Leistungsnachweis


Für das erste Studienjahr genügt die Zulassung als ordentlicher Student (Nachweis: Studienblatt, Fortsetzungsbestätigung).

Mindeststudienerfolg nach zwei bzw. drei Semestern

Bei Studienbeginn im Wintersemester ist bis 30. November des folgenden Studienjahres ein Leistungsnachweis über 8 Semesterwochenstunden (16 ECTS) aus Lehrveranstaltungen oder Prüfungen vorzulegen.

Bei Studienbeginn im Sommersemester ist bis 30. November des folgenden Studienjahres ein Leistungsnachweis über 12 Semesterwochenstunden (24 ECTS) aus Lehrveranstaltungen oder Prüfungen vorzulegen.

Wird der Mindeststudienerfolg in der erforderlichen Zeit nicht nachgewiesen, so „verfällt“ die Leistung und die Auszahlung der Familienbeihilfe wird eingestellt. Im kommenden Studienjahr müssen dann wieder 8 SwSt./16 ECTS vorgewiesen werden um im darauffolgenden die Auszahlung fortzusetzen. Gelingt der Nachweis schon früher, so kann dies bereits ab dem Monat erfolgen, in dem dieser erbracht wurde.

Hinweis: Die Durchführungsrichtlinien zum FLAG sehen den Nachweis des Studienerfolges lediglich bis zum 31. Oktober vor. Der Verwaltungsgerichtshof hat aber entschieden, dass der Leistungsnachweis bis zum Ende der Nachfrist, also bis 30. November, möglich ist (VwGH 29.09.2011, 2011/16/0062).

Studierst du schon länger, wurde aber wegen eigener, familienbeihilfenschädlicher Einkünfte  (aufgrund von Berufstätigkeit) die Familienbeihilfe weder beantragt noch bezogen, so gelten die nächsten zwei oder drei vollen Semester, in denen Familienbeihilfe gewährt wird, als erstes Studienjahr.

Erfolgsnachweise im weiteren Studium

Der Studienerfolgsnachweis gilt nur dann als erbracht, wenn die erforderlichen Prüfungen bzw. Lehrveranstaltungen im betriebenen Studium erfolgreich abgelegt wurden (positive Note oder „mit Erfolg teilgenommen“). Ist der Leistungsnachweis erbracht, so läuft der Bezug bis zum Ende der Anspruchsdauer des Studienabschnittes, an dessen Ende ist der entsprechende Nachweis (Abschnittszeugnis) zu erbringen.

Kannst du im Nachweiszeitraum den notwendigen Studienerfolg nicht vorlegen, so besteht für das darauf folgende Studienjahr grundsätzlich kein Anspruch auf Familienbeihilfe. Du kannst jedoch ab dem Monat des neuen Studienjahres wieder Familienbeihilfe beziehen, wenn du die letzte verpflichtende Leistung deines Abschnittes positiv absolviert hast.

Achtung: Für den gesamten Bezugszeitraum, das heißt auch nach dem ersten Studienjahr und bei einem weiterführenden Master oder Doktorat, wird vom Verwaltungsgerichtshof neben den hier dargestellten gesetzlichen Voraussetzungen auch das nach außen erkennbare ernstliche und zielstrebige Bemühen um den Studienfortgang bzw. -abschluss verlangt. Dieses Bemühen manifestiert sich im Antreten zu den erforderlichen Prüfungen. Prüfungsanmeldungen alleine reichen dabei nicht!