz allgemein ist das Wörterbuch ein Mittel zur Erreichung eines bestimmten Zwecks: es soll hinreichend sein - und ist oft notwendig -, um mir die Entsprechung eines unbekannten Wortes einer fremden Sprache in meiner Sprache aufzuzeigen. Wenn es diesen Zweck erreichen soll, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein:
- Das Wörterbuch beruht auf der grundlegenden Voraussetzung, daß es für jedes Wort der fremden Sprache eine oder mehrere Entsprechungen in meiner Sprache gibt (so etwa entspricht "Stasi" einem "Geheimdienst"). Freilich zeigt mir das Wörterbuch auch an vielen Stellen, daß es sich nicht um eineindeutige Entsprechungen handelt, doch können wir das vielleicht außer Betracht lassen.
- Das Wörterbuch zeigt diese Entsprechungen nicht mir allein, es ist nicht mein privates Wörterbuch, sondern es zeigt die Entsprechungen allen, die es verwenden. Als Benützer des Wörterbuchs bin ich also Teil einer Gemeinschaft, denen eine Sprache, nennen wir sie die "suchende" Sprache, gemeinsam ist. Diese "suchende Sprache" ist diejenige, die mir am besten vertraut ist, das heißt diejenige Sprache, in der ich die Welt, die Wirklichkeit zu beschreiben und zu verstehen gewohnt bin. Die "gesuchte" Sprache hingegen ist mir ungewohnt. Beide Sprachen aber sind imstande, die Wirklichkeit zu erfassen.
- Dadurch ist der Umstand bedingt, daß meine Fragen an das Wörterbuch nicht nur (von anderen Benutzern) wiederholbar sind, sondern daß sie auch entscheidbar sind, daß sie zu eindeutigen Antworten führen: das Wörterbuch kann mich objektiv korrigieren oder bestätigen. Es ist ein Standard, an den ich mich (bis zur nächsten Überarbeitung des Wörterbuchs durch eine Redaktion) halten kann.
- In der "suchenden" wie in der "gesuchten" Sprache verzeichnet das Wörterbuch lauter sinnvolle Elemente, mögliche Bestandteile von Rede über die Welt. Die Ordnung, in der diese Elemente im Wörterbuch zusammengestellt werden, ist sinnvollerweise nicht sinnvoll, denn es soll für alle Gelegenheiten, alle Benutzer zu jeder Zeit verwendbar sein. Eine sinnfreie Anordnung, etwa die alphabetische in den Wörterbüchern über Sprachen in Buchstabenschriften, ist daher angemessen.

Wenn ich nun in einer bestimmten Art von Wörterbüchern auch Aufschluß darüber bekomme, welche Bedeutungsänderungen ein Wort im Lauf der Zeit erfahren hat, vielleicht also erfahren werde, wann und wie es von "der Stasi" zu "dem Stasi" gekommen ist, so kann mir doch kein Wörterbuch letztlich Auskunft darüber geben, was da wirklich passiert ist. Wenn ich gelernt habe, daß es korrekt ist, von "dem Stasi" zu sprechen, weil dies der Sprachgebrauch seit 1990 ist, so wird dieses Faktum doch nur darum ein Faktum sein, weil es in einem gesamtgesellschaftlichen Prozeß durchgesetzt wurde, der unter anderem in der Depotenzierung einer Sprachgemeinschaft besteht. Das Wörterbuch kann mir allerdings Indizien dafür liefern, wie verschiedene Gesellschaften sich selbst, einander und wie sie die Wirklichkeit sehen. Es erspart mir aber in keinem wichtigen Fall, die Interferenzen zwischen den Sprachen, die (plötzlichen oder langsamen, gewaltsamen oder freiwilligen) Veränderungen wahrnehmen zu wollen, die erst die einzelnen Elemente, die das Wörterbuch verzeichnet, zu sinnvollen Einheiten einer sinnvollen Rede machen.[2]

Die Geschlechtsumwandlung "der" in "den" Stasi ist ein Fall einer solchen Veränderung, den ich wahrnehmen muß, wenn ich die lebensweltliche Bedeutung des Ausdrucks "Stasi" für Deutschsprechende in den frühen 90-er Jahren dieses Jahrhunderts erkennen will. Es ist ein paradigmatischer Fall von vielen. Das Paradigmatische liegt darin, daß Sonderentwicklungen der letzten Jahrzehnte, die zu partiell verschiedenen deutschen Wörterbüchern geführt haben, in diesen Jahren nicht nur teilweise reduziert, sondern auch aufgrund politischer Mehrheitsverhältnisse mit neuen Konnotationen (und diesmal sogar mit einem neuen grammatischen Geschlecht) weitergeführt werden.

