Anleitungen | Ubuntu Installation
Bootvorgang von der CD starten
Legen Sie die Ubuntu-CD ein und booten sie von dieser CD.
Bei den Lenovo-Modellen muss man dazu auf dem "ThinkPad-Bildschirm" auf den
blauen ThinkVantage-Button drücken. Auf dem darauf erscheinenden Schirm drückt
man die
Taste F12 und wählt das DVD/CDRW-Drive als Bootdevice für diesen
Startvorgang.
Bei einem HP-Modell muss F9 gedrückt und danach das
"Optical Disk Drive" als Boot Device ausgewählt werden.
Nun sollte der Startbildschirm der Ubuntu-CD erscheinen. Über F2 können Sie Sprache sowie Tastaturbelegung bestimmen. Danach klicken Sie auf "Start or Install Ubuntu" und das Live-System wird gebootet.

Es handelt sich dabei um ein voll funktionsfähiges Ubuntu-System, das komplett ohne Festplattenplatz auskommt. Dadurch ist es deutlich langsamer als die fix installierte Variante, bietet jedoch den Komfort einer Installation mit graphischer Oberfläche.
Internetverbindung herstellen
Sollten Sie über keine Internetverbindung per Ethernet-Kabel verfügen, empfiehlt es sich, die WLAN-Verbindung zu aktivieren (sofern vorhanden). Klicken Sie dazu auf das Network-Manager-Icon (rechts oben) und wählen das entsprechende Netz aus. Für die Einrichtung des WLAN-Netzes an der Universität Wien finden Sie hier eine passende Anleitung.

Sprache und Standort
Prinzipiell ist die Installation auch ohne Verbindung zum Internet möglich (siehe weiter unten). Die eigentliche Installation wird per Doppelklick auf das Install-Icon auf dem Desktop gestartet. In dem darauf erscheinenden Fenster kann die Installations-Sprache ausgewählt werden. Diese Sprache ist dann auch die generelle Systemsprache des installierten Linux-Systems. Andere Sprachdefinitionen können aber auch später nachinstalliert werden (die entsprechenden Pakete nennen sich "language-support-xx" wobei "xx" das Kürzel der gewünschten Sprache ist (z.B. "en" für die englische und "de" für die deutsche Lokalisierung)). Die weitere Anleitung geht davon aus, dass "Deutsch" als Systemsprache gewählt wurde.
Auf dem nächsten Schirm wird der Standort (wichtig für die Zeitzone etc.) ausgewählt. Hierbei kann man entweder versuchen, Wien auf der Weltkarte zu treffen (mit dem ersten Klick vergrößert man den entsprechenden Bereich), oder man sucht es in dem Popup-Selektor unter der Karte aus. Achtung: auch wenn Sie "Deutsch" als Sprache ausgewählt haben, müssen Sie hier nach "Vienna" (und nicht "Wien") suchen. (Falls sie zu diesem keinen Zugang zum Internet haben kann es sein, dass die angezeigte Uhrzeit nicht korrekt ist. Dies kann allerdings später korrigiert werden.)

Im dritten Schritt wählt man die Tastaturbelegung. Die unter Linux übliche Belegung ist "Germany - Eliminate dead keys". Hierbei werden Akzentzeichen (wie z.B. die Tilde "~") ohne weiteren Tastendruck dargestellt (man nennt sie "dead keys" weil sie - normalerweise - nur die nächste Taste beeinflussen, alleine aber zu keiner Ausgabe führen). In dieser Konfiguration verhalten sich die Zeichen, wie wenn direkt danach die Leertaste gedrückt wird. D.h. die Tilde (die auf der Kommandozeile öfters benötigt wird) kann direkt mit nur einem Tastendruck eingegeben werden. Allerdings wird dadurch die Eingabe anderer Zeichen (z.B. "ñ") erschwert.
Partitionierung
Danach wird die Partitionierung (d.h. Aufteilung) der Festplatte erstellt.
Es besteht die Auswahl zwischen einer automatisierte Partitionierung ("Geführt"
- hierbei wird die gesamte Festplatte in einer großen Partition verwendet (plus
eine zusätzliche sogenannte Swap-Partition)) und der manuellen Partitionierung.
Generell ist nichts gegen die erste Option einzuwenden, mehr
Flexibilität (vor allem was eine eventuelle Neuinstallation des Systems und das
Sichern von Daten (Backup) angeht) erhält man jedoch durch die manuelle
Partitionierung (Achtung: man muss immer auf "free space" klicken, um eine neue
Partition anlegen zu können).

