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Wien

Im Herbst 1906 fertiggestellt, erscheint Bahrs Abrechnung mit Wien in Form einer Geschichtsdarstellung im April/Mai 1907 im Druck und wurde umgehend verboten. Die inkriminierten Aussagen über die Habsburger wurden der späteren Ausgabe aber nicht vorenthalten, sondern es wurde eine Appellation des Parlamentariers Josef Redlich eingebunden, die den vollständigen Text enthielt.
(Schnitzler liest's am 25. Mai.)

Dialog vom Marsyas

Obwohl im Sommer 1904 fertiggestellt und im Oktober 1904 in der neuen Rundschau abgedruckt, führen Verzögerungen im Verlag dazu, dass das Erscheinen der Buchausgabe des zweiten Dialogs zur Rolle der Kunst erst im Jänner 1906 erfolgt.

Dialog vom Tragischen

Der erste der zwei veröffentlichten Dialoge zur Kunst (ein dritter, der Dialog vom Laster blieb unvollendet) erschien im Oktober 1903, auf 1904 vordatiert, bei S. Fischer in Berlin. Hugo von Hofmannsthals Widmungsexemplar ist von Bahr händisch auf 31.10.1903 datiert.

Gegen Klimt

Am 9. November 1903 hält Bahr dieses Buch in der Hand, das neben einem Vorwort Bahrs auch eine Zusammenstellung mit Kritiken Klimts in verschiedenen Zeitungen erhielt. Diese ist ebenfalls von Bahr unternommen worden, wie er sich in einem späteren "Tagebuch" erinnert:

Eine Zeit darauf saßen nämlich Burckhard, Kolo Moser und ich einmal beisammen und machten uns den Spaß, aus den schönsten Blüten Wiener Klimtkritik einen Kranz zu flechten. Um das Büchl ist wirklich schad, das müßten alle jungen Maler haben, es ist so trostreich.

Rede über Klimt

Am 24. März 1901 um 20 Uhr fand im Wiener Bösendorfersaal ein "Leseabend der Concordia" statt, wo Bahr seine Rede über Klimt hielt. Diese erschien in Folge auch als Druck. Weiters sprachen Carl Karlweis und Vinzenz Chiavacci.

Bildung

Vermutlich im frühen Herbst 1900 erscheint "Bildung", eine Sammlung von Aufsätzen, die in der "Zeit" und im "Neuen Wiener Tagblatt" zuerst abgedruckt waren. Am 6. Dezember 1900 bedankt sich der Unterrichtsminister Wilhelm Ritter von Hartel bei Bahr. Hugo von Hofmannsthal kann erst am 21. Jänner 1901 berichten, ein Exemplar vom Verlag bekommen zu haben. Ob es zu Lieferverzögerungen kam und damit ein Grund vorliegt, warum weite Teile des Buchs 1912 in den "Essays" integriert und neu aufgelegt werden?

Secession

Ende Mai 1900 erscheint die Textsammlung zur "Secession", die aus den letzten in der "Zeit" veröffentlichten, als auch ersten aus Bahrs neuem zentralen Organ, dem Neuen Wiener Tagblatt, gefüllt ist. Hugo von Hofmannsthal erhält sein Exemplar mit Widmung am 28. Mai.

Renaissance

Bahrs vierte Zusammenstellung eigener Kritiken kommt am 1. Februar 1897 in den Handel. Erstmals besteht es aus ausschließlich bei einem Publikationsorgan - der 'Zeit' - zuerst Erschienenem.

Gewidmet an Hugo von Hofmannsthal und Leopold Andrian ist das zusätzlich mit handschriftlicher Widmung versehene Exemplar Hofmannsthals von Bahr mit 16. Januar 1897 datiert.

Der Antisemitismus. Ein internationales Interview

Bahrs Interviews zum Antisemitismus, die er mit Persönlichkeiten der Zeit mündlich oder schriftlich führt, werden zwischen März und September 1893 in der Deutschen Zeitung abgedruckt. Eine Buchausgabe erscheint wenige Wochen nach der letzten Folge, vermutlich im November bei S. Fischer in Berlin.

Studien zur Kritik der Moderne

Im Sommer 1894 erscheint die dritte Sammlung mit kritischen Aufsätzen Bahrs, die er programmatisch an Maurice Barrès widmet.

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