Was mir das Wörterbuch also erspart, sind Fehler in dem Sinn, daß es mir eindeutig zeigt, welche Sprachform zu einer bestimmten Zeit von der Mehrheit der "suchenden" Sprecher anerkannt ist. Was es mir nicht erspart, wenn ich tatsächlich sinnvolle Einheiten entnehmen will, ist die Frage nach der Lebenswelt, die hinter den Eintragungen steht.

Stellen wir also fest: auf der Ebene des wörtlichen Verstehens gibt es die Hoffnung auf Eindeutigkeit, die zumindest in vielen Fällen einlösbar ist - darum gibt es Wörterbücher. Es gibt aber auch die Hoffnung auf ein Verstehen der Lebenswelt, die hinter den Wörtern steht - und um diese Hoffnung einzulösen, reicht kein Wörterbuch aus.[3]

II. Menschen verstehen
Das erotische Verhältnis zu Fremdem

Stoße ich auf einen Menschen, den ich nicht verstehe, aber verstehen will, so könnte ich mich nach einem einschlägigen Wörterbuch-Ersatz sehnen - gibt es so etwas? Bleiben wir wiederum im Bereich des Sprachlichen.

Zwei Österreicher spazieren mit einer Berlinerin durch Berlin und plötzlich stellt sie fest: "Also, euer Tonfall ist schon eigenartig. Streitet ihr euch denn auch in diesem Ton?" Worauf der eine zurückfragt: "Liebt ihr euch denn auch in eurem Ton?"

Hier schlägt die Frage eine Kapriole von der Sprache zur Mentalität und wieder zurück. Beides kann beschrieben werden, es geht uns aber jetzt darum, was in all dem verstanden wird, was nicht oder nur sehr indirekt in Wörterbücher eingeht, und dazu ist das Verhältnis zwischen den Geschlechtern oder allgemeiner: zwischen Menschen, die einander verstehen wollen, der wichtigste Fall. Mit Platon können wir dieses Verhältnis ein "erotisches" nennen. Die Episode soll zu diesem Thema nur hinführen, indem sie die Frage thematisiert, ob es so etwas wie eine Normalsprache der Liebe oder, metaphorisch gesprochen, ein "Wörterbuch der Erotik" gibt. Das erotische Verhältnis wird von Platon im "Symposion" mit einer ganzen Kaskade von Mythen zu fassen gesucht: als die Suche nach dem verlorenen Ganzen der eigenen Natur, als die Sehnsucht nach Schöpfertum schlechthin, als Erkenntnis und so fort. Nehmen wir dieses Verhältnis als das Grundverhältnis zwischen Menschen (und auch zwischen Menschen und der Natur), so können wir wieder bei den Merkmalen ansetzen, die für das Wörterbuch im Fall des Verstehens von Wörtern genannt worden sind, und uns fragen:
- gibt es die wiederholbaren, entscheidbaren Fragen, die eindeutig richtigen oder falschen Antworten im Verstehen eines Menschen?
- gibt es die eindeutigen Entsprechungen im erotischen Verhältnis, wie es die Entsprechungen zwischen den Wörtern verschiedener Sprachen gibt? - gibt es ein Regelsystem, das mir anzeigt, wo Verstehen eines Menschen stattgefunden hat und wo nicht - und das dies nicht nur mir zeigt, sondern allen, denen die Regeln bekannt sind (also allen, die das "erotische Wörterbuch" kennen)?

Der Mythos, den Platon dem Aristophanes in den Mund legt, will auf diese letzte Frage antworten. Ursprünglich seien die Menschen eine Ganzheit gewesen, von den Göttern zur Strafe für ihren Hochmut "zerschnitten" worden: "Jeder von uns ist also ein Stück von einem Menschen... Also sucht nun immer jeder sein anderes Stück." Hat er/sie dieses gefunden, so wüßten sie "nicht einmal zu sagen..., was sie voneinander wollen", denn als einzelne wollten sie nichts anderes, als zum Ganzen zu verschmelzen, "aus zweien einer zu werden." (Symposion 191 d-192 e)

Dieser Mythos scheint mir durchaus geeignet, als Paradigma für dasjenige zu stehen, was ich zwischenmenschliches Verstehen nennen will. Mit Absicht nenne ich das Verhältnis, in dem ein solches Verstehen stattfindet, erotisch: es ist ein Verhältnis gemeint, das in intensiver Weise am "Gesuchten" wie am "Suchenden" zugleich interessiert ist; ein Verhältnis ferner, das nicht in einer bloßen Ausweitung des "Suchenden" bestehen kann (wie es im Fall des Wörterverstehens noch stattfindet, wo mein Griff nach dem Wörterbuch dem Interesse nach Ausweitung meines Sprachschatzes dient).

