W i d t h 9

  1. Der physikalische Zustand der Atmosphäre des zu untersuchenden Objektes wird in unserem Fall durch eine Sternatmosphäre in einer allgemein als Kurucz-Atlas9-Format bekannten Form angegeben (stern.mod). Der Aufbau der Sternatmosphäre ist in diesem Fall in einem Filekopf (bis READ DECK6) und 7 Spalten (RHOX,T,P,XNE,ABROSS,ACCRAD ,VTURB) angegeben.
    RHOXDichte * Tiefe
    TTemperatur
    PDruck
    XNEAnzahldichte der freien Elektronen
    ABROSSKappaROSS, Rosseland Opazität
    (Absorbtionskoeffizient, dimensionslos)
                                 _
                               _/ 1/KappaROSS*d(Bv)/dT dv
    TauROSS: 1 / KappaROSS =    _------------------------
                              _/  d(Bv)/dT dv
    
             und d(TauROSS) = KappaROSS * d(Mass)
    
             wo  v ... Frequenz
                 T ... Temperatur
                 Bv .. Plank Funktion
    
    TauROSS .. Rosseland optische Tiefe
    
    ACCRADStrahlungsdruck
    VTURBMikroturbulenz (Geschwindigkeit)
  2. Die Absorbtionslinen, welche zur Häufigkeitsanalyse mit Width 9 benutzt werden, gibt man in einem Inputfile (stern.inp) an. Dieses sieht folgendermaßen aus:
    1. Zeile: WLstart, WLend, # Linien, Integerzahl, Vmicro,
    2. und 3. Zeile: Kopfzeilen
    Linieninformation: Eine Zeile pro Absorbtionslinie
    Schließlich die letzten 3 Zeilen:
    'Modellatmosphäre',
    # Vmicro   Vmicro1, Vmicro2, . . .
    Mittleres magnetisches Oberflächenfeld in kGauss
  3. Das Programm startet mit:
      width9mf stern.inp
  4. Das daraus resultierende Ausgabefile (stern.abn) enthält Elementhäufigkeiten für jede Absorbtionsinie und jede angegebene Mikroturbulenz (Vmicro) plus einige ausgesuchte Linienparameter aus dem Inputfile.
    Ausgabeformat:
               write(3,1400)id_ln,wla, expot,vts(ivt),gflog,glande,ewma,taulg,ablg
      1400 format(1x,a4,f11.4,f9.4,f5.2,f8.3,f7.2,3f6.2
    Bedeutung der Ausgabewerte:
      Species identifier, wavelength, E(low) [eV], v_micro [km/s],   log(gf), eff. Lande factor, equiv. width [mA], formation depth,   (log(tau)), abundance (log(N_element/N_total))
  5. Mit statmf kann nun eine statistische Auswertung vorgenommen werden:
      statmf star.abn
    Die Ergebnisse ( stern.res) dieses Durchlaufs sind:
      Mittlere Elementhäufigkeiten
      Lineare Zusammenhänge von Häufigkeit vs. Anregungspotential, Häufigkeit vs. Äquivalentbreiten
    Alles schön sortiert nach Element, Ionisationsstufe und Vmicro.