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Anonymes für Viktor Adlers Gleichheit

Ab der ersten Nummer (11.12.1886) und für einen Zeitraum von einem knappen Jahr ist Bahr Mitarbeiter von Viktor Adlers "Die Gleichheit". Er schreibt Anonym oder mit dem Kürzel "H–R". Mit dem Beginn des Militärjahres am 1. Oktober 1887 endet aller Wahrscheinlichkeit nach seine Mitarbeit. Bei der im "Selbstbildnis" gebrachten Anekdote, dass er während des Militärjahres für die "Gleichheit" schrieb, dürfte es sich um eine historische Verklärung handeln. Womöglich hat er noch Zeit in der Redaktion verbracht, doch zuordenbar ist nichts mehr. Er berichtet von der Zeit auch in seinem "Tagebuch".

Bayreuther Festspiele

Die Verpflichtung seiner Frau, bei den Bayreuther Festspielen aufzutreten, verhilft Bahr zu einem Aufenthalt in dem oberfränkischen Wagnerort. Nachdem der Austausch mit Gerhart Hauptmann am 15. Juli 1911 beginnt, ist das das Datum, zu dem er bereits anwesend sein muss. In seinem Nachruf auf Albert Niemann, den er im "Tagebuch" (14.1.1917) publizierte, schildert Bahr den Abend in Bayreuth, an dem er auf Niemann traf. (20. August 1911) Vom gleichen Tag ist auch ein Brief erhalten.

Steiermark

Eine Reise in die Steiermark beginnt Bahr am 3. Dezember 1916 mit einem eineinhalbtägigen Aufenthalt in Seckau. Am 5. geht's nach Graz, wo er einen Vortrag hält und am 9. Dezember heimreist. Es ist das erste, was das fortan veröffentlichte "Tagebuch" dokumentiert.

Die Einsichtslosigkeit des Herrn Schäffle

Bahrs "Broschüre" erscheint im Sommer 1885, am 26.7.1885 kündigt er es seinem Vater für die nächsten Tage an.

Fackelzug zu Ehren Bismarcks

Bahr nimmt am 1. April 1885 an einem Fackelzug zu Ehren des 70. Geburtstags Bismarcks Teil. Bahr erlebt Bismarck aus nächster Nähe und hält beim Kommers eine Rede, in der er den Zuhörern als Vertreter der konservativen Burschenschaften Wiens verspricht, die Deutschen in Österreich würden durch keine Macht der Erde uns unser Deutschtum aus dem Herzen jäten lassen

† Otto Bahr

Otto Bahr, drei Jahre jüngerer Bruder, stirbt am 12. Juli 1927 in Linz an einem Gehirnschlag. Er war Finanzbeamter und nach seiner Frühpensionierung Zeit seines Lebens Musikkritiker für das Linzer Volksblatt. Das Verhältnis zwischen den beiden Brüdern war zeitlebens angespannt.

Otto Bahr

Am 8. Jänner 1866 Geburt des jüngeren Bruder Otto

Kalkscheunenstraße 2, 1. Treppe

Am 29. November 1884 übersiedelt Bahr in Berlin in ein Zimmer in der Kalkscheunenstr. 2, 1. Treppe. Zuvor hatte er zwei Minuten entfernt gewohnt. Die Adresse eröffnet das erste erhaltene Tagebuch/Notizheft:
Erich Hermann Bahr N. Kalkscheunenstr. 2

Dresden, Aussig, Leitmeritz und Prag

Nach dem Semesterschluss (inoffiziell, durch Adolf Wagner am 2. August 1884) besucht Bahr nach seiner Abreise am 9. zuerst Dresden, dann einen Prager Kartellbruder in Aussig (Ústí nad Labem) und reist dann weiter nach Leitmeritz (Litoměřice), wo sich irgend etwas mit den österreichischen Behörden ereignet, die ihm Probleme machen. (Genaueres Unklar, aber häufige Anspielung in den kommenden Jahren in den Briefen an den Vater. Schließlich will er zwei Tage in Prag verbringen. Danach reist er nach Linz.

Rodbertus, Theorie der Handelskrisen

Am hält 21 Juni 1884 hält er im Seminar von Adolf Wagner einen Vortrag über "Rodbertus, Theorie der Handelskrisen". Die Beschäftigung mit Rodbertus nimmt eine zentrale Rolle in Bahrs nationalökonomischen Studien ein. Im gleichen Jahr erscheint der Text als Buch bei Konegen in Wien.

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