Bei der manuellen Partitionierung empfiehlt es sich mindestens eine Partition für das Betriebssystem (Größe: je nach zu erwartender Menge an installierter Software zwischen sieben und dreißig Gigabyte, Benutzen als: ext3, Einhängepunkt: /) und eine Swap-Partition (Größe: üblicherweise verdoppelt man die vorhandenen physischen Speicher; d.h. bei zwei Gigabyte RAM in dem Notebook würde man eine vier Gigabyte große Swap-Partition anlegen; Benutzen als: swap; Einhängepunkt entfällt).


Wer vorhat, viel zusätzliche Software die nicht Teil der Ubuntu-Distribution ist zu installieren, sollte eventuell noch eine eigene Partition für "/usr/local" einrichten da dies der (üblicherweise) dafür vorgesehene Ort ist und diese Programme somit eine Neuinstallation auch leichter "überleben" (normalerweise inklusive aller Einstellungen).

Den verbleibenden Platz sollte man für die Benutzerdaten verwenden (Größe: Rest, Benutzen als: ext3, Einhängepunkt: /home).

Schließlich sollte die Liste der zu erstellenden Partitionen ungefähr wie folgt aussehen:

Benutzerdaten eingeben
Im nächsten Schritt gibt man Benutzerdaten ein. Der unter "Wie heißen Sie?"
eingegebene Name wird (z.B.) bei der Einrichtung von E-Mail-Konten etc.
verwendet (kann aber in den entsprechenden Applikationen oft auch nachträglich
noch verändert werden).
In der zweiten Zeile wir der Anmeldenamen eingegeben
(bitte beachten Sie, dass diese Angaben unter Linux Case-Sensitive sind. D.h.
Groß- und Kleinschreibung ist relevant). Danach gibt man das gewünschte
Passwort zweimal ein. Der in diesem Schritt eingerichtete Benutzer ist
gleichzeitig auch der Administrator des
Systems. Mit diesem Passwort können sie später Veränderungen am Betriebssystem
vornehmen (z.B. Software nachinstallieren). Zum Schluss gibt man seinem Rechner
einen Namen, der allerdings nur zur lokalen Anzeige verwendet wird. Beachten Sie
bitte, dass der Rechner, wenn Sie - z.B. über eduroam - eine dynamsiche
IP-Adresse zugewiesen bekommen von "außen" einen andern (DNS-) Namen hat.
Damit ist die Grundkonfiguration fertig. Im letzten Fenster wird nochmals eine Übersicht aller folgenden Aktionen angezeigt und mit einem Klick auf "Installieren" beginnt das Überspielen des Betriebssystems auf die Festplatte (dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen). Sollten Sie während der Installation keine aufrechte Verbindung zum Internet zur Verfügung haben, so kann nun eine Fehlermeldung angezeigt werden, die besagt, dass das Sicherheits-Repository in den Paket-Quellen nur als Kommentar hinzugefügt wurden. Dies sollte im laufenden System unbedingt korrigiert werden (siehe unten)!
Kurz danach sollte die Installation beendet sein. Man kann entweder die Live-CD weiter zum Testen nutzen oder gleich ins neue System von der Festplatte booten.
Nach dem Reboot steigt man mit dem während der Installation angelegten Benutzernamen und Passwort ein. In einigen Fällen wird man von einer Gelben Mitteilung davon in Kenntnis gesetzt, dass proprietäre Treiber in Benutzung bzw. verfügbar sind. Dies sind Treiber, die nicht open source sind aber oft die entsprechende Hardware besser ansteuern können (z.B. Grafikkarten-Treiber). Einige Komponenten können unter Umständen nur mithilfe von solchen Treibern verwendet werden (z.B. einige WLAN-Komponenten). Klickt man auf das entsprechende Symbol rechts oben, so wird man um sein Passwort gebeten und bekommt dann eine Übersicht über die vorhandenen und verwendeten proprietär Treiber.

