Kinderbetreuungsgeld


Der Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist unabhängig von der vorangegangen Erwerbstätigkeit, jedoch kann der Antrag frühestens ab der Geburt gestellt werden.  Der Erhalt der Familienbeihilfe ist Voraussetzung für das Kinderbetreuungsgeld, jedoch können beide Anträge zeitgleich gestellt werden. Der Antrag muss bei der Krankenversicherung beantragt werden,  bei welcher die Studierende mitversichert ist. Sollten beide Elternteile noch bei den jeweiligen Eltern mitversichert sein, muss sich ein Elternteil selbst versichern, weil das Kind nicht noch zusätzlich bei den Großeltern mitversichert werden kann (Ausnahme: wenn Kind, Vater, Mutter und Großeltern in einem Haushalt leben).

Voraussetzungen
  • Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen (Nachweis muss erbracht werden)
  • Anspruch auf Familienbeihilfe
  • Gemeinsamer Haushalt des Beziehers/ der Bezieherin mit dem Kind und Lebensmittelpunkt in Österreich
  • Während des Bezuges des pauschalen Kinderbetreuungsgeld darf der Zuverdienst 60% der Letzteinkünfte aus dem Kalenderjahr vor der Geburt, in dem noch kein Kinderbetreuungsgeld bezogen wurde nicht übersteigen

Hinweis: Das Kinderbetreuungsgeld gebührt auf Antrag, deshalb ist es ratsam, so schnell wie möglich nach der Geburt den Antrag bei dem zuständigen Krankenversicherungsträger zu stellen.

Bezugsvarianten

Beim Kinderbetreuungsgeld gibt es fünf Bezugsvarianten (vier Pauschalvarianten und das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld).

  • Variante 1: 30 Monate (+ 6 Monate bei Inanspruchnahme Beider Elternteile). Das KBG beträgt 14,54 Euro pro Tag. Das sind im Monat etwa 436 Euro. (Wenn Nachweis der  MuKi-Untersuchungen nicht erbracht werden, halbiert sich das Kinderbetreuungsgeld ab dem 25.Lebensmonat)
  • Variante 2: 20 Monate (+ 4 Monate bei Inanspruchnahme Beider Elternteile). Hier beträgt die das KBG 20,80 pro Tag. Im Monat erhält man 624 Euro. (Wenn Nachweis der  MuKi-Untersuchungen nicht erbracht werden, halbiert sich das Kinderbetreuungsgeld ab dem 17.Lebensmonat)
  • Variante 3: 15 Monate (+ 3 Monate bei Inanspruchnahme Beider Elternteile). Bei der dritten Variante beträgt die tägliche KBG 26,60 Euro. Das sind im Monat 789 Euro. (Wenn Nachweis der  MuKi-Untersuchungen nicht erbracht werden, halbiert sich das Kinderbetreuungsgeld ab dem 13.Lebensmonat)
  • Variante 4: 12 Monate (+ 2 Monate bei Inanspruchnahme beider Elternteile). Bei der vierten Pauschalvariante beträgt das tägliche KBG 33,00 Euro. Im Monat sind das 1000 Euro. (Wenn Nachweis der  MuKi-Untersuchungen nicht erbracht werden, halbiert sich das Kinderbetreuungsgeld ab dem 10.Lebensmonat)
  • Variante 5 (Einkommensabhängige Leistung): 12 Monate (+2  Monate bei Inanspruchnahme beider Elternteile). Die Höhe des KBG ergibt sich aus 80 Prozent der letzten Nettoeinkommens, höchstens aber 66,00 Euro pro Tag. Das sind 2000 Euro pro Monat. Bei der fünften Variante muss man beachten, dass diese Variante im Gegensatz zu den Pauschalvarianten an eine vorangegangene Erwerbstätigkeit gebunden ist.   (es muss mindestens sechs Monate eine sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit ausgeübt worden sein.

Hinweis: Wird während des Bezuges des Kinderbetreuungsgeldes ein weiteres Kind geboren, endet der Bezug für das ältere Kind mit der Geburt des jüngeren Kindes.