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Das Konzert

Bahrs erfolgreichstes Stück hat am 23.12.1909 am Lessing-Theater in Berlin Première. Für die Regie zeichnet Otto Brahm. Der Autor ist dabei nicht anwesend.

Die Buchausgabe erschien, mit Widmung an Richard Strauß, bereits am 1. August.

Ein erfolgreicher Dirigent zieht sich mit einer Geliebten auf eine Berghütte zurück und wird daselbst von den betrogenen Eheleuten aufgesucht. Von diesen wird ihnen mitgeteilt, in die Scheidung einzuwilligen. Somit von der Liebschaft in die Ehe gedrängt, erkennen diese, dass ihre erste Ehe die für sie richtige ist.

Mensch, werde wesentlich

Im Herbst 1933, auf 1934 vordatiert, erscheint Bahrs letztes Buch zu Lebzeiten, "Mensch, werde wesentlich". Selbst durch die Krankheit bereits nicht mehr in der Lage, diese Aphorismensammlung aus seinem Werk zu betreuen, schickt sich seine Frau Anna Bahr-Mildenburg in die Rolle der Herausgeberin, die sie auch nach seinem Tod einnehmen wird. Im Nachlass ist ein von Bahr mit zittriger Hand unterschriebenes Exemplar erhalten.

Labyrinth der Gegenwart

Im Dezember 1929, Bahr ist nunmehr 66 Jahre alt, erscheint bei Borgmeyer, dem Verleger seines Alterswerks, Bahrs letzte Sammlung mit Aufsätzen.

Himmel auf Erden

Auf 1928 vordatiert, erscheint 1927 dieser "Dialog", in dem Bahr sich theologischen Fragestellungen zuwendet. Das Exemplar des Theatermuseums, das es digitalisiert bei ANNO gibt, enthält eine handschriftliche Bemerkung Anna Bahr-Mildenburgs, dass sie ihm in den letzten Stunden aus diesem Buch vorlas.

Notizen zur neueren spanischen Literatur

Für viele möglicherweise überraschend, geht der über sechzigjährige Bahr in einem Aufsatz für die "Preussischen Jahrbücher" 1926 auf die gegenwärtige spanische Literatur ein, die zudem im Sommer noch als Sonderdruck veröffentlicht wird.

Sendung des Künstlers

Im Dezember 1922, vordatiert auf 1923 erscheinen Bahrs Studien im Umfeld Glaube/Künstler/Kunst, eine Zusammenstellung von Aufsätzen. Erste Besprechungen erscheinen im Jänner.

Selbstbildnis

Ziemlich genau zu seinem 60. Geburtstag am 19. Juli 1923 legt Bahr seine Autobiographie vor, die seine Jugend bis zur Gründung des Jungen Wiens erzählt, dann aber noch seinen Wandel zum Glauben behandelt, wobei er betont, dass ohnedies alles ein Weg dorthin war. Das Neue Reich, in dem seit dem 3. Oktober 1920 der Vorabdruck erschien, kommentiert: Das Buch ist natürlich nur eine Lektüre für reife Menschen.

Bilderbuch

Bahrs Alterswerk, das mit der passend zum fünfzigsten Geburtstag erfolgten Hinwendung zum Katholizismus beginnt, besteht neben den politischen Äußerungen der Kriegsjahre aus zwei nebeneinander bestehenden Strängen. Einerseits die wöchentlich publizierten "Tagebücher", die Entdeckungen und literarische Neuerscheinungen Raum bieten, andererseits den großen Essays, die "großen" Künstlern gewidmet sind.

Summula

1921 beginnt in Bahrs Sammelwerken der Krieg und die Kriegsfolgen in den Hintergrund zu treten, während es eine neue Hinwendung zu kulturellen Überlegungen kommt. Als politisches Werk möchte sich Summula als die Summe der Kriegsüberlegungen zu Österreich und dem Katholizismus verstehen, als politisches Werk versteht er es selbst als das beste der letzten Jahre. Erschienen vermutlich Anfang August, als Redlich in einem Brief den Erhalt bestätigt.

Adalbert Stifter

Neben Goethe wird Stifter zum Leitstern von Bahrs Alterswerk. Eine erste Studie, mit der er von sich in Anspruch nimmt, Stifters Entdeckung ausgelöst zu haben, erscheint im Winter 1918/1919.

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