1914–18: DIE UNIVERSITÄT – EIN LAZARETT
Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs verwandelte sich die Universität in ein Verwundetenspital mit Quarantänestation für rund 1000 Patienten. Der Große Festsaal diente als Speise- und Aufenthaltsraum für Verwundete und der angrenzende Kleine Festsaal war als Operationssaal adaptiert. Zahlreiche Studenten fungierten als Pfelge- und Hilfspersonal. Kurse über "Das wirtschaftliche Verhalten in Kriegszeiten" konnten über die allgemeine Not an der Universität, den zwangsläufigen Rückgang von Forschung und Studium, den Abbruch der internationalen Kontakte und den großen Mangel an Büchern und Forschungsmitteln nicht hinwegtäuschen.
Lit.: Richard Wettstein, Rechenschaftsbericht über die Einrichtung eines Verwundetenspitals […] (Wien 1914)
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Ein Hörsaal als Operationssaal für verwundete Soldaten, 1914/15. (Foto: Archiv der Universität Wien) |
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Arkadenhof der Universität, 1914/15 Die "Ruhmeshalle der Wissenschaft" diente währende des Ersten Weltkrieges der Erholung der Kriegsversehrten. (Foto: Archiv der Universität Wien) |