Gruppe 3:  Daniel Leukauf, Valerie Kumer, Julie Walderdorff, Marion Rothmüller

Der Tag begann mit dem Abbau der Kestrels von Monte Verde im Morgengrauen. Bei der Wanderung von vier Freiwilligen konnte das Phänomen Nebelwald feucht fröhlich erlebt werden. Im Wald tropfte es die ganze Zeit von den Blättern, obwohl es nicht regnete. Grund dafür ist, dass der Wind die Nebeltröfchen an die Blätter weht, die sich dort sammeln und abtropfen.

Trockenwald von Guanacaste

Die Fahrt entlang der Cordillera de Guanacaste führte uns vom immergrünen Monte Verde in den im Moment trockenen Nordwesten Costa Ricas. Hier herrschen stabile Wetterverhältnisse, Trocken- und Regenzeit sind sehr stark ausgeprägt, weshalb viele Touristen aus den USA und Europa ihren Urlaub hier verbringen. Die klimatischen Verhältnisse spiegeln sich auch in der Pflanzenwelt des Nationalparks Santa Rosa wider. Hier dominiert der sogenannte „Trockenwald“, welcher im Allgemeinen niedriger ist als die bisher besuchten Wälder.

Während der Trockenzeit leiden die meisten Pflanzen unter Wassermangel, sodass sie gezwungen sind ihre Blätter abzuwerfen. Ein Verhalten vergleichbar mit dem unserer Bäume im Winter. Jedoch fällt nur vom Kronendach das Laub ab, der Unterwuchs ist immergrün. Zwei typische laubwerfende Bäume sind der Guanacastebaum, welcher auch der Nationalbaum Costa Ricas ist, und der „Nackte Indianer“. Dieser schält sich, wodurch seine grüne, chlorophylhaltige Rinde zum Vorschein kommt. Damit kann der Baum zusätzlich zu den Blättern Photosynthese betreiben.

Fotos: (c) Marion Rothmüller, Daniel Leukauf

Auch messtechnisch lassen sich Unterschiede zum Nebelwald feststellen. Die Strahlungstemperatur der Blätter lag um 2°C unter der Umgebungstemperatur, was darauf hindeutet, dass Verdunstung stattfindet, allerdings nicht in großem Ausmaß da nicht genug Wasser vorhanden ist. Im Nebelwald von Monteverde konnte kein Unterschied zwischen Blatt- und Umgebungstemperatur festgestellt werden, die Luft war gesättigt und es konnte kein Energieaustausch stattfinden, ergo keine Verdunstung.

Weiters lassen sich hier weniger Epiphyten als im Nebelwald finden. Diejenigen die man findet sind hauptsächlich Kakteen und Orchideen. Erstere speichern das Wasser im Stamm und die anderen in den Blättern.

Im Nationalpark Santa Rosa konnte die vierte Affenart Costa Ricas bestaunt werden, die Klammeraffen. Alle vier hiesigen Affenarten haben, wie alle Affen der Neuen Welt, einen Greifschwanz den sie geschickt beim Klettern einsetzten. Auch grüne und schwarze Leguane sind in Guanacaste beheimatet.

Eine der wenigen geschichtlichen Stätten ist die Hacienda Santa Rosa die sich ebenfalls im gleichnamigen Nationalpark befindet. Ihre Berühmtheit verdankt sie Juan Santa Maria, dem Nationalhelden Costa Ricas. Die geschichtlichen Hintergründe sind im Tagesbericht von Tag 9 nachzulesen.

Die Cordillera de Guanacaste ist ein Gebirgszug vulkanischen Ursprungs und besteht aus den Vulkanen Tenorio, Miravalles, Rincòn de la Vieja und Orosi. Deren Aktivität macht sich in heißen Quellen bemerkbar welche dazu genutzt wurden um müde Beine für den morgigen Aufstieg auf den Volcàn Rincòn de la Vieja vorzubereitn.

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