Death Valley Exkursion
2Apr/12Off

Tag 4

Gruppe: Severin Baumgartl, Tina Leiding, Felizitas Zeitz, Michaela Hofer, Theresa Plank

Früh morgens um 7:30 Uhr ging es an unserem 4. Expeditionstag nach einem kurzen Briefing wieder auf den ausgetrockneten Salzsee Badwater. Da uns in der Nacht eine Kaltfront überquert hatte, gab es wesentlich tiefere Temperaturen als am Vortag. Allerdings ist polare Kaltluft im Death Valley nicht ‚kalt‘ – am Nachmittag gab es schon wieder sommerliche 25° C, die aber immerhin 10° C unter den Werten des Vortags lagen. Der Vormittag verlief windstill. Ab Mittag frischte der Wind auf und wehte aus Norden.

Wie am Vortag fuhren zwei Gruppen direkt zur Oststeite des Badwater Basin, die anderen starteten von der Westseite und überquerten so den gesamten Salzsee. Ziel des Vormittags war der Abbau der Kestrels, die am Vortag in der Messreihe ‚Badwater Cross Section‘ aufgestellt worden waren. Wie schon befürchtet, hatten nicht alle Kestrels den starken Wind des letzten Tages schadlos überstanden. Insgesamt hatten 7 der 18 Geräte den hohen Windgeschwindigkeiten nicht standgehalten und wurden umgestürzt vorgefunden. Vier Geräte wurden so stark beschädigt, dass sie im Laufe der Exkursion nicht mehr verwendet werden können. Eine erste Analyse der Winddaten ergab Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 m/s (ca. 80 km/h). Nachdem auch die letzten Studenten an der Ostseite angekommen waren, wurden die Daten aller Messgeräte ausgelesen und die Kestrels gleich für die nächste Messkampagne vorbereitet.

Die ‚Badwater Parallel Section‘ führte uns nochmals auf den Salzsee und bestand aus einem Mikronetz von 21 Messstationen, angeordnet in einem 3x7-Raster mit einem Abstand von jeweils 50 m. Das Messintervall setzten wir auf 2 Sekunden. Durch den geringen räumlichen Abstand und minimale Zeitintervalle sollte erfasst werden, wie sich die Böigkeit des Windes verhält. Nachdem die Messreihe synchron gestartet wurde, besuchten wir die Natural Bridge, die durch Erosion und Auswaschung des Gesteins entstanden ist und in einem kleinen Canyon liegt, und genossen unsere Jause. Neunzig Minuten später machten wir uns neuerlich auf den Weg in den Salzsee, um die Messgeräte abzubauen. Bei einer abschließenden Besprechung auf dem Parkplatz des Badwater Basins kamen wir mit einem Rancher ins Gespräch, der sich interessiert nach unseren Forschungen erkundigte.

Auf dem Rückweg in die Furnace Creek Ranch beschlossen wir spontan, einen Abstecher zum Devil’s Golf Course zu machen, einer Kraterlandschaft aus kleinen kristallinen Salzhügeln. Um 17 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft und verbrachten den Rest des Tages damit, die Daten auszulesen und die Aufstellprotokolle zu digitalisieren.


Copyright: Gregor Löscher, Dominik Mikula, Matthias Schlaisich, Manuela Paumann, Michaela Hofer, Theresa Plank

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Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. Ich hoffe für alle Teilnehmer, dass der Expeditionserfolg durch die kaputten Messgeräte nicht gefährdet ist!

  2. Gut zu sehen, dass wieder mal ein Familienmitglied bei dieser Tafel steht!! Lg an Robert!!


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