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Russische Reise (1891)

Einleitung

Im Tross einer Berliner Theatergruppe reist Hermann Bahr im Frühling 1891 nach St. Petersburg. Der als „Russische Reise“ noch im selben Jahr veröffentlichte Bericht beschränkt sich jedoch nicht auf eine Beschreibung der Aufführungen des deutschen Ensembles. Vielmehr macht sich Bahr auf die Jagd nach den verschiedensten „Sensationen“ für seine Nerven.

Von der Eremitage geht es in öffentliche Bäder und Nachtlokale, Theateraufführungen werden abgelöst durch ausgiebige Diners und Bordellbesuche. Dabei prüft Bahr anhand neuer und ständig wechselnder Eindrücke die eigene Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit: bürgen doch erst Überraschung und Verstörung für die Relevanz einer „Impression“, wie sie nicht aus dem Baedeker gezogen werden kann.

Bibliografie

Autor: Hermann Bahr
Titel: Russische Reise
Stadt: Dresden
Verlag: E. Pierson
Jahr: 1891
Seiten: 185
Anm.: Widmung S. 1: "Dem kleinen Fräulein. Wien, Juni 1891." (Gemeint ist die mitreisende Schauspielerin Lotte Witt). In Deutschland wurden fünf Seiten aus der russischen Reise verboten, doch waren zu dem Zeitpunkt bereits 1165 Exemplare von der Auflage von 1500 verkauft.

Kritische Schriften

Band 21

Herausgegeben von Gottfried Schnödl
2011
ISBN: 9783897396777
VDG Weimar

Rezensionen

Ola Hansson: Neue Bücher. In: Freie Bühne, 2 (1891) #46, 1125-1126. (18.11.1891)
Leo Berg: Die Romantik der Moderne. [II] In: Die Welt, Berlin, 1 (1891) #70, 2. (17.12.1891) [Mit "Überwindung des Naturalismus"]
Westermanns Illustrierte Deutsche Monatshefte, 74 (1893), 144.
[O. N.]: "Auch eine russische Reise", Neues Wiener Tagblatt, 28.4.1892.
M. H. [=Marie Herzfeld]: Russische Reise. Wiener Literatur-Zeitung, 3 (1892) #3, 20.

Digitalisate

Neusatz:
Kritische Schriften in Einzelausgaben

Faksimile der Erstausgabe:
Archive.org
ÖNB-ANNO