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Der Arbeitskreis “Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit” bietet für den deutschsprachigen Raum ein Diskussionsforum für Forschungen zur frühneuzeitlichen Geschlechtergeschichte.
Er dient ebenso dem themenorientierten Informationsaustausch und der Vernetzung, wie der methodischen, konzeptuellen und theoretischen Auseinandersetzung.

Angesichts der thematischen Breite und des immer noch vergleichsweise geringen Institutionalisierungsgrades der deutschsprachigen frühneuzeitlichen Geschlechterforschung liegt das Schwergewicht des Interesses auf der methodisch-konzeptuellen Diskussion eigener Forschungsarbeiten der TeilnehmerInnen (DoktorandInnen, HabilitandInnen, ProfessorInnen, ProjektbearbeiterInnen). Entsprechend wird in der Programmgestaltung viel Zeit für Diskussionen eingeräumt. Die inhaltlichen Schwerpunkte wechseln und versuchen so der Breite und Vielfalt des Feldes gerecht zu werden.

Der Arbeitskreis umfaßt zur Zeit etwa 100 Mitglieder. Er ist der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Fachreferat Geschichte: Petra Kurz) assoziiert und tagt in der Regel einmal jährlich (Ende Oktober - Anfang November) im Tagungshaus der Akademie in Stuttgart-Hohenheim.
Diese Form ermöglicht eine kontinuierliche Diskussion und inhaltlich-konzeptuelle Weiterentwicklung - eine Möglichkeit, die angesichts der z.T. großen Vereinzelung und geringen institutionellen Anregungen von den Forscherinnen besonders geschätzt wird.

Der Arbeitskreis “Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit” fördert die interdisziplinäre Diskussion und setzt sich mit den Ergebnissen der internationalen Geschlechterforschung auseinander.

Gerade in den letzten Jahren fand und findet verstärkter Austausch mit geschlechtergeschichtlichen Ansätzen in der Kunstgeschichte bzw. Bildwissenschaften und den Literaturwissenschaften statt, der sich entsprechend in den Tagungsprogrammen niederschlägt.

Das erste Treffen fand 1994 im Tagungshaus der Diözese der Katholischen Akademie in Stuttgart-Hohenheim statt. Es wurde damals organisiert von Ulinka Rublack (Universität Cambridge), Susanna Burghartz (Universität Basel) und Dieter R. Bauer (Referatsleiter “Geschichte” der Akademie).

In den ersten Jahren zeichneten wechselnde Teams für die Organisation verantwortlich. Dazu gehörten neben Susanna Burghartz und Ulinka Rublak auch Dagmar Freist, Ulrike Gleixner, Olivia Hochstrasser, Andrea Griesebner und Rebekka Habermas.
Die Tagungen ab 2003 bzw. 2004 organisierten Andrea Griesebner, Maren Lorenz, Monika Mommertz und Claudia Opitz; seit 2009 verstärken Antje Flüchter und Michaela Hohkamp das Organisationsteam; 2010 schied Maren Lorenz aus dem Organisationsteam aus.

Abgesehen von zwei Tagungen

  • “Frauen, Religion und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit” (Juni 1995 in Schloß Flehingen)
  • “Neue Perspektiven: Geschlechtergeschichte nach dem “linguistic turn” (Juni 2002 im Kloster Weingarten, von der DFG gefördert)

fanden alle Tagungen des AKGG-FNZ im Tagungsheim der Katholischen Akademie in Stuttgart-Hohenheim statt, mit welcher der Ak seit seinem Beginn 1994 eng verbunden ist.