Was bedeutet nun all das auf der Ebene des alltäglichen Verstehens? Es bedeutet zum Beispiel, daß eine der Quellen der feststellbaren Miß- und Unverständnisse zwischen Menschen, die plötzlich und unübersehbar in Kontakt miteinander geraten, wie das nach der Öffnung des "Eisernen Vorhangs" geschieht, im Fehlen eines "erotischen" Interesses füreinander liegt. "Es wächst zusammen, was zusammengehört", hat Willy Brandt nach der Öffnung der Berliner Mauer gesagt - und er hat wohl geirrt. Das Fallbeispiel der Vereinigung zweier deutscher Gesellschaften legt aufgrund der bisherigen Entwicklung nahe, für ein "erotisches Wörterbuch" - oder, unverbindlicher ausgedrückt: für eine Theorie personaler Kommunikation - etliche Bedingungen zu formulieren.

III. Verstehen von Kulturen
Das existentielle Verhältnis zu Fremdem

Interkulturelles Denken setzt nicht voraus, daß es so etwas wie metaphysisch getrennt existierende "Kulturen" gäbe. Doch ist es keine bloße Fiktion, daß es typische Weisen des Verhaltens und der Äußerungen von Menschen gibt, die wir als kulturbedingt erkennen und beschreiben können. Es wäre ein verfehlter Glaube an Substanzen, wenn wir Kulturen als gleichsam ontische Gebilde annähmen, es wäre aber ein ebenso verfehlter und nur scheinbar harmloser Glaube, wenn wir kulturelle Unterschiede als nebensächlich ansehen wollten. Die erste Denkweise, konsequent durchgeführt, würde zu einem Katalog von getrennten, gleichsam inselartigen Kulturen führen, die einander nur äußerlich berühren, was nicht stimmt. Die zweite Denkweise verharmlost hingegen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Möglichkeiten, Menschsein zu entwickeln, in einer gefährlichen Weise, da sie entweder zur faktischen Vereinnahmung des jeweils Fremden oder zu dessen faktischer Ausgrenzung führt.

"An der Straße lag ein Häuschen, vor ihm Menschen mit einem uns ähnlichen Aussehen - etwas dunkleres Gewand, etwas dunklere Haare - die aus und eingingen, indem sie jemandem hinter dem Glas einen Ausweis zeigten."

So beschreibt eine rumänische Frau die Situation der Ankunft in Österreich im März 1989.[2]6a Die Ähnlichkeit, die Unähnlichkeit wird erlebt, auf sie wird reagiert und es verfehlt die Wirklichkeit, die Unterschiede zu leugnen. Die "fremdkulturellen" Menschen gibt es, aber es gibt sie für alle Menschen. Das heißt: alle Menschen sind "fremdkulturell" - für die jeweils anderen. Man könnte auch sagen: alle sind exotisch. Zu diesen "allen" gehören wir selbst ebenso wie die "anderen", denn diese sind "anders" nur für uns. Eine dritte Episode aus dem Alltag der ehemaligen DDR:

Wir essen in einem italienischen Restaurant, ich habe mich in der Quantität des ersten Ganges und meinem Hunger verschätzt und sage dem Kellner, als er die bestellte Pizza bringt, die würde ich jetzt nicht mehr essen, er möge sie einpacken. Mein Nachbar erklärt seinem Gegenüber, das sei im Westen möglich, das hätte es hier schon immer gegeben, man könne sich etwas einpacken lassen.

Die Logik, der gemäß eine solche - auch "im Westen" nicht immer unproblematische - Verhaltensweise in der DDR nicht möglich gewesen sein soll, bleibt mir verborgen.

Das Wörterbuch der fremden Lebenswelten ist allgegenwärtig, es kommt nicht unter dieser Bezeichnung vor, sondern trägt viele Namen. Daher muß es erst als solches erkannt und in eine begriffliche Ordnung gebracht werden. Bei dieser Aufgabe gehen wir von Materialien aus, die in unterschiedlicher Weise durchdacht, zu unterschiedlichen Zwecken erfunden und gebraucht sind. Als Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, sind zu nennen: Reiseprospekte, Kulturgeschichten, Wörter, Kunstführer, ethnologische Beschreibungen, Geschichtsbücher, Land- und Ansichtskarten, anthropologische Theorien, Geschichtstheorien und Darstellungen der Universalgeschichte.

