Gruppe 4: Niko Filipovic, Johanna Bugkel, Robert Klonner, Felizitas Zeitz

Wie jeden Morgen weckt uns nicht unser Wecker, sondern lange davor ein exotisches und sehr lautes Vogelgezwitscher. Die Morgentemperaturen liegen heute bei angenehmen 23° C.

Heute erwartet uns ein etwas beschaulicheres Programm. Wir besuchen den „Paradise Tropical Garden“, der von Don Robert betrieben wird. Schon der Weg bis La Gamba ist ein Abenteuer, speziell die Brücken erfordern das gesamte Geschick unseres Chauffeurs Alejandro. Don Robert, ein liebenswürdiger, älterer Amerikaner, lebt seit 1964 in Costa Rica und hat seinen „Obstgarten“ in der Nähe von Rio Claro. In diesem Garten – der eigentlich eine Mischung aus einer riesigen, parkähnlichen Anlage und einer Plantage ist -gibt es nichts, was es nicht gibt. Zur Begrüßung bekommen wir Tamarinden- und Ananassaft. Wir kosten die Früchte der Ölpalme und viele unterschiedliche Bananensorten. Wir haben auch das große Glück, dass gerade eine Jackfruit – eine tropische Köstlichkeit, die die meisten von uns noch nie gegessen haben – reif ist.


Fotos: (c) Johanna Bugkel

Zum Mittagessen bekommen wir Epanadas con queso, Reis, Bohnen, unterschiedliche gebratene Bananen und genießen dieses köstliche Mahl. Zum Dessert essen wir Kakaobohnensplitter und Früchte. Anschließend erhalten wir noch einen Vortrag über Heilkunde und wie die Kräuter und Pflanzen der Region medizinisch angewandt werden können. Währenddessen tummeln sich bunte Tangare im Hintergrund und fressen Bananen.

Gestärkt mit diesem Wissen und einem gemeinsamen Abschiedsfoto machen wir uns auf den Weg, um unsere Messgeräte am Passo Real und in San Vito, die wir an den Vortagen aufgestellt haben, wieder abzubauen. Bevor wir den ersten Aufstellort erreichen, schätzen wir noch die aktuelle Temperatur und Luftfeuchte. Jeder Student gibt eine Wertung ab. Mit 33,6°C und einer Luftfeuchte von 52 % gewinnt Johanna unseren Wettbewerb und einen „großen“ Preis. Auf der Weiterfahrt nach San Vito, unserem zweiten Aufstellort, fahren wir entlang der Grenze zu Panama in einem landschaftlich beeindruckenden Gebiet. In San Vito können wir außerdem auch noch „Tres Leches“ – einen Kuchen, getränkt mit süßer Milch und herrlicher Oberscreme- erstehen.

Wie am Vortag fällt auch heute unmittelbar nach San Vito Nebel ein und begleitet uns bis knapp vor Ciudad Neilly. Sehnsüchtig warten wir auf unseren ersten tropischen Regenschauer, aber unser „Glück“ lässt uns im Stich und so warten wir weiter.

Nach dem Abendessen halten die Studenten noch einen Vortrag über das Phänomen El Nino und über die Nebelbildung in den Tropen. Anschließend ist Bettruhe angesagt, da wir morgen um 4.45h aufstehen müssen. Aber mehr dazu morgen.

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