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Anleitungen | Terminologie (TSM)

TSM-Server Softwarestand
TCPServeraddress
Klient/Server
Backup/Archiv
Restore/Retrieve
Point-in-time Restore
Inkrementelles Backup
Selektives Backup
Raw Volume Backup
Aktive/Inaktive Dateien
Anbindungsgeschwindigkeit
Login/Autorisierung
Hinweis zum Passwort

  • TSM-Server Softwarestand: Version 6, Release 2, Level 2.0
  • TCPServeraddress: backup.univie.ac.at
    Das ist jene Adresse, unter welcher der Backup-Server angesprochen wird. In der Regel ist dies die einzige Option, die bei der Konfiguration des TSM-Klienten angegeben werden muß.

  • Klient-Server: Das Backup-Service ist ein System zur zentralen Sicherung von dezentral eingesetzten Rechnern. Es verwendet das Netzwerk um Daten von Ihrem Computer, dem Klienten, zu dem Backup-Server zu übertragen. Dieser Server verwaltet nach vorgegebenen Vereinbarungen ("policies") die gesicherten Daten und legt sie in ein robotergestütztes Magnetbandarchiv ab. Der Klient verwendet die TSM-Client Software, um Daten mit dem Backup-Server auszutauschen. Jeder Rechner, der am Internet hängt, kann im Prinzip Daten sichern.
  • Backup/Archiv: Das Backup-Service bietet zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten zur Sicherung Ihrer Daten. Ein Backup ist eine Sicherungskopie Ihrer Festplatte(n) oder von Teilen Ihrer Festplatte(n) zu einem bestimmten Zeitpunkt. Es dient hauptsächlich um größere Ausfälle, z.B. einer defekten Festplatte, zu verhindern. Das Backup hilft aber auch gegen versehentlich gelöschte Dateien, so vor dem Löschen ein Backup dieser Dateien angelegt wurde. Den Zeitpunkt an dem Sie ein Backup erstellen, definieren in weiten Grenzen Sie. Wir empfehlen, daß Sie Ihre Daten mindestens 1x pro Woche sichern, wenn nicht sogar öfters. Dateien, die Sie auf Ihrem Rechner löschen, befinden sich noch für eine gewisse Zeit auf dem Backup-Server, ehe sie schlußendlich auch von dort verschwinden. Ein Archiv ist eine Bibliothek von Dateien Ihres Rechners. Wenn Sie eine Datei in das Archiv stellen, so bleibt diese für lange Zeit am Backup-Server (derzeit 2000 Tage). Dateien im Archiv werden nur an dieser Zeitgrenze automatisch gelöscht. Sie bleiben sonst im Archiv aufbewahrt, bis Sie sie löschen. Zur leichteren Auffindung können Sie ihren Dateien im Archiv auch einen Begleittext mitgeben. Er entspricht dem Etikett auf dem Aktenordner.

    Ein wichtiger Punkt ist die - optionale - Erstellung von Einschluss-/Ausschlusslisten von Objekten, um in Hinblick auf eine Verrechnung die Volumina des Sicherungsservices auf das notwendige Maß zu reduzieren.

    Siehe dazu

    • TSM 5.5 Creating an include-exclude list Externer Link
      -> Storage Manager Clients
      -> Backup-Archive Clients
      -> Den jeweiligen Klienten auswählen (Netware, Macintosh, UNIX and Linux, Windows)
      -> Tivoli Storage Manager-Client konfigurieren
      -> Einschluss-Ausschlussliste erstellen