Ich greife einige kleine Beispiele heraus, um zu zeigen, in welcher Weise all dies zusammen so etwas wie ein Wörterbuch zum Verstehen fremder Lebenswelten bildet. Zunächst die Wörter, die wir verwenden, um ein gewolltes und freiwilliges Begegnen mit Fremdem zu benennen.

Die Tour kommt über das Französische aus dem Lateinischen [4] und hat die Grundbedeutung einer Drehung.

Wendungen unserer Sprache wie "in einer Tour" oder "auf Touren bringen" sind dem noch ebenso nahe wie das Wort "Turnus", das aus derselben Wurzel stammt. Die Touristik wäre demnach ein irgendwie kreisendes Unternehmen, wobei jemand immer wieder an seinen Ausgangspunkt zurückkehrt. Am empfindlichsten in unserer Zeit der großen Migrationen wird dies für viele beim "Touristenvisum" bewußt: "Tourismus" setzt einen fixen Ort der Abreise und der Ankunft voraus, ist zeitweise unterbrochene Stabilität.[5]

Die Reise hingegen bedeutet in den alten Wurzeln überall ein Aufsteigen (das englische "rise" ist hierin noch ganz deutlich). Das Etymologische Wörterbuch stellt zu den Wörtern dieser Wurzel fest: "Alle diese Wörter bezeichnen eine Bewegung in der Senkrechten, besonders die in die Höhe. Grundbedeutung von Reise ist demgemäß 'Aufbruch'."[6]

Zusammengenommen ergeben die beiden Wortfelder das Bild einer höherführenden Spirale: die "Tour" führt nicht mehr genau an den Ausgangspunkt zurück, der "Tourist" hat durch sie etwas aufgenommen - er ist gereist, aufgestiegen.

Die Autoren des Brockhaus haben das Wort "Tourist", kurz nachdem es im Deutschen üblich geworden war[7] bestimmt als Bezeichnung für eine "besondere Classe von Reisenden und Reisebeschreibern", nämlich: "Der eigentliche Tourist unterscheidet sich von anderen Reisenden dadurch, daß er keinen bestimmten, z.B. wissenschaftlichen Zweck mit seiner Reise verbindet, sondern nur reist, um die Reise gemacht zu haben und sie dann beschreiben zu können."[8]

Der Tourist hat damit eine Wirklichkeit gewonnen, die durch einen Umweg zustandekommt: er kann einen neuen Teil der Welt selbst beschreiben und sollte dies auch mit "möglichst unbegrenzter Subjectivität" auch tun. Doch unterwirft er sich immerhin der "Mode": selbst die Länder seiner Wahl "sind Gegenstand der Mode".[9]

Die Vergnügungsreise, "travelling for recreation"[10] ist also schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts eine Angelegenheit, die von kollektiv verinnerlichten, wechselnden Vorstellungen bestimmt ist, ist selbst eine Lebensform der Industriegesellschaft. Für ihre Ausübung schreibt der Brockhaus gewisse Qualifikationen vor: der Tourist "muß ein Mann von feiner Weltbildung in Sitten, Gewohnheiten und Ansichten" sein - das heißt in unserer Metaphorik, er muß die Grammatik, das Wörterbuch der "suchenden" Kultur verinnerlicht haben. Nur so wird er imstande sein, aus einem Unbekannten oder Halbbekannten sich und anderen etwas zu konstruieren, was eine neue Ordnung, einen neuen Kosmos darstellt. Er steht in einem technisch und politisch bedingten Zusammenhang (es "vermehrten und erweiterten sich mit den erleichterten Verkehrsmitteln diese Reisenden ganz außerordentlich", schreibt der Brockhaus ebd.).

Warum eigentlich ist es so selbstverständlich, daß, wenn die nötigen Bedingungen gegeben sind, "Tourismus" sich entwickelt? Was wird da gesucht, mit welchen Mitteln wird es in die eigene Welt übersetzt? Es reicht gewiß nicht als Erklärung, wenn die schon zitierte Britannica "sunshine, beaches, scenery, and historical monuments" zusammen mit den Einkommensverhältnissen anführt, die besonders in den europäischen Mittelmeerländern "the outstanding growth industry of tourism" bedingt hätten.[11]

Es reicht nicht, weil wir hier mit Mentalitätsentwicklungen zu tun haben, wobei unabdingbar die Frage zu klären ist: was suchen Menschen in der Ferne? Nähern wir uns der Frage auf einem kleinen Umweg, über die Frage: womit erzählen, also übersetzen, dokumentieren sie diese Ferne?

