Bericht aus der Studienkonferenz am 17.01.

Am vergangenen Mittwoch hat die zweite Studienkonferenz dieses Semesters stattgefunden. Die Studienkonferenz dient dazu, dass Studierende (vertreten durch 4 von der BaGru entsandte Personen), Lehrende und die StudienServiceStelle Feedback an die Studienprogrammleitung (das sind im Moment Prof. Reinprecht und stellvertretend Prof. Norden) geben und diese aus ihren jeweiligen Perspektiven beraten.
Hier berichten wir euch, welche Punkte bei der Sitzung am Mittwoch besprochen wurden:

Studienzahlen und Ausblick auf’s Sommersemester

Gute Nachrichten gibt es für Beginner_innen im Masterstudium: Die Vorlesung Soziologische Methodologie und Methoden wird auch im Sommersemester angeboten. Da diese zum Methoden-Modul am Anfang des Masters gehört, welches Voraussetzung für wichtige folgende Module ist, gibt es nun keinen Nachteil mehr für Studienbeginner_innen im Sommersemester oder diejenigen, die im Winter beginnen und die VO nicht sofort besuchen können oder möchten. Wir hatten uns in den vorherigen StuKo-Sitzungen wiederholt für dieses Angebot ausgesprochen und freuen uns über das Einlenken der Studienprogrammleitung.
Gleichzeitig passen sich im Master die Beginner_innen-Zahlen zwischen Sommer- und Wintersemester an. Begannen vor wenigen Jahren noch im Wintersemester meist deutlich mehr Studis im Master, so ist dieser Unterschied in den letzten Semestern immer kleiner geworden. Im Bachelor sind die Zahlen der Studienbeginner_innen etwas Rückläufig.

 

Mehr interdisziplinäre Module im Bachelorstudium

Mit dem nächsten Wintersemester wird die Umgestaltung einiger Bachelor-Module beginnen. Es wird besonders in der Anfangsphase des Studiums mehr interdisziplinäre Lehrveranstaltungen in Zusammenarbeit mit anderen Instituten der Fakultät für Sozialwissenschaften geben. Im Zuge der Veränderungen soll beispielsweise die Vorlesung Sozialwissenschaftliche Denkweisen, deren Inhalte auch in späteren Soziologie-Modulen behandelt werden, durch die Vorlesung Wissenschaftstheorie ersetzt werden. Die Vorlesung Aktuelle Debatten wird erneuert, zudem ist ein neues Forschungspraktikum geplant, das zweisemestrig läuft und von einer Methodenübung begleitet wird.

Einheitliche Richtlinien für Bachelorarbeiten

Ein Vernetzungstreffen der Lehrenden hat grobe Richtlinien für Bachelorarbeiten entworfen. Diese sollen Bachelor-Studierenden und Lehrenden als Orientierung über die Anforderungen dienen (Änderungen sind noch möglich):
• BA-Arbeiten werden als Zusatzleistungen zu Seminaren, VOSEs oder Forschungspraktika in den Modulen Spezielle Soziologien, Forschungspraktikum oder Spezielle soziologische Theorien und Gesellschaftsdiagnosen geschrieben. Für diese gibt es 6 ECTS.
• Während der Vorlesungszeit, also in der Lehrveranstaltung, wird ein Konzept erarbeitet und ein schriftlicher Entwurf verfasst. Die fertige Arbeit muss dann 2 bis 5 Monate nach Ende der Vorlesungszeit abgegeben werden.
• Die Arbeit muss den Regeln wissenschaftlichen Arbeitens entsprechen und folgende Bereiche abdecken: Fragestellung, Kontext & Relevanz; sinnvolle Gliederung und Aufteilung; Soziologische Theorie; Methoden (bei Empiriearbeiten); Zusammenfassende, kritische Diskussion der Erkenntnisse
Mehr Infos zu den Richtlinien findet ihr hier: https://soziologie.univie.ac.at/ba/ba-s/bachelorarbeit/

Umgang mit Konflikten und Beschwerden über Lehrende

Schon seit einigen Sitzungen wird in der Studienkonferenz diskutiert, wie mit Beschwerden gegen Lehrende oder Konflikte zwischen Studierenden und Lehrenden umgegangen wird. Grundsätzlich unterstützt uns die Studienkonferenz darin, solche Situation zu lösen, möchte aber, dass es nicht zu unberechtigten Anschuldigungen oder Diffarmierung der Lehrenden kommt. Wir haben uns mehrmals dafür stark gemacht, dass das Ansprechen von Problemen durch Studis nicht als „Denunziation“, „Verleumdnung“ o.ä. behandelt wird, solang es dafür keine konkreten Hinweise gibt.
Grundsätzlich gibt es mehrere Ebenen, auf denen Kritik an Lehrenden behandelt werden kann:

1. Informelle Handlungsmöglichkeiten:

a) Direktes Ansprechen: Natürlich könnt ihr Lehrende in der betreffenden      Lehrveranstaltung oder unter vier Augen direkt auf das, was euch stört, ansprechen. Ihr solltet eure Beschwerde dabei sachlich vermitteln – wir haben aber leider auch die Erfahrung gemacht, dass auch sachlich eingebrachte Kritik nicht bei allen Lehrenden auf offene Ohren stößt.
b) Mit der BaGru reden: Es gibt verschiedene verständliche Gründe, aus denen man Konflikte nicht alleine mit einer Lehrperson austragen möchte. Wendet uns in diesen Fällen unbedingt an uns und schildert euren Fall! Dann können wir auch gemeinsam besprechen, wie wir weiter vorgehen

2. Klärendes Gespräch unter Beisein der Studienprogrammleitung und einer Person von der BaGru: Es hat sich als Lösung bewährt, in Beschwerdefällen ein Treffen zwischen StudentIn, Lehrperson, BaGru und SPL zu arrangieren. Hier könnt ihr eure Kritik oder euer Problem mit unserer Unterstützung in einer geordneten Situation einbringen.
3. Konfliktmanagement durch höhere Ebenen: Die Uni Wien und die Universitätsvertretung der ÖH verfügen über weitere Einrichtungen zur Bearbeitungen solcher Konflikte. Diese können genutzt werden, wenn durch die vorherigen Schritte keine Lösung gefunden wird und/oder durch die Verknüpfungen zwischen Studienprogrammleitung, Lehrenden, BaGru und Betroffenen am Institut keine unbefangene Moderation solcher Konflikte möglich ist.
4. Der Rechtsweg: Sollten alle vorausgegangen Schritte erfolglos sein, verbleibt nur mehr eine juristische Behandlung. Allgemein sind aber alle zuvor genannten Institutionen bemüht, dies zu vermeiden.

 

Wir werden euch über diese und kommende Themen natürlich auf dem Laufenden halten, wenn es etwas neues gibt