    • TSM 6.1 Creating an include-exclude list Externer Link
      -> Konfiguration
      -> Clients für Sichern/Archivieren konfigurieren
      -> Tivoli Storage Manager-Client konfigurieren
      -> Einschluss-Ausschlussliste erstellen
  • Restore/Retrieve: Wenn Sie mittels Backup gesicherte Daten wiederabrufen (Zurückspeichern), dann spricht man von einem Restorevorgang. Das Wiederauffinden von Daten aus einem Archiv wird als Retrievevorgang bezeichnet.
  • Point-in-time Restore: Ein Point-in-time Restore spielt die ausgewählten Daten auf dem Stand zurück, de n sie zu einem bestimmten Zeitpunkt hatten. Diese Form des Restore ist für Filespaces, Verzeichnisse und einzelne Dateien möglich. Voraussetzung ist eine entsprechend abgestufte Anzahl an Versionen.
  • Inkrementelles Backup: Wenn Sie ein Backup mittels TSM ausführen, werden nicht immer alle ausgewählten Festplatte(n), Verzeichnisse oder Dateien auf Ihrem Rechner vollständig übertragen. Um das Netzwerk zu entlasten sowie die zu speichernde Datenmenge zu reduzieren, verwendet TSM ein inkrementelles Speicherverfahren. Das funktioniert so: Bei dem ersten Sicherungsvorgang werden alle ausgewählten Daten an den Backup-Server übertragen. Dieser merkt sich neben den reinen Daten das Datum, sowie weiter Parameter Ihrer Daten (z.B. Sicherheitsmerkmale). Wenn Sie nun ein zweites Mal sichern, dann werden nur noch diejenigen Dateien übertragen, die seit dem letzten Backup geändert wurden (ihre Größe, Inhalt sowie Datum, etc. wurden geändert). Im Backup-Service werden derzeit 10 bis 20 Versionen Ihrer Dateien aufgehoben. Damit nun am Backup-Server nicht immer mehr Daten anfallen, die nicht mehr benötigt werden, muß dieser die ältesten Versionen Ihrer Dateien wieder löschen.
  • Selektives Backup: Während eines selektiven Backups werden Dateien auf den Server kopiert, ohne Rücksicht darauf, ob sie sich gegenüber dem letzten Backup geändert haben. Gleichwohl unterliegt das selektive Backup dem Generationenkonzept: wird die Anzahl vorgegebener Versionen überschritten, so fällt die älteste Version aus dem Backup. Selektives Backup sollte nur in begründeten Fällen angewandt werden.
  • Raw Volume Backup: Mit TSM können Sie ein File System oder ein Raw Logical Volume als ein einzelnes Objekt wegsichern. Die Vorteile sind schnellere Backup/Restore-Zeiten, sparsamere Verwendung von Server-Ressourcen.
  • Aktive/Inaktive Dateien: Die jüngste Konserve einer Datei wird in TSM aktiv genannt, wenn sie bei dem letzten Sicherungslauf noch auf Ihrem Rechner vorhanden war. Demzufolge gelten alle älteren Kopien, sowie Kopien von mittlerweile gelöschten Dateien auf Ihrem Rechner als inaktiv. Standardmäßig zeigt der TSM Klient auf Ihrem Rechner nur die aktiven Dateien an und Sie müssen die inaktiven explizit auswählen um sie wiederzufinden. Die Anzeige von TSM zeigt dann in einem Verzeichnis mehrere Versionen einer Datei mit jeweils verschiedenem Datum als auch (wahrscheinlich) verschiedener Größe an.
  • Anbindungsgeschwindigkeit/Übertragungsgeschwindigkeit: Damit Ihr Rechner Daten mit dem Backup-Server austauschen kann, muß er am Internet angeschlossen sein. Die Versorgung mit einem Internetzugang ist von Standort zu Standort verschieden. Es gibt gut versorgte Bereiche, die hohe Datenübertragungsraten zum NIG (Standort des Backup-Servers) zuwegebringen. Dies kann zum Beispiel über eine Glasfaserleitung geschehen. Andere Standorte konnten nicht so gut versorgt werden, und sind meistens mit einer dauernd eingeschaltenen Telefonverbindung (einer Standleitung) angebunden. Die Anbindungsgeschwindigkeit ist die kleinste Datenübertragungsgeschwindigkeit der Daten auf ihrem Weg ins NIG zum Backup-Server. Sie ist der "Flaschenhals", durch den Ihre Daten bei einer Sicherung müssen. Die Größe der Anbindungsgeschwindigkeit und die Auslastung dieser Verbindung bestimmen die Zeitdauer, die Sie für ein Backup einer bestimmten Datenmenge benötigen. Die Größe Baud ist die Übertragungsgeschwindigkeit von einem Bit / Sekunde. Zum Beispiel: Wird an einer Tastatur in jeder Sekunde eine Taste gedrückt, so entspricht das 8 Baud, es ist die Übertragungsgeschwindigkeit von einem Byte pro Sekunde. Die folgende Tabelle soll dies etwas verdeutlichen: Sie liefert die Übertragungszeit abhängig von zu übertragender Datenmenge und vorhandener Leitungsgeschwindigkeit. Datenmengen zwischen den vorhandenen Werten können rasch interpoliert werden. Wenn die Datenleitung auch von anderen Benutzern verwendet wird, teilen sich die entsprechenden Zeiten weiter auf. Ist z.B. die 128kBaud Anbindung tagsüber zu 60% belegt, so erhöht sich die Übertragungszeit von 50MB Daten von 53min auf etwa eineinhalb Stunden. Bei der Sicherung Ihrer Daten mit TSM sollten Sie noch etwa 20% auf die in der Tabelle angegebene Zeit aufschlagen. Dieser Overhead wird für die Abwicklung der Sicherung sowie für das Internetprotokoll benötigt. In der ersten Zeile der Tabelle sind 8MBaud angegeben, das entspricht etwa der maximalen Übertragungsleistung einer standard 10Mbit/sek Ethernetverbindung (üblicherweise das, was Sie lokal als Netzwerk in einem Gebäude vorfinden).
    Zeit Datenmenge
    Leitungsgeschwindigkeit 25 MB 50 MB 100 MB 500 MB 1 GB
    8M Baud 25s 50s 1min 40s 8min 20s 17min
    80M Baud 3s 6s 12s 1min 2min
  • Login/Autorisierung: Nachdem es bei einem Backup / Archiv letztlich um die sichere Aufbewahrung Ihrer Daten geht, ist die Zugangskontrolle zu Ihren Daten ein heikles Thema. Um den Zugriff auf Ihre Daten zu regeln verwendet das Backup-Service eine Paßwortkontrolle. Den Vorgang des Anmeldens am TSM-Server, die Autorisierung, nennt man allgemein einen login. Er entspricht dem Einführen Ihrer Kreditkarte sowie der Eingabe des PIN Codes. Erst danach sind Ihre Daten für Sie verfügbar.
  • Hinweise zum Umgang mit Ihrem Paßwort: Schreiben Sie es nicht auf, und geben Sie es nach Möglichkeit keiner anderen Person. Es sollte keinerlei Hinweis auf Sie, Ihre nächsten Verwandten und Freunde sowie Tätigkeit geben. Ein gutes Paßwort kann von jemandem, der Sie gut kennt, nicht geraten werden.
    Tip: Denken Sie sich einen Satz aus, und verwenden Sie die Anfangsbuchstaben der Worte (dieser Satz liefert damit das Paßwort: dssesauvsdadw). Mit einer oder mehreren Ziffern versehen ist es nicht mehr leicht zu knacken: z.B. dss1esauv7sdadw9 .

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