Font1 Font2 Font3 Style1 Style2 Style3

Weitere Services | Backup

Achtung! Aufgrund der derzeit stattfindenden Neugestaltung des Backup-Service des ZID sind einige Angaben auf den Backup-Webseiten nicht mehr für alle Klienten gültig. Wir sind bemüht, die Informationen so rasch wie möglich zu aktualisieren. Details zur Umstellung finden Sie unter www.univie.ac.at/ZID/backup-aktuelles/.

Vorteile
Konzept
Organisation

Das Backup-Service des Zentralen Informatikdienstes ermöglicht es, Datenbestände von Rechnern, die an Instituten und Dienststellen aufgestellt sind, komfortabel und effizient nach vorgegebenen Vereinbarungen ("policies") über das Netz zu sichern. Voraussetzung dafür ist allerdings eine leistungsfähige Netzwerkverbindung zu den Rechnern des Zentralen Informatikdienstes im Neuen Institutsgebäude.
Sollte die IP-Adresse des Rechners nicht mit 131.130.x.y beginnen, so ist noch zusätzlich ein Eintrag in die ZID-Firewall notwendig.

Das Backup-Service bietet folgende Vorteile:

  • Es ermöglicht eine rasche und komfortable Datensicherung für fast alle Arten von Rechnern:
    Derzeit werden 8 Rechnerplattformen von AIX bis Windows in den verschiedenen Varianten unterstützt.
  • Ihre Daten sind durch ein Passwort vor einem Zugriff durch Fremde geschützt.
  • Das Backup-Service erfordert keine manuellen Eingriffe (wie Bandmontagen) durch einen Operator und steht daher sowohl für die Sicherung als auch für das Zurückholen von Dateien rund um die Uhr zur Verfügung.
  • Sie können die Datensicherung entweder selbst durchführen oder aber vom System in einem bestimmten Zeitfenster durchführen lassen. Das Sichern von Servern kann so in hohem Maße automatisiert werden.
  • Sie können detailliert festlegen, welche Bereiche Ihres Rechners gesichert werden sollen.
  • Bei jedem Sicherungslauf werden alle wesentlichen Angaben zu den gesicherten Dateien und Verzeichnissen (Name, Größe, Modifikationsdatum, Dateiattribute) in einer Datenbank gespeichert. Somit müssen bei allen nachfolgenden Sicherungsläufen nur mehr jene Dateien und Verzeichnisse gesichert werden, die neu hinzugekommen sind oder sich geändert haben ("incremental backup").
  • Auch die Archivierung von Dateien, die Sie lange (bis 2000 Tage) aufbewahren wollen, wird unterstützt - unabhängig davon, ob Sie diese auf Ihrem Rechner löschen oder nicht. Wie bei einem herkömmlichen Archiv können Dateien hinzugefügt, wieder benötigte zurückgeholt ("retrieve") oder nicht mehr erforderliche gelöscht werden. Zur leichteren Auffindbarkeit können Sie die Dateien mit einem Kommentar versehen.
  • Das Backup-Service liefert Ihnen auf Wunsch jederzeit eine Liste Ihrer gesicherten oder archivierten Dateien und Verzeichnisse.
  • Beim Zurückholen von gesicherten Dateien können Sie bestimmen, ob diese wieder in ihrem ursprünglichen Verzeichnis oder aber an einer anderen Stelle des Dateisystems gespeichert werden sollen. Die Dateiattribute bleiben erhalten.

Das Backup-Service kann nicht verhindern, dass eine Festplatte ausfällt oder ein Virus aktuelle Daten vernichtet, aber es bietet die Möglichkeit, gesicherte Daten am Stand des letzten Backups zurückzuholen ("restore").

Konzept des Backup-Service

Für ein derartiges System ist natürlich einiges an Hard- und Software erforderlich. Die zentrale Software zur Datensicherung stammt von IBM und heißt TSM ("Tivoli Storage Manager"). Die drei wichtigsten Komponenten des Backup-Service sind:

