Fragen und Antworten


Was ist die AG und wofür steht sie?
Die AktionsGemeinschaft ist eine Studentenfraktion und fühlt sich deshalb ausschließlich der Arbeit für Studenten verpflichtet. Wir setzen uns für bessere Studienbedingungen ein und konzentrieren uns auf Hochschulpolitik -nicht auf Gesellschaftspolitik. Des Weiteren versuchen wir durch unsere Vielzahl an Mitarbeitern deine universitären Probleme zu lösen und die Qualität der Uni noch weiter zu steigern. Wir sind keine Vorfeld-Organisation einer Partei, sondern setzen uns aus Personen unterschiedlichster politischer Meinungen zusammen. Der Regenbogen, der unser Logo ziert, unterstreicht dies. Daher sind wir – im Gegensatz zu den parteiideologisch verblendeten Fraktionen – für Konsens und Nachhaltigkeit. Puncto ÖH: Wir haben uns ganz bewusst dezentral organisiert, damit wir überall vor Ort direkt auf die lokalen Begebenheiten eingehen können. Beispiele hierfür sind: Leistungsorientierte Zugangsregelungen, Studententickets, Änderungen der Curricula, Probleme mit Anrechnungen u.v.m.

Wie kann man Einfluss auf die Politik ausüben?
Als Studentenvertreter muss man vor allem durch klare und logische Argumentation versuchen die politisch Verantwortlichen zur Einsicht zu bewegen. Gerade im Bildungsbereich ist man auf Kompromisse angewiesen, die am Verhandlungstisch und nicht auf der Straße entstehen. Dabei ist uns die Erhaltung guter Kontakte zu Entscheidungsträgern aller politischen Parteien sehr wichtig.

Beteiligt ihr euch an Demonstrationen?
Demonstrationen stellen für uns das letzte Mittel dar – wir investieren unsere Energie zunächst in konstruktive Studentenvertretungsarbeit, indem wir Vorschläge ausarbeiten und Gespräche führen. Der leichtfertige Umgang mit diesem demokratischen Mittel führt viel zu oft zu einer Verhärtung der Fronten anstatt zu einer sachlichen Lösung. Demonstrationen zum reinen Selbstzweck lehnen wir ab.

Sollten wir die Bundesvertretung abschaffen?
Nein! Auch eine Interessensvertretung wird erst durch ihre Größe mächtig. Kleine lokale Einheiten finden nur wenig bis kein Gehör! Dadurch legitimiert sich die ÖH Bundesvertretung. Doch leider erledigt die amtierende Exekutive der Bundesvertretung ihre Arbeit mangelhaft. Dies ist vor allem auf deren gesellschaftspolitischen Fokus bzw. deren Fehlinterpretation des allgemein-politischen Mandats zurückzuführen.

Warum sollte ich zur Wahl gehen? Was habe ich davon?
Grundsätzlich ist in einer gelebten Demokratie die Stimme eines jeden Einzelnen ein wichtiges Instrument! DU kannst bestimmen in welche Richtung deine ÖH arbeitet. Soll sie das Geld lieber für kontraproduktive Proteste oder in konstruktive Beratungszentren und studienbezogene Broschüren investieren?

Was bringt die ÖH?
Die ÖH, als deine gesetzliche Vertretung, vertritt dich und deine Interessen auf verschiedenen Ebenen (Studienvertretung – StV, Fakultätsvertretung – FV) und in verschiedenen Gremien (Hochschulvertretung – HV, Curricularkommissionen). –Des Weiteren auch gegenüber Professoren, der Uni und dem Ministerium. Österreichweit engagieren sich  tausende Studenten ehrenamtlich  in der ÖH dafür, dass sich deine Studienbedingungen verbessern.

Was würdet ihr mit dem ÖH-Beitrag machen?
Das Geld wird auf Bundes-, Hochschul-, Fakultäts- und Studienvertretungsebene nach gesetzlichen Schlüsseln aufgeteilt. Was dann mit dem Geld passiert, liegt in der Hand der jeweiligen Studentenvertreter. In AG-Vertretungen werden sie in die Verbesserung der Studierendeninfrastruktur, wie etwa Lernbereiche oder Kopierer, für Zusatzseminare, für Veranstaltungen oder auch in sozial benachteiligte Studierende, investiert. Zusätzlich wird mit dem ÖH-Beitrag davon noch deine Haftpflicht- und Unfallversicherung bezahlt, eine geniale Leistung der ÖH gegenüber allen Studierenden. Beispiele für Ausgaben der linksextremen ÖHs sind Busfahrten zu Demonstrationen oder das Café Rosa.

