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Der Arbeitskreis “Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit” bietet für den deutschsprachigen Raum ein Diskussionsforum für Forschungen zur frühneuzeitlichen Geschlechtergeschichte.
Er dient ebenso dem themenorientierten Informationsaustausch und der Vernetzung, wie der methodischen, konzeptuellen und theoretischen Auseinandersetzung.
Angesichts der thematischen Breite und des immer noch vergleichsweise geringen Institutionalisierungsgrades der deutschsprachigen frühneuzeitlichen Geschlechterforschung liegt das Schwergewicht des Interesses auf der methodisch-konzeptuellen Diskussion eigener Forschungsarbeiten der TeilnehmerInnen (DoktorandInnen, HabilitandInnen, ProfessorInnen, ProjektbearbeiterInnen). Entsprechend wird in der Programmgestaltung viel Zeit für Diskussionen eingeräumt. Die inhaltlichen Schwerpunkte wechseln und versuchen so der Breite und Vielfalt des Feldes gerecht zu werden.
Der Arbeitskreis umfaßt zur Zeit etwa 100 Mitglieder. Er ist der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Fachreferat Geschichte: Dieter Bauer) assoziiert und tagt in der Regel einmal jährlich im November im Tagungshaus der Akademie in Stuttgart-Hohenheim.
Diese Form ermöglicht eine kontinuierliche Diskussion und inhaltlich-konzeptuelle Weiterentwicklung - eine Möglichkeit, die angesichts der z.T. großen Vereinzelung und geringen institutionellen Anregungen von den Forscherinnen besonders geschätzt wird.
Der Arbeitskreis “Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit” fördert die interdisziplinäre Diskussion und setzt sich mit den Ergebnissen der internationalen Geschlechterforschung auseinander.
Gerade in den letzten Jahren fand und findet verstärkter Austausch mit geschlechtergeschichtlichen Ansätzen in Kunstgeschichte und den Literaturwissenschaften statt, der sich entsprechend in den Tagungsprogrammen niederschlägt.
Seit 1994 haben vierzehn Tagungen stattgefunden.
Das erste Treffen fand 1994 im Tagungshaus der Diözese der Katholischen Akademie in Stuttgart-Hohenheim statt. Es wurde damals organisiert von Ulinka Rublack (Universität Cambridge), Susanna Burghartz (Universität Basel) und Dieter R. Bauer (Referatsleiter “Geschichte” der Akademie).
In den ersten Jahren zeichneten wechselnde Teams für die Organisation verantwortlich. Dazu gehörten Dagmar Freist, Ulrike Gleixner, Olivia Hochstrasser und Rebekka Habermas.
Ab 1999 teilten sich Susanna Burghartz und Maren Lorenz (Universität Hamburg) die Organisation.
Später kamen Andrea Griesebner (Universität Wien), Monika Mommertz (Berlin) und Claudia Opitz (Universität Basel) hinzu, die Susanna Burghartz ablöste. Seit 2007 wird das Team durch Antje Flüchter (Münster) ergänzt.
Abgesehen von zwei Tagungen:
- “Frauen, Religion und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit” (Juni 1995 in Schloß Flehingen)
- “Neue Perspektiven: Geschlechtergeschichte nach dem “linguistic turn” (Juni 2002 im Kloster Weingarten, von der DFG gefördert)
ist der AKGG-FNZ von Anfang an eng mit der Katholischen Akademie und seinem Tagungshaus in Stuttgart-Hohenheim verbunden.