Die Mittel der Reisebeschreibung, die den Autoren der zitierten Brockhaus-Auflage vor Augen standen, sind noch recht elitär: schreiben und veröffentlichen. Dabei ist es indessen nicht geblieben. Schon die Foto-Grafik hat Werkzeuge des Dokumentierens, Archivierens und Interpretierens hervorgebracht, die viel weitergehend egalitär sind als der "möglichst unbegrenzt" subjektive Reisebericht es je war. Dennoch ist es ein erklärungsbedürftiger Umstand geblieben, warum alljährlich Hunderttausende den Markusplatz oder Mozarts Geburtshaus selbst bei schlechten Licht- und Wetterverhältnissen höchstpersönlich dokumentieren wollen. Susan Sontag ist dieser Frage in ihrem Essay On Photography[12] nachgegangen und zu überraschenden Einsichten gelangt. Ein längeres Zitat ist hier angebracht.

"As photographs give people an imaginary possession of a past that is unreal, they also help people to take possession of space in which they are insecure. Thus, photography develops in tandem with one of the most characteristic of modern activities: tourism. For the first time in history, large numbers of people regularly travel out of their habitual environments for short periods of time. It seems positively unnatural to travel for pleasure without taking a camera along. Photographs will offer indisputable evidence that the trip was made, that the program was carried out, that fun was had. Photographs document sequences of consumption carried on outside the view of family, friends, neighbors. But dependence on the camera, as the device that makes real what one is experiencing, doesn't fade when people travel more. Taking photographs fills the same need for the cosmopolitans accumulating photograph-trophies of their boat trip up the Albert Nile or their fourteen days in China as it does for lower-middle-class vacationers taking snapshots of the Eiffel Tower or Niagara Falls."[13]

Damit ist eine Antwort vorgeschlagen: von Mozarts Geburtshaus könnte ich auch eine Ansichtskarte mit nach Hause nehmen, aber diese würde nicht beweisen, daß ich selbst an diesem Ort gewesen bin, würde meine Wirklichkeit nicht um den Aspekt der Teilhabe am Genius erweitern, also klickt der Auslöser. Das eigene Foto ist eine Urkunde, es macht die Reise erst ganz wirklich, es stellt etwas dar, was auf Englisch auch "record" heißt: einen "unbestreitbaren Beweis" wie das bei Sontag vorhin hieß.

Ich bin damit bei einer zweiten Wortfamilie, die erst seit Jüngerem mit den verschiedenen Arten von "Recordern" auch sprachlich die von der Sache her längst fällige Rolle spielt. Die "Recorder", am besten bisher der "Camcorder", schaffen die Möglichkeit des demokratisch-egalitären Hof- und Staatsarchivs, d. h. mit ihnen erst ist möglich geworden, was die Autoren des Verlags Brockhaus den Touristen als Reisebeschreibern schon zumuten wollten. Sehen wir uns die Sache wiederum etymologisch an, so wird sie in diesem Fall beinahe aufregend. Das lateinische Zeitwort "recordari" hat als Wurzel "cor", das "Herz", es bedeutet somit nicht nur "sich erinnern", sondern auch "beherzigen, bedenken". In den modernen Sprachen ist es immer wieder unterschiedlich verwendet worden: "ricordi" nannte ein italienischer Geschichtsschreiber der Renaissance sein Werk; der "Rekord" bezeichnet eine Höchstleistung; das bereits zitierte "Fremdwörterbuch" vom Beginn dieses Jahrhunderts verzeichnet noch für das Deutsche "recordieren" mit der Bedeutung "sich erinnern" und "Recordation" als "Erinnerung, Andenken"[14] Bedenkt man dazu noch, daß das englische "record-office" dem deutschen "Staatsarchiv" entspricht[15], so stellt sich der "Camcorder" als vorläufiger Höhepunkt einer Entwicklung dar, die schlicht der Selbstfindung und Selbstvergewisserung dient: die Wirklichkeit der selbsterlebten Wirklichkeit wird mit ihm nicht nur dokumentiert, dies geschieht darüber hinaus in direkter Weise mit Hilfe desjenigen Mediums, das auch im übrigen jeder Wirklichkeit erst zu ihrer Wirklichkeit verhilft, mit dem Fernsehschirm. Der alte Witz von dem Touristen, der die Pyramiden nicht fotografiert und auf die Frage, warum, antwortet, er wolle sie sich gleich hier an Ort und Stelle ansehen, verliert angesichts dieser neuen Möglichkeiten der Technik seine letzte Überzeugungskraft: wirklicher als dasjenige, was ich auf dem TV-Schirm sehe, kann gar nichts sein.