Achtung: wenn man neue proprietäre Treiber verwenden will, so muss eine Verbindung zu Internet bestehen, da diese heruntergeladen werden müssen. Stellen Sie also falls nötig zuerst die Verbindung zu einem WLAN-Netz her (Für die Einrichtung des WLAN-Netzes an der Universität Wien finden Sie hier eine passende Anleitung.). Sie können diese Treiber auch später unter "System" -> "Systemverwaltung" -> "Verwaltung eingeschränkter Treiber" installieren.
Sicherheits-Repository aktivieren
Falls Sie während der System-Installation keine Internet-Verbindung hatten,
öffnen Sie bitte die Datei /etc/apt/sources.list als
Administrator in einem
Texteditor (links oben: "Anwendungen" -> "Zubehör" -> "Terminal" und geben dann
in dem
sich öffnenden Fenster
sudo gedit /etc/apt/sources.list
ein und drücken Sie Enter, woraufhin Sie eventuell nach Ihrem Passwort gefragt werden. Hier finden sich eine Menge Einträge mit dem Inhalt
# Line commented out by installer because it failed to verify
Bitte entfernen Sie aus der jeweils folgenden Zeile die
Raute ("#") am
Beginn der Zeile (die # Line commented out...-Zeile können
Sie dann gesamt
löschen). Hier sind vor allem auch die Zeilen ganz am Ende des Files wichtig,
die
deb http://security.ubuntu.com....
enthalten! Der ZID bietet für die i386-Architektur generell einen lokalen Mirror für die Ubuntu-Pakete an. Falls Sie diesen verwenden wollen, müssen sie im gesamten File
http://at.archive.ubuntu.com/ubuntu
durch
http://ftp.univie.ac.at/systems/linux/ubuntu
ersetzen.
Klicken Sie nun unter "System" -> "Systemverwaltung" auf
"Synaptic-Paketverwaltung".
Drücken Sie auf "Neu Laden" um die Paketinformationen neu zu laden. Danach
drücken Sie "Aktualisierungen vormerken" (das System fragt zur Sicherheit danach
noch einmal nach, drücken Sie auf "Vormerken" - beim ersten mal können dies sehr
viele Pakete sein) und danach auf "Anwenden" (und in der darauf folgenden
Zusammenfassung nochmals auf "Anwenden"). Danach lädt das System die notwendigen
Pakete herunter und installiert sie. Nach diesem update kann ein Neustart des
Systems notwendig sein, was durch ein blaues Symbol rechts oben angezeigt
wird.

Software-Aktualisierung
Falls Sie während der Installation (und auch während dem ersten Hochfahren des Systems) eine aktive Verbindung zum Internet hatten, wird Ihnen das System mitteilen, dass neue Updates verfügbar sind. Dies wird auch später im laufenden Betrieb gelegentlich vorkommen. Nach einem Klick auf das Icon startet sich die Aktualisierungsverwaltung. Drücken Sie "Aktualisierungen installieren" um ihr System auf neuesten Stand zu bringen.

Einige der eingebauten Grafikkarten erlauben die Verwendung von aufwändigeren Desktop-Effekten (Stichwort "compiz fusion"). Diese werden unter "System" -> "Einstellungen" -> "Erscheinungsbild" im Reiter "Visuelle Effekte" eingestellt (Einstellung "Extra").








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