Gruppe 3: Daniel Leukauf, Valerie Kumer, Julie Walderdorff, Marion Rothmüller

Der heutige Tag wurde für die Auswertung der bisherigen Daten genutzt. Folgende Ergebnisse konnten bis jetzt abgeleitet werden.

Gruppe 1

Bei der Station im Botanischen Garten bei San Vito (1225m NN) wurde ein Vergleich der Messungen zwischen dem Kestrel auf ca. 1.5 m über Grund und der Messungen des Observatorio Climatologico Tropical (OCT) durchgeführt ,um den Einfluss unterschiedlich hoch angebrachter Sensoren an einem Standort aufzeigen zu können. Am OCT wird der Wind auf ca. 12 m über Grund und die Temperatur 2 m über Grund gemessen.

Eine weitere Station wurde beim Restaurant Mirador la Torre (625m NN) aufgestellt, um die Frage zu klären, ob Hangwinde trotz Hangnebels existieren.

Die Hangwinde sind deutlich erkennbar – trotz niedriger Windgeschwindigkeit: In der Nacht Hangabwind (Nordwind) und untertags Drehung auf Hangaufwind (Südwind).

Gruppe 2

Am Playa Zancudo wurden vier Kestrels in einer Linie quer zur Küste in ca. 15m Abständen aufgestellt, um den Temperatur- und Feuchtegradient landeinwärts zu messen.

Im obenstehenden Temperaturdiagramm lässt sich eine Zunahme in Richtung des Landesinneren  erkennen. Dabei ist dunkelblau die Station, die dem Meer am nächsten ist (Station 4) und dunkelbraun die am entferntesten (Station 1). Die Zunahme entsteht dadurch, dass der kühler  Luft über dem Meer durch den heißen Sand um knapp 1°C/15m landeinwärts erwärmt wird.

Zusätzlich ist ein Bias durch unterschiedliche Strahlungsverhältnisse ersichtlich, denn Station 1 (dunkelbraun) stand im Schatten und sollte eigentlich eine höhere Temperatur als Station 2 (hellbraun) aufweisen.

Gruppe 3

Am Strand bei der Casa de Orquidias wurden 2 Kestrels im Abstand von 15m hintereinander aufgestellt, um primär die Land-See-Zirkulation messtechnisch zu erfassen.

Das Niederschlagsmaximum des Landes liegt bei La Gamba und es wird vermutet, dass die Land-See-Zirkulation an der Entstehung dieses Phänomens beteiligt ist. Um die Stärke dieser Zirkulation abschätzen zu können, wurde diese mit diesen Stationen etwa einen Tag lang vermessen.

Weiters sollte überprüft werden, ob starke Feuchte- oder Temperaturgradienten zwischen Küste und Landesinneren existieren. Der warme Golfo Dulce hat vermutlich einen starken Einfluss darauf.

Man erkennt deutlich den Richtungswechsel im Windsprung. Untertags weht der Wind landeinwärts aus Südost und dreht in der Nacht auf Nord, d.h. in Richtung Meer. Zusammen mit dem Windsprung am Morgen (ca. 14 UTC) nimmt die Windgeschwindigkeit zu, da sich die Erdoberfläche schneller erwärmt als das Meer.

Gruppe 4

Im Trockental von Passo Real wurden 2 Kestrels , einer davon in einer Mulde aufgestellt um das vorherrschende Mikroklima zu erfassen. Dazu wurde eine Analyse der relativen Feuchte zur Charakterisierung des Trockentals durchgeführt. Weiters wurde die kleinräumige Temperatur-variabilität aufgrund der Orografie aufgezeichnet.

Trotz der geringen horizontalen Distanz zwischen den aufgestellten Messgeräten von etwa 15 m und einer Höhendifferenz von 2m wurden während der nächtlichen Abkühlung in der Mulde konstant niedrigere Temperaturen als am Hügel gemessen. Nach dem Sonnenaufgang, nach etwa 12 Uhr UTC (06 Uhr Lokalzeit), wurde ein annähernd gleich turbulenter Verlauf der Temperaturwerte an beiden Standorten aufgezeichnet.


Fotos (c) Marion Rothmüller, Tina Leiding

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