  • Der TSM-Klient wird auf Ihrem Arbeitsplatzrechner oder Server -der natürlich an das Datennetz der Uni Wien angeschlossen sein muss, um das Backup-Service nutzen zu können- installiert. Der Klient ermöglicht es Ihnen, Datensicherungen zu starten, gesicherte bzw. archivierte Dateien wieder zu holen und Einblick in die Liste der für Ihren Rechner bereits gesicherten Dateien und Verzeichnisse zu nehmen. Dazu kommuniziert er mit dem Backup-Server.
  • Der Backup-Server (Hostname:BACKUP.UNIVIE.AC.AT) ist ein leistungsstarker Unix-Rechner, auf dem die Serverkomponenten von TSM laufen. Er nimmt vom TSM-Klienten die zu sichernden Dateien und Verzeichnisse entgegen, verbucht sie in einer Datenbank und speichert sie in Storage Pools (zunächst einem großen Plattenbereich, später auf Band). Werden Dateien wieder angefordert, so holt er sie - nach einer Überprüfung der Rechtmäßigkeit dieses Begehrens - entweder aus dem Storage Pool oder vom Band und schickt sie über das Netzwerk zum TSM-Klienten.
  • Zur Speicherung der Dateien auf Band ist ein Tape Roboter (Kassettenarchivsystem) der Type IBM TS3500 mit einer Kapazität von 1 Petabyte im Einsatz. Dieser kann Bänder programmgesteuert ohne Eingriff eines Menschen laden bzw. entladen und ermöglicht so einen Betrieb rund um die Uhr ("7x24"). Sowohl der Tape Roboter als auch der Backup-Server sind im Hauptgebäude aufgestellt.

Organisatorische Hinweise

Damit sich am Backup-Server nicht immer mehr Daten ansammeln, die aufgrund ihres Alters nicht mehr relevant sind, wird nach vorgegebenen Vereinbarungen ("policies") nur eine begrenzte Anzahl von Kopien einer Datei aufgehoben - derzeit je nach Sicherheitsklasse maximal 10 bzw. 20 Versionen. Sobald dieses Limit überschritten ist, wird die jeweils älteste Version der Datei aus dem Backup-System gelöscht. Dateien, die für Sie relevant bleiben, sollten Sie daher am besten im Archiv ablegen; umgekehrt wäre es aber eine sinnlose Verschwendung von Netzwerk- und Bandkapazitäten, das Archiv für ein regelmäßiges Backup Ihres Rechners zu verwenden.

Von einer auf Ihrem Rechner gelöschten Datei werden je nach Sicherheitsklasse eine bzw. zwei Versionen für 6 bzw. 12 Monate im Backup-System aufgehoben, ehe sie auch hier gelöscht werden (für archivierte Dateien gelten längere Aufbewahrungsfristen).

Wenn Sie länger als 4 bzw. 8 Monate (je nach Sicherheitsklasse) keine Sicherung vornehmen, wird das Backup der Daten Ihres Rechners automatisch aus dem System gelöscht. Sollten Sie also einen Rechner bewusst für einen längeren Zeitraum außer Betrieb nehmen, kontaktieren Sie bitte den Zentralen Informatikdienst, um einen Verlust Ihrer gesicherten Daten zu vermeiden.

Aufgrund der Arbeitsweise dieses Service müssen Sie im Katastrophenfall (= Festplatte defekt) zuerst wieder ein funktionsfähiges Betriebssystem einschließlich Netzwerkanbindung sowie den TSM-Klienten installieren, bevor Sie Ihre Daten vom Backup-Server anfordern können. TSM ist leider nicht in der Lage, Ihren Rechner direkt aus dem Backup neu zu starten (booten), wie dies z.B. von einer Diskette oder CD aus möglich wäre. Überlegen Sie daher rechtzeitig, welche Schritte Sie setzen müssen, um Ihren Rechner neu aufzubauen, und stellen Sie sicher, dass die erforderliche Software und Konfigurationsinformation für den Fall der Fälle auf entsprechenden Medien bereitliegt.

Im allgemeinen ist die Datensicherheit beim TSM-Backup um einiges höher als bei lokalen Lösungen. Bitte beachten Sie jedoch, dass es auch im Rahmen des Backup-Service aus technischen Gründen nicht möglich ist, eine hundertprozentige Sicherheit zu garantieren. So werden z.B. die Daten dzt. nur auf jeweils ein Band kopiert. Der Zentrale Informatikdienst ist aber selbstverständlich bemüht, die im Rahmen der technischen Möglichkeiten größtmögliche Datensicherheit zu gewährleisten.

Sie brauchen keine Softwarelizenz zu erwerben, um das neue Backup-Service nutzen zu können. Grundsätzlich sind alle TSM-Klienten kostenlos erhältlich; ihr Besitz ist aber vollkommen nutzlos, wenn Sie nicht an einem TSM-Server registriert sind.