Damit haben wir eine neue Variante des Wörterbuchs angesprochen, das uns ermöglicht, Fremdes wahrzunehmen und einzuverleiben: die Welt der wirklichkeitsschaffenden Medien. War das zu Beginn touristischer Reisetätigkeit der schriftliche Bericht, so ist das demokratisierte und elektronische Archiv sein momentaner Stand. Falls es nicht bereits möglich ist, so ist es doch absehbar, daß ich vom Camcorder direkt auf den Speicher eines Computers spiele und das Material, d.h. den Reise-, Erlebnis-, Wirklichkeitsbericht direkt ausbessern, d.h. gestalten, verändern kann. Eine Untersuchung des Mediums und von dessen Regulierungstendenzen, dessen "Moden" des Vorstellens, Wünschens, Verdrängens usf. steht meines Wissens noch aus.

Soweit ein paar Bemerkungen zu jenem Teil des "Wörterbuchs" für die Wahrnehmung und das Verständnis fremder Kulturen, den ich in der einleitenden Liste als "Wörter" gekennzeichnet habe. Ich habe dabei nur einige solche Wörter herausgegriffen, mit denen wir gewöhnlich den Begegnungsprozeß selbst belegen - ein ganz anderer und mindestens ebenso wichtiger Wörterbestand wäre mit den Ausdrücken gegeben, die wir zur Beschreibung fremder Kulturen, Völker usw. zu gebrauchen gelernt haben.

Ich erinnere an die anderen genannten Bestandteile: Reiseprospekte, Kulturgeschichten, Kunstführer, ethnologische Beschreibungen, Geschichtsbücher, Land- und Ansichtskarten, anthropologische Theorien, Geschichtstheorien und Darstellungen der Universalgeschichte. Um deutlich zu machen, was ich mit dem "Wörterbuch" hier meine, gebe ich ein zweites Beispiel: Landkarten, und zwar solche in historischen Atlanten. Meine These dabei ist, daß das Kartenmaterial historischer Atlanten Vormeinungen über Wichtigkeit und Wertigkeit von Epochen und Regionen der Menschheitsgeschichte auf stillschweigende, durch Auswahl und Darstellung bedingte Weise vermittelt.

Die verschiedenen historischen Atlanten und Geschichtslehrbücher daraufhin durchzugehen, wie sie heute in den Schulen der verschiedenen Länder verwendet werden, wäre eine reizvolle und meines Wissens noch nicht umfassend durchgeführte Fragestellung.

Ein paar Beispiele sollen diesen Punkt verdeutlichen:

1) Der von W. Schier bearbeitete Atlas zur allgemeinen und österreichischen Geschichte (3. Auflage), wie er in den 1950-er Jahren im Unterricht Verwendung fand, enthält 63 Karten. Davon werden Gebiete außerhalb Europas lediglich in drei Gruppen von Karten vorgestellt: frühe Geschichte (v.a. Naher Orient) in 6 Karten; Geschichte der europäischen Expansion und Kolonisation (8 Karten von den Kreuzzügen bis zu den Weltreichen des 19./20. Jahrhunderts) und Geschichte islamischer Völker (2 Karten: "Die Ausbreitung des Islam" und "Das türkische Reich im Vordringen gegen das christliche Abendland"). Die Geschichte Japans, Chinas, Indiens, Afrikas, Alt-Amerikas wird überhaupt nicht dargestellt.

2) 1988 wird in österreichischen Mittelschulen der Historische Weltatlas zur Allgemeinen und österreichischen Geschichte von Putzger, Lendl und Wagner (Wien, 1981) verwendet. Er enthält Karten zu 145 Themen (jeweils 1 bis 3 Karten). Der weitaus größte Teil ist auch hier wiederum der europäischen Geschichte gewidmet. So kommt Afrika (S. 132-135) lediglich als koloniales und postkoloniales Gebiet zur Darstellung. Für Asien gibt es eine Darstellung der "Weltreiche in römischer Zeit" (S.27), der Mongolenreiche des 13. Jahrhunderts (S.60), sowie 4 Karten über Asien vom 16. bis 20. Jahrhundert (S.128-129). Ost- und Südostasien im 20. Jahrhundert wird auf 4 Karten dargestellt (S.130-131).