Warum gibt es die ÖH-Pflichtmitgliedschaft; seid ihr dagegen?
Die Pflichtmitgliedschaft hat für den Studenten erhebliche Vorteile, wie etwa eine Unfall- und Haftpflichtversicherung und die ständige Gewissheit, dass die ÖH handlungsfähig ist. Eine Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft würde zu weniger Präsenz, weniger Mitarbeitern und  somit zu keiner Gewährleistung der Vertretung gegenüber Professoren, der Universität und dem Ministerium, führen. Auffällig ist, dass nur jene Fraktionen die Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft fordern, die noch nie konstruktiv in der ÖH mitgearbeitet haben.

Wie finanziert ihr euch?
Jede AG-Gruppe finanziert sich unterschiedlich. Grundsätzlich generieren wir den Großteil unserer Mittel durch Veranstaltungen, Studentenfeste, (Werbe-)Kooperationen, sowie durch unseren Alumni-Verein. Dieses Geld wird für euch Studenten verwendet.

Wie steht ihr zum Cafe Rosa-Debakel?
Bekanntlich wurden in dieses, u.a. antikapitalistische, antiklerikale und antiheteronormative, Lokal über €450.000 an Pflichtbeiträgen von Studierenden hineingesteckt. An diesem Beispiel wird sichtbar, wie verantwortungslos die aktuelle ÖH-Vertretung (GRAS, VSStÖ) mit deinem ÖH-Beitrag umgeht. Mit deiner Stimme für die AktionsGemeinschaft werden solche Projekte in Zukunft verhindert, denn wir investieren in die Verbesserung deiner Studienbedingungen!

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen?
Grundsätzlich stehen bei uns Inhalte und der Einsatz für die Studenten, keine Ideologien im Vordergrund. Wir sind daher sehr gerne bereit, konstruktive Vorschläge anderer Fraktionen zu unterstützen – wir schließen keine andere Fraktion per se aus. Leider spiegelt sich diese Einstellung bei den anderen Fraktionen nicht wieder.

Warum veranstaltet ihr so viele Studentenfeste?
Wir wollen auch abseits des Hörsaals mit euch in Kontakt treten, um in entspannter Atmosphäre eure Probleme und Anliegen zu besprechen. Darüber hinaus fördern solche Veranstaltungen auch das Kennenlernen der Studenten untereinander.

Wofür steht der Regenbogen?
Der Regenbogen wurde vor 30 Jahren eingeführt um unsere parteipolitische Unabhängigkeit aufzuzeigen. Er ist ein Symbol des Zusammenschlusses der unterschiedlichsten politischen Vertretungen zur größten Studentenfraktion Österreichs.

Was ist eure Vision für eine gute ÖH bzw. was verändert sich dann?
Wir wollen das ÖH-Geld in informative Broschüren, Beratungszentren und Services investieren und nicht für Demonstrationen, Hörsaalbesetzungen oder Cafe-Rosas verschwenden.

Wie kann es sein, dass verschiedene AG-Gruppen verschiedene Meinungen vertreten?
Wir definieren uns als Gruppierung der unterschiedlichsten Meinungen und Menschen. Uns zeichnet keine ideologische Konformität aus. Daher kann es auch sein, dass unterschiedliche Gruppen unterschiedliche Lösungsansätze für Probleme haben. Schließlich unterziehen wir kein Mitglied einer Gehirnwäsche, sondern fördern eigenständiges Denken und Handeln. Durch unseren dezentralen Aufbau können wir vor Ort mehr erreichen (Prüfungsantritte, Anrechnung von Prüfungen etc.) und somit kann es auch sein, dass eine Unigruppe gewisse Punkte anders sieht.

Wie steht ihr zum Gendern?
Anstatt den Leser_innenfluss* unnötig zu stören und der/die/das Text_innenverständnis* zu behindern, setzen wir lieber auf ehrliche Maßnahm_innen* zur tatsächlichen Gleichberechtigung der/die/das Geschlechter_innen*. Aus diesem Grund gendern wir unsere Broschüren und Infomaterialien nicht!

Warum macht ihr keine Gesellschaftspolitik?
Die AG ist eine Studentenfraktion. Daher macht sie nur Studentenpolitik. Es steht unseren Mitgliedern frei sich in politischen oder sonstigen Vereinen  zu engagieren.

Wie steht ihr zur Autonomie der Hochschulen?
Die Autonomie der Hochschulen ermöglicht eine bessere Berücksichtigung von standortspezifischen Punkten. Dies erlaubt uns Studentenvertretern unsere Standpunkte in den Universitätssenaten darzulegen und mitzuverhandeln. Außerdem tut es der Hochschule gut, sich in Abstimmung mit Wirtschaft, Politik und Studenten selbstbestimmt zu entwickeln. Das Ganze hat auch den Vorteil eines gewissen Wettbewerbs der einzelnen Universitäten untereinander zur Steigerung der Lehrqualität zur Folge.