3) Die für den Gebrauch an sowjetischen Mittelschulen (5. und 6. Klasse) Ende der 1970-er Jahre hergestellten Atlanten (Atlas istorii drevnego mira - AtIas zur alten Geschichte und AtIas istorii srednich vekov- AtIas zur Geschichte des MitteIaIters, Moskau 1979) enthielten, ausschließlich der Stadtpläne, 43 Karten.

Der Atlas zur alten Geschichte enthält Darstellungen Eurasiens (4 Karten), Vorderasiens mit Nordafrika (5 Karten) , 1 Karte zu Süd- und Ostasien und schließlich Karten zu Europa (10 Karten). Noch klarer europabezogen ist der Atlas zur mittelalterlichen Geschichte: eine Weltkarte und eine Karte Amerikas bringen die Zeit der ersten Kolonialreiche zur Darstellung; eine Karte schildert die Staatenbildung in Eurasien und Afrika (Äthiopien und Staat am Niger) zu Beginn des 6. Jahrhunderts; die arabischen Staatenbildungen vom 6.-9. Jahrhundert werden auf zwei Karten, das osmanische Reich auf einer Karte dargestellt. Indien und China im Mittelalter werden mit einer Übersichtskarte und einer Spezialkarte xu den Überschwemmungen des Hoang-Ho im 9. Jahrhundert geschildert. Die restlichen 17 Karten befassen sich ausschließlich mit Europa.

4) Ein in Südkorea 1980 erschienener Schulatlas enthält als Anhang einen historischen Atlas zur Menschheitsgeschichte (S. 83-1 16). Hier wird im ersten Teil (83-100) die Geschichte Koreas dargestellt. Der zweite Teil (101-116) bringt Karten zur allgemeinen (vor allem eurasischen) Geschichte.

Karten zur Geschichte Afrikas und Altamerikas fehlen auch hier. Doch sind immerhin Karten, die den gesamten eurasischen Kontinent zeigen, hier verhältnismäßig zahlreich (9 Karten) im Vergleich zu jenen, die lediglich Ostasien (19 Karten), Südasien (1 Karte), Vorderasien mit Nordafrika (6 Karten), Gesamtasien (8 Karten) oder Amerika (4 Karten) zeigen. 36 Karten stellen ausschließlich europäische Länder dar (also mehr als alle Karten über Asien zusammen); 7 Karten bringen globale Zusammenhänge. Afrika wird als kolonisierter Kontinent auf einer Karte vorgestellt.

5) Im japanischen Geschichtsunterricht der 1980-er Jahre sind u.a. zwei getrennte Atlanten in Verwendung (Nihon Shi Chizu - Attas der japanischen Geschichte und Sekai Shi Chizu - AtIas der Weltgeschichte, beide Tokyo).

Es handelt sich hier um einen reichhaltig kommentierten Atlas, wobei unter einer Kornmentarziffer gelegentlich mehrere Karten zusammengefaßt sind (Beispiel: die Weltsprachen werden unter Ziffer zwei abgehandelt, dazu gehören drei Karten: Amerika, Europa, Asien mit Nordafrika).

[*]Überarbeitete Fassung eines Vortrags an der VHS Hietzing (Symposium über Tourismus). Zuerst in: "Aufrisse", Wien, 13. Jg., Nr. 2, 1992, S. 8-12.

[1]Michel de Montaigne formuliert 1580 in einem seiner "Essais" die Idee einer umfassenden Exotik, die alle "Nationen" untereinander wahrnähmen: "Es ist die Gewohnheit, welche unserer Lebensart eine Form gibt, wie es ihr gefällt. Sie kann hierin alles. Sie gleicht dem Zaubertrank der Circe, welcher unsere Natur verändert, wie er will. ... Ein Deutscher machte mir zu Augsburg das Vergnügen, die Unbequemlichkeit unserer Kamine mit eben den Gründen darzutun, deren wir uns gewöhnlich bedienen, um ihre Stubenöfen zu verwerfen. ... In Summa: jede Nation hat verschiedene Gewohnheiten und Gebräuche, welche einer andern Nation nicht nur unbekannt, sondern unerhört und barbarisch scheinen." (S. 234 f.)

[24a] [Anmerkung 1996: Dies ist schon wieder längst Vergangenheit. Inzwischen haben viele Nachrichten und Kommentare über den entsprechenden Bereich zu einer Gesschlechts-Rückverwandlung, also zu "der Stasi" geführt.]

[2]Emerich Coreth beschreibt die hermenutische Situation und zugleich die Grenzen des Wörterbuchs so: "Ich verstehe sowohl sprachlich als auch sachlich, was der Andere sagt oder schreibt, und trotzdem spüre ich, daß ich ihn nicht ganz verstehe; ich spüre, daß mir da etwas anderes und Fremdes entgegenkommt, daß es aus einer ganz anderen, mir fremden Sich heraus gesprochen ist, daß ein anderer 'Geist' zugrunde liegt, eine andere Gesinnung und Einstellung zu den Dingen und Werten, von denen die Rede ist; eine andere 'Welt' kommt mir entgegen, in der auch das einzelne, was gesagt wird, einen anderen Sinn und Wert bekommt gegenüber meinem bisherigen Sinn- und Wertverständnis. Es steht für den Anderen in einem verschiedenen Zusammenhang, vor einem anderen Erfahrungs- und Wertungshintergrund." (Hermeneutik, S. 124)

[3]Thomas Seebohm beschreibt den Gegenstand von Verstehen und Interpretation mit fünf Regeln:
a) Sensus non est inferendus sed efferendus.
b) Das Ganze ist aus den Teilen, die Teile sind aus dem Ganzen zu interpretieren. Dieser "hermeneutische Zirkel" beschreibt vier Relationen:
ba) Das Verhältnis von Textteilen und Textganzem.
bb) Das Verhältnis zwischen einer Sprache und einem Text als bestimmter Rede in dieser Sprache.
bc) Das Verhältnis zwischen dem Autor als einer Ganzheit von Sinngehalten und dem Text als einem dieser Sinngehalte.
bd) Das Verhältnis zwischen dem kulturellen Gesamtkontext und dem darin entstandenen und weiterwirkenden Text.
c) Der Interpret hat den Text zu aktualisieren:
ca) Der Wert des Textes (seine "Aussage") für die eigene Situation muß dargelegt werden.
cb) Die aus der eigenen Situation resultierenden Vormeinungen sind zu reflektieren und nach Möglichkeit festzuhalten.
d) Der Interpret soll sich in ein harmonisches Verhältnis zum Text als seinem Objekt bringen.
e) Der Interpret hat den gegebenen Sinnzusammenhang nötigenfalls durch passende Annahmen zu ergänzen.
(Vgl. Thomas Seebohm: Zur Kritik der hermeneutischen Vernunft, Bonn: Bouvier, 1972, S. 12 f.)

[26a] Purdea xxx

[4]Zuletzt allerdings aus dem Griechischen, wo als "tornos" ein "zirkelähnliches Werkzeug" bezeichnet wird (Grimm Nachdr. 1984, Bd. 21, S. 915) Das Griechisch-deutsche Schul- und Handwörterbuch von Gemoll, München 1962, gibt für dieses Wort zwei Bedeutungen an: "1. Kreisstift, d.h. Stift mit einer daran befestigten Schnur, um eine Zirkellinie zu beschreiben, Zirkel. 2. Mittelpunkt des Kreises, Achse der Kugel." (S. 744) Die anderen griechischen Wörter derselben Wurzel gehören vorrangig in den Bereich der Handwerkssprache (v. a. zum "Drechseln"), es wird allerdings auch ein "torneuma" vermerkt: "poet. das Schwingen" oder mit dem Fuß ("t. podos") "Wendung des Fußes". (Gemoll, ebd.)

[5]So übersetzt Cassell's English Dictionary 1975 das "tourist ticket" mit "Rundreisebillett", und ein ca 1905 in Langensalza erschienenes Fremdwörterbuch führt als deutsche Entsprechungen der "Tour" u.a. an: "der Gang, Umgang, die Reise; Rundfahne; Tanzwendung".

[6

7]Grimm Bd. 21, Sp. 922: "tourist ist im engl. zuerst 1800 belegt, im frz. 1810 nachgewiesen; ins deutsche im 3./4. jahrzehnt des 19. jh.s wohl aus dem engl. unmittelbar übernommen und rasch bekannt geworden."

[8]Brockhaus Bd. XIV, 1847, S. 352

[9]Brockhaus ebd.; diese Moden wechseln: "früher waren es besonders Frankreich, die Schweiz und Italien; in neuerer Zeit Skandinavien, Spanien, Portugal und ganz besonders der Orient bis nach Indien hin." (ebd.)

[10]Encyclopedia Britannica, 15. Aufl., 1975, "Micropedia", Bd. X, S. 67

[11]Britannica ed.cit., "Macropedia", Bd. 6, S. 1053

[12]New York: Dell 1973; zit. Ausg.: Delta Book, 6. Druck 1980

[13]S. 9

[14]Fremdwörterbuch , S. 306

[15]Cassell's English Dictionary